Es war einmal bei den Zwergerln…

Wochenbericht vom 20. – 24.6.22

Am Montag nach den Ferien durften wir einen Bauernhof, den Ferlhof in Hilgertshausen, besuchen. Dort haben wir die verschiedenen Tiere kennengelernt, die dort leben und versorgt werden. Wir konnten eine ganze Menge über die Landwirtschaft und das Leben auf einem Bauernhof erfahren, obwohl wir Vieles schon wussten 😉!

Den Dienstag haben wir dann mit einer Erzählrunde begonnen. Alle hatten eine Menge von ihren Urlaubstagen zu erzählen. Von Kroatien, über Italien bis Österreich war alles dabei, und die Daheimgebliebenen hatten selbstverständlich auch von ihren Abenteuern zu erzählen 😊! Luisa und Valentin hatten in den Ferien ihren 5. Geburtstag, der wurde natürlich auch noch gefeiert, mit Gratulationen, Geschenken und feinen Muffins! Danach durften wir frei spielen und es war recht friedlich. Wenn wir längere Zeit nicht im Wald waren, gibt es immer wieder viel zu entdecken und auszuprobieren!

In der Kinderkonferenz am Mittwoch ging es diesmal um das „Teilen der Brotzeit“. Die Erzieher*innen haben sich nämlich auf Wunsch der Eltern mit eben diesen getroffen, da es in letzter Zeit immer mal wieder Probleme gab. Da wurde wie wild getauscht, verschenkt und gelitten, weil man die leckeren Beeren ja eigentlich gerne selber essen wollte, aber dem Freund die Bitte danach nicht abschlagen konnte und so weiter und so fort… Deswegen hatten also die Erwachsenen auch eine kleine Konferenz und haben beschlossen, dass zunächst jedes Kind nur seine eigene Brotzeit und das eigene Mittagessen verspeisen soll. So gibt es keine Diskussionen mehr bei den Mahlzeiten und die Eltern wissen, was und wieviel der eigene Sprössling eigentlich isst 😉. Während unserer Konferenz kam dann raus, dass die meisten von uns ganz froh sind, nicht mehr teilen zu müssen 😉! Nach der Brotzeit durften sich die Vorschulkinder auf den Weg machen, um Blumenwiesen zu suchen. Martin und Caroline waren auch dabei und haben genau notiert, welche Wiesenblumen wir gefunden haben. Am Ende war das ganze Blatt voll, so fleißig waren wir und die Natur auch, sie hat ja die schönen bunten Blumen hervorgebracht 😉. Das ganze hatte natürlich auch einen Zweck: die Schultüten sollen als schöne bunte Blumenwiesen gestaltet werden, da muss man sich vorher ordentlich informieren als richtiges Waldkind 😉! Die Schlittenhunde und Frischlinge waren derweil aber auch nicht faul: mit Melanie und der kleinen Raupe Nimmersatt durften sie sich bei einer Yogaeinheit ausprobieren!

Was für eine Aufregung am Donnerstagmorgen! Jan hat eine kleine Kröte entdeckt! Klar, dass gleich alle Waldkinder ausgeschwärmt sind, um auf Krötenjagd zu gehen. Und tatsächlich haben wir viele gefunden. Sie wurden in Kochtöpfe mit viel Laub und Gras gesetzt, bewundert und herumgetragen. So manch einem Erwachsenen war der forscherische Umgang dann doch etwas zuviel und so haben wir im Morgenkreis besprochen, dass die Kröten noch einmal im Kreis betrachtet werden dürfen, bevor sie wieder in die Freiheit entlassen werden. Nach der Brotzeit wurde ein Maltisch hergerichtet. Die Blutfäustchen sollten eine Wiese malen, sozusagen als Vorübung für die Schultüte. Sie hatten eine Menge Spaß beim Pinseln, Tupfen mit Schwämmen und Farben mischen. Das werden sicher 1A Wiesenschultüten 😊! Die jüngeren Kinder haben sich mit Martin in den Kreis verzogen und ein Sachgespräch über Ameisen geführt. Später im Abschlusskreis durften sie davon erzählen und wir waren alle erstaunt, wie gut alle aufgepasst haben – das sind jetzt echte Ameisenprofis!

Am Freitag gab es zu unserem Ameisenlied noch eine Ameisenmitmachgeschichte, die viel Spaß gemacht hat! Die Vorschulkinder waren danach eine ganze Weile mit der Planung ihrer Übernachtung beschäftigt, die ja in wenigen Wochen ansteht. Zur Stärkung gab es später selbstgemachten Obstsalat. Wer Lust hatte konnte sich Schmuck aus Hollunderstöcken basteln, oder mit Theresa einen neuen Waldfernseher bauen. Ein echtes HighTech Gerät ist das geworden 😉!

 

 

Wochenbericht vom 6. – 10.6.22

Diese Woche haben wir schon mal ganz gemütlich mit einem Feiertag begonnen 😉. Der Montag ist ja generell eher ein Tag zum Ausschlafen … chrrr….. 😊!

Dafür waren wir am Dienstag wieder voll da und haben aus voller Kehle unser Ameisenlied gesungen! Und damit der Tag auch ein bisschen bunt wird, durften wir nach der Brotzeit Blumentöpfe bemalen. Da werden sich die Bienen und Insekten freuen, weil das ja wie ein Wegweiser zu den feinen Blüten ist, wenn alles schön farbig leuchtet 😉. Wir sind nur wenige Kinder in dieser Woche, da viele in die Ferien gefahren sind, oder zuhause mit den großen Geschwistern die Pfingstferien genießen.

Den Mittwoch haben wir dann wieder mit dem Ameisenlied begrüßt und dazu gab es rhythmische Instrumentenbegleitung 😉. Danach wurde es spannend: wir sind ja jetzt wieder kleine Schmetterlingsfarmer und konnten an diesem Tag das erste Mal unsere Raupen beobachten. Mit den Erwachsenen haben wir uns über den Lebenszyklus eines Schmetterlings unterhalten. Zuerst ist der ja eine Raupe, die sich dick futtert und dann verpuppt, bevor sie zum Schmetterling wird. Sehr spannend und aufregend das Ganze! Die Raupen dürfen auch Urlaub machen, wenn nächste Woche der Kindergarten geschlossen ist. Sie ziehen dann bei Marlene ein und genießen die Sommerfrische in Dachau 😉. Nachdem wir also das geklärt hatten, durften wir unsere schönen bunten Blumentöpfe bepflanzen und einsäen. Wir sind wirklich fleißige Naturkundler mit viel praktischem Geschick 😊!

Den Donnerstag durften wir dann schon wieder ganz faul zuhause verbringen – im Gegensatz zu den Erwachsenen, die mussten bei einer Fortbildung schwitzen. Obwohl? Erstens hat es ganz schön geregnet und die waren sicher froh drin sein zu können und zweitens macht das den Erzieher*innen irgendwie immer Spaß, wenn sie was Neues lernen. Eigentlich sind die uns gar nicht so unähnlich 😉!

Am Freitag war das Wetter dann wieder besser und wir sind zu einem Spaziergang aufgebrochen, um Holler zu sammeln. Wieder zurück am Platz haben wir daraus Hollerpfannkuchen mit selbstgemachtem Apfelmus zubereitet. Das war ein leckerer Abschiedsschmaus! Jetzt geht´s nämlich ab in die Ferien und der Kindergarten bleibt eine Woche zu. Da werden sich die Tiere im Wald aber über diese Ruhe wundern….aber keine Sorge: spätestens am 20. Juni sind wir alle wieder da 😉!

 

 

Wochenbericht vom 30.5. bis 3.6.22

 

Den Montag haben wir im Morgenkreis mit unserem neuen Ameisenlied begonnen. Besonders der Refrain macht uns großen Spaß, da muss man nämlich ganz schnell singen – so wie die Ameisen eben auch ganz flink sind 😉! Später durften wir uns am Basteltisch ausbreiten und Figuren oder Fahrzeuge aus Holz gestalten. Aus Tüchern und Decken wurden tolle Lager und Höhlen gebaut, in den Hängematten wurde mal wild, mal ganz sachte geschaukelt und wer Lust hatte, durfte sich mit Tüchern und Hüten verkleiden. Ein echter Waldkindersommertag eben 😊! Zum Abschluss hat uns Stephi noch einmal das afrikanische Märchen von der Spinne Anansi erzählt.

Am Dienstag haben wir die dritte Strophe des Ameisenliedes kennengelernt. Im Anschluss wurde der Bollerwagen bepackt und wir sind in den Fichtenwald aufgebrochen. Mit unseren mitgebrachten Tennisbällen haben wir Boccia gespielt, da muss man sich ganz schön konzentrieren – perfektes Training für die angehenden Schulkinder! Die jüngeren Kinder durften mit Melanie eine Yogaeinheit mit Entspannung genießen. Das Bilderbuch „Die kleine Spinne spinnt und schweigt“ hat uns dabei begleitet.

Auch am Mittwoch ging es um unsere kleinen Krabbelfreunde, die Ameisen. Zuerst haben wir nochmal das Lied gesungen, bevor uns Melanie eine Geschichte dazu erzählt hat. Nach der Brotzeit wurden die Vorschulkinder einzeln befragt, welche Vorschulaktionen sie denn favorisieren würden. Einzeln deswegen, damit jedes Kind wirklich sagt was es möchte und nicht vom besten Freund oder der besten Freundin beeinflusst wird. Die Ergebnisse hat Melanie natürlich notiert. Wie es aussieht, wird auf jeden Fall eine Übernachtung im Wald und ein Badeausflug stattfinden 😉. Während die Großen also mit ihrem aufregenden Sommerprogramm beschäftigt waren, durften alle anderen entweder Fußball spielen, werken mit Kathi, sich verkleiden mit Tüchern oder ein großes Schmuckpapier mit Caroline gestalten. Da ist eine schöne Löwenzahnwiese auf grünem Tonpapier entstanden, mit vielen gelben und weißen Blüten. Das Papier brauchen wir für unsere Willkommenskarten für die neuen Kinder 😊!

Am Donnerstag war es morgens ganz schön wild auf dem Platz! Da wurde gerannt und gebrüllt, was das Zeug hält!! Eine echte Rabatzbande sind wir manchmal… Im Morgenkreis hat Caroline unser Elfenglöckchen ausgepackt. Sie hat sich nämlich große Sorgen wegen der zarten Waldbewohner um uns herum gemacht. Wenn wir so laut sind, erschrecken die wahrscheinlich ganz schön und suchen das Weite…. Also waren wir alle plötzlich ganz still, haben die Augen geschlossen und jedes Kind durfte dem Klang des Glöckchens in Gedanken folgen… Und ihr glaubt es nicht: als wir die Augen wieder öffnen durften, haben einige Kinder ganz viele kleine Elfen herumfliegen sehen!!! Unser Glöckchen funktioniert also noch 😉! Später, nach der Brotzeit, haben wir wieder unsere große Tücherbox herausgeholt und uns verkleidet. Mit Stephi durften wir Fichtenspitzen sammeln, klein schnippeln und mit Zitronenschale, Salz und Butter mischen. Dann wurde diese feine Fichtenspitzenbutter auf Brote gestrichen und im Abschlusskreis durften wir diese Köstlichkeit ratzfatz verputzen 😉!

 

Am Freitag wurde es dann noch einmal aufregend: ein Falkner kam zu Besuch! Wir durften eine coole Flugshow erleben, allerdings hat der Falkner seinen Adler zuhause vergessen – kann ja mal vorkommen 😉. Er hat sich ziemlich geärgert, aber wir fanden das jetzt nicht sooooo schlimm, es gab ja eine Menge anderer Vögel zu bestaunen! Zu guter Letzt durften wir unser gesammeltes Wissen noch bei einem Vogelquiz unter Beweis stellen. Wir sind echt ganz schön schlau 😉!

https://www.falknerei-mobil.de/

 

Wochenbericht 23. – 27.5.22

Am Montag war es ganz schön windig und gewittrig, deshalb haben wir einen Ausflug zum Steinhügel gemacht. Das war deswegen schlau, weil wir schon ganz nah am Schutzraum sind, falls das Wetter doch zu ungemütlich wird… Haben wir dann aber gar nicht gebraucht 😉. Wir durften außerdem nochmal das Märchen „Hans mein Igel“ hören und mit Stephi gab es eine schöne Entspannungsrunde mit Massage zur Geschichte der kleinen Spinne, die spinnt und schweigt 😊.

Unser Morgenkreis am Dienstag war spannend, da wir nicht nur unser neues Lied gesungen haben, sondern mit Martin ein Bewegungsgedicht geübt haben. Das hieß „Taube und Ameise“ und wir sollten nur die Bewegungen mitmachen, während Martin das Gedicht dazu erzählt hat. Nach der Brotzeit wurde unser kleiner Fußballplatz wieder geöffnet und unsere wilden Kicker konnten sich ordentlich austoben. Wer dazu keine Lust hatte, durfte mit Martin und Kathi kleine Igel aus Ästen und Nägeln gestalten. Und wie das halt immer so ist mit der Kreativität, sind nicht nur Igel, sondern noch vielerlei anderes Getier rausgekommen 😉.

Am Mittwoch haben wir morgens wieder unser Waldlied gesungen, bevor es Brotzeit gab. Die fleißigen Handwerker konnten wieder an ihren Nageltieren arbeiten und die Blutfäuste sind mit Caroline im Bauwagen zur Vorschule verschwunden. Jetzt wird das „Knuffbuch“ nach hinten langsam immer dünner…. So viele Seiten und Geschichten wurden schon bearbeitet. Ein untrüglicher Hinweis, dass das Kindergartenjahr bald zu Ende geht und die Großen sich schon langsam mit ihrem Abschied befassen müssen… Draußen wurde nach einigen Regengüssen in den letzten Tagen nach Herzenslust gematscht und gebatzt – großartig, was wir alles dürfen im Wald 😉!

Den Donnerstag haben wir zu Hause verbracht – Feiertag!

Dafür waren wir am Freitag wieder in alter Frische im Wald! Mit Melanie haben wir unser neues Ameisenlied gesungen. Später durften wir bei einem Spaziergang Hollunderblüten und Fichtenspitzen sammeln. Die haben wir für ein paar Köstlichkeiten gebraucht: in unserer kreativen Waldküche wurden nämlich Hollundermilch und Maiwipferlpralinen (das sind in flüssige Schokolade getauchte Fichtenspitzen) hergestellt. Herrlich, diese Fülle, die uns der Wald in diesen Frühlingswochen schenkt!

 

 

Wochenbericht 16. – 20.5.22

An diesem Montag sind alle mit ihrem Lieblingsspielzeug in den Wald gekommen. Im Morgenkreis durfte jedes Kind seines vorführen und den anderen zeigen. Nach der Brotzeit haben wir dann natürlich auch damit gespielt, das macht mit den anderen gleich nochmal soviel Spaß 😊! Im Abschlusskreis hat uns Stephi ein afrikanisches Märchen von einer Spinne und einer Antilope erzählt. Und dann hatte sie noch zwei tolle Anschauungsobjekte dabei: zwei Spinnen, die in Kunstharz eingegossen waren, die konnte man in aller Ruhe betrachten. Das geht ja bei den lebendigen Spinnen immer nicht so gut, weil die so flink sind und ganz schnell wegkrabbeln, wenn sie uns sehen 😊.

Am Dienstag hat uns Melanie ein neues Lied mitgebracht: „Schön ist es im Wald zu sein!“ heißt das und hat uns allen richtig gut gefallen. Und der Martin hatte auch noch was in petto: ein Spinnenfingerspiel in englischer Sprache! Das war eine echte Herausforderung, aber sehr lustig 😊! Nach der Brotzeit sind wir zu einem Spaziergang aufgebrochen. Wir wollten wieder ein paar Pfützen schmücken und Material für einen Barfußpfad sammeln. Und ihr glaubt nicht was wir da gefunden haben: ganz nah an einen Baum gekuschelt lag da ein kleines Rehkitz!!! Ganz, ganz leise und vorsichtig und mit großem Abstand damit es keine Angst bekommt, durften wir es in Zweiergruppen mit einem Erwachsenen anschauen. Das war so schön, dass wir alle ganz ehrfürchtig geworden sind!

Am Mittwoch ging es nach der Kinderkonferenz für die Blutfäuste zur Vorschule. Mit Melanie haben sie es sich im sonnigen Morgenkreis gemütlich gemacht und besprochen, welche Wünsche sie noch bis zum „Rauswurf“ haben. Da gab es viele Ideen, die Melanie gleich aufgeschrieben hat, damit nichts vergessen wird. Alle anderen durften mit Martin, Kathi und Caroline unsere neue Kinderküche verschönern. Die Küche selbst ist ja schon der Hit, aber jetzt brauchen wir natürlich noch allerlei Zubehör! Martin hat noch ein paar Flächen mit Schleifpapier bearbeitet und am Basteltisch wurden auf Baumscheibchen Salami- und Mortadellascheiben gemalt, oder Zitronen- und Orangenscheiben. Wieder andere Kinder haben aus Zapfen Karotten, oder Äste mit grüner Farbe bemalt, das sind jetzt Gurken und Zucchini 😉.

Der Donnerstag war wieder ein bissl geheimnisvoll, weil ja bald Vatertag ist! Aber neben dieser Geheimmission durften wir mit Stephi Spinnen aus Pfeifenputzern und Perlen basteln. Und wer Lust hatte, konnte sich sogar noch ein Spinnennetz dazu gestalten und die Spinne reinsetzen. Gleich im Morgenkreis hatte Stephi aber auch noch eine schöne Idee: jedes Kind hatte einen Partner, einer war Spinne, der andere einfach ein Kind. Zu einer Spinnengeschichte wurden die Kinder von ihrer „Spinne“ entsprechend am Rücken massiert, gekitzelt oder gestreichelt. Der Jan hat ganz laut gelacht, weil er so kitzlig ist 😊! Einige Kinder wollten lieber Fußball spielen, oder mit Martin an unserer Küche weiterarbeiten. Im Abschlusskreis haben wir uns über den Umgang mit den Tieren unterhalten, da manche Kinder immer mal wieder vergessen, dass man sehr achtsam mit unseren Waldmitbewohnern umgehen muss…. Auch mit den allerkleinsten Krabblern und Kriechern 😉.

Am Freitag war es sehr heiß…puhhh…Da haben wir uns zu einem schattigen Waldspaziergang aufgemacht und im Fichtenwald konnten wir in ein paar unerforschten neuen Ecken auf Entdeckungstour gehen. Außerdem haben wir diesen sehr warmen Tag genutzt, um uns träge im Schatten niederzulassen und Bilderbücher anzuschauen. Damit wir aber nicht ganz einschlafen, hat Melanie mit uns nochmal das neue Waldlied gesungen 😉. Jetzt freuen wir uns auf ein schönes Wochenende, vielleicht haben unsere Eltern ja Lust auf ein bisschen Badespaß 😉😊!?

 

Wochenbericht vom 9. – 13.5.22

Unser Maifest am Samstag war ein voller Erfolg! Unser schöner Maibaum steht schön geschmückt an seinem Platz und winkt stolz mit seinen bunten Bändern und Bildtafeln 😊. Unsere Gäste haben sich beim Spielen, Toben, Essen, fröhlichen Vorführungen und gemütlichem Beisammensitzen sehr wohl gefühlt. Und auch das Wetter hat gut mitgespielt.

Am Montag haben wir uns zu einem großen Ausflug zum Froschweiher aufgemacht. Das Wetter war bestens und unsere Laune auch, so konnte einem fröhlichen Vormittag nichts mehr im Weg stehen. Außerdem hat Veronika ihren 4. Geburtstag gefeiert und das Geburtstagslied wurde von einem engagierten Fröschechor begleitet 😉.

Am Dienstag wurde uns im Morgenkreis von Martin ein neues Bilderbuch vorgelesen: „Komm wir bauen eine Hütte!“ hat das geheißen. Passt im Moment sehr gut zu uns, da wir auch so gerne Hütten bauen und diese dann geschmackvoll mit Decken und Kissen einrichten. Nach der Brotzeit haben uns die Erwachsenen eine Slackline und Hängematten aufgebaut – endlich ist jetzt wieder das richtige Wetter dafür 😊. Und dann haben wir noch Höhlen gebaut und Brettspiele gespielt und und und ….

In der Kinderkonferenz am Mittwoch haben wir beschlossen, dass wir mal wieder einen Spielzeugtag im Wald wollen. Da musste nicht viel diskutiert werden, klar waren alle einverstanden! Und ein Termin wurde auch gleich festgelegt: kommenden Montag darf also jedes Kind sein Lieblingsspielzeug mitbringen, wir sind sehr gespannt… Gleich im Anschluss an die Brotzeit durften wir Lionels 5. Geburtstag feiern – mit feinen Muffins, die sein Papa gebacken hat! Vielen Dank dafür 😊! In der Vorschule ging es diesmal um die fleißige Ameise und danach wurden wieder Höhlen gebaut und Brettspiele gespielt.

Am Donnerstag sind wir zu einem Ausflug zum Pilzwald aufgebrochen. Da ist es ja immer so schön geheimnisvoll und duster und da hat es gut gepasst, dass wir ein Märchen gelesen haben: „Hans mein Igel“ heißt das und dazu gab es zur musikalischen Untermalung Dudelsackmusik. Das müssen wir unbedingt noch einmal machen, das hat uns gut gefallen.

Am Freitag hat die Sonne dann mal Pause gemacht, aber das war uns egal, denn gleich im Morgenkreis gab es ein Mitmachgedicht für uns. Da waren wir so beschäftigt, dass wir keine Zeit hatten über das Wetter nachzudenken 😉:

 

Ein großer Baum der steht im Garten.

Er kann den Frühling kaum erwarten.

Freut sich über die Spinnen, die kitzeln in seiner Rinde.

Freut sich aber auch auf laue, warme Frühlingswinde.

Freut sich über Eichhörnchen, die in ihm springen.

Freut sich über Vögel, die in den Zweigen springen.

Freut sich über Ameisen, die ihn zwicken und kneifen.

Freut sich über Blüten, die zu Früchten reifen.

Freut sich auf den warmen Frühlingsregen.

Sieht dem Frühling mit großer Freude entgegen.

Freut sich auf die warme Sonne.

Streckt sich ihr entgegen mit wahrer Wonne.

baum

 

Später haben wir Feuer gemacht und die restlichen Würschtl vom Maifest und Stockbrot überm Feuer gebraten….hmmmm….lecker! Und genau das richtige an so einem verregneten Freitag 😉!

 

 

Maifest 2022

 

Wochenbericht vom 2.5. – 6.5.22

 

Der Wonnemonat hat begonnen 😉! Im Morgenkreis haben wir ihn mit einem Mailied begrüßt und uns über den neuen Monat unterhalten. Es ist jetzt wirklich nicht mehr so kalt morgens und wir spüren, dass sich die warme Jahreszeit auf den Weg gemacht hat. Wir durften helfen für unseren Maibaum bunte Bänder aus Stoff zu schneiden, damit er auch wirklich der Schönste und Bunteste Maibaum weit und breit wird! Aber auch das Toben kam nicht zu kurz, am liebsten rannten wir dem Fußball hinterher und lieferten uns wilde Matches 😉! Im Abschlusskreis haben wir noch einen Maitanz einstudiert. Na, ihr seht schon, das Maifieber hat uns voll erwischt 😊!

 

Am Dienstag ging es gleich wieder mit einer Probe unseres Tanzes weiter und die Erwachsenen haben eine schöne Birke ausgesucht, die unser diesjähriger Maibaum werden soll. Gemeinsam sind wir mit unseren Sägen losgezogen und haben das Bäumchen gefällt und uns bei Mutter Natur dafür bedankt. Der Martin hat uns geholfen und so konnten wir nach großer Anstrengung unseren Baum auf den Platz schleppen und entasten. Wie die Ameisen sind wir um den Baum gewuselt – alle ganz eifrig und mit roten Bäckchen 😊! Melanie hat angefangen mit einigen Kindern am Muttertagsgeschenk zu arbeiten. Was da am Basteltisch passierte, wird natürlich noch nicht verraten…. In der Zwischenzeit hat Caroline Schilder für unsere Stationen beim Maifest gemalt, unterstützt von Amelie und Luisa, die als sehr talentierte Farbexpertinnen brillierten 😉.

 

Am Mittwoch kam uns Theresa mit dem kleinen Bruno besuchen. Und ihre Gitarre hatte sie auch dabei…sie begleitet nämlich, zusammen mit Melanie und deren Querflöte, unseren Maitanz musikalisch. Das war also ein sehr melodiöser Vormittag. Aber nicht nur das – auch an den Geschenken für die Mamis wurde fleißig weitergearbeitet….

 

Der Donnerstag war ein ganz wundervoller Waldtag! Es war schon morgens sehr sonnig und mild, die Vögel haben sich in den Baumwipfeln gefreut und gezwitschert, während wir wieder unser Maifest-Programm geübt und einstudiert haben. Danach waren alle bester Laune und jedes Kind fand eine friedliche Beschäftigung. Da wurde geturnt, an selbst hergestellten Turngeräten aus Ästen, oder es wurden Lager gebaut, oder die Verkleidungskiste mit ihren vielen Tüchern durfte geplündert werden. Eigentlich wollten wir ja einen Spaziergang machen, aber da die Stimmung so friedlich war, sind wir einfach am Platz geblieben, um zu spielen.

 

Am Freitag wurde es dann langsam ernst: nach der Generalprobe zu all unseren Aufführungen mit Gesang und Tanz wurde der Platz dekoriert und aufgeräumt. Für unsere Gäste am Samstag durften wir eine leckerere Wildkräuterlimonade herstellen, sehr lecker… hmmmm…. Alles ist hergerichtet und bereit für unser kleines Fest! Wir hoffen, dass sich der Himmel jetzt dann leergeregnet hat, dann kann es losgehen 😉!

 

 

Wochenbericht 25. – 29.4.22

Endlich sind wir wieder alle im Wald! Gleich im Morgenkreis durften wir von unseren Erlebnissen rund um Ostern und den Ferien erzählen 😊. Wir hatten so viel zu berichten, dass gar nicht alle zu Wort gekommen sind. Aber das macht nix, wir haben ja noch viele Morgenkreise in dieser Woche zum Erzählen 😉. Nach der Brotzeit sind wir in den Fichtenwald spaziert, wo wir mit Martin Räuber & Gendarm gespielt haben. Das war lustig und die meisten von uns wussten gleich zu Anfang schon genau, ob sie lieber ein Räuber oder ein Gendarm sein wollten 😊.

Am Dienstag durften wieder einige Vorschulkinder zum Vorkurs in die Grundschule fahren. Alle anderen haben sich beim Freispiel vergnügt oder mit Kathi Tierkinder-Memory gespielt. Da hatte die Kathi keine Chance, weil wir Augen wie die Adler haben und uns supergut merken konnten, wo welche Bilder versteckt sind. Naja, meistens jedenfalls 😉. Mit Caroline konnte man „Ich sehe was, was du nicht siehst“ spielen und man möchte gar nicht glauben, wie viele Farben es im Wald gibt! Allein mit den vielen Grüns und Brauns kann man schon Stunden verbringen…. Wer sich lieber körperlich ein bisschen verausgaben wollte, konnte mit Melanie ein Bäumchen einpflanzen. Gar nicht so einfach einen geeigneten Platz dafür zu finden – der Waldboden ist voller Wurzeln, die wir natürlich nicht verletzen wollten…

Am Mittwoch hat Melanie unseren goldenen Weisheitsstein kreisen lassen – es gab was zu besprechen in der Kinderkonferenz. Wir durften uns ein Blatt Giersch pflücken und waren gespannt, wie es weitergeht. Als alle wieder vom Pflücken zurück waren, haben wir festgestellt, dass manche Kinder wirklich nur ein Blatt genommen haben, während andere ganze Sträußchen oder gar ein Pflänzchen mitsamt der Wurzel ausgerissen haben. Und schon waren wir mittendrin im Thema: es ging um den achtsamen Umgang mit Pflanzen und Tieren im Wald. Manchmal müssen wir wieder über solche Dinge sprechen, da wir nach den langen Wintermonaten vieles vergessen haben und über unserer Freude über das viele frische Grün oftmals zu maßlos zugreifen. Aber jetzt wissen wir wieder Bescheid und werden darauf achten 😊. In der Vorschule, bei den Blutfäusten ging es an diesem Tag um Insekten und Pflanzen und die Schlittenhunde und Frischlinge durften mit Martin, Kathi und Caroline zum Pfützenschmücken gehen. Da waren alle ganz fleißig beim Sammeln von Material und am Ende kam eine wunderschöne Pfützenlandschaft mit grünem und blumigem Ufer heraus 😉. Zum Abschluss des Tages haben wir unser altbekanntes Maibaumlied gesungen. Da steht nämlich schon das nächste Fest im Wald an, auf das wir uns vorbereiten müssen 😊!

Der Donnerstag war der aufregendste Tag der Woche!!! Martin hatte ein sehr interessantes Buch dabei…. Das war nämlich gar kein Buch, sondern sowas wie eine Schatulle und wir schlauen Waldzwergerl haben gleich gecheckt, dass man mit dem Schlüssel, der dabei war, das Schloss aufsperren konnte!!! Der Martin hat sich ja ehrlich gesagt ein bisschen ungeschickt angestellt, weil er den Schlüssel zuerst nicht ins Schloss gebracht hat. Aber mit unserer Unterstützung ging es dann doch und als wir den Deckel geöffnet hatten, lag darin ein Brief! Der war von Hebis Urururgroßvater geschrieben worden und mit dabei war eine Schatzkarte!!!! Ihr könnt euch nicht vorstellen wie aufgeregt wir waren!!!! Natürlich haben wir uns gleich auf den Weg gemacht und die Kartenexperten unter uns wussten auch gleich, wo es lang geht 😉. Vorbei an Tennisplatz und JUZ, dann rechts zur Amper, dort eine Weile entlang bis zu einer gefährlichen Brücke, die man NICHT überqueren darf, vorbei an einer geschützten Blumenwiese, die durfte man nicht betreten, wegen der Blumen, die die Insekten dringen brauchen, dann weiter durch ein kleines Wäldchen, bis zu einem Platz, an dem wir Brotzeit machen konnten – endlich!! Dort hat Toni eine Flaschenpost entdeckt und auf dem gerollten Zettelchen entdeckten wir eine Fortsetzung der Schatzkarte mit einem roten Kreuz!! An der Stelle musste der Schatz vergraben sein!! Also sind wir weitergewandert und plötzlich standen wir auf einer Wiese …. am Froschweiher!!!! Wir waren ganz aufgeregt, damit hatten wir nicht gerechnet, dass wir hier rauskommen würden! An beschriebener Stelle fingen wir an zu suchen und schließlich entdeckte ein Kind einen kleinen braunen Beutel hinter einer Baumrinde. Darin waren Goldstücke und Diamanten!! Die hat Martin dann gerecht unter uns verteilt und bei Stephi und Caroline konnten wir uns ein kleines Stoffsäckchen für unsere Schätze fertigen lassen. Natürlich haben wir auch noch was für Hebi aufgehoben, war ja schließlich der Schatz seiner Verwandtschaft 😉! Was für ein aufregender Tag!! Glücklich, aber sehr müde nach der langen Wanderung kamen wir mittags am Bauwagen an. Nach einer kleinen Pause durften wir mit Stephi noch ein Tänzchen für das Maifest ausprobieren.

Am Freitag haben wir unser Maibaumlied wieder geübt, bevor wir zur Heuwiese aufgebrochen sind. Dort durften wir aus Pappe Insektenpinzetten basteln, welche dort eifrig zum Einsatz gekommen sind 😉.

 

 

Wochenbericht vom 19. -22.4.22

Diese Woche beginnt erst mit dem Dienstag! Am Montag war nämlich Ostermontag und da waren wir alle noch zuhause 😊! Wir waren nur sehr wenige Kinder im Wald, was ja auch mal schön ist, weil es dann viel ruhiger ist und die Erwachsenen viel Zeit für jedes einzelne Kind haben. In unserem kleinen Morgenkreis durften wir erzählen, was uns der Osterhase gebracht hat und dann hat uns Caroline noch ein Arbeitsblatt mitgebracht. Da war genau abgebildet, wie ein kleines Küken entsteht und wie es in einem Ei drin aussieht. Wir haben schon ganz viel gewusst, manches war uns aber auch noch neu. Zum Glück bekommt jedes Kind so ein Blatt in den Ordner, dann kann man immer nachschauen, wenn man was vergessen hat 😉. Nach der Brotzeit wollten ein paar Kinder mit Martin Fußball spielen, andere haben sich mit Caroline einen kleinen Webrahmen gebastelt. Amelie hatte die gute Idee ein Polster und einen kleinen Teppich für Hebis Bank und Haus zu weben 😊. Als wir da so einträchtig und friedlich gesessen sind, waren von Weitem plötzlich Glöckchen und lautes Blöken zu hören… die Schafherde machte wieder Rast auf unserer Wiese am Parkplatz!! Schnell haben wir uns bei der kleinen Fichte getroffen und sind zur Wiese gelaufen, wo wir voller Freude die große Herde begrüßen durften. Sogar zwei kleine Lämmchen waren dabei – süß!

Am Mittwoch kam dann eine ganz aufgeregte Mila in den Wald: sie wurde 6 Jahre alt! In einer Kuchenbox hatte sie leckere Muffins dabei, die wir nach der Brotzeit mit den Minis teilen durften. Die wollten nämlich gerne bei uns Brotzeit machen, weil bei uns die Sonne schon so schön gewärmt hat. Auf Wunsch von Mila sind wir am Platz geblieben, Martin hat eine Hängematte aufgehängt und wer wollte, durfte auch wieder Fußball spielen.

Am Donnerstag haben die Erwachsenen dann auf einen großen Ausflug bestanden. Das war auch okay, da wir ja an den letzten beiden Tagen schon beim Bauwagen geblieben sind. Mit beladenem Bollerwagen sind wir gut gelaunt zur Heuwiese aufgebrochen, mit im Gepäck hatten wir Sebastian und Samy, ehemalige Waldkinder, die einen Ferientag mit uns verbringen wollten. Die sind ganz schön groß geworden, die beiden!! Die Sonne hat auch an diesem Tag wieder vom Himmel gelacht und uns auf unserem Weg begleitet. Auf der Heuwiese angekommen gab es erst mal Brotzeit und dann wurde die Gegend erkundet und erforscht. Da gab es eine große Wurzel von einem umgestürzten Baum, die uns lang beschäftigt hat. Da konnte man graben und klettern und da wir wieder nur wenige Kinder waren, war auch genügend Platz für alle. Am Ende des Vormittags hatten Antonia und Resi die schöne Idee den anderen Kindern ein Wiesentheater vorzuführen. Mit Stephis Hilfe und Unterstützung beim Bühnenbild von Korbinian, haben sie uns ein süßes Märchen vorgeführt, das wir am Ende ausgiebig beklatscht haben. Danach ging es wieder zurück zum Platz.

Auf unseren Wunsch gab es am Freitag ein Lagerfeuer, über dem wir Stockbrot und Würschtl gebraten haben. Sehr leckere Angelegenheit 😊!! Ansonsten haben wir unser Freispiel unter blauem Himmel und Sonnenschein genossen, bis die Zeit für den Abschlusskreis gekommen war. Da haben wir dann „Kaiser, Kaiser, wie viele Schritte darf ich gehen“ gespielt.

 

Wochenbericht vom 11. – 15.4.22

Die Osterwoche hat begonnen! Voller Vorfreude haben wir an diesem Montag unser Osterlied „Has, Has, Osterhas…“ gesungen und Stephi hat das Bilderbuch vom Traum des Osterhasen noch einmal vorgelesen und erzählt. Nach der Brotzeit ging es zum Basteltisch, dort wurde wieder fleißig mit Wolle gearbeitet. Viele kleine Wollbieberl und Eierkartongockel flattern nun durch den Frühlingswald und zwitschern mit den Vögeln um die Wette 😊!

Am Dienstag waren wir auch wieder in österlicher Mission unterwegs! Gemeinsam sind wir nach der Brotzeit in den Fichtenwald, der keiner mehr ist, marschiert, um ein schönes Plätzchen für unser großes Osternest zu suchen und zu finden. Nach einigen Überlegungen und Diskussionen wurde dann beschlossen für das Nest einen Schattenplatz zu suchen, damit erstens der Osterhase nicht so schwitzen muss, wenn er schon so viel Eier und Schokohasen mit sich herumschleppt und zweitens soll die Sonne mit ihren mittlerweile schon sehr kräftigen Strahlen die Schokolade nicht zum Schmelzen bringen!! Ein kleines Stück hinter dem Fichtenwald, der keiner mehr ist, haben wir dann einen sehr schönen Platz zwischen drei Fichten gefunden (hier gibt es wiederum noch Fichten, vielleicht wird das unser neuer Fichtenwald? Hmm… müssen wir besprechen…). Naja, egal. Auf jeden Fall haben wir dann alle zusammengeholfen, große und kleine Fichtenzweige geschleppt und zu einem Nest geformt und in die Mitte wurden von eifrigen Kinderhänden Moosstücke zu einem weichen Teppich zusammengepuzzelt. Unsere Sorge war natürlich schon groß, ob der Osterhase ein so verstecktes Nest überhaupt findet, aber die Erwachsenen waren sich ganz sicher, dass der Osterhase ein sehr schlauer Geselle ist und das ohne Probleme schafft 😉!

Am Mittwoch kamen wir dann zu einer sehr wichtigen Ostervorbereitung: das Eier färben! In verschiedenen Töpfen wurden verschiedene Farben mit Wasser angerührt und die Eier, die vorsichtig hineingelegt wurden, färbten sich in den schönsten bunten Farben 😊. Natürlich können nicht alle gleichzeitig im Topf rühren, das gäbe dann eher bunte Rühreier, deshalb durften sich die Kinder, die mehr Lust auf Basteln hatten am Basteltisch tummeln und allerlei Österliches basteln. Wir sind jetzt schon ganz schön gespannt, ob der Osterhase überhaupt an uns Waldkinder denkt….

Und dann war es endlich soweit: an diesem Donnerstag vor den Osterfeiertagen sind die Minis zu uns zum Morgenkreis gekommen. Wir haben zusammen gesungen und gehofft, dass der Osterhase das hört, falls er nicht schon da war! Unsere Bollerwägen waren bepackt mit Decken und Osterfrühstück, dann ging es los. Am Eingang des Fichtenwaldes hat der Martin das Kommando übernommen, keiner durfte ihn überholen und wir mussten alle ganz leise sein, damit der Osterhase nicht erschrickt, falls er noch in der Nähe war. Als wir unserem großen Nest näherkamen, haben die ersten Kinder schon gesehen, dass da was drin lag!!! Das war eine Freude und Aufregung 😊!! Zunächst waren wir schon ein bisschen ehrfürchtig, weil da so viele Nestchen drin lagen und wir uns nicht vorstellen konnten, dass der Osterhase das alles allein hierher geschleppt hat. Wahrscheinlich hat er Helfer, Frau Dachs oder den Fridolin…obwohl….der Fridolin hätte wahrscheinlich das meiste in seinen Kobel getragen und sich dann über Ostern einen dicken Eichhörnchenbauch angefuttert… Ist ja auch egal, Hauptsache, unsere kleinen Nestchen waren alle da und kein Kind wurde vergessen! Die Erwachsenen haben dann ein üppiges Osterpicknick hergerichtet, das wir natürlich unseren fleißigen Eltern verdanken 😊! Nach dem Frühstück durften wir noch ein wenig spielen, bevor uns Stephi mit ihrer Tochter Marie ein zauberhaftes Ostertheaterstück auf einer kleinen Waldbühne vorgespielt hat. Wir durften sogar ein bisschen mitspielen und am Ende ein Papiervögelchen mit nach Hause nehmen. Danke Stephi und Marie, wir lieben eure Geschichten <3! Nachdem wir ausgiebig applaudiert haben, mussten wir auch schon wieder alles zusammenpacken, um zum Bauwagen zurückzumarschieren. Das war ein sehr schönes Osterfest und wir bedanken uns auch bei der Sonne, die uns den ganzen Vormittag lachend begleitet hat 😊!

Osterhase komm doch bald,
komm heraus aus deinem Wald!
Leg uns Eier in das Nest,
rote, blaue für das Fest!
Bring uns Hase, wie es Brauch,
bunte Zuckereier auch!
O wie schön wär auch im Gras
noch ein Schokoladenhas!
Bitte, Hase komm doch bald,
komm heraus aus deinem Wald!

 

Wochenbericht vom 4. – 8.4.22

Morgens singen wir jetzt immer das Lied vom Zauberer, der den Frühling bringt und Stephi hat uns an diesem Montag ein Bilderbuch mitgebracht, da ging es um den Traum des Osterhasen 😊. Die Natur erwacht jetzt überall um uns herum, zarteste Blättchen schieben sich aus den Ästen und Zweigen, die Vögel singen und zwitschern und irgendwie riecht es auch anders als in den Wintermonaten… nach der Brotzeit wurde wieder fleißig an den Osternestern gearbeitet. Jetzt haben es bald alle geschafft und der Osterhase wird in jedem Nestchen etwas verstecken können 😉.

Am Dienstag war das Wetter nicht so toll, April halt! Dauernd lässt er sich was Neues einfallen – mal Regen, mal Graupel, dann wieder Sonnenschein und Wind. Da wir richtige Waldkinder sind, wollten wir das alles ausgiebig genießen und sind zu einem Spaziergang um das große Feld aufgebrochen. Wir haben uns den Wind um die Nase wehen lassen und den traumhaft batzigen Schlamm in den Pfützen ausgekostet, bis unsere Handschuhe und Hosen als solche nicht mehr zu erkennen waren 😊!

Am Mittwoch war´s dann mal wieder Zeit für die Kinderkonferenz. Die Erwachsenen hatten diesmal was auf dem Herzen. Nachdem der Stein der Weisen einmal im Kreis rumgegangen ist und jedes Kind und jeder Erwachsene sich eine ordentlich Portion Weisheit abgeholt hat, haben wir uns über das Kämpfen und Schubsen und Umrennen von anderen Kindern unterhalten. Das ist natürlich nicht so toll, wenn man einfach so im Vorbeisausen umgerannt wird. Das haben alle verstanden, außerdem wollen wir uns bemühen, in Zukunft ruhiger im Kindergarten anzukommen und nicht wie die Tornados reinzupesen und bereits spielende Kinder zu stören. Und dann kam der schönste Teil des Morgenkreises: Martin hat für alle Kinder Autogrammkarten von „Anna“ aus der Fernsehserie „Anna und die wilden Tiere“ mitgebracht!!!!! Das haben uns die Eltern nicht geglaubt, dass der Martin die Anna persönlich kennt und sogar ihr Patenonkel ist!! Die werden staunen!!! Den restlichen Vormittag haben wir mit unseren Osternestern und Fußball verbracht 😊.

Und dann kam der Donnerstag…mit Wind und Sturm und Baumkronenrauschen und allem was dazu gehört! Im Morgenkreis haben wir dem Wind gleich ein Lied gewidmet: „Der Wind schleicht wie ein Räubersmann…“! Der Martin war nach der Brotzeit so mutig und hat einen Basteltisch mit Filzwolle und Osterbastelsachen hergerichtet. Er hat kleine Küken aus Wolle gestaltet und laufend ist eine/r geflitzt und hat kleine Wollbäusche wieder eingesammelt, die ein frecher Windstoß einfach vom Tisch gepustet hat 😊. Hat aber trotzdem allen Spaß gemacht 😉!

Am Freitag fand der letzte Teil des Selbstbehauptungskurses der Vorschulkinder statt. Die haben eine Menge gelernt und darauf dürfen sie auch stolz sein. Aber auch alle anderen hatten an diesem Tag was Tolles vor: mit Martin und Theresa ging es ins Jugendzentrum zum Osterhasen backen. Süß sind die geworden und aus zuverlässiger Quelle wissen wir, dass sie traumhaft gut geschmeckt haben 😉! Die backen wir zuhause mit Mama oder Papa auch mal – lecker 😊!

 

 

Wochenbericht vom 28.3. – 1.4.22

 

In dieser Woche haben ja tatsächlich mal einige von den Erwachsenen schlapp gemacht 😊! Da so viele krank waren, haben wir unsere beiden Gruppen einfach zusammengewürfelt. Die Minis durften gemeinsam mit uns in den Fichtenwald spazieren und dort spielen. Das war sehr entspannt, zumal die Sonne auch wieder vom Himmel gelacht hat. Die Minis sind mittlerweile auch schon richtige Waldprofis und so konnten wir toll miteinander spielen. Im Abschlusskreis haben wir den „Geist unter der Decke“ gespielt, da muss man ganz genau aufpassen, wer wo sitzt und dann plötzlich nicht mehr und wer dann wohl der Geist unter der Decke ist… 😉.

Am Dienstag haben wir genau wie schon am Montag, das Frühlingszauberlied gesungen. Da kommt jetzt jeden Tag eine Strophe dazu. Die Vorschulkinder, die aus Hebertshausen kommen, durften mit Melanie nach der Brotzeit zur Grundschule aufbrechen, um dort den Vorkurs für zukünftige Schüler zu besuchen. Die anderen waren wieder fleißig beim Weben der Osternester oder haben sich mit einem Eimer voller Lehmerde beschäftigt, den sie unter dem Bauwagen gefunden haben. Da konnte man herrlich kneten und bazen und mit Wasser Schlamm herstellen – ganz wunderbar 😊!

Und am Mittwoch waren die Minis nochmal bei uns. Die Vorschulkinder durften mit Caroline nach der Brotzeit in den Bauwagen, um eine Knuffgeschichte zu bearbeiten und um ein Weidenkätzchen zu zeichnen. Schwierige Angelegenheit, weil das ja hauptsächlich aus grau und gelb besteht und wir doch so gerne sehr bunt malen!! Aber wir haben es alle geschafft und zu guter Letzt konnten wir sogar noch das Wort „Weide“ in unser Heft schreiben 😉. Danach gab es noch ausreichend Freispielzeit für alle, mit malen und Lager bauen.

Als wir am Donnerstag in den Wald kamen war einiges los in den Baumkronen – die Vögel haben gezwitschert und gepfiffen wie die Weltmeister!! Das kann man jetzt echt nicht mehr überhören. Und so hat Caroline kurzerhand den Text von „Alle Vöglein sind schon da“ aus dem Ordner geholt und wir haben zusammen mit den Vögelchen um die Wette gesungen 😊! Später sind wir zu einem Spaziergang in den Pilzwald aufgebrochen. Dort haben wir uns gefreut unser altes Tipi noch völlig intakt wiederzusehen und haben noch einige kleinere und einen großen Unterstand dazu gebaut.

…und dann war´s auch schon wieder Freitag! Wir haben das Frühlingszauberlied gesungen und festgestellt, dass der März jetzt vorbei ist und der nächste Monat April heißt. Und der macht seinem Ruf gleich mal alle Ehre und kommt mit einem satten Wetterumschwung: es ist wieder empfindlich kühl und vor allem nass geworden. Was uns ja eigentlich freut, weil die Natur das Wasser ganz dringend braucht! Na, und dann haben wir auch gleich mit Wasser gespielt und eine coole Wasserlandschaft gebaut. Für die Vorschulkinder kam wieder die nette Dame vom Resilienz Kurs, während die anderen eine feine Nockerlsuppe gekocht haben. Was gibt´s besseres, als ein warmes Supperl an so einem kalten Schneeregentag 😉!

 

Wochenbericht vom 21. – 25.3.22

Am Montag war ein ganz besonderer Festtag: Hebi´s Geburtstagsfeier 😊! Eigentlich hatte er ja schon am Sonntag Geburtstag, am Frühlingsanfang, aber da waren wir ja nicht im Wald. Er hat sich sehr über sein Geschenk, eine eigene kleine selbstgebaute Bank mit selbstgebastelten Sitzkissen, gefreut! Er hat sie dann auch gleich mit seinen Freunden Munkepunk und Eckeneck (zwei Hauptdarsteller aus Stephis Koffertheater) eingeweiht und sich mit ihnen vor seinem Zwergenhäuschen in die Sonne gesetzt. Dann haben wir ihm einen Kreistanz vorgeführt und die Minis waren auch noch mit von der Partie!! Zu guter Letzt gab es kleine Salzbrezeln und Zwergenkinderbier zum Anstoßen, ein rundum gelungenes Zwergengeburtsagsfest 😊! Mal ehrlich: kein Kind wird bei uns so gefeiert wie der Hebi!!! Aber das haben wir gerne gemacht, schließlich war das der erste Geburtstag, den er gefeiert hat, während wir Kinder ja alle schon mindestens vier Geburtstagspartys hatten! Ach so, ja, noch was Wichtiges: der Hebi durfte auch ein Krafttier ziehen: es ist der Fuchs gewesen! Ein besonders schlaues Kerlchen….so wie der Hebi selbst 😉!

Am Dienstag haben wir wieder unser Weidenkätzchenlied gesungen, diesmal mit fetziger Begleitung von Martin mit seinem Glockenspiel und unsren Rasseln. Die vierte Strophe ist auch noch dazu gekommen. Nach der Brotzeit hat uns Caroline einen Künstlertisch hergerichtet. Wir durften mit bunter Tusche und Rasierschaum experimentieren. Ein paar Kinder waren ganz fasziniert und haben wunderschöne Bilder in interessanten Farbkompositionen gedruckt – wir sind schon sehr begabt und haben einen Sinn für alles Schöne! Das haben wir in der Natur gelernt, da gibt es auch immer so viele zauberhafte neue Muster und Farben zu entdecken … Wer lieber seine Muskeln spielen lassen wollte, konnte Martin, Kathi und Melanie beim „Aufräumen“ des Waldes helfen. Wir müssen ja schließlich alles tiptop herrichten und hübsch machen für unser Waldfest! Also Äste und Zweige schleppen für das Waldsofa und das Tipi, damit sich alle Gäste bei uns wohlfühlen! Ein schöner, sonniger und friedlicher Waldfrühlingstag geht zu Ende…

Auch den Mittwoch haben wir mit Melanie und ihrer Gitarre und dem Weidenkätzchenlied begonnen – und eine weitere Strophe dazu gelernt. Nach der Brotzeit haben es sich ein paar Kinder mit Caroline unter der kleinen Weide gemütlich gemacht und Bücher gelesen und ein wenig geplaudert. Andere wollten am Tipi weiterarbeiten und die Vorschulkinder durften sich mit Melanie unter dem großen Weidenbaum, dessen ganze Krone laut summt vor lauter fleißigen Bienchen, zur Vorschule treffen. Na, und was denkt ihr worum es ging? Natürlich, um die Weide und ihre Kätzchen 😊! Da gab es die Geschichte vom „Weidenpinsel“ und jedes Kind durfte den ersten Buchstaben seines Namens aus Weidenkätzchen auf ein Blatt aufkleben.

Am Donnerstag hatte Resi Grund zur Freude! Es war ihr 6. Geburtstag und sie kam schon mit lautem Rufen und einem niegelnagelneuen Radl in den Wald! Den Morgenkreis haben wir an diesem Tag anders begonnen: zu lustiger Musik durften bzw. sollten wir eine ganze Liedlänge zappeln was das Zeug hält! Da sind einige ganz schön ins Schwitzen gekommen und der Martin hat so wild getanzt, dass ihm gleich das Handy in hohem Bogen aus der Tasche geflogen ist 😊!! Anschließend haben wir uns aber wie üblich im Kreis getroffen und Resi gefeiert. Sie hat sich selbst ein Geburtstagslied gedichtet, das wir für sie singen sollten – haben wir natürlich gemacht 😉! Zur Brotzeit gab es lustigen bunten Geburtstagskuchen und danach haben wir einen Ausflug in den Fichtenwald gemacht. Jetzt wird er langsam wieder zu einem Fichtenwald, da die kleinen Fichten, die am Rand wachsen immer größer werden. Die Minis hatten die gleiche Idee wie wir und waren schon da, als wir angekommen sind. Wir durften eine Weile spielen und zum Schluss hat Caroline eine kleine Traumreise mit uns unternommen. Die Geschichte hieß „Die Reise zu den Zwergen“ und hat am Ende auch zu Resis Geburtstag gepasst, der letzte Satz heißt nämlich: Fröhlich sei dein Tag, fröhlich sei dein Leben 😉!

Der Freitag stand ganz im Zeichen der Frühlingsfestvorbereitungen. Da wurde aufgeräumt, geplant und dekoriert. Zum Beispiel mit Bienen und Käfern die aus Dosen gebastelt wurden und bunten Blumengirlanden aus Eierkartons. Hübsch ist er geworden, unser Platz am Bauwagen! Für die Vorschulkinder wurde es auch nochmal aufregend: an diesem Tag kam nämlich das erste Mal eine Dame, die ein cooles Selbstbehauptungstraining mit ihnen macht! Schauen wir mal, was da so passiert…..

 

 

 

Wochenbericht 14. – 18.3.22

Stephi hat uns am Montag das Lied von den „Weidenkätzchen“ mitgebracht. Das passt jetzt gerade ganz hervorragend, weil unsere Weidenkätzchen im Wald ja auch schon ganz neugierig aus ihren Hüllen platzen und schauen, was im Wald so los ist 😊! Passend dazu gab es dann auch gleich noch eine Geschichte von den „Kätzchen“. Nach dem Morgenkreis und der Brotzeit durften wir in der Hängematte schaukeln und unsere Nasen von der Frühlingssonne kitzeln lassen. Die Ruheloseren unter uns haben sich beim Fußball ausgetobt und die Fleißigen durften an ihren Osternestern weiterhämmern – und weben.

Am Dienstag hat uns Martin im Morgenkreis ein Frühlingsgedicht zum Mitspielen mitgebracht. Wir durften entweder die Sonne mit ihren warmen Strahlen spielen, die die Blümchen wachstreichelt, oder aber verschiedene Frühlingsblumen wie Tulpen oder Veilchen 😊. Später, nach der Stärkung durch unsere Brotzeit, ging es wieder an die Basteltische. Entweder konnten wir wieder an den Nestern weiterarbeiten, oder aus selbstgebastelten Pinseln aus Birkenreisig oder Fichtenzweiglein interessante Bilder malen. Sehr spannende Strukturen sind da entstanden, wir haben selbst nur noch gestaunt 😉!

In der mittwöchlichen Kinderkonferenz haben wir Ideen und Wünsche für unser Waldfest am übernächsten Samstag gesammelt. Wir hatten wirklich gute und vor allem viele Einfälle, Melanie ist mit dem Mitschreiben gar nicht mehr hinterhergekommen. Wenn ihr aber wissen wollt was wir uns da genau ausgedacht haben, müsst ihr uns schon beim Fest besuchen kommen….es lohnt sich! Einige von uns waren am Ende schon ganz wepsig, weil es so lange gedauert hat. Entweder hat der Magen geknurrt, oder die Füße wollten sich selbständig machen und schon mal alleine lossausen, weil das lange Sitzen ja nix für so quietschfidele Waldzwergerl wie uns ist 😊. Und so haben wir dann erst mal Brotzeit gemacht, bevor wir zu einem Spaziergang zum Goldrutenplatz und durch den Fichtenwald aufgebrochen sind. Unterwegs haben wir wieder allerlei Frühlingsboten entdeckt 😊!

Leider ist es im Moment sehr bewölkt, das liegt allerdings auch am Saharasand, der den Himmel am Dienstag ganz gelb gefärbt hat, jetzt aber immer noch in der Luft hängt und die Sonne nicht so richtig durchscheinen lässt. Da sind wir morgens alle recht müde und deshalb war es gut, dass uns Caroline das Lied vom „Papa Schlapp“ mitgebracht hat. Das ist lustig, man kann mitmachen und am Ende sind alle hellwach 😉. Wir hatten nämlich anschließend auch noch was sehr Wichtiges zu besprechen: Hebis Geburtstag am 20. März! Wir feiern ihn am 21., weil der 20. ein Sonntag ist. Dem Hebi haben wir natürlich die kleinen Ohren zugehalten, damit er nix mithören kann, sonst wäre es ja keine Überraschung mehr! Wir haben beschlossen, dass er eine eigene kleine Bank bekommt, weil er ja so gern in der Sonne vor seinem Häuschen sitzt. Außerdem gibt´s Brezen und Kinderbier – seine Lieblingsbrotzeit! Als das alles geklärt war, wurde schnell gebrotzeitet, danach ging es gleich weiter mit Birkenreisigbildern und Schatzkarten mit Feder und Tusche haben wir auch noch angefertigt. MannoMann, waren wir fleißig!!!

Am Freitag war endlich mal wieder Ausflugtag! Es ist jetzt nicht mehr so kalt und wir können uns wieder weiter vom Bauwagen entfernen, weil wir uns nicht so oft die Finger und Füße wärmen müssen. Mit bepacktem Bollerwagen ging es los zur Pirateninsel, wo wir Zapfen gesammelt haben und am Wasser spielen durften. Schön war auch, dass wir ein paar Gänse und Enten beobachten konnten. Die bauen jetzt ihre Nester, um bald Eier hineinlegen und ausbrüten zu können. Überhaupt ist die Luft um uns herum jetzt wieder voller Leben! Es summt und zwitschert und raschelt überall – einfach wunderbar, wenn unsere ganze kleine Welt wieder zum Leben erwacht.

 

 

Wochenbericht vom 7.3. – 11.3.22

Diese Woche haben wir im Morgenkreis mit einer großen Erzählrunde nach den Ferien begonnen! Da gab es viel zu berichten, über Verkleidungen, kleine Faschingsfeiern und Ausflüge, die die Familien unternommen haben. Die Sehnsucht nach Frühling, Freiheit und Frohsinn ist groß – wir halten es im Moment eher mit 3F als 3G 😉! Und da es der Natur genauso geht und die ersten Blümchen seit einigen Tagen schon mutig ihre Köpfchen durch die Erde nach oben geschoben haben, hat uns Melanie ermuntert unser „Schneeglöckchenlied“ zu singen. Mit Stephi gab es dann noch einen Elfentanz 😊. Wir vermuten, dass all die guten Naturgeister um uns rum auch gleich mitgetanzt haben 😉😊!

Auch den Dienstag haben wir mit dem Schneeglöckchenlied begonnen, das Lied ist zwar ganz schön hoch beim Singen, aber vermutlich mögen das die kleinen zarten Schneeglöckchen sehr gern, sie nicken dann immer mit den Köpfchen …. Nach der Brotzeit sind ein paar Vorschulkinder mit Melanie in die Schule zum Vorkurs gefahren, während die „Dagebliebenen“ sich schon mal mit ihren Osternestern beschäftigt haben. Die basteln wir nämlich wieder selbst, damit der Osterhase nur was reinlegen muss, wenn er vorbeikommt! In diesem Jahr werden wir kleine Baumscheiben mit langen Nägeln einfassen und mit Wolle umweben. Das ist gar nicht so leicht, aber mit Kathis und Carolines Hilfe ging es nach einer Weile ganz gut. Gut, dass wir schon jetzt starten, da werden wir sicher eine Weile brauchen, bis wir fertig sind!

Die ganze Woche schon begleitet uns die Sonne am fast wolkenlosen Himmel. Allerdings sind die Nächte bitterkalt und so dauert es schon eine Weile, bis auch wir ein wenig von der Wärme der Sonnenstrahlen spüren. Aus diesem Grund sind wir an diesem Mittwoch in den Fichtenwald, der keiner mehr ist, aufgebrochen. Die Fläche ist ja jetzt schön frei und so konnten wir herrlich im Sonnenschein spielen und uns die müden Winterknochen wärmen lassen. Auf der Suche nach Frühlingsboten sind wir natürlich auch fündig geworden: Winterlinge, ein paar Krokusse und unsere vielbesungenen Schneeglöckchen gab es zu entdecken. Es ist so schön, wenn die Natur wieder zum Leben erwacht 😊!

Zwerge sind – das müsst ihr wissen –
im Verstecken sehr gerissen.
Huschen rasch ins Wurzelhaus…
und zur Hintertür hinaus.
Allein, im Frühjahr ab und zu,
nach der langen Wintersruh,
wenn sie ihre Beinchen strecken,
in die Sonnenwärme recken,
sind sie etwas taumelig
und ihr seht sie – mit viel Glück 😊!
-Daniela Drescher-

Am Donnerstag waren wir nicht im Wald, da haben sich unsere Erzieher*innen fortgebildet bei einem Erste-Hilfe-Kurs. Das ist schon sehr beruhigend, dass die Erwachsenen immer wissen, was zu tun ist, wenn wir uns weh tun 😉!

Aber am Freitag waren wir alle wieder da und das Beste des Tages war natürlich Theresas Geburtstag! Sie wurde beschenkt und gefeiert und wir wünschen ihr ein gesundes und glückliches neues Lebensjahr 😊! Aber wir haben nicht nur gefeiert, sondern auch an unseren Osternestern weitergearbeitet und Blumen aus Eierkartons gebastelt und bemalt. Und weil so viel Arbeit hungrig macht, gab es zum Schluss Nudeln mit Tomatensoße und Pesto…hmmmm… ein schöner Wochenausklang 😉!

 

Wochenbericht vom 21.2. – 25.2.22

…und schon wieder tobt der Sturm draußen, sodass wir ein weiteres Mal in den Schutzraum ausweichen müssen! Mützen, Jacken, Hosen, Rucksäcke, Handschuhe – alles fliegt im schönsten Chaos im Vorraum herum 😊! Wir wundern uns immer wieder, dass wir am Ende des Tages alle unsere Sachen wieder finden – naja, fast alles 😉. Auf jeden Fall war auch dieser „Drinnentag“ lustig, weil wir ordentlich Programm hatten. Martin hatte eine Klanggeschichte für uns, Marina hat Spaßspiele mit uns gespielt und ein bisschen Action war auch dabei 😊! Mit Stephi und Sonja kam das Schwungtuch zum Einsatz und zu guter Letzt gab es selbstgekochte Nudeln mit Pesto. So einen komfortablen Elektroherd haben wir ja sonst nicht zur Verfügung, aber ehrlich gesagt, ist das Kochen überm Feuer viel schöner. Geschmeckt hat´s uns trotzdem und so gestärkt konnten wir zum Schluss sogar noch eine Weile draußen mit dem Sturm um die Wette toben!

Am Dienstag war dann alles wieder ruhig im Wald und wir haben im Morgenkreis „Alles Banane“ gesungen. Schließlich sind es jetzt nur noch ein paar Tage bis zum Fasching! Und dann hat der Martin in unserem Briefkasten einen Brief für uns gefunden. Groß war der und mit Goldschrift stand „für die Waldzwergerl“ drauf. Ihr könnt euch vorstellen, wie aufgeregt wir waren! Von wem der wohl ist?? Martin hat ihn dann natürlich aufgemacht und vorgelesen. Es war ein Brief der Naturgeister, für die wir ja in der Woche zuvor ein Zwergenhäuschen im Pilzwald gebaut und sie gebeten haben, uns zu verraten, wann denn unser Hebi Geburtstag hat! Und sie haben uns tatsächlich erhört!!! Wir hängen den Brief mal hinten an, dann könnt ihr ihn selber lesen. Wir haben auf jeden Fall beschlossen, dass der Hebi am 20.3. also am Frühlingsanfang Geburtstag hat. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr sich der Hebi gefreut hat! Einen halben Meter ist er auf Martins Schoß hochgehüpft, weil er jetzt auch endlich jedes Jahr Geburtstag feiern kann wie wir Menschenkinder 😊! Später haben dann einige fleißige Kinder mit der nicht minder fleißigen Kathi Hackschnitzel verteilt. Das war wohl sehr schweißtreibend, da im Lauf der Zeit immer mehr Jacken rumgeflogen sind, die die Kinder ausgezogen haben 😉. Ein paar andere Kinder durften mit Martin die Klanggeschichte vom Indianerjungen mitspielen, jetzt waren alle mal dabei!

Februar 2022
Liebe Waldkinder!
Natürlich haben wir euren Ruf und eure Bitte in der letzten Woche gehört!
Ihr wollt also wissen, wann euer Hebi Geburtstag hat?
Nun ja, so einfach ist das gar nicht zu beantworten…
Wir kennen ihn schon so lange und wir Naturwesen feiern ja nicht so oft Geburtstag wie ihr Menschenkinder. Schließlich werden wir sehr alt, da käme man mit der Zählerei gar nicht mehr hinterher…..
Aber da ihr uns ein so wunderschönes Häuschen gebaut habt, über das wir uns so sehr gefreut haben, wollen wir selbstverständlich versuchen, eure Frage zu beantworten…
Auf dem Weg in den Kindergarten ist euch bestimmt schon einmal das große verfallene Haus am Anfang der Torstraße aufgefallen. Das war einmal eine Holzschleiferei, aber wie ihr euch denken könnt, arbeitet da schon lange niemand mehr. Noch viel früher stand auf diesem Platz eine Mühle, in der Mehl hergestellt wurde.
Und jetzt wird es für euch spannend: Auf diesem riesigen Gelände gab es natürlich auch einen großen Garten und dort, in einem hohlen Baumstamm, lebte schon immer Hebis Familie. Seine Ururgroßeltern, seine Urgroßeltern, seine Großeltern, seine Eltern und seine Geschwister. Hebi kam als jüngstes von 17 Zwergenkindern zur Welt, und zwar genau am 47. Mai im Jahr des Zwergenkristalls.
Ja, wir wissen, das hilft euch jetzt nicht wirklich weiter, weil es dieses Datum bei euch Menschenkindern gar nicht gibt!
Wir finden aber, dass das nicht so schlimm ist, weil unser Hebi sich sicher freuen würde, wenn ihr euch einen Tag aussuchen würdet, an dem er dann jedes Jahr mit euch feiern kann…Was meint ihr? Habt ihr eine Idee?
Wir wünschen euch jetzt auf jeden Fall eine wunderschöne Frühjahrszeit im Wald! Es gibt wieder soviel Neues zu entdecken, wenn die Natur aus dem Winterschlaf erwacht… Lasst euch die ersten lauen Lüftchen um die Nase wehen und bleibt fröhlich und wild – wir sind immer um euch, begleiten und beschützen euch!
Eure Wald- und Naturgeister

Am Mittwoch haben wir aus voller Brust den „Herrn Meier“ in den Wald geschmettert, bevor es Brotzeit gab. Anschließend durften wir alle in den Bauwagen zum Malen. Caroline hat uns erklärt, was ein Portrait ist. Sie hatte für jedes Kind eine Schwarz-weiß-Kopie des eigenen Portraits dabei. Die Bilder durfte dann jedes Kind anmalen und mit Schmucksteinchen verzieren. Wir hatten einen Riesenspaß beim Arbeiten 😊. Da gab es gelbe Haare, funkelnde blaue Glitzeraugen und vieles mehr. Die Bilder kommen jetzt in unsere Mappen und im späteren Frühjahr wollen wir eine kleine Kunstaustellung mit weiteren Werken veranstalten. Danach sind wir wieder raus auf unseren Platz gegangen und haben gespielt, Dekoration für Fasching und Feuerreifen zum Durchspringen gebastelt. Unser Faschingsfest soll nämlich ein Zirkusfest werden, mit so allerlei Attraktionen….. 😉!

Am Donnerstag haben wir morgens gleich zwei Lieder gesungen: zuerst die „PiPaPoPiraten“ und danach „Ritzen Schnitzen“. Wir hatten nämlich eine nette Lehrerin von der Montessorischule zu Besuch, der wir gerne außer dem Faschingslied auch noch ein echtes Waldlied vorsingen wollten. Sie wollte sich unseren Kindergarten mal anschauen und gleich nach dem Morgenkreis hat sie gemeint, sie würde am Liebsten gleich ganz da bleiben, weil es ihr so gut gefällt 😊. Wir haben uns aber auch spitzenmäßig vorbildlich benommen – die Erzieher*innen waren manchmal nicht sicher, ob´s wirklich wir sind 😊😊! Nach der Brotzeit haben wir uns zu einem Spaziergang in den Fichtenwald, der keiner mehr ist, aufgemacht. Dort ist ja jetzt mangels Bäumen viel Sonne (wenn sie scheint 😉) und in dieser Jahreszeit ist es echt schön da zu spielen.

Und dann kam der Freitag: unsere Faschingsparty konnte steigen! Die verschiedensten Kostüme wurden im Morgenkreis vorgeführt und keins glich dem anderen – toll! Die besondere Attraktion war aber wieder der Martin als Clown 😊! Ihr müsst euch unbedingt die Bilder anschauen, zum Kringeln 😊! Er hat für uns Theater gespielt und gezaubert, das war super! Allerdings sind wir ein bisschen erschrocken, dass der Martin ÜBERHAUPT keine Muckis hat. Er hatte eine coole Langhantel dabei, die er keinen Millimeter vom Boden hochheben konnte. Pfff….das war für uns Kinder ein Klacks! Da muss er echt noch viel Müsli essen, bis er uns das Wasser reichen kann!! Aber abgesehen von den ganzen schönen Spielen und Attraktionen gab es natürlich wieder ein ganz wunderbares Buffet, zusammengestellt von unseren Eltern. Vielen, vielen Dank dafür 😊!

 

 

Wochenbericht vom 14. – 18.2.22

Den Montag haben wir mit unserem „Ritzen, Schnitzen Lied“ begonnen. Nach Morgenkreis und Brotzeit durften wir an unseren Vögeln weiterbasteln. Wer damit schon fertig war, konnte aus Holz und Nägeln Figuren und Fahrzeuge fertigen. Ein sehr kreativer Vormittag war das 😉.

Am Dienstag haben wir mit Martin morgens über unser neues Klo gesprochen. Das ist richtig schön geworden, aber wir müssen jetzt gut drauf aufpassen, damit es lange schön bleibt. Wir sollen auch nicht verschwenderisch mit dem Streu umgehen, sonst muss das Klo so oft geleert werden. Tja, ist halt nicht wie daheim, wo man einfach den Spülknopf drückt 😊. Melanie hat uns ein paar Faschingslieder rausgesucht, die wir in den nächsten Tagen üben wollen, damit wir zu unserem Faschingsfest nächste Woche textsicher sind! Ein paar von den Großen sind mit Martin zur Grundschule zum Vorschulkurs aufgebrochen, während die anderen an den Vögeln weitergebastelt haben. Jetzt sind wir bald fertig und was wir da fabriziert haben, kann sich echt sehen lassen! Wenn man sich die Vögel anschaut, kann man wirklich rauskriegen, welche Vogelart das jeweils ist – Respekt!

Am Mittwoch haben Lidia und Jan einen tollen Kuchen mitgebracht. Die beiden hatten nämlich Geburtstag und das wurde nachgefeiert! Das war eine große und lange Gratulantenrunde, da ja jedes Kind beiden gratulieren wollte 😉. Nach Brotzeit und Kuchen ging es für die Blutfäustchen mit Melanie und Martin in den Bauwagen zur Vorschule. Sie haben sich das Rotkehlchen genauer angeschaut und Melanie hat allen ein paar Tricks gezeigt, wie man so ein Rotkehlchen zeichnen kann. Ein paar Kinder sind noch eine Weile mit roten Backen an ihren Bildern gesessen, so konzentriert waren die! Alle anderen sind mit Kathi und Caroline in den Pilzwald aufgebrochen. Dort angekommen, haben sie sich über ein wichtiges Thema unterhalten: im Morgenkreis kam nämlich die Frage auf, wie alt unser Hebi eigentlich ist und wann er Geburtstag hat…. Das hat keiner so genau gewusst! Da wurde kurz beschlossen, ein wunderschönes Zwergenhäuschen zu bauen, um es den Natur- und Waldgeistern zu schenken. Im Gegenzug sollen sie uns verraten, wann Hebi seinen Geburtstag feiert! Mit geschlossenen Augen und sehr ehrfürchtig haben wir um Hilfe gebeten und jetzt sind wir gespannt, ob wir bald eine Antwort bekommen….

Am Donnerstag ist der Sturm durchs Land gefegt wie wild! Natürlich durften wir an diesem Tag nicht in den Wald und wurden von unseren Eltern gleich in den Schutzraum gebracht. Zusammen mit den Minis wurde dort Korbinians 6. Geburtstag gefeiert und mit allerlei mitgebrachtem Spielzeug konnten wir uns dort die Zeit vertreiben. Wer Lust hatte, bekam ein Buch vorgelesen oder durfte mit Stephi und Caroline Krepppapierketten oder Wollpompoms basteln. Die werden dann beim Faschingsfest zur Dekoration im Wald aufgehängt. Zum Abschluss des Vormittags hat uns Marlene eine kleine Geschichte erzählt und vorgespielt, bevor wir uns zuerst noch in der Obstrunde getroffen haben und dann raus in den Wind zum Spielen gegangen sind. Zwei zauberhafte und große Regenbögen haben wir an diesem Tag übrigens auch noch bewundern dürfen 😊!

Den Freitag durften wir zum Glück wieder im Wald verbringen. Im Morgenkreis haben wir über das bevorstehende Faschingsfest gesprochen und Ideen gesammelt. Also was wir essen und singen wollen und all sowas. Wir haben´s nämlich gut, wir dürfen meistens mitreden und mitbestimmen 😊. Und dann wurde unser neuer Kalender eingeführt, an dem wir so lange gearbeitet haben. Es gibt eine neue Baumscheibe, die in die vier Farben der verschiedenen Jahreszeiten unterteilt ist. Da drauf kommt dann immer der passende Monatszwerg in das richtige Feld. Wir werden immer schlauer, da kann keiner was dran ändern 😉. Später gab es noch die Klanggeschichte vom Indianerjungen Taicho und damit das leibliche Wohl nicht zu kurz kommt, hat Theresa mit uns Pfannkuchen gebacken – lecker 😊!

 

Wochenbericht vom 7.2. – 11.2.22

Wind, Wind, Wind…. Dieser Montag war uns eindeutig zu stürmisch, daher sind wir mit Sack und Pack zu unserem Schutzraum aufgebrochen. Dort gab es ein lustiges Tanzangebot von Stephi mit König Winter, da mussten wir beim freien Tanz Bewegungen machen, die uns Stephi vorgegeben hat 😊. Außerdem hat sie uns eine Geschichte vom Buchfink erzählt, jetzt wissen wir, warum er so schön bunt ist! Später sind wir dem Wind zum Trotz zum Steinhügel gewandert, da gibt´s ja zum Glück keine Bäume, deren Äste uns um die Ohren fliegen könnten! Allerdings ist es da halt entsprechend windig und die Erwachsenen haben ganz schön gejammert, weil es so kalt war. Uns macht das natürlich nix aus, wir toben auf dem Hügel rum wie der wilde Wind und machen es uns warm 😉. In der Hoffnung, dass der Dienstag wettertechnisch ruhiger wird, haben wir diesen Kindergartentag dann beendet.

…und so war es dann auch. Der Dienstag war wieder ein gewöhnlicher Waldtag, den wir mit dem Lied „Ritzen, Schnitzen“ begonnen haben und mit Melanie durften wir an unseren Vögeln weiterbasteln. Wer dazu keine Lust hatte, durfte sich Tücher und Verkleidungen aus dem Bauwagen holen und damit spielen. Da gab es dann allerdings ein paar Auseinandersetzungen beim Aufräumen. Wer ist denn eigentlich zuständig, wenn ein Kind die Sachen ausleiht und ein anderes damit weiterspielt….??? Hmmm….klarer Fall für die Kinderkonferenz!

Am Mittwoch haben wir uns also im Morgenkreis getroffen und ausführlich über das Ausleihthema gesprochen. Es wurde beschlossen, dass wir fragen müssen, ob wir Tücher haben dürfen, dann stellen die Erwachsenen die Kiste raus. Dann geht nämlich das Aufräumen gleich viel besser, wenn man gut hinkommt. Außerdem räumt jede/r die Tücher auf, die er ausgeliehen hat. Unser Bild müssen wir bei dem Foto, auf dem die Decken abgebildet sind aufhängen. So – Problem gelöst! Jetzt müssen nur noch alle mitmachen 😉! Und dann kamen wir zu etwas viel Fröhlicherem als aufräumen: Felix hatte Geburtstag! Wir haben ihn gefeiert und seine mitgebrachten Köstlichkeiten genossen – danke Felix 😊! Um keine der vielen Sonnenstrahlen, die uns die Sonne an diesem Tag geschickt hat zu verpassen, sind wir zu einem Ausflug in den Fichtenwald aufgebrochen. Dort haben wir gespielt, bis es leider viel zu schnell wieder zurück ging.

Am Donnerstag haben wir von Stephi das Finger-Bewegungsspiel vom kleinen Stein gelernt und danach durften wir mit ihr Springreiten spielen! Und dann gab es noch was Neues: Martin hat uns Waldbingokarten mitgebracht. Das sind Tafeln mit verschiedenen Abbildungen von Dingen, die es im Wald gibt und die mussten wir dann suchen. Ein großer Spaß war das, Veronika, Theo, Korbinian und Luisa haben ihre Suchzettel gar nicht mehr hergeben wollen, so begeistert waren die 😊! Das spielen wir auf jeden Fall noch öfters!

Am Freitag war das Wetter nicht so schön, deshalb haben wir beschlossen in den Pilzwald zu wandern. Der ist sehr dicht und wenn es regnet schützen uns die Bäume wie ein Regenschirm. Dort angekommen haben wir ein großes Tipi gebaut und das Fingerspiel vom kleinen Stein nochmal geübt. Diesmal durften wir mit Katharina Springreiten. Wir Kinder waren Pferde mit tollen Namen und sind ganz brav der Reihe nach gestartet. Wir mussten eine bestimmte Route mit Hindernissen durchlaufen und zur Belohnung gab es am Ende eine Nuss als Leckerli. Das war uns nach einer Weile natürlich viel zu einfach, deshalb haben wir die Route etwas verändert und Schwierigkeiten eingebaut. Wenn wir so kreativ sind, vergeht auch so ein Schlechtwettertag wie im Flug 😉!

 

 

Wochenbericht vom 31.1. – 4.2.22

Huiii, das war ein stürmischer Wochenstart! Der Wind hat den Wald ganz schön durcheinandergewirbelt. Da es dazu auch noch ziemlich kalt war, haben wir beschlossen in unseren Schutzraum zu wandern, um dort zu spielen und zu malen. So ab und zu ist das ja mal ganz schön, vor allem, wenn man von drin im Trockenen und Warmen dem stürmischen Treiben draußen zusehen kann 😉. Für unseren Theo war es sowieso ein toller Tag, er hatte nämlich Geburtstag und ist 5 geworden, das wurde natürlich ausgiebig gefeiert 😊!

Am Dienstag hat uns Melanie ein Igellied mitgebracht. Da geht es um einen kleinen Igel, dem das ganze Wettergetöse nichts ausmacht, weil er einfach wieder die Augen zumacht, wenn es zum Beispiel draußen donnert. Er kugelt sich in seinem warmen Igelbett gemütlich zusammen, um den Winter weiter zu verschlafen….zzzzzzz…. Nach der Brotzeit sind wir zum Steinhügel spaziert. Dort konnten wir auf den Poporutschern runtersausen, obwohl die Schneedecke mehr als dünn war… Als wir ordentlich durchgefroren waren haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht, um uns etwas heißen Tee einzuverleiben!

Auch am Mittwoch war es noch sehr kalt und windig, aber wir sind trotzdem eine Weile im Morgenkreis sitzengeblieben und haben uns über unsere Vögel unterhalten. Melanie hatte ein Buch mit schönen Vogelbildern dabei und wir sollten raten, welche Vögel das sind. Auch unser Vogelhaus, das wir immer mit Futter füllen, wird häufig von unseren fedrigen Freunden besucht, sodass wir viele Vogelarten aus nächster Nähe beobachten können. Später durften wir aus Toilettenpapierrollen Vögel basteln, bzw. zuerst mussten die angemalt werden und trocknen, bevor sie Federn bekommen! Die Blutfäustchen durften mit Caroline in den Bauwagen und gemeinsam haben sie eine kleine Vogelgeschichte erfunden. Jedes Kind durfte sich einen anderen Vogel aussuchen, der in der Geschichte vorkommen sollte. Anschließend wurden noch die Schulhefte rausgeholt und jedes Vorschulkind hat seinen Vogel ins Heft gezeichnet – gar nicht so einfach 😉!

Am Donnerstag war es endlich ein bisschen wärmer. Und somit war es kein Problem länger im Kreis zu sitzen, als Caroline uns ein Bilderbuch vorgelesen hat. Da ging es um ein paar Tiere die sich streiten, bis das Eichhörnchen eine super Idee hatte….wir haben aufmerksam gelauscht, weil wir ja auch manchmal ein paar Streithanseln sind….Danach wurde beschlossen, dass wir unser Tipi wieder ein bisschen aufmöbeln, da es doch ziemlich unter dem Wind und einigen wilden Waldzwergerln gelitten hat. Das war super Teamarbeit, wir haben uns besprochen, wer drin und wer draußen arbeiten soll. Zur Verschönerung wurden auch noch bunte Tücher aus dem Bauwagen geholt 😊. Und wer dann noch Lust hatte, durfte beim Bauen einer großen Staffelei helfen. Die Kathi hatte die tolle Idee eine Staffelei zu bauen, an der drei Kinder gleichzeitig malen können! Zum Abschluss des Tages haben wir uns im Tipi getroffen, um eine Geschichte zu erfinden. Dazu musste sich jedes Kind ein Wort überlegen und Caroline hat daraus eine Geschichte gebastelt. Das hat uns Spaß gemacht und wir waren sehr konzentriert, das machen wir bestimmt öfters 😊!

Am Freitag wurde Feuer gemacht und Kartoffelsuppe gekocht. Inzwischen sind wir wahre Suppenkasperl, das können wir schon im Schlaf! Aber was gibt es auch Besseres an einem kalten Wintertag, als eine gute warme Suppe! Der Basteltisch war aber auch wieder gut besucht, beim Monatszwerge schnitzen und bemalen, oder beim Vogelbasteln. Wir sind ziemlich fleißig in diesen Tagen 😉!

 

 

Wochenbericht vom 24.1. – 28.1.22

Am Montag hat uns Stephi ein Spiel mit schönen Bildkarten mitgebracht. Wir sollten die darauf abgebildeten Dinge den richtigen Jahreszeiten zuordnen. Das war gar nicht so leicht… aber langsam begreifen wir, wie das mit den Monaten und Jahreszeiten funktioniert 😉. Wir durften Bilderbücher zum Thema anschauen und wer Lust hatte, konnte sogar bei einem Jahreszeitentanz mitmachen!

Mit Melanie ging es am Dienstag weiter mit unserem Kalender. Weitere Zwerge wurden fertiggeschnitzt und bemalt und wir freuen uns schon, wenn der neue Kalender eingeweiht wird. Im Morgenkreis haben wir das Lied „Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder“ gesungen. Na – was meint ihr welche vier Kinder da gemeint waren? Klar – die vier Jahreszeiten natürlich. Ihr ahnt es schon, bald sind wir Kalenderprofis wenn das so weitergeht 😉.

Auch den Mittwoch haben wir mit dem Lied vom Dienstag begonnen, bevor wir unsere Brotzeit ausgepackt haben. Als alle satt waren, durfte jedes Kind einzeln zu Martin in den Bauwagen gehen, um ein paar Fragen zu beantworten. Das fanden wir sehr spannend und alle, die noch warten mussten, bis sie dran waren, wurden zunehmend ungeduldiger und aufgeregter. Das Beste aber war, dass die Kinder immer mit zwei Gummibärchen aus dem Bauwagen gekommen sind 😉. Wir sind schon gespannt, ob uns der Martin am Ende erzählt, was es mit der ganzen Fragerei auf sich hat….warten wir´s ab! Damit aber nicht immer nur ein Kind beschäftigt war, durften alle anderen kleine Baumscheiben bemalen. Dabei sind ganz wunderschöne Kunstwerke rausgekommen, da könnet man fast eine Ausstellung machen…

Am Donnerstag hat sich dann nach vielen trüben Nebeltagen die Sonne mal wieder blicken lassen. Das war richtig schön und so haben wir uns mit dem Bollerwagen auf den Weg in den Fichtenwald, der keiner mehr ist, aufgemacht. Wir wollten lange Stöcke sammeln, um noch mehr Staffeleien zu bauen und sind auch schnell fündig geworden. Ein paar eifrige Kinder waren fleißig beim zurechtsägen, damit die Stöcke die richtige Länge bekamen. Als der Bollerwagen beladen war, durften wir noch eine Weile im sonnigen Schnee spielen, bevor wir unsere sperrige Fracht zurück auf unseren Platz transportiert haben.

Ja und dann war es auch schon wieder Freitag! Wir waren nochmal schwer mit unseren Monatszwergen beschäftigt, während im Topf ein leckeres Würschtlgulasch geblubbert hat, das wir uns gut schmecken ließen 😊! Die Blutfäustchen durften mit Marina ihr wunderschönes Glücksprojekt zum Abschluss bringen. Auf kleinen selbstgestalteten Täfelchen standen die Glücksmomente jedes Kindes und diese Täfelchen wurden am Eingang zu unserem Kindergarten am sogenannten Glückswächter befestigt. Jetzt können wir uns immer, wenn wir in den Wald kommen an unserem Glück erfreuen und alle anderen Gäste auch 😉😊! Danke für dieses bezaubernde Projekt liebe Marina <3!

 

Wochenbericht vom 17.1. – 21.1.22

Am Montag haben wir nochmal das Lied und das Märchen von den 12 Monaten gesungen und gelesen. Mit diesem Thema werden wir jetzt eine Weile beschäftigt sein, wir werden darüber sprechen , Lieder singen, basteln und uns darüber unterhalten, wie sich die Natur um uns herum in jedem Monat verändert. Nach der Brotzeit durften wir aus Holz und Filzwolle Püppchen basteln und im Abschlusskreis hatten die Erwachsenen sogar noch ein Spiel über die Jahreszeiten im Programm 😉.

Am Dienstag durften die Vorschulkinder wieder die Schnitzmesser rausholen und unter Melanies aufmerksamen Augen einen Zwerg schnitzen. Jedes Vorschulkind darf einen herstellen und später auch anmalen, dann haben wir am Ende 12 Zwerge – für jeden Monat einen 😊! Alle anderen konnten wieder Püppchen oder Zwerge aus Holz und Filz basteln, oder auch einfach das Freispiel genießen.

Der Mittwoch verlief ganz ähnlich wie der Dienstag. Die Großen haben eifrig an ihren Zwergen gearbeitet, während die anderen sich im Freispiel austoben konnten. Außerdem durften wir Caroline helfen Staffeleien aus großen Ästen zu bauen. Einige Kinder haben dann natürlich gleich Papier und Stifte aus dem Bauwagen geholt, um die Staffeleien einzuweihen. Das hat sehr hübsch ausgesehen, wie die kleinen Künstler ganz vertieft in der Wintersonne gestanden haben, um große Kunstwerke zu erschaffen 😊!

Aber wie ihr lesen könnt, waren wir in dieser Woche noch gar nicht wandern!! Das wurde dann am Donnerstag nachgeholt. Wir haben einen schönen Spaziergang zum Knochenwald unternommen, dort ein wenig gespielt und als wir wieder zurück waren, hat der Obstdienst seine Arbeit gemacht und Gemüse und Obst geschnitten und im Abschlusskreis verteilt. Und weil wir gerade so eifrig am Monatelernen sind, haben wir unser Fingerspiel von den 12 Monaten auch gleich nochmal wiederholt 😉!

An diesem Freitag waren nur wenige Kinder im Wald – Corona hat den ganzen Landkreis fest im Griff und so mussten oder wollten viele zuhause bleiben. Aber um ehrlich zu sein, so ein kleines Grüppchen ist auch mal schön. Da ist alles viel ruhiger und die Erwachsenen haben viel mehr Zeit zum Lesen, Basteln, Spielen und Erzählen. Zum Glück hat es endlich mal wieder geschneit und so haben wir die weiße Pracht genossen und damit es nicht zu fad wird, durften wir den Schnee mit Wasserfarben bunt machen 😉.

 

Wochenbericht vom 10.1. – 14.1.22

Wir sind wieder da!!! Die Tiere im Wald haben sich bestimmt schon über die große Ruhe gewundert, die in letzter Zeit auf unserem Platz geherrscht hat.. Damit ist es jetzt aber wieder vorbei, Weihnachten und Silvester liegen hinter uns und wir haben wieder große Lust im Wald miteinander zu spielen 😊. Gleich zu Beginn dieses Montags haben wir im Morgenkreis das Lied „Und wer im Januar, Februar usw. geboren ist“ gesungen. Da sieht man mal, wie lang so ein Jahr ist! Stephi hat uns das Märchen vom Sterntaler erzählt und das Bilderbuch „Rotschwänzchen, was machst du hier im Schnee?“ gab es noch obendrauf.

Am Dienstag sind wir in den Fichtenwald gewandert. Der hat sich mächtig gewandelt, weil er wegen der gefällten Fichten eigentlich kein Fichtenwald mehr ist. Aber, wir sind ja von Natur aus sehr neugierig und haben mittlerweile viele neue Wege, Ecken und Plätzchen gefunden, die sich von uns erkunden lassen. Man muss halt schon einen ordentlichen Forschergeist mitbringen, wenn man bei uns ist 😉.

Der Jahreslauf hat uns auch am Mittwoch beschäftigt. Die Erwachsenen haben uns das Märchen von den 12 Monaten vorgelesen und wir durften es im Morgenkreis mitgestalten. Irgendwie ist es ja schwierig, sich die Zeit vorzustellen, wie lange ist eine Woche, ein Monat oder gar ein Jahr. Wenn wir das so vor uns sehen, bekommen wir zumindest eine Ahnung davon…. Die Vorschulkinder durften sich mit Melanie dann noch genauer mit diesem Thema beschäftigen. Da ging es um die verschiedenen Monate und die dazugehörigen Jahreszeiten. Wenn wir auch manchmal unser Geburtstagsdatum noch nicht so gut auswendig kennen, so wissen wir zumeist doch, in welcher Jahreszeit wir geboren sind. Ein wichtiger Anhaltspunkt also! Später haben wir dann noch eine Erinnerungsrunde gestartet, wie die Schnitzregeln lauten und warum sie so wichtig sind. Das Christkind hat den Blutfäustchen ja neue Schnitzmesser gebracht und deren Klingen sind seeeeehr scharf und spitz! Da müssen wirklich alle gut aufpassen und sich streng an die Regeln halten! Aber auch alle anderen haben gut zugehört, wie man mit den neuen Schaufeln umgeht. Jetzt kann dem fleißigen Werkeln eigentlich nichts mehr im Wege stehen 😊.

Diese Woche ist so eine richtige Januarwoche. Eiskalt ist es und wir müssen uns viel bewegen, um nicht auszukühlen. Im Morgenkreis haben wir die „Jahresuhr“ gesungen, bevor wir nach der Brotzeit einen Ausflug in den Fichtenwald unternommen haben. Dort sind süße Häuschen aus Waldmaterial entstanden und aus den Pfützen haben wir eine Menge Eis „geerntet“ 😉. Und weil uns das Eis gerade so fasziniert, durften wir am Ende Eisanhänger gestalten. Da freuen sich bestimmt auch alle Waldwesen und Tiere dran 😊.

Auch am Freitag ging es noch mal um die 12 Monate. Nach dem Lied „Kleine Meise“ haben wir ein neues Fingerspiel kennengelernt, da ging es eben um unsere 12 Monate. Danach wollten die Blutfäustchen natürlich mit ihren nagelneuen Messern arbeiten, klar! Die machen das schon ganz gut und sie sind wirklich vorsichtig damit. Damit unsere geflügelten Waldmitbewohner bei diesen eisigen Temperaturen nicht verhungern müssen, haben wir Vogelfutter und Meisenknödel hergestellt. Jetzt ist der Tisch wieder reich gedeckt und wir freuen uns, wenn wir die vielen Vögelchen beim Fressen beobachten können. Das alleralllerallerbeste an diesem Freitag war aber, dass Theresa wieder da ist!!! Sie ist ab jetzt immer freitags bei uns Zwergerln und wir haben uns riesig gefreut sie endlich wieder hier zu haben!! Herzlich willkommen zurück, liebe Theresa 😊! Wir freuen uns schon auf eine Menge Schabernack mit dir 😉!

 

Wochenbericht vom 20. – 23.12.21

Ein letzter Spielzeugtag bevor das Christkind kommt! Vor lauter Vorfreude auf unsere (hoffentlich!) bald erfüllten Geschenkwünsche, können wir uns gar nicht lange auf unsere mitgebrachten Sachen konzentrieren. Aber angeschaut haben wir uns natürlich schon alles, was die anderen mitgebracht haben! Vielleicht nimmt das Christkind ja auch noch den ein oder anderen Änderungswunsch entgegen…. Außerdem durften wir die 4. Adventskerze anzünden und unsere letzte Liedstrophe singen, bevor wir noch ein paar Tannenbäumchen gebastelt haben.

Bitterkalt sind diese Tage, morgens ist alles tief gefroren und unsere Näschen sind nach kurzer Zeit ganz rot und laufen um die Wette 😉. Um uns ein wenig aufzuwärmen sind wir am Dienstag zu einem Spaziergang um das Feld aufgebrochen, während einige Blutfäustchen zum Vorschulkurs in die Grundschule gefahren sind. Auf dem Weg gab es schöne große Pfützen, die natürlich aus blankem Eis waren, das wir entweder in viele Splitter gehüpft haben, oder aber auch nur bewundern wollten, weil man mit viel Phantasie allerlei Figuren darin entdecken konnte. Und Phantasie haben wir 😊! Später sind dann die Vorschüler auch wieder zu uns gestoßen und gemeinsam sind wir zurückspaziert.

Am Mittwoch durfte dann wieder die ganze Gruppe zur Vorschule mit Melanie. Sie haben sich mit den Nadelbäumen beschäftigt, das passt ja jetzt auch so gut zur Jahreszeit! Da können wir Mama und Papa unterm Christbaum genau erklären, was an einem Tannenbaum so besonders ist 😉. Außerdem haben wir Weihnachtslieder gesungen, Schwerte gebastelt und das Spiel vom Nikolaussack gespielt.

Und dann war es Donnerstag: heute feiern wir Weihnachten im Wald, mit unseren Freunden, mit den Tieren um uns herum und den Erzieher*innen. Mit dem Morgenkreis fing alles an, danach durften wir in den abgedunkelten Bauwagen. Auf dem Tisch standen eine große Zauberkugel aus Kristall und viele Kerzen. Caroline hat uns zu schöner Musik eine Wunschgeschichte erzählt. Wir sollten die Augen schließen und unsere eigenen Bilder entstehen lassen…. Das war schön und alle waren ganz still…. Dann wollten wir natürlich wissen, ob das Wünschen was genützt hat und haben vorsichtig rausgeschaut zu unserem geschmückten Christbaum… und tatsächlich!!! Ein Riesengeschenk lag da drunter!!! Wir wissen garnicht, wie so ein kleines Christkind so ein großes Geschenk schleppen kann!!! Der Martin hat dann schlauerweise gesagt, dass er das Geschenk auspackt, weil wir sonst bloß anfangen zu streiten und das soll man ja nicht an Weihnachten. Und so haben wir mit großen Augen gewartet. Endlich konnte man was erkennen: große Schaufeln, kleine Schaufeln – ein Traum!! Endlich können wir buddeln, ohne uns dauernd um die Schaufeln zu zanken! Das war aber noch nicht alles! Die Blutfäustchen haben alle ein Schnitzmesser mit ihrem Namen bekommen! Ganz scharf und spitz sind die, darum hat sie der Martin gleich wieder weggepackt, da braucht´s erst eine ordentliche Einführung. Das war auch nicht schlimm, weil wir sowieso schon so Hunger hatten. So sind wir also alle wieder in den Bauwagen gewatschelt und haben uns Punsch und Plätzchen schmecken lassen. Danach mussten wir dringend ein paar Runden rennen, bevor wir von Stephi und ihrer Tochter in den Bauwagen eingeladen wurden, um einem gespielten Theaterstück zu lauschen und zuzusehen. Das war wirklich bezaubernd. Es handelte sich um die Geschichte von Tomte Tummetott, die kennt wahrscheinlich jeder. Die beiden haben sich irre viel Mühe beim Gestalten der kleinen Kofferbühne gemacht und total süß miteinander die Filztierchen und den Tomte bespielt. Als unsere Eltern kamen haben wir noch unsere Geschenke an sie verteilt, worüber sich natürlich alle sehr gefreut haben!

So ging also unser letzter Tag vor Weihnachten zu Ende! Wir bedanken uns vielmals beim Christkind, bei den Eltern für die Platzerl und bei Stephi für´s Theater spielen. Habt alle ein schönes Fest und ein glückliches und gesundes neues Jahr – eure Waldzwergerl und Waldelfen 😊!

 

Wochenbericht vom 13. – 17.12.21

Am Montag wurde unsere ultrasupergeheime Geheimwerkstatt eröffnet. Da gingen Dinge vor sich…top secret, können wir da nur sagen…. Da müsst ihr euch jetzt schon bis Weihnachten gedulden, dann wird das Geheimnis gelüftet…. Und da so viel Geheimniskrämerei ganz schön anstrengend ist, durften wir uns in der frisch eröffneten Kampfarena austoben und rangeln – natürlich nur nach Regeln 😉.

Am Dienstag haben wir einen Ausflug in den Fichtenwald unternommen. Der meiste Schnee ist ja leider wieder geschmolzen, aber dadurch ist der Waldboden jetzt schön matschig und batzig, das fanden wir ganz wunderbar. Wie die kleinen Wildschweindl haben wir uns in den Schlammpfützen gesuhlt und sauwohl gefühlt dabei 😊! Aber wir waren auch kreativ, mit Martin haben wir über ein großes Schlammloch eine Brücke gebaut und sind dann drüber balanciert – immer nur ein Kind und alle haben brav in der Reihe gewartet, bis sie dran waren. Auf dem Rückweg haben wir alle etwa 10 Kilo mehr gewogen, so sehr waren wir in Matsch und Schlamm eingehüllt 😊!

Dafür ist es am Mittwoch in der Kinderkonferenz ziemlich ernst geworden: der Martin und die Caroline haben sich laut um einen Sitzplatz gestritten und dabei so unschöne Schimpfwörter wie Blödmann und Spinatwachtl benutzt!! Zuerst waren wir ganz schön erschrocken, dann mussten wir laut lachen, weil das wie im Kasperltheater war! Aber dann sind wir wieder ernst geworden, weil das Thema eigentlich gar nicht lustig ist. Im Moment benutzen nämlich einige Kinder sehr oft sehr hässliche Schimpfwörter . Das stört die Erwachsenen ganz arg und deshalb haben sie beschlossen mit uns in der Konferenz darüber zu sprechen – darum auch das kleine Theater von Martin und Caroline. Wir haben uns dann lange darüber unterhalten und irgendwann wurde einstimmig beschlossen, dass es eigentlich viel schöner ist, wenn wir freundlich miteinander umgehen und uns ab jetzt anstrengen, solche Wörter nicht mehr zu sagen. Und wenn uns doch mal was rausrutscht, kann man sich ja gleich entschuldigen, oder wir machen andere aufmerksam, wenn sie was Unfreundliches sagen. Der Martin und die Caroline haben sich dann zum Glück auch wieder vertragen 😊. Nach der Brotzeit ging es für die Großen mit Caroline in den Bauwagen zum Sprachtraining, während der Rest draußen mit Melanie Tannenbäumchen aus Eierkartons gebastelt haben.

Am Donnerstag wollten wir nicht schon wieder so lange im Morgenkreis sitzen, deshalb durften wir aufstehen und uns zu einer „Komplimenteraupe“ aufstellen. Alle Kinder standen sich in einer Reihe gegenüber und sollten dem anderen ein Kompliment sagen, z. B. „du hast schöne Augen“ oder „du bastelst tolle Sachen“. Und dann musste man einen Platz weiterrücken und einem anderen Kind was Nettes sagen. Das hat uns großen Spaß gemacht und der Tag ging gut los, weil wir uns alle wohlgesonnen waren 😉. Nach der Brotzeit sind wir zum Knochenwald spaziert, dort durften wir eine Weile spielen, bevor wir wieder zurückgewandert sind.

Am Freitag sind wir auf neuen Pfaden gewandelt und haben ein unbekanntes Waldstück entdeckt! Dort gab es eine echte Schlucht und eine Erdrutsche zu erkunden. Hier kommen wir jetzt sicher öfter her…es gibt noch viel zu tun 😉!

Wochenbericht vom 6.12. – 10.12.21

Was für ein aufregender Wochenstart! An diesem Montag hat uns der Nikolaus besucht, allerdings haben wir ihn nicht persönlich gesehen. Er ist ja ein sehr beschäftigter Mann zu dieser Jahreszeit, deshalb haben wir uns mächtig gefreut, dass er extra den Weg in den Wald auf sich genommen hat, um uns unsere Socken zu befüllen. Er ist halt einfach ein guter Mann, der Nikolaus 😊! Stephi und Martin haben uns im Bauwagen eine Geschichte vom Nikolausbesuch bei den Waldtieren erzählt und vorgespielt, wir durften Punsch trinken und Plätzchen essen, als es plötzlich laut an die Bauwagentür gebumpert hat!! Meine Güte, da sind wir ganz schön erschrocken und als der Martin die Tür aufmachen wollte, hat er aus Versehen den großen Sack mit unseren Socken drin die Treppe runtergeschupst und die ganzen Mandarinen sind in den Schnee gekullert… aber eigentlich war das ziemlich lustig (hihi), bei uns ist halt immer alles ein bissl anders und gefreut haben wir uns trotzdem wie die Schnitzel, als wir unsere Socken bekommen haben. Mit lautem Gesang und Nikolausliedern haben wir uns beim Nikolaus bedankt und hoffen, dass wir laut durch den Winterwald hörbar waren – lieber Nikolaus, du hast uns eine große Freude bereitet 😊!

Am Dienstag haben wir einen Ausflug in den Fichtenwald, der keiner mehr ist, unternommen. Jedes Kind hatte sein Körbchen dabei und wir durften nach schönen Dingen in der Natur suchen. Natürlich mussten wir zum Teil ein bisschen im Schnee wühlen und graben, um an manch kleinen Schatz zu gelangen, aber am Ende hatte jedes Kind ein paar hübsche Fundsachen im Korb. Wozu wir das brauchen? Das ist ein großes Geheimnis und wird noch nicht verraten … psssst….

Am Mittwoch ist der Martin mit leuchtenden Augen in den Wald gekommen: er hatte Geburtstag!! Und er hat sich anscheinend genauso wie wir über diesen besonderen Tag gefreut 😉. Geburtstag ist halt schon was Schönes 😊! Bevor wir jedoch gefeiert haben, sind die Blutfäustchen mit Melanie zum Arbeiten in den Bauwagen gegangen. Diesmal ging es um die Tiere im Winter und ihre Strategien, die kalte Jahreszeit gut zu überstehen. Da gibt´s den Winterschlaf, die Winterstarre, ein dickes Winterfell oder den Flug in den Süden – jedes Tier hat da seine eigene Methode. Wir Kinder ziehen uns dick an, essen und trinken ordentlich und sausen im verschneiten Winterwald herum, bis uns warm wird – wir sind ja mindestens genauso schlau wie die Tiere 😉. Und dann kam das Highlight des Tages: die Resi hatte sich letzte Woche einen Weihnachtsmarkt im Wald gewünscht, weil es ja sonst keinen gibt in diesem Jahr, wegen Corona. Die Idee hat dem Martin und den anderen Erwachsenen so gut gefallen, dass sie beschlossen haben an Martins Geburtstag einen kleinen Markt aufzubauen. Das haben wir dann also gemacht und Martins „Mädels“ zuhause waren sehr fleißig in der Küche und haben uns eine Menge zu essen gebacken, wie zum Beispiel kleine Hot Dogs, Apfelkuchen und Schokobrot. Dann gab es noch einen Stand mit Futter für die Waldtiere und einen Stiftestand, wo man seinen Köcher auffüllen konnte. Für die Mädchen gab es schöne Glitzerschleifen für´s Haar oder Holzkreisel oder Holzfiguren zum Anmalen. Antonia und Mila haben fleißig Nüsse geknackt und diese auch „verkauft“. Das Schönste aber war unsere Währung: wir brauchten kein Geld, sondern sollten dem Kind, das verkauft, nur ein freundliches Lächeln schenken und höflich sein. Das haben wir prima hinbekommen und so war es alles in allem ein sehr gemütlicher Vormittag mit Lagerfeuer und Punsch und fröhlicher Adventsmusik 😊!

Am Donnerstag wurde unsere alljährliche Geheimbastelwerkstatt eröffnet, da wird nix verraten…. Und weil es so herrlich geschneit hat, haben wir unsere Schlitten und Bobs ordentlich durch den Schnee sausen lassen und uns Rampen zum Drüberfliegen und runterrattern gebaut. Es ist so ein Glück, wenn es im Advent schon schneit, da freuen sich alle doppelt auf Weihnachten 😉.

Am Freitag ist mal wieder köstlicher Bratapfelduft durch den Wald geweht… hmmmm… lecker!!! Die haben wir mit Melanie natürlich selber gebrutzelt, es gibt fast nichts Besseres!! Dazu gab es Butterbrote von Balthazar. Da es an diesem Tag so schön kalt war, haben wir viel Gefrorenes gefunden, zum Beispiel in unseren Kochtöpfen. Das macht uns großen Spaß, die Eisplatten zu zerklopfen. Ganz andächtig bewundern manche Kinder diese Kunstwerke, die ja ein bisschen wie Glas aussehen. Die Natur bringt einfach die Schönsten Dinge hervor und wir haben das Glück, das alles jeden Tag entdecken zu dürfen.

So viel Schnee hat über Nacht

alles, alles weiß gemacht.

Für die Vögel – welch ein Schreck –

sind nun alle Körnchen weg!

Auch tanzen Mücken jetzt nicht mehr,

also bleibt das Bäuchlein leer.

Da die Zwerge das schon wissen,

bringen sie manch Leckerbissen

für die Freunde hier heraus

und laden ein zum Festtagsschmaus.

-Daniela Drescher-

 

Wochenbericht vom 29.11. – 3.12.21

Am Montag haben wir den ersten Advent gefeiert! Pünktlich hat es angefangen zu schneien und wir waren in bester vorweihnachtlicher Gesangsstimmung 😊. Unser Adventslied „Am Kranz brennt a Kerzerl“ ist heuer ein bayrisches, was für so manchen großen und kleinen Sänger ganz schön anspruchsvoll ist 😊, aber gemeinsam schaffen wir das! Mit Stephi haben wir nach der Brotzeit kleine Sterne aus Ästchen und Perlen gebastelt und die Blutfäustchen durften mit Melanie spannende Experimente mit Kerzen ausprobieren.

Am Dienstag haben wir wieder fleißig unser Adventslied geübt und sind anschließend in den Fichtenwald gewandert, um Zweige für unser Adventsgärtlein zu sammeln. Mit voll beladenen Bollerwagen sind wir zurückgekehrt und einige Kinder haben angefangen eine Krippe zu bauen. Das ist wunderschön geworden 😊! Für Maria und Josef gibt es einen Weg aus vierundzwanzig Holzscheiben und jeden Tag dürfen sie ein Scheibchen weitergehen. Wenn sie an der letzten angekommen sind, sind sie endlich an der Krippe gelandet und wir können Weihnachten feiern.

Und dann war da ja nach dem ersten Advent auch noch der erste Dezember, den wir freudig mit unserem Schaf Rica, über das wir jeden Tag eine kleine Geschichte hören, begrüßen durften!! Der Martin hat den Namen des ersten Kindes für den Adventskalender gezogen – die Antonia! Sie war ganz aufgeregt und durfte ihren selbstgebastelten Weihnachtswichtel von der Adventspalette pflücken und eine kleine Schokolade gab es auch noch dazu. Natürlich sind alle schon gespannt, welches Kind morgen dran ist…. 😉…. Mit Melanie und ihrer Gitarre haben wir ein Nikolauslied gespielt und gesungen, damit wir schon mal vorbereitet sind, wenn der gute Mann in den Wald kommt…. Später haben die Erwachsenen zwei Tische hergerichtet, wo wir unsere Pakete für die Kinder aus Tschernobyl packen konnten. So viele Sachen sind da zusammengekommen – wow – da können wir vielen Familien eine große Freude bereiten! Dank an alle großzügigen Spender und Spenderinnen! Der Martin hatte am Schluss ganz rote Backen vor lauter Eifer, aber unsere Arbeit kann sich echt sehen lassen 😉!

Am Donnerstag hat sich der stürmische Wind der letzten Tage auch wieder verzogen und so konnten wir zum Glück, wie geplant, Laurens Geburtstag genau so feiern, wie er es sich gewünscht hat. Zuvor aber gab es wieder eine Geschichte mit Rica und den Adventskalender und dann wurde aber gefeiert mit Gesang und Krafttier, einem kleinen Geschenk und einem Lagerfeuer, über dem wir Würschtl und Stockbrot gebraten haben. Das war ein sehr gemütliches Geburtstagsfest und nachdem alle satt waren, mussten wir unbedingt ein paar große Runden rennen und wild spielen, weil am Ende des Vormittags noch einmal unsere ganze Konzentration gefordert war: das Adventsgärtlein! Tags zuvor haben einige Kinder mit Sonja und Caroline schon die Spirale aus den Fichtenzweigen gelegt, die wir gesammelt hatten. Nun bekam jedes Kind ein Windlicht und durfte es in der Mitte der Spirale an einer großen Kerze entzünden und auf dem Weg heraus an einer Stelle platzieren, die ihm gefällt. Stephi hat dazu auf dem Psalter Weihnachtslieder gespielt und wir waren die ganze Zeit über so mucksmäuschenstill (also fast die ganze Zeit 😉), dass die Erwachsenen ganz erstaunt waren, weil das ja schon ziemlich schwer für uns ist.

Am Freitag gab es schon die dritte Ricageschichte und nach dem Essen sind wir zu einem Ausflug zum Steinhügel aufgebrochen, um dort zu rodeln. Naja, so richtig dick ist die Schneedecke natürlich noch nicht, aber zum Hügel runtersausen hat´s schon gereicht! Und lustig war´s außerdem 😊! Zurück im Abschlusskreis haben wir Nikolauslieder gesungen und waren vollkommen zufrieden mit dieser ersten Adventswoche im Wald 😊.

Wochenbericht vom 22. – 26.11.21

Jetzt, wo der Advent schon ganz nah ist, wünschen wir Waldkinder uns natürlich auch ordentlich Schnee! Der gehört zu einem richtigen Waldwinter ganz unbedingt dazu. Und da wir sehr schön laut singen können, haben wir am Montag im Morgenkreis „Schneeflöckchen Weißröckchen“ in die Landschaft geschmettert. Vielleicht hört uns ja jemand da oben, der für das Wetter zuständig ist…. Mit Stephi durften wir nochmal Sonnenelfen basteln, die Sonne steht auf unserer Wetterbeliebtheitsscala schließlich auch ganz oben – gleich nach dem Schnee 😉.

Der Dienstag war wie immer ein quirliger Tag. Die Blutfäustchen durften sich wieder auf den Weg in die Grundschule in Hebertshausen machen, um sich mit der Sprache zu beschäftigen. Da sind sie echt immer sehr stolz, aber wenn sie zurückkommen, sausen sie wie die Wilden durch den Wald – das lange Konzentrieren ist schon eine anstrengende Sache… Später haben wir Räuber und Gendarm gespielt und den schönen Waldtag genossen 😊.

Am Mittwoch findet ja eigentlich immer die Kinderkonferenz statt, diesmal aber hat uns Martin ein Tablett mit verschiedenen Sachen drauf mitgebracht. Damit wir das nicht gleich sehen, hat er es aber mit einem Tuch abgedeckt und da war unsere Neugier selbstverständlich gleich geweckt! Gespannt wie die Regenschirme haben wir gewartet, was da jetzt wohl kommen mag. Und dann ging es um Folgendes: der Martin hat uns von Kindern erzählt, die in Tschernobyl leben und es nicht so gut haben wie wir. Da hat es vor langer Zeit ein schlimmes Unglück gegeben, sodass da nichts Gescheites mehr auf den Äckern wachsen kann, weil alles verseucht ist und viele Menschen sind heute noch krank deswegen. So ganz genau haben wir nicht alles verstanden, aber wir haben trotzdem gut zugehört und verstanden, dass wir diesen Kindern helfen können, indem wir ihnen etwas von unserem Überfluss abgeben. Der Samuel hat gleich gesagt, dass er eigentlich viel zu viel Spielzeug hat. Wir haben uns schon gewundert, dass unsere Eltern seit ein paar Tagen ganz viele Sachen, wie Schokolade, Zahnpasta, Müsli und noch vieles mehr in den Wald bringen. Diese Schätze hatte der Martin unter seinem Tuch versteckt gehabt und ebendiese werden nächste Woche von uns in Schachteln gepackt und dann kommen sie in ein Sammellager, von wo alles weitertransportiert wird. Damit die Kinder dort wissen, von wem sie die Sachen bekommen, durften ein paar Kinder mit Caroline schöne Weihnachtskarten gestalten, die legen wir mit in die Pakete. Da der Tag sehr kalt war, hat uns Martin ein Feuer gemacht, wo wir gemütlich Brotzeit machen konnten.

Am Donnerstag war es Zeit für einen Ausflug. Mit dem Bollerwagen sind wir zum Fichtenwald aufgebrochen, um dort zu spielen und um Material für unsere Weihnachtsdekoration und unsere Krippe zu sammeln. Schließlich brauchen Josef und Maria bald ein gemütliches Plätzchen, damit sie ihr Jesuskindlein beschützt zur Welt bringen können.

Und dann, am Freitag, fielen die ersten zarten Schneeflöckchen vom Himmel! Wie haben wir uns gefreut, da hat das Singen also tatsächlich geholfen 😊!!! Die Großen durften mit Marina Glücksbilder malen, während die anderen mit Melanie Vollkornspaghetti mit vegetarischer Bolognese gekocht haben. Jahaaahaa, da staunt ihr, mit welchen kulinarischen Höchstgenüssen wir hier gesegnet sind, gell?! Kathi und Martin haben in der Zwischenzeit mit ein paar Kindern angefangen die Weihnachtskrippe zu bauen. So viele schöne Sachen, alle an einem Tag! Wen wundert´s, dass wir so gerne Waldkinder sind 😊!

Die Erde schläft nun wieder ein,

sie träumt von Wind und Regen,

von Sonnen- und von Mondenschein,

vom reichen Erntesegen.

Mäuse huschen durch den Traum

und weiße Zirruswölkchen.

Bei den Wurzeln unterm Baum

denkt sie ans kleine Völkchen.

-Daniela Drescher-

 

Wochenbericht vom 15. – 19.11.21

Am Montag sind wir mal wieder zum Steinhügel spaziert. Jetzt, im Herbst, ist der Weg dorthin wieder viel angenehmer, weil die Sonne den Bodenbelag nicht mehr fast zum Schmelzen bringt, wie im Sommer und wir nicht halb verdursten auf dem Weg 😉! Im Gegenteil, diese ruhigen Nebelherbsttage haben ja was ganz Mystisches, wenn es so still und geheimnisvoll verwunschen aussieht, egal wohin man blickt. Auf dem Boden liegt braunes Laub, das leise raschelt, wenn man durchstapft und so manches Mal ist auch die Eiskönigin mit ihrem weißen Gewand und ihrem langen Zauberstab, mit dem sie die schönsten Eisblumen in die Natur zaubert, schon unterwegs. Ihr seht, es gibt auch im Herbst spannende und zauberhafte Dinge in der Natur zu entdecken! Am Steinhügel durften wir eine Weile spielen, bevor wir uns wieder auf den Rückweg gemacht haben. Im Abschlusskreis haben wir dann noch die Geschichte von „Lumina“ gespielt.

Es ist zwar gar keine Faschingszeit jetzt, aber bevor die ruhige, besinnliche Adventszeit losgeht, hatten wir am Dienstag nochmal Lust auf eine ausgiebige Runde Quatschmachen im Morgenkreis 😊. Damit es aber trotzdem zur Jahreszeit passt haben wir folgendes Lied gesungen:

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin ritt durch Pommes und Salat,
sein Pferd stand still am Colaautomat.
Sankt Martin warf ´ne Münze rein
Und trank die Cola ganz allein!
Im Schnee saß, im Schnee saß,
im Schnee da saß ein reicher Mann,
hat Kleider an von Schustermann.
Oh helft mir doch in meiner Not,
mein Porsche steht im Parkverbot.

Also wir wissen jetzt nicht, wie ihr das Lied findet, wir haben auf jeden Fall eine Fetzengaudi beim Singen gehabt 😊! Nach der Brotzeit haben wir mit Stephi Boote aus Rinden gebaut und mit Martin Zweige von einer gefällten Fichte abgesägt für unseren Adventskalender.

Am Mittwoch wollten wir natürlich im Morgenkreis noch ein paar runden Quatschlieder singen, weil es halt gar so viel Spaß macht und unsere Erzieher*innen sind da gerne dabei 😉. Danach ging es auf in den Fichtenwald, der keiner mehr ist, zum Spielen. Da gibt es nach wie vor viele neue Spielplätze die wir entdecken, da wird es uns nicht so schnell langweilig.

Der Donnerstag war ein ganz besonderer Tag: In unserem Schutzraum wurde ein Theaterstück aufgeführt „Die Elfe und das Sonnenei“. Wir waren ziemlich aufgeregt, weil die meisten von uns ja auch selbst so gerne Theater spielen! Dies ist ein Stück für kleine Brüder und große Schwestern und für alle, die für die Wunder der Natur ein Auge haben 😊. Wir waren ganz verzaubert und wünschten, wir könnten ganz bald wieder so ein schönes Theaterstück sehen! Da sind wir dem Martin echt dankbar, dass er uns das organisiert hat 😉!

Inspiriert von dem schönen Theatervormittag hat uns Stephi am Freitag gezeigt, wie man selbst aus Filzwolle kleine Elfen basteln kann – toll! Tja, und wer mal Theaterluft geschnuppert hat, möchte natürlich auch selber mal die Bretter, die die Welt bedeuten betreten. Naja, auch wenn das in unserem Fall Hackschnitzel sind 😊. Und so haben wir kurzerhand die Verkleidungskiste geplündert und selbst Theater gespielt!

 

Wochenbericht vom 8. – 12.11.21

Endlich ist sie da – die Martinswoche! Gleich am Montag haben wir nochmal alle unsere St. Martinslieder gesungen und mit Martin die Geschichte vom „Laternenmädchen“ geübt. Wir sind jetzt schon ein bissl nervös, aber der Martin hilft uns ja, wenn wir was vergessen haben – also kein Grund zur Sorge 😊! Die Liedertexte können wir zum Teil schon besser auswendig als die Erwachsenen, da brauchen die dann vielleicht unsere Unterstützung beim Fest…. 😉!

Auch am Dienstag haben wir im Morgenkreis eins unserer Lieder für´s Fest gesungen, nämlich das Sternenlied, das wir zum Abschied singen wollen. Und dann wurde es für ein paar Vorschulkinder aufregend: sie durften zum ersten Mal zum Schnupperunterricht in die Grundschule fahren. Zur Sicherheit ist Martin mitgefahren. Der war nämlich erstens ziemlich neugierig was die da so machen und zweitens haben wir uns sicherer gefühlt, wenn eine vertraute Person dabei ist. Alle anderen sind am Platz geblieben und haben gespielt oder Hackschnitzel verteilt. Schön friedlich war das. Als die Großen wieder zurück waren, wurde nochmal das Stück geprobt und im Abschlusskreis durften wir St. Martin spielen.

Am Mittwoch war dann endlich mal wieder Kinderkonferenz. Nachdem sich alle mit ordentlich viel Weisheit vom Stein der Weisen eingedeckt hatten, hat Melanie die Konferenz eröffnet mit dem Thema: Muss ich mein Essen mit anderen teilen? Wir haben lange gesprochen und am Ende kam heraus, dass ich nichts von meinem Essen abgeben muss, wenn ich das nicht will, aber teilen darf, wenn ich selbst noch genug für mich übrig habe. Ich soll auch kein anderes Kind unter Druck setzen, wenn es etwas nicht hergeben möchte. Wieder eine wichtige Sache, die wir gemeinsam beschlossen haben 😊! Nach der Brotzeit ging es für die Blutfäuste in den Bauwagen, wo sie der Martinsgeschichte lauschen durften und passenderweise auch nochmal über das Teilen gesprochen haben. Die jüngeren Kinder durften derweil draußen mit Kathi und Caroline eine Holzpalette rot anmalen. Die brauchen wir für unseren Adventskalender – natürlich auch mit Glitzer verziert 😊!

Der Donnerstag war ein sehr nebliger Tag, aber somit passend für unsere St. Martinsfeier, die nun endlich am Abend stattfinden sollte! Den ganzen Vormittag über haben wir geprobt und den Platz schön hergerichtet, damit am Abend alles fertig ist…

…und dann war es endlich soweit: um 17:30 Uhr haben wir uns am Schutzraum getroffen und die Laternenlichter angezündet, bevor wir uns singend auf den Weg in den Wald gemacht haben. Dort hat uns Martin am Lagerfeuer empfangen, das war schön. So schnell wie möglich wurden die kleinen Schauspieler umgezogen und dann wurde es ganz ruhig am Platz, als das „Laternenmädchen“ aufgeführt wurde. Die kleine Theatertruppe hat viel Applaus und Lob bekommen, das haben sie wirklich gut gemacht 😊!!! Und dann wurden schon die ersten Hungerrufe laut und das Buffet mit Kinderpunsch und allerlei Gebäck zum Teilen wurde eröffnet. Es wurde viel geratscht und gelacht und die Mini-Theresa war auch mit ihrer Familie da, da haben wir uns sehr gefreut 😊. Naja, irgendwann ist aber halt auch der schönste Abend zu Ende und so haben wir zum Abschluss am Feuer das Sternenlied gesungen, bevor sich alle friedlich auf den Heimweg gemacht haben.

Nun hüllt mit Nebelschleiern

der stille Herbst uns ein,

der Sonne Abschied feiern

wir mit Laternenschein.

Nun zündet an die Kerzen

und haltet gute Wacht,

tragt euer Licht im Herzen

durch dunkle Winternacht.

Am Freitag haben wir einen weiteren Ausflug zu den Rehen gemacht, weil wir jetzt wirklich viel am Platz waren wegen der ganzen Festvorbereitungen. Nachdem wir die Tiere begrüßt und bestaunt haben, durften wir am angrenzenden Spielplatz die Woche beim Spielen ausklingen lassen 😊.

 

Wochenbericht vom 1. – 5.11.21

Diese Woche haben wir gleich einmal mit einem Feiertag begonnen 😊! Allerheiligen heißt der, da gehen alle auf den Friedhof und zünden Kerzen auf den hübsch gemachten Gräbern an, damit sich die Verstorbenen freuen.

Am Dienstag waren wir aber wieder im Wald und haben St. Martinslieder geübt und auch die Geschichte vom Laternenmädchen. Nach der Brotzeit sind wir zu einem Spaziergang in den Knochenwald aufgebrochen, um dort Stöcke für unsere Laternen zu sammeln. Naja, zugegeben, die meisten Stöcke haben die Erwachsenen gesucht, weil wir es viel schöner fanden auf einem großen Erdhügel zu spielen und zu graben. Viel zu schnell ist die Zeit vergangen und wir mussten uns schon wieder auf den Rückweg machen. Aber wir kommen bald wieder 😉.

Am Mittwoch haben wir die Geschichte von St. Martin nachgespielt. So richtig mit Umhang und Schwert und so. Und über das Teilen haben wir nachgedacht und dass es manchmal gar nicht so leicht ist, etwas von sich selbst abzugeben. Und auch an diesem Tag durfte die kleine Theatergruppe mit Martin die Geschichte vom Laternenmädchen üben. Wer Lust hatte, durfte aber auch schöne Ketten aus den wunderbar bunten Herbstblättern basteln.

Am Donnerstag waren wir wieder unterwegs. Wir sind zum Pilzwald gewandert. Das Wetter war nämlich eher regnerisch und dort ist der Wald so dicht, dass man wie unter einem großen Dach spielen kann, ohne allzu nass zu werden 😊. Und natürlich wurde auch an diesem Tag wieder eifrig das kleine Theaterstück für St. Martin geübt!

Der Freitag begann mit unseren Martinsliedern, damit wir die wirklich sicher singen können nächste Woche! Genauso haben wir es mit dem Laternenmädchen gemacht – wir werden immer besser und freuen uns schon, wenn wir das beim Fest unseren Eltern vorführen dürfen! Weil der Freitag ja auch meist unser Kochtag ist, hat Martin mit uns Nudelspinnen zubereitet, das war lustig 😉. Und wie üblich war Marina am Freitag bei uns und hat sich mit den Vorschulkindern in eine neue Glückseinheit vertieft…. Wieder ist eine Waldwoche vorbei, diesmal allerdings eine eher ruhige Woche, da viele Kinder zuhause geblieben sind, wegen der Geschwisterkinder, die Ferien hatten. Jetzt freuen wir uns auf die kommende, wenn wieder mehr los ist und vor allem müssen wir unser Fest am Donnerstag vorbereiten – wie immer sind wir ziemlich aufgeregt 😉!

 

Wochenbericht vom 25. – 29.10.21

Am Montag sind endlich unsere letzten Laternen fertig geworden! Jetzt müssen sie nur noch alle trocknen und an Stöcke gebunden werden, dann kann der St. Martin sein Pferd satteln und kommen – wir sind bereit 😊! Ansonsten haben wir diese Woche ruhig angehen lassen und im Bauwagen Brettspiele gespielt oder unser Freispiel am Platz genossen.

Am Dienstag hat uns Melanie ganz viele Windlichter bereitgestellt und die Kerzen darin angezündet. Tiago hatte die schöne Idee, dass immer das Kind, das gerade eine Kerze bekommen hat wählen darf, welches Kind als nächstes ein Licht bekommt. Als wir alle ganz vorsichtig unser Windlicht in den Händen hielten, haben wir unser St. Martinslied gesungen und uns auf die nun kommende gemütliche und aufregende Zeit gefreut. Die Tage werden deutlich kürzer und kälter und es ist sicher gut, wenn wir jetzt immer ein wenig Licht in den Wald tragen 😊! Nach der Brotzeit hat sich Martin mit den „Schlittenhunden“ ins Tipi verzogen. Dort wurde über eine kleine St. Martinsaufführung gesprochen, die das kleine Grüppchen am Martinsabend vorführen wird. Wir sind schon ganz neugierig, was die sich einfallen lassen….

Mittwochs waren wir nur wenig Kinder, viele sind erkältet zuhause geblieben und so hatten wir viel Zeit, um unsere Brettspiele wieder zu spielen, Martinslieder zu üben und uns beim Freispiel die schönsten Spiele auszudenken.

Der Donnerstagmorgen war sehr kalt und neblig – richtig herbstlich halt und wunderschön 😊! Wir haben im Morgenkreis die Augen geschlossen und ganz ruhig gelauscht, welche Geräusche der Wald im Herbst zu bieten hat. Wir waren erstaunt, wieviel man bei so einem Herbstlauschen immer noch hören kann: ein wenig zarten Wind, der die Blätter rascheln lässt, vereinzelte Vogelrufe, manches Kind war sicher die Waldtiere zu hören und ganz deutlich konnten wir alle wahrnehmen, wie die Blätter leise zu Boden fallen… Auch an diesem Donnerstag waren wir nicht allzu viele Kinder und so konnten die Schlittenhunde wieder ihre Geschichte vom Laternenmädchen mit Martin üben, während die anderen zuschauen durften und sogar ein bisschen mitgeholfen haben. Sehr süß war das, als alle ganz andächtig in ihre Rollen geschlüpft sind – wir freuen uns schon auf die Aufführung, da werden die Eltern staunen 😉! Wer keine Lust auf Theater hatte durfte seine Zeichensammelmappe verschönern, oder einfach spielen gehen. Zum Ende des Vormittags haben wir noch einen Herbstspaziergang unternommen, am Pilzwald vorbei und durch den Fichtenwald durch. Wir haben schöne Blätter und große Fichtenzweige gefunden, die wir selbstverständlich mitgenommen haben 😉!

Am Freitag haben wir wieder fleißig unsere Martinslieder geübt und sind noch einmal in den Fichtenwald spaziert, um dort zu spielen. Es ist schön, die ruhigen Herbsttage draußen mit unseren Freunden verbringen zu dürfen. Wir freuen uns schon auf den November…

Der November ist nicht grau

Nimm dir einen Farbenkasten

Helle Farben, gelb, rot, blau.

Mal ins Bild ein buntes Lachen,

der November ist nicht grau.

Geh nach draußen! Trotz dem Wetter!

Such den Glanz im Nebeltau.

Zeig dem Blues die kalte Schulter,

der November ist nicht grau.

Back dir süße, bunte Kekse.

Trinke Tee und Punsch und schau:

Freude, sie geht durch den Magen,

der November ist nicht grau.

Steck ein Kerzchen an im Zimmer,

mach´s dir kuschelwarm. Sei schlau!

Schenk der Zeit ein helles Lächeln,

der November ist nicht grau.

-Elke Bräunling-

Kerze

Wochenbericht vom 18. – 22.10.21

Jetzt wird´s apfelig 😊! Am Montag haben wir ein Apfellied gesungen und Stephi hat uns eine Apfelgeschichte mitgebracht. So ein Apfel ist schon was paradiesisches! Außen schön rot, gelb und grün, innen saftiges Fruchtfleisch und ein Kinderstübchen mit Kernen drin, aus denen wiederrum Apfelbäumchen wachsen können. Und schmecken tun sie natürlich auch noch fantastisch 😉. Also eine wirklich runde Sache, diese Äpfel! Außerdem sind wir noch zum Fichtenwald, der keiner mehr ist, gewandert, um dort zu spielen. Ein paar Mädels haben Dornröschen gespielt und auch noch vorgeführt. Die ganzen frischen Baumstümpfe sind allerdings schon eine klebrige und harzige Angelegenheit…. Müssen wir mal schauen, was man mit Baumharz so alles anfangen kann…

Am Dienstag haben wir mit Martin das Leiterlied gesungen und gespielt. Das macht uns riesig Spaß, weil wir da am Ende alle vom Rundling purzeln dürfen 😊. Nach der Brotzeit sind zwei Kinder mit Melanie in den Bauwagen, um ihre Laternen zu basteln (bald haben´s alle geschafft 😉), während alle anderen Kastanienketten- und Girlanden mit Caroline auffädeln durften oder aber mit Martin Blätter schraffieren konnten. Ein sehr basteliger Vormittag war das 😊.

Und am Mittwoch sind wir nochmal zum Fichtenwald, der keiner mehr ist, spaziert. Da gibt,s jetzt viel Neues zu entdecken. Erstens sind ja alle Fichten gefällt worden und zweitens lässt der Herbst alles wieder lichter werden, weil viele Bäume schon ihr Laub verloren haben und die Gräser trocken geworden sind. Es hat uns großen Spaß gemacht durch das hohe Gras zu streifen, das noch höher ist als wir selbst! Wer wollte konnte sich aber auch auf den Decken Geschichten von Melanie und Caroline vorlesen lassen, während die anderen mit Martin auf Entdeckungstour waren. Gut, dass wir diesen schönen, milden Herbsttag in vollen Zügen genossen haben, denn….

…..am Donnerstag ist ein wilder Sturm über das Land gefegt!! Dunkle Wolken, Regen und heftiger Wind hat an den Bäumen gezerrt, da sind die Blätter nur so herumgeflogen. Klarer Fall für den Schutzraum, bei dieser Witterung ist es im Wald zu gefährlich für uns. Also haben wir uns im JUZ getroffen, was wir ja auch immer mal ganz aufregend finden. Jeder durfte ein Spielzeug von zu Hause mitbringen, um es den anderen zu zeigen und natürlich, um damit zu spielen. Und dann war da noch was ganz Wichtiges: Lolas 6. Geburtstag! Den haben wir selbstverständlich auch noch gefeiert und ihre feinen Muffins verspeist 😊! Ja und dann kam endlich die Sonne wieder zum Vorschein. Es war zwar immer noch sehr stürmisch, aber da rund um den Schutzraum keine großen Bäume stehen, durften wir trotzdem noch eine Stunde rausgehen und uns den Wind um die Nase wehen lassen 😉. Aber mal ehrlich: im Wald ist es einfach viel schöner 😊!

Am Freitag hatte sich das Wetter zum Glück wieder beruhigt und wir konnten uns ganz normal im Wald treffen. Wir haben leckere Kürbisnudeln gekocht (und dann natürlich auch gegessen 😉). Die Vorschulkinder wurden wieder mit einer Glückseinheit von Marina beglückt 😊! Eine aufregende Waldkinderwoche geht zu Ende und wir freuen uns alle auf ein erholsames Wochenende!

Wochenbericht 11. – 15.10.21

Den Montag dieser Woche haben wir mit einer Erzählrunde begonnen. Wir durften erzählen, was am Wochenende so los war und was wir alles erlebt haben. Da gibt´s ein paar richtige Plaudertaschen bei uns, die mussten zwischendrin von Stephi gestoppt werden, sonst wären erstens die anderen nicht mehr drangekommen und zweitens wären unsere Popos am Rundling festgefroren 😊! Aber natürlich freuen wir uns immer, wenn wir uns am Anfang der Woche wiedersehen und da gibt´s halt dann viel zu erzählen 😉. Nach der Brotzeit sind ein paar Kinder mit Stephi in den Bauwagen gegangen, um ihre Laternen zu basteln, während der Rest einen Spaziergang um das Feld unternommen hat, um schöne Blätter für unser Mandala und Sonnenstrahlen zu sammeln.

Mit den schönen Kastanien, die wir geschenkt bekommen haben, durften wir am Dienstag Herbstgirlanden basteln. Mit all den bunten Blättern, die wir gesammelt haben, den Früchten der Heckenrosen und des Weißdorns sind die Girlanden richtig herbstlich bunt geworden. Eigentlich wollte Melanie die Girlanden gerne zwischen unseren Fichten zur Deko aufhängen, aber wir waren alle so begeistert von unseren Kunstwerken, dass wir sie mit nach Hause nehmen wollten. Nur Luisa hat uns ihre überlassen. Und diese Girlande hängt jetzt als Soloprachtstück an der Leine 😉! Danke Luisa 😊.

Am Mittwoch haben wir uns im Morgenkreis wieder zur Kinderkonferenz getroffen. Caroline hat uns am Dienstag schon mal eine Hausaufgabe aufgegeben zum Nachdenken: „Wie wäre es, wenn es im Kindergarten keine Regeln gäbe?“ Und genau darüber haben wir dann mit Melanie diskutiert. Nach einer Weile haben wir festgestellt, dass es bei uns ja gar nicht so viele Regeln gibt und dass der Laden besser läuft, wenn es Regeln gibt, an die sich alle halten. Und schließlich dürfen wir ja immer alle an den bestehenden und auch neuen Regeln mitarbeiten. Das ist nämlich so: wenn man mal genauer über Regeln nachgedacht und mit beschlossen hat, dann kann man sich die besser merken und auch leichter einhalten. So. Das war dann also auch geklärt 😊. Später durften weitere Kinder mit Caroline ihre Laterne basteln, der Rest hat mit Melanie lustige Bilder mit Maiskörnern geklebt.

Na, und am Donnerstag war es selbstverständlich endlich Zeit für einen Ausflug! Auf vielfachen Wunsch sind wir zum Steinhügel gewandert, um dort zu spielen, zu toben und um die schönen Steine zu bewundern, die es dort immer zu finden gibt.

Am Freitag waren wir wieder am Platz. Wir durften Nagelbilder fertigen und mit Wolle verzieren. Und weil so viel Fleiß hungrig macht, wurde mit Marina gekocht. Es gab Glückssuppe 😊. Da waren Süßkartoffeln und Birnen drin, das hat superlecker geschmeckt und wir haben schon beim Essen gespürt, wie das Glück sich warm in uns ausbreitet 😊. Im Abschlusskreis haben wir nach langer Zeit mal wieder die „PiPaPoPiraten gesungen und wer am Nachmittag im Wald war, konnte sich nochmal an Kastanienketten versuchen 😉.

 

Wochenbericht 4. – 8.10.21

Der Montag war der Tag des Feierns in dieser Woche! Zuerst haben wir Tiago hochleben lassen, bevor wir nach der Brotzeit und dem Kuchenessen ein kleines Erntedankfest feiern durften. Stephi hat uns ein Bilderbuch mitgebracht, das heißt „Frederick“ und viele von uns kennen es schon. Da werden für den Winter Sonnenstrahlen gesammelt…. 😊. Wir haben uns unterhalten, warum man überhaupt ein Erntedankfest feiert und jedes Kind durfte ein Obst oder Gemüse zeigen, dass es mitgebracht hatte. Stellt euch vor, bei manchen Sachen wussten wir gar nicht wie das heißt! Später haben wir gemeinsam ein schönes großes Herbstmandala in den schönsten Farben gelegt – gleich am Eingang, damit sich jeder Waldbesucher daran freuen kann. Und damit wir das ganze Gemüse nicht umsonst mitgeschleppt haben, wurde überm Feuer eine feine Gemüsesuppe gekocht. Am Ende des Vormittags wurde eines unserer ältesten Kindergartenlieder gesungen: „Für die Erde singen wir“. Jetzt haben wir uns aber wirklich ausgiebig bei Mutter Erde für die Ernte bedankt, oder 😉?

Am Dienstag sind wir zu einem Herbstspaziergang aufgebrochen. Am Feld vorbei, in Richtung Pilzwald und zurück durch den Fichtenwald, der jetzt gar keiner mehr ist, da alle Fichten gefällt werden mussten! Das ist schon ein trauriger Anblick, vor allem, weil wir da so gern gespielt haben. Aber ein Gutes hat es auch: die Waldarbeiter haben riesige Haufen mit Fichtenästen liegenlassen. Da haben wir ordentlich zugelangt und unsere Bollerwägen turmhoch beladen! Die Äste können wir nämlich super für unser Tipi brauchen 😊! Unterwegs haben wir auch noch Blätter gesammelt, um bunte Herbstgirlanden zu basteln.

In der mittwöchlichen Kinderkonferenz hatten wir diesmal zwei Themen: es ging um unser Tipi und wie wir damit umgehen und um Resis Bitte, mittags die Pferdeleinen ausleihen zu dürfen. Wir haben uns mit den Erwachsenen geeinigt, dass wir uns eine Woche lang beim Aufräumen bewähren müssen, dann können wir nochmal darüber reden. Mal sehen, ob wir das schaffen…. 😉. In der Vorschule mit Melanie wurde der Wunschbaum weitergestaltet und mit Wünschen versehen 😊. Zwei jüngere Kinder haben schon mal mit ihren Martinslaternen begonnen und der bauwütige Martin hat mit ein paar Kindern nochmal Äste aus dem Fichtenwald geholt. Die sind richtig fleißig gewesen!

Auch am Donnerstag waren die „Blutfäuste“ wieder gefragt: mit Caroline und Martin ging es in den Bauwagen, um eine neue Geschichte zu bearbeiten. Diesmal: „Die wütende Schlange“. Die war immer wütend, ganz egal was die anderen machten. Tja und dann haben wir uns natürlich über unsere eigene Wut unterhalten. Das war echt spannend, weil jede/r die Wut anders erlebt – bei sich und bei anderen. Mit Stephi durften wieder ein paar Kinder Laternen basteln 😊. Vor dem Abschlusskreis haben wir unser neues Tipi eingeweiht. In der Mitte stand ein Windlicht und wir sind ganz ehrfürchtig einer nach dem anderen reinspaziert und haben uns im Kreis gesetzt. Ganz ruhig sind wir alle geworden und haben beschlossen, dass wir das Tipi zum Märchen erzählen und Geschichten erträumen nutzen. Das hat sich der Martin auch so gewünscht, als er angefangen hat mit uns daran zu bauen. Jetzt freuen wir uns auf einen gemütlichen Herbst und Winter und viele kuschlige Plauschrunden darin….

Am Freitag war Marina- Tag 😊! Und Martin- und Kathitag natürlich auch, aber die sind ja immer da und Marina ist immer nur freitags bei uns Zwergerln. Und mit Marina machen die Vorschulkinder so viele schöne glückliche Sachen zur Zeit. Diesmal ging es um das Thema: das Glück liegt in den kleinen Dingen <3! Da würdet ihr staunen, wo wir überall kleine Glücks gefunden haben, während unseres Ausflugs zur Heuwiese…. Danke Marina, dass du mit uns überall das Glück suchst 😊!

 

Wochenbericht vom 27.9. – 1.10.21

Jetzt ist der Balthazar auch endlich 6 Jahre alt geworden und weil sowas natürlich richtig gefeiert werden muss, haben wir ebendies am Montag dieser Woche gemacht. Mit Krafttier, vielen guten Wünschen, einem Überraschungstierchen aus dem Wunderbeutel und sehr leckerem Kuchen, den Balthazar mitgebracht hat! Nachdem alles verputzt war, durften wir mit Martin und Stephi weiter am Tipi arbeiten. Puh… das ist ordentlich anstrengend, die ganze Schlepperei! Aber wir sind guter Dinge, dass sich unsere ganze Anstrengung lohnt 😊!

Am Dienstag haben wir im Morgenkreis ein Herbstlied gesungen und weil es inzwischen schon recht kühl am Morgen ist, durften wir zum Refrain tanzen, damit uns warm wird. Nach der Brotzeit ging es gleich wieder weiter mit dem Tipibau, während ein paar Kinder lieber Roboter spielen wollten oder mit Caroline Nagelbilder gehämmert und mit Wolle geschmückt haben.

Kaum sind wir am Mittwoch im Kreis zur Kinderkonferenz gesessen, mussten wir auch schon wieder aufstehen, um unsere Arbeitshandschuhe zu holen. Wir waren ein bissl verwirrt, was man denn im Morgenkreis damit machen soll, aber Melanie hat das Rätsel schnell aufgelöst: zunächst wollte sie mal wissen, ob überhaupt jedes Kind welche dabei hat (hatten wir 😉) und dann hat sie uns gefragt, wie das denn ist, wenn jemand seine Handschuhe vergessen hat. Darf der/die dann nicht mit Werkzeugen arbeiten? Oder darf man sich welche ausleihen? Und von wem? Oder darf man sich einfach welche aus dem Fach vom Nachbarn mopsen? Hmmm… Das sind viele Möglichkeiten und wir haben ausführlich drüber diskutiert. Am Ende haben wir uns geeinigt, dass man sich schon von anderen Kindern welche leihen darf, aber NUR, wenn man gefragt hat und sie anschließend wieder ordentlich zurück gibt. Wenn ein Kind nix verleihen will, muss man das auch akzeptieren und am besten immer selber dran denken welche von zuhause mitzunehmen. Nachdem dies alles geklärt war, gab es Brotzeit und danach durften sich die Blutfäustchen (also die Vorschulkinder) mit Melanie treffen, um einen Wunschbaum für das kommende Jahr zu malen. Und an diesem Tag sind die Mittelkinder bei der Namenssuche auch endlich fündig geworden: die heißen jetzt „Schlittenhunde“. Eine sehr gute Wahl, wie auch die Erwachsenen finden 😊.

Am Donnerstag war es endlich wieder soweit: Ausflug!!! Und zwar in den Knochenwald. Dort konnten wir nach Herzenslust spielen und auf dem Rückweg haben wir jede Menge Stöcke für unser Tipi mitgeschleppt 😉!

Der Freitag war ein richtiger Glückstag 😊! Mit Marina haben wir uns darüber unterhalten, warum der Fliegenpilz ein Glückspilz ist! Überhaupt sprechen wir mit ihr gerade viel über Glück, was uns sehr glücklich macht 😉! Aber auch für´s leibliche Wohl wurde gesorgt. Mit Martin haben wir Stockbrot überm Feuer gebrutzelt, Kräuterquark gerührt und Gemüse gegrillt. Langsam können wir echt ein Gourmet-Restaurant eröffnen 😊! Zum Ende des Vormittags durften wir unsere Tücherkiste aus dem Bauwagen holen. Wir haben uns verkleidet und sind in die spannendsten Rollen geschlüpft….

 

Wochenbericht vom 20. – 24.9.21

Am Montag haben wir im Morgenkreis auf Lolas Wunsch „Die Jahresuhr“ gesungen – passt ja immer 😉. Danach hat uns Stephi das Märchen vom „Fuchs und der Schnecke“ erzählt. Da geht´s, so ähnlich wie beim Fuchs und dem Hasen um Schnelligkeit und Schläue… Passend zum Thema durften wir nach der Brotzeit aus Papier Füchse falten. Und weil man während dem Basteln so schön ratschen, philosophieren und fantasieren kann, haben Antonia und Mila ein Fuchsmärchen erfunden, das im Abschlusskreis von allen gespielt werden durfte. Danke ihr beiden 😊.

Am Dienstag kam der Toni mit zwei Blechen Bärenmuffins in den Wald – er konnte an diesem Tag nämlich endlich seinen 6. Geburtstag nachfeiern!! Auch ein Krafttier für das kommende Lebensjahr durfte er wieder ziehen – einen Frosch! Der hat schon deshalb so gut zu ihm gepasst, weil er an diesem Tag ganz grün angezogen war 😉. Nach Brotzeit und Bärenmuffinschmaus hat uns Martin eine coole große Waldschaukel aufgebaut, auf der immer drei Kinder gleichzeitig schaukeln konnten. Wie die Zirkuskünstler haben wir uns immer wieder verschiedene Schaukelvarianten überlegt, mal sitzend, mal stehend oder halb liegend, super lustig war das 😊! Die Kinder, die darauf keine Lust hatten, sind mit Martin aufgebrochen, um zu sehen, ob Frau Dachs noch ein Plätzchen im Zahlenwald für uns reserviert hat. Damit wir sie mal wieder besuchen können!

Jetzt ist er also ganz offiziell da, der Herbst! Mit dem Lied „Der Herbst ist da!“ und einem Tänzchen dazu, haben wir ihn herzlich im Wald willkommen geheißen! In der Kinderkonferenz haben wir besprochen, was wir mit unserem Tipi machen wollen. Es wurde in der letzten Zeit von ein paar Kindern arg auseinandergenommen. Nachdem jede/r seine Meinung gesagt hatte, wurde beschlossen, dass jetzt nichts mehr abgebaut, sondern neu aufgebaut wird. Martin kümmert sich, dass alles stabil und sicher wird und wir helfen fleißig beim Stöcke schleppen 😉. Dann gab es noch eine kurze Gesprächsrunde, in der wiederum jede/r sagen durfte, was gerade nervt in der Gruppe. Nach soviel Konzentration mussten wir uns natürlich erst einmal stärken. Und dann wurde der Bollerwagen gepackt und wir haben uns zum Zahlenwald aufgemacht, um Frau Dachs zu besuchen. Dort angekommen, haben wir laut ihr Lieblingslied gesungen und Melanie ist sie suchen gegangen. Und tatsächlich: nach kurzer Zeit stand sie vor uns und hat uns allerlei Aufgaben gestellt, die wir mit großem Eifer gelöst haben. Schade, die Zeit mit Frau Dachs verging viel zu schnell…aber wir kommen ganz bald wieder, versprochen!

Am Donnerstag ist der Lionel ganz aufgeregt in den Wald gekommen! Sein Hund, der Merlin hat sich an einem Angelhaken, der an unserem Fischweiher herumlag, verletzt und musste sogar zum Tierarzt, um das spitzige Ding entfernen zu lassen! Und das gemeine an dem Angelhaken war, dass er an einem Köder befestigt war, der wie ein glitzerndes Marshmallow aussieht. Anscheinend hat das ein unachtsamer Angler dort vergessen, das konnte der arme Merlin ja nun wirklich nicht wissen . Wir haben das dann ganz ausführlich im Morgenkreis besprochen, damit uns sowas nicht passiert. Also falls ein Kind so einen Köder findet: NICHT anfassen, sondern einen Erwachsenen holen! Da haben wir wieder was Wichtiges gelernt – danke Lionel! Nach der Brotzeit ist Martin mit einem großen Teil der Gruppe losgezogen, um lange Äste aus dem Wald zu holen, die tags zuvor beim Bäume fällen liegengeblieben sind. Die können wir gut für unser Tipi brauchen. Wir haben geschleppt wie die Wilden und eine lustige Geschichte vom Martin gab es obendrein. Der ist nämlich, als er morgens die Lage checken wollte mit einem Fuß in den Matsch getreten und sein Schuh ist steckengeblieben 😊😊. Da stand er also wie ein Storch auf einem Bein und musste mit seinem Mineralwasser den Fuß abwaschen, bevor er den Schuh wieder anziehen konnte 😊! Das fanden wir natürlich zum Brüllen komisch 😉! Ein kleines Grüppchen ist am Basteltisch am Platz geblieben und hat Zauberbilder mit Wasserfarben und Kreiden gemalt. Ein sehr gemütlicher Vormittag war das.

Am Freitag haben wir das schöne Herbstwetter noch einmal richtig genossen. Mit Sack und Pack sind wir zum Fichtenwald aufgebrochen, um dort Brotzeit zu machen. Dort durften wir spielen und auf dem Rückweg haben wir wieder Äste für´s Tipi gesammelt. Mit Marina haben sich die Vorschulkinder mit dem Thema „Glück“ auseinandergesetzt. Was ist Glück eigentlich? Dazu gab es Bildkarten und ein Gespräch und ganz zum Schluss hat sie uns das Märchen vom „Hans im Glück“ erzählt. Eine wunderschöne Herbstwoche im Wald geht zu Ende…

Wochenbericht 13. – 17.9.21

Jetzt ist auch das letzte Kind bei uns angekommen: herzlich willkommen Jan! Für ihn ist es mit dem Abschied von der Mama nicht so schwer, schließlich hat er ja seine große Schwester schon bei uns in der Gruppe. Außerdem haben wir an diesem Montag Antonias Geburtstag nachgefeiert, da ist der Start ins Kindergartenleben sowieso toll 😉! Und auch die Vorschulkinder hatten an diesem Tag wieder zu tun – mit Melanie wurde weiter an den Schnitzausweisen gearbeitet.

Am Dienstag sind wir bei sehr schönem Wetter zum Steinhügel spaziert. Die letzten Blüten der angrenzenden Wiese wurden wieder genutzt, um hübsche kleine Gärtlein zu gestalten. Natürlich wurde aber auch viel getobt und gerutscht, das gehört ja immer dazu. Als wir schon wieder auf dem Rückweg waren, fuhr ein Auto an uns vorbei – und was glaubt ihr, wer da fröhlich rausgewunken hat? Der Jona 😊! Mit Schulranzen und Schultüte wollte er uns nach seinem ersten Schultag nochmal besuchen. Da haben wir uns riesig gefreut 😊!! Aber natürlich kann er, wenn er mal Ferien hat gerne wieder kommen und von der Schule erzählen, wenn er mag. Schön, dass du da warst Jona 😉!

Unsere Kinderkonferenz findet in diesem Jahr immer mittwochs statt. So auch an diesem Mittwoch: wir hatten einige Themen. So zum Beispiel was wir am Freitag kochen, oder ob wir eine unserer Bänke schön bunt anmalen wollen. Ganz demokratisch wurde alles abgestimmt😉! Die Vorschulkinder durften an diesem Tag mit Caroline im Bauwagen ihre erste Vorschulrunde genießen! Ganz aufgeregt waren alle und sind wie die Hummeln schon weit vor der Zeit um den Bauwagen gekreist… dann war es endlich soweit. Zunächst wurden wichtige Regeln besprochen: melden, wenn man was sagen will, andere ausreden lassen und zuhören, das, was andere sagen wird nicht bewertet, jeder darf seine Meinung sagen, wir bleiben auf dem Hosenboden sitzen und zappeln so wenig wie möglich 😉. Dann gibt es ja auch noch ein Sprüchlein, wenn die Vorschule beginnt und wenn sie wieder aufhört. So – dann kam der nächste wichtige Schritt: Namenssuche! Nach eingehender Beratung wurde abgestimmt und das Ergebnis fast einstimmig: Blutfaust. Okay, das hört sich jetzt ein bissl heftig an, aber wir haben festgestellt, dass das Blut ja eine sehr wichtige Körperflüssigkeit ist und die Faust für Kraft und Energie steht. Ist also gar nicht so schlecht, oder 😊? Zu guter Letzt wurden dann an alle neuen Vorschulkinder noch Schulhefte verteilt, für wichtige Wörter oder Bilder, die uns im kommenden Jahr begleiten und beschäftigen werden. Die Mittelkinder durften sich in der Zwischenzeit mit Melanie auch einen Gruppennamen überlegen, aber sie konnten sich noch nicht einigen, das dauert noch ein bisschen…. Zur großen Freude der meisten Kinder wurde unser Basteltisch mit Lehm/Ton hergerichtet, da sind ganz wunderhübsche Landschaften entstanden.

Am Donnerstag hat die Sonne dann mal Pause gemacht. Es war bewölkt und ab und zu hat es geregnet. Der beste Zeitpunkt, um unser Herbstlied wieder aus dem Ordner zu holen! Nach der Brotzeit durften die „Blutfäuste“ sich wieder mit Caroline im Bauwagen treffen, dort wurde heute eine Geschichte erzählt: „Wird denn hier keiner wütend?“ heißt die. Im Anschluss haben wir über das Gefühl „Wut“ diskutiert. Wie die Wut aussieht, ob sie sich bei jedem gleich anfühlt und ob es überhaupt okay ist wütend zu sein. Sehr spannende Fragen, über die wir sehr konzentriert und aufmerksam nachgedacht und gesprochen haben. Wir sind schon auf die nächste Geschichte gespannt. Alle anderen Kinder hatten aber auch eine coole Beschäftigung: mit selbstgedrehten Matschknödeln durften wir auf Papierzielscheiben zielen, die am Materialwagen befestigt waren. Eine äußerst lustige und vor allem herrlich batzige Beschäftigung 😊!

Am Freitag wollten wir das Herbstlied nochmal singen. Dann wurden die letzten Schnitzausweise fertiggestellt und zur Krönung des Freitags wurde Feuer gemacht und wir haben Pfannkuchen mit Apfelmus gebacken. Sehr lecker 😉! Und die Marina, die kann echt zaubern!!! Sie hatte einen Apfel dabei, den sie mit einem Zauberspruch in mehrere Apfelspalten gezaubert hat – beeindruckend!! Wer das selber mal probieren will, hier ist der geheimnisvolle Spruch:

Zippel zappel Zauberapfel

Zicke zacke Apfelbacke

Wirre wurre, zirre zurre

Pille palle pei

Der Apfel ist entzwei!

apfel

 

 

 

Wochenbericht 6. – 10.9.21

Da sind wir wieder 😊! Zwar noch nicht ganz vollzählig, weil einige noch im Urlaub sind, aber immerhin so viele, dass wir schön zusammen spielen können. Das Wetter ist herrlich, morgens kühl aber im Laufe des Vormittags wird es rasch wärmer und die Sonne lacht uns ins Gesicht 😊. Stephi hat uns ein neues Morgenkreislied mitgebracht, das heißt „Ich sag dir guten Morgen“. Später haben wir Namensanhänger aus Baumscheibchen gebastelt und mit Jutestoff und Wolle gestickt. Natürlich haben wir uns an diesem Montag eine Menge zu erzählen gehabt, weil ja jeder viel erlebt hat in den Ferien!

Am Dienstag waren die Vorschulkinder, die schon wieder im Wald sind, ganz aufgeregt: sie durften mit Melanie ihren Schnitzausweis machen. Das ist immer eine große Ehre, da ist man dann nämlich wirklich kein kleines Kindergartenkind mehr, sondern auf der Zielgeraden in die Schule 😉. Alle waren aufmerksam und haben sich die Regeln gut eingeprägt. Mit Martin konnte man Namensschilder bzw. kleine Baumscheiben absägen, andere wollten lieber mit Caroline sticken. Und ganz wichtig an diesem Tag: Laurens, der kleine Bruder von Marlen hatte seinen ersten Tag und gehört jetzt auch zu uns Zwergerln – herzlich willkommen 😊!

Und am Mittwoch gab es gleich den nächsten Neuzugang: Veronika, die kleine Schwester von Korbinian hat einen souveränen Start hingelegt! Sie war gleich ganz fröhlich im Zwergerlgewusel dabei und hatte dank ihres fürsorglichen Bruders keinerlei Abschiedsschmerzen! Herzlich willkommen liebe Veronika! Wir durften die Tücher- und Verkleidungskiste aus dem Materialwagen holen und hatten viel Spaß beim Lager bauen und Verkleiden. Und die fleißigen Sticker*innen haben sich auch wieder einträchtig am Basteltisch versammelt, um weiter an ihren Stickbildern zu arbeiten.

Am Donnerstagmorgen haben wir eine kleine Erzählrunde im Morgenkreis gestartet. Lionel hat eine Menge zu erzählen gehabt und alle anderen haben sehr interessiert zugehört. Nach der Brotzeit sind wir zu einem Spaziergang durch den Fichtenwald aufgebrochen. Wir waren ein bisschen traurig, weil wir dort nicht spielen durften, aber die Lisa, unsere Försterin hat gesagt, dass es dort im Moment nicht hundertprozentig sicher ist. So sind wir halt nur flink durchmarschiert und haben eine kleine Runde am Pilzwald vorbei gedreht. Aber das Schönste kam dann erst noch: zwei Reiterinnen kamen auf ihren Pferden daher und ein Pferd durften wir mit Karottenstückchen füttern!! Das war schon sehr alt und hatte keine Zähne mehr, deswegen hing ihm die Zunge ganz weit raus, weil die Zähne die Zunge normalerweise im Maul zurückhalten. Das hat sehr lustig ausgesehen, so, als würde es uns ganz frech die Zunge rausstrecken und „bäh“ sagen 😊! Wir haben uns fast alle getraut, das Pferd zu füttern, das war echt toll! Als wir wieder zurück waren, kam dann zu guter Letzt auch noch ein Überraschungsgast um die Ecke: die Heike 😊! Sie war mal Erzieherin bei uns und hat uns super Papierzielscheiben mitgebracht, die sie nicht mehr braucht. Mal sehen, was wir damit anstellen… Danke liebe Heike, es war schön, dich mal wieder zu sehen 😉!

Am Freitag haben wir im Morgenkreis die wichtigen Stockregeln besprochen. Also Stock nach unten halten und keinem anderen ins Gesicht oder den Bauch stochern, der Stock darf nur so groß sein wie man selbst und wenn er länger ist muss er nachgezogen werden und so weiter und so fort. Wir wissen auch nicht wie das immer passiert, aber nach einiger Zeit vergessen wir das immer wieder, dann müssen uns die Erwachsenen dran erinnern….Nach der Brotzeit wurde über dem Feuer eine feine Kürbissuppe gekocht. Hmmmm…..lecker….. da wissen wir doch gleich, was wir in den Ferien alles vermisst haben 😉!

 

Wochenbericht 9. – 13.8.21

Diese Woche haben wir mit einem Riechrätsel begonnen 😊! Stephi hat uns aus ihrem Urlaub kleine schwarze Beeren mitgebracht und zwischen den Fingern ein wenig verrieben. Jedes Kind und jeder Erwachsene durfte mal dran schnuppern. Puh…das war echt schwer…wir sind nicht drauf gekommen, was das sein könnte… natürlich gab es gleich die Auflösung: das waren Wacholderbeeren! Stephi hat zuhause eine feine Wacholderbutter zubereitet und jede/r durfte diese Köstlichkeit auf einem Stückchen Brot probieren. Lecker!!! Danke, liebe Stephi, dass du an uns gedacht hast in deinem Urlaub und so was Feines mitgebracht hast 😊! Die Besuchskinder an diesem Tag waren Moritz, Leon und Nori. Und nach der Brotzeit: Zeit für eine neue Challenge 😉!!! Die Kinder, die gerne ganz schnell rennen, durften sich um Martin scharen, während die, die es lieber gemütlich haben, sich bei Stephi und Caroline versammelt haben. Die Schnellen sind einmal um das ganze Maisfeld gesaust, während die Gemütlichen einmal bis zum Knochenwald und zurück spaziert sind. Na, was glaubt ihr welche Gruppe gewonnen hat und zuerst wieder am Bauwagen war? Ganz klarer Sieg: die Flitzeschnellen waren schon da, als die Schlenderer dann auch mal gemächlich um die Ecke spaziert sind 😉. Auf jeden Fall hatten alle viel Spaß und haben den Rest des Vormittags beim Freispiel genossen.

Am Dienstag war Bastelzeit: man durfte sich frei entscheiden, ob man lieber mit Martin und Nori Bechertelefone bastelt, oder mit Caroline aus Stöcken und Verbandsmull Zombies und Mumien wickelt. Natürlich konnte man auch beides machen, wenn man Lust hatte. Spaß hat es allemal gemacht und das Wetter war dazu passend auch traumhaft. Später haben wir uns verkleidet, Pferdchen gespielt und Lager gebaut. Was für ein glücklicher Kindersommertag 😊!

Am Mittwoch haben wir nochmal Besuch bekommen: im Morgenkreis ist ganz plötzlich Finni aus Martins Jacke geschlüpft, was alle sehr gefreut hat, die die kleine Dame noch gar nicht kannten!! So ein lustiges, quirliges Wesen passt natürlich super zu uns 😊. Wir durften sie alle streicheln und zusehen, wie sie ganz gierig aus einem Becher getrunken hat und dabei zu unserem großen Spaß darin steckengeblieben ist. Herrlich 😊!! Wir hoffen, sie kommt uns noch ganz oft besuchen! Nach der Brotzeit hat uns Martin die Reifenschaukel aufgehängt und wer wollte durfte sich wieder verkleiden oder mit Caroline das Bilderbuch vom Herrn Eichhorn lesen.

An diesem Donnerstag war der letzte Tag für Marlen und Emilia im Wald. Deshalb durften sie sich zum Abschied nochmal ihre Lieblingslieder und Spiele wünschen 😊. Wir wünschen den beiden noch einmal alles Gute auf ihrem Weg und sind uns sicher, dass wir sie ganz bald wiedersehen werden 😉! Natürlich haben wir auch noch andere schöne Sachen gespielt an diesem Tag, so hat uns Martin zum Beispiel eine Waldseilbahn aufgebaut, wir durften die Verkleidungskiste wieder rausholen und Zelte bauen.

Am Freitag hat sich dann auch Jona verabschiedet, irgendwann ist halt für jeden der letzte Tag im Wald angebrochen. Selbstverständlich wünschen wir auch ihm nur das Beste für alles was vor im liegt 😊! Insgesamt war der Vormittag sehr entspannt, wir haben alle aufgeräumt, den Bauwagen ebenso wie den Platz und um 12:00 Uhr haben sich alle verabschiedet.

Wir wünschen allen einen tollen Sommer, mit vielen kleinen und großen Abenteuern und Erlebnissen, die wir uns dann im Herbst frisch und ausgeruht erzählen werden 😉!

Wochenplan vom 2. – 6.8.21

Am Montag haben wir einen Ausflug zum Knochenwald unternommen. Das ist schon ein ganz schönes Stück zu Laufen, aber es gibt unterwegs so viel zu entdecken, dass uns das nie langweilig wird. Außerdem war Melanies Tochter Carlotta zu Besuch, da wollten wir natürlich zeigen, wie weit wir schon wandern können, ohne zu jammern 😉. Wir haben, im Knochenwald angekommen, schnell die Hände gewaschen, um noch schneller Brotzeit machen zu können. Ein paar von uns waren schon ganz schwach vor lauter Hunger 😉. Frisch gestärkt sind dann einige Kinder mit Martin mitgegangen, der einen umgekippten Baum entdeckt hat. Auf dem durften wir, nachdem Martin ihn für sicher eingestuft hat, rumklettern und spielen. Wer nicht so viel Lust auf Action hatte, konnte mit Caroline Bilderbücher lesen.

Am Dienstag haben uns Melanie und Martin einen Seilegarten mit Baumleiter und Slackline aufgebaut. Unser Besuchskind war an diesem Tag Laurin, der große Bruder von Luisa und Valentin. Der sticht mit seiner imposanten Körpergröße ganz schön raus bei uns Zwergerln 😉, aber so hat er immer einen guten Überblick gehabt.

Am Mittwoch kamen dann endlich unsere selbstgebastelten kleinen Erlenbienchen und die Riesenbiene zum Einsatz! Alle zusammen haben wir uns im Morgenkreis mit geschlossenen Augen und Bienengesumm in einen großen Bienenstock verwandelt… ssssssssssss…. bevor die Rollen verteilt wurden, Caroline die Geschichte von Emilia vorlas und alle mitspielen durften. Am Ende hat Emilia einen großen Applaus für ihre selbsterfundene Geschichte bekommen 😊! Nach der Brotzeit ging es gleich ganz „bienerisch“ weiter. Wer Lust hatte konnte mit Melanie Bienen aus Eierkartons basteln. Und wer lieber was anderes machen wollte, durfte Caroline helfen schönes Schmuckpapier für die Willkommenskarten der neuen Kinder zu gestalten. Mit Aquarellpapier und verdünnten Acrylfarben sind wunderschöne Muster entstanden. Da werden die Neuen staunen, welch begabte Künstler wir sind 😉. An diesem Tag waren gleich drei Ehemalige da: Mariella, Johanna und Jella – ganz schön groß geworden die drei…

Donnerstag: ganz wichtiger Tag in der Woche! Kinderkonferenz! Thema der Woche: unser Obst und Gemüse in der Abschlussrunde. Wir dürfen ja jetzt wieder Obst schnippeln und auch wieder selbst an die anderen verteilen. Und damit das nicht so chaotisch wird, haben wir uns auf einen wechselnden Obstdienst geeinigt und gleich die Einteilung festgelegt. Wichtigste Regel: die Kinder, die Obst schneiden, dürfen nicht alles alleine aufessen vor dem Verteilen 😊😉😊!!! Nachdem diese Angelegenheit geklärt war, haben wir uns auf den Weg in den Pilzwald gemacht, wo wir zu unserer großen Freude auch noch Knochen gefunden haben!

Am Freitag ist es dann haarig geworden: wir sind auf die Suche nach Brennnesseln gegangen und haben sie gepflückt (natürlich mit Handschuhen 😉) um anschließend Brennnesselpudding zu kochen. Man möchte ja nicht glauben, dass sowas so gut schmecken kann, gell?! Hat es aber 😊! An diesem Tag waren Sammy und Sebastian zu Besuch bei uns 😊.

 

 

Wochenbericht vom 26. – 30.7.21

Das große Fest für die Marder rückt näher…wir beschäftigen uns nun oft mit dem Abschied – gedanklich genauso wie ganz praktisch. Wir planen und üben, die Großen proben ihr Theaterstück, geben ihm den letzten Schliff und das alles ganz geheim mit Stephi und Martin im Bauwagen, damit es für alle eine wirkliche Überraschung wird. Die Dinos und Frischlinge waren aber auch nicht faul! Während die Marder drin beschäftigt waren, haben alle anderen das Abschiedslied „Sonne und Regen, barfuß im Gras“ mit Extrastrophen für die drei zukünftigen Schulkinder geübt. Ein sehr geheimnisvoller aufregender Montag also 😉!

Am Dienstag sind wir bei schönstem Sonnenschein zum Jugendzentrum spaziert. Dort gibt es nämlich die schöne Blumenwiese mit Kamille, Mohn, Kornblumen, Schafgarben, Gräsern und vielem mehr. Eine große bunte Pracht ist das! Wie die Bienchen sind alle Kinder und Erwachsenen ausgeschwärmt und haben Blumen und Gräser für Girlanden gepflückt, die wir beim Fest aufhängen wollen. Das war eine super Teamarbeit, die einen haben gesammelt und die anderen waren beim Binden fleißig. Am Ende waren wir alle zufrieden mit unserer Ausbeute und sind zurück zum Bauwagen gewandert.

Tja, und am Mittwoch ist sie dann gestiegen, die große Abschiedsparty! Leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht, es hat geschüttet wie aus Kübeln. Aber was wären wir für Waldkinder, wenn wir uns davon vom Feiern abhalten lassen würden. Kurzerhand wurden Pavillons aufgestellt, damit zumindest die Theaterspieler mit ihrer zauberhaften Bühne im Trockenen spielen konnten. Für die Zuschauer stand der andere zur Verfügung. Zunächst aber wurden erst einmal alle Gäste begrüßt, das Lied für die drei Schulkinder, die auf Rundlingen in der Mitte saßen folgte auf dem Fuß, bevor es gleich zum 1. Akt des Stückes ging. Da haben sich die Marder mit Stephi, Sonja und Martin wirklich große Mühe gegeben. Alle Figuren und Kulissen haben sie selbst gestaltet und geschauspielert haben sie auch ganz professionell 😊! Das Publikum war begeistert!! Zur Stärkung wurde in der Pause das Buffet eröffnet, dass unsere Eltern wieder reich bestückt haben – vielen herzlichen Dank dafür! Danach folgte der 2. Akt und die Geschichte nahm natürlich ein gutes Ende 😉! Na und dann wurde es ernst…Zuerst haben sich die Erwachsenen beschenkt, die Eltern hatten Geschenke für die Erzieher*innen und die Erzieher*innen hatten was für den Elternbeirat, der sich immer toll um alles kümmert, was unseren Kindergarten betrifft. Und dann, endlich, durften sich Emilia, Jona und Marlen in einen kleinen Kreis setzen und Caroline hat mit ihnen die letzte Schutzräucherung im Kindergarten vorgenommen. Ganz andächtig waren die drei und sie haben sich völlig in den Kraftrauch eingehüllt – jetzt kann nix mehr schief gehen! Ganz zum Schluss bekamen die drei ihre Portfolios, Malmappen und Schultüten, bevor sie mit „Viel Glück und viel Segen“ durch ein langes Eltern-Kinder-Spalier aus dem Wald gesungen wurden. Was für ein aufregender Vormittag 😊! Wir haben kaum gemerkt, wie schlecht das Wetter war 😉.

Am Donnerstag hat auf unseren Wunsch noch mal ein Spielzeugtag stattgefunden. Aber irgendwie haben wir gemerkt, dass uns das Zeigen der Spielsachen im Morgenkreis eigentlich das Wichtigste war. Danach wollten wir lieber wieder mit unserem ganz normalen Waldspielzeug wie Stöcken, Erde, Rundlingen und was es halt sonst noch alles im Wald zu finden gibt spielen 😊.

Am Freitag war es höchste Zeit für einen Spaziergang. Wir sind gemütlich zum Zahlenwald gewandert. Da waren wir schon länger nicht mehr und so haben wir schnell ins Spiel gefunden. Das „Team Schokofaust“ hat sich das letzte Mal getroffen und jedes Kind bekam von Marina und Martin eine eigene Urkunde überreicht. Die sind jetzt alle stark und mutig und somit für alles gewappnet, was da kommen mag 😉😊. Der krönende Abschluss aber war dann für alle eine Zaubervorführung von Martin. Er hatte seinen hektischen Waschbären Fini dabei und hat ein Kaninchen aus dem Hut gezaubert. Einen Riesenzauberstab, der 2,5 m lang war hatte er auch dabei aber das Beste waren die leckeren Oreos, die er gezaubert hat. Wir müssen ihn mal fragen, was er sonst noch Feines in seinem Hut versteckt hat…. 😉! Eine schöne, aufregende Waldkinderwoche geht zu Ende, jetzt brauchen wir erst einmal ein bisschen Pause….

 

Wochenbericht vom 19.7. – 23.7.21

Bienen über Bienen!! Überall summen sie herum und auch bei uns im Wald sind sie im Augenblick ständig Thema. Am Montag hat uns Stephi die Geschichte vom „Bienenzauberer auf der Apfelwiese“ vorgelesen. Da haben wir gelernt, dass die Bienen für alle Obstbäume ganz wichtig sind, um zu überleben. Nach Morgenkreis und Brotzeit durften die Vorschulkinder weiter an ihren Tierfiguren arbeiten. Die einen mussten ihr Tier noch modellieren, während die anderen ihre getrockneten Figuren schon bemalen konnten. Die Dinos und Frischlinge haben sich am Maltisch ausgebreitet und sich mit Tüchern und Hüten verkleidet.

Passend zu Emilias selbsterdachter Bienengeschichte haben ein paar Kinder letzte Woche aus einem Luftballon und Gipsbinden den Körper einer Riesenbiene gestaltet. Der musste jetzt auch noch mit schwarz-gelben Streifen angemalt werden, da waren ein paar Mädels und Jungs echt fleißig wie die Bienchen 😉! Hoffentlich schaffen wir es, sie noch fertigzustellen, bevor Emilia nächste Woche verabschiedet wird. Schließlich wollen wir die Geschichte ja auch noch mit ihr spielen! Im Morgenkreis hatten wir ein Sachgespräch mit Martin über Getreide. Er hat uns verschiedene Getreidehalme mitgebracht, die wir uns ganz genau angesehen haben. Die sehen ja von Weitem immer gleich aus, aber wenn man sie näher betrachtet, sind sie doch sehr unterschiedlich. Die Vorschulkinder haben weiter an ihren Namensbildern gehämmert, während die anderen sich wieder verkleidet haben. Und dann kam das Beste des Tages: Siiri hat uns in einer sehr hübschen Lama-Tiefkühltasche kleine Eiswaffeln mit Vanille- und Schokoeis mitgebracht. Das war ein sehr ruhiger Kreis, in dem jedes Kind andächtig an seinem Eis geschleckt hat. Danke, liebe Siiri 😊!

Und nachdem unsere arme Melanie vor lauter „am-Platz-bleiben“ schon so wuselig wie die Bienen war, sind wir am Mittwoch endlich mal wieder zu einem Ausflug in den Fichtenwald aufgebrochen. Bei schönstem Sommerwetter und mit bester Laune haben wir dort einen schönen Vormittag verbracht, die Marder konnten dort sogar noch ihre Namensbretter mit Wolle verzieren. Schön sind die geworden 😊! Und Melanie schaut auch wieder zufrieden drein 😊!

Am Donnerstag hat uns Martin das Märchen „Die Schmuser“ mitgebracht. Wir durften mitspielen und am Ende sogar ein Säckchen mit Schmusern zum Teilen mitnehmen 😊. Stephi hat mit den Mardern ein Lied einstudiert….da wird aber noch nix verraten! Nur soviel: es hat was mit nächster Woche zu tun…. 😉!

Am Freitag sind wir, weil es am Mittwoch so schön war, gleich noch einmal in den Fichtenwald gewandert. Das „Team Schokofaust“ hat sich die wichtige Frage „Geh ich mit Fremden mit?“ gestellt. Vielleicht eines der wichtigsten Themen für die Großen, wo sie ja in Zukunft sehr viel mehr alleine unterwegs sein werden als bisher, wenn sie im Herbst in die Schule kommen! Sonja hat für alle Kinder Bienenwaben mitgebracht. Die durften wir anschauen und drüber gesprochen haben wir natürlich auch. Und Bienenwachs zum Basteln hat sie auch noch mitgebracht. Es ist echt so spannend welche Geheimnisse so eine kleine Biene mit sich bringt… Nach so einer schönen Sonnenwoche im Wald konnten wir uns ganz entspannt ins Wochenende verabschieden!

 
 
 

 

Wochenbericht 12. – 16.7.21

Summ, summ, summ…. Am Montag hat uns Stephi wieder eine Geschichte erzählt – eine Bienengeschichte mit süßen selbstgebastelten Bienchen aus Erlenzapfen und Filzwolle. Das hat uns gut gefallen und den Bienen zu Ehren haben wir noch das altbekannte Bienenlied gesungen: Summ, summ, summ…Bienchen summ herum 😊! Und weil wir die kleinen Bienen so schön gefunden haben, sind wir aufgebrochen, um am Tennisplatz die Schwarzerlen aufzusuchen und um dort nach Zapfen zu suchen. Wir sind fündig geworden und haben fleißig die kleinen zarten Zapfen in einem Körbchen gesammelt. Wieder zurück, haben die Erwachsenen den Basteltisch hergerichtet und jedes Kind durfte sich am Bienenbasteln versuchen. Einen ganzen Bienenstock haben wir auf diese Art und Weise zusammengebracht 😉.

Auch am Dienstag war Basteltag. Allerdings gab es da keine Zapfen, sondern Schachteln im Angebot und manches Kind hat sich eine richtig schöne Schachtelvilla gestaltet, mit Dachterrasse und allem Drum und Dran. Wer dazu keine Lust hatte, durfte sich Stoffe holen und aus Stöcken Püppchen oder Prinzessinnen basteln. Emilia hat im Morgenkreis eine selbstausgedachte Bienengeschichte mitgebracht, die Caroline dann vorgelesen hat. Toll! Danach waren die Marder mit Caroline eine Weile Bauwagen beschäftigt. Sie haben eine Knuffgeschichte bearbeitet und anschließend durften sie ihr Lieblingstier ins Heft malen und schreiben. Im Abschlusskreis fand dann endlich Lidias langgehegter Wunsch Gehör: das Autospiel mit Martin 😊!

Am Mittwoch, als die Dinos und Frischlinge damit beschäftigt waren eine Riesenbiene aus einem Luftballon und Gipsbinden herzustellen, kam plötzlich lauter Krach aus dem Bauwagen: Melanie hat mit den Mardern so laut gehämmert, dass der Bauwagen fast auseinandergekracht wäre 😉! Die Großen durften nämlich ihren Namen mit Nägeln in ein Brett hämmern. Echte Schwerstarbeit!! Aber alle haben es geschafft, auch der arme Balthazar, der mit seinem langen Namen ganz schön was zu tun hatte 😉. Beim nächsten Treffen geht’s dann weiter mit der Verschönerung der Namen…

Und auch am Donnerstag ging es wieder um die Biene: in einem Sachgespräch haben wir uns im Morgenkreis mal genauer mit diesem wichtigen Tierchen beschäftigt! Danach ging es los zu einem Spaziergang in den Fichtenwald, wo wir Bücher gelesen und Zauberstäbe gebastelt haben. Und wir haben noch eine Geschichtenerfinderin in der Gruppe: Mila hat uns eine ganz wunderbare Bienengeschichte erzählt 😊.

Bienenwissen am Freitag: Wie unterhalten sich die Bienen eigentlich? Gute Frage, oder? Aber unsere schlauen Erzieher*innen wissen sowas natürlich: Bienen kommunizieren über den sogenannten Schwänzeltanz. Bienen können ja nicht sprechen wie wir, deswegen unterhalten sie sich auf eine andere Art. Wenn sie zum Beispiel eine Futterquelle gefunden haben, erzählen sie dies ihren Bienenfreundinnen über spezielle Bewegungsabläufe, die mit verschiedenen Bedeutungen verbunden sind. Toll, oder?? Nach der Brotzeit durften wir Himbeeren sammeln. Wir haben so viele in diesem Sommer, dass wir ganz verschwenderisch damit sein dürfen. An diesem Freitag gab es dann Grießbrei mit Himbeersoße…hmmm…..so lecker!! Das Team Schokofaust hat sich mit dem Thema „Mein Körper gehört mir“ beschäftigt. Die Großen sind jetzt schon sehr selbstbewusst und stolz auf alles, was sie schon können und wissen!

 

 

Wochenbericht 5. – 9.7.21

Am Montag hat uns Stephi das Bilderbuch „Der Apfelbaum“ mitgebracht. Sie hatte am Sonntag Geburtstag und hat dieses Buch geschenkt bekommen. Da haben wir uns natürlich sehr gefreut, dass sie es gleich mit in den Wald gebracht hat, um es uns zu zeigen und vorzulesen 😊. Alles Gute im neuen Lebensjahr, liebe Stephi! Nach der Brotzeit sind wir bei schönstem Sonnenschein in den Knochenwald gewandert, um dort zu spielen und Neues zu entdecken. Viel zu schnell war die Zeit vorbei und wir mussten uns wieder zum Rückweg aufmachen. Auch am grünen Meer sind wir vorbeigekommen, wo wir den Abdruck eines Dinosauriers und einen großen Ast zum Klettern entdeckt haben, den der Sturm heruntergeweht hat.

Den Dienstag haben wir im Morgenkreis mit „Barfuß im Gras“ begonnen. Aber diesmal wurde nicht nur gesungen, sondern auch wieder getanzt, weil wir das so gerne machen 😊. Und dann wurde es für die Vorschulkinder aufregend: die Mamis sind in den Wald gekommen und zusammen mit Caroline wurden die zukünftigen Schultüten gebastelt. Da waren alle sehr eifrig und mit viel Kreativität dabei. Richtig schön sind die geworden, damit kann man sich auf jeden Fall am ersten Schultag in der Schule sehen lassen 😉. Alle anderen waren aber auch beschäftigt: mit Sonja konnte man ein Schloss für die Theaterkulisse bauen und Martin und Melanie haben die Slackline aufgebaut, damit wir balancieren üben können.

Gleich im Morgenkreis hat uns Caroline am Mittwoch ein Bilderbuch mitgebracht – von Philo dem Hasen und Sophie der Eule. Da geht es um die Stille und was man machen kann, damit man Stille findet…. Danach gab es auch an diesem Tag eine Aktion für die Marder: mit Melanie und Caroline durften alle sechs im Auto nach Dachau fahren und im „Venezia“ Eis essen!! Das war ein Geschnatter und Geplapper am Tisch, jede/r wollte den ultimativ besten Eisbecher aussuchen! Und am Ende waren natürlich alle glücklich und zufrieden mit ihrer Wahl 😊. So könnte es jede Woche sein!! Die im Waldgebliebenen haben es sich aber auch gemütlich gemacht, sie durften Bücher lesen, frei spielen und die große Plane aufhängen, gegen den Regen, der bald kommen soll. Aber warum wir die Plane morgen dringend brauchen….dazu morgen mehr….

….am heutigen Donnerstag fand nämlich die aufregendste Aktion von allen für die Marder statt: die Übernachtung im Wald!!! Aber von Anfang an. Morgens hatten alle zusammen einen wichtigen Termin – die Kinderkonferenz. Diesmal haben wir uns anhand des Bilderbuchs „Das große und das kleine Nein“ darüber unterhalten, ob man von einem anderen etwas verlangen darf, was der oder die vielleicht garnicht will. Und dass es eben ein „Nein“ gibt, dass klein ist und dann das ganz wichtige große „Nein“, dass man auf jeden Fall beachten muss! Später haben wir einen Ausflug zum Steinhügel gemacht und Stephis Geburtstag haben wir auch noch nachgefeiert 😉.

Und dann ….. am Abend um 18:00 Uhr….. große Aufregung im Wald: die Marder trudeln alle ein und werden von Marina und Martin herzlich zur Vorschulübernachtung im Zelt empfangen. Das war ein großes Abenteuer, von dem die am besten selbst erzählen sollen….

Am Freitagmorgen waren dann zunächst mal alle Kinder im Wald, bevor sich die Marder nach dem Frühstück verabschiedet haben, um sich zuhause von den nächtlichen Strapazen zu erholen 😉. Die anderen durften im Morgenkreis zu „Barfuß im Gras“ selbst eine neue Strophe dichten. Damit die übrigen Farben von der Schultütenaktion nicht weggeworfen werden mussten, wurde das Künstleratelier im Bauwagen eröffnet. Ganz wunderschöne Gemälde sind da entstanden! Mit Sonja konnte man weiter an den Kulissen arbeiten und Ela hat uns auch noch besucht. Sie hat uns Kinder befragt, wie wir denn den Kindergarten so finden und ob wir zufrieden sind, oder ob wir manches lieber anders hätten. Mal sehen, was am Ende, wenn jedes Kind seine Meinung sagen durfte, herauskommt… Wir finden es toll, dass wir mitreden dürfen und nicht nur die Erwachsenen alles allein bestimmen dürfen! Zu guter Letzt haben wir die kulinarischen Reste der Vorschulübernachtung verputzt. Ein toller Tag 😉!

Vorschulaktion 8. Juli 2021

Heute am 8. Juli 2021 ist es soweit! Die Vorschulkinder dürfen endlich im Wald übernachten und bereits vormittags waren einige von Ihnen sichtlich aufgeregt.

Um 18:00 ging es los und die Kinder trudelten im Wald ein. Zwei Papas und Martin bauten gerade das Zelt auf und Marina bereitete schon das Abendessen zu. Nudeln mit Tomatensauce (optional auch als Tomatensuppe essbar) und Backerbsen, plus Parmesan stand auf dem Speiseplan, ganz nach Wunsch der Kinder. Marina hatte den Tisch schön gedeckt und Kerzen aufgestellt. Außerdem zierte unsere Tafel die schöne Blumengirlande, die Stephi am Vortag mit einigen Kindern geflochten hatte. Unter unserer gespannten Plane störte uns der Regen gar nicht, im Gegenteil, es war sehr gemütlich und die Kinder ließen es sich schmecken. Als Nachtisch wurden einige Gummischlangen gereicht und dann durften die Kinder sich mit Martin im Feuermachen ohne Feuerzeug oder Streichhölzer versuchen. Mit Feuerstein, Schlageisen, Feuerstahl, Birkenrindenhaut, Zunder aus Rohrkolben und zuletzt etwas Papier schafften wir es letztendlich ein kleines, gemütliches Feuer trotz der nassen Wetterverhältnisse zu entfachen. Das war aufregend und die Bäckchen der Kinder leuchteten von freudiger Geschäftigkeit. Als Belohnung für die harte Arbeit gab es am Lagerfeuer eine interaktive Geschichte von Marina „Die Wüste der 1000 Gefahren“. Die Kinder waren sehr konzentriert bei den Entscheidungen, die sie treffen mussten und zwischendrin wurde bei Uneinigkeit auch mal abgestimmt. Damit die Kraft nicht ausging, fingen wir nach der halben Geschichte an unsere Marshmallows am Feuer zu rösten, hörten aber dennoch weiter gebannt zu. Als die Bäuche gefüllt waren und die Geschichte für manche langsam etwas zu spannend wurde, war es an der Zeit, dass Team Schokofaust in Aktion trat. Zum Glück hatte der Regen etwas nachgelassen. Und stellt euch vor, Marina hat ihr Auto geholt und auf dem Weg zum Schutzraum abgestellt und dann bekam Team Schokofaust seine Aufgabe gestellt. Die Kinder durften das Auto mit Warnblinklicht und samt Marina bis zum Tennisplatz schieben, dort umdrehen und den ganzen Weg wieder zurückschieben. Es wurde gelacht und geschwitzt, gedrückt und geschoben und schließlich haben es die Kinder tatsächlich geschafft. Da war die Freude groß, denn die Kinder haben es selbst erst nicht für möglich gehalten und sie waren sehr stolz. „Als Gruppe sind wir stark“ war ihr Fazit Dem nicht genug, begann dann die Nachtwanderung und die Kinder mussten gleich eine Entscheidung treffen, genau wie zuvor am Lagerfeuer bei der Geschichte. Wollten sie alle zusammen zum Pilzwald gehen oder sollten wir uns in zwei gleich große Gruppen aufteilen, die sich aus verschiedenen Richtungen dem Pilzwald näherten. Die Kinder entschieden sich für letztere Variante und es ergab sich, dass alle Mädchen mit Marina mitgingen und alle Jungs mit Martin. Zum Glück hatten wir Funkgeräte um untereinander in Kontakt bleiben zu können. Beide Teams haben für ein Foto nochmal motiviert und voller Vorfreude in die Kamera gelächelt und schon ging es los. Mittlerweile war es schon recht dunkel, aber zum Glück waren alle Kinder mit Taschenlampen ausgerüstet und so dauerte es auch nicht lange, bis beide Teams den Lichtschein des anderen Team durch die Bäume in der Nähe des Pilzwaldes erspähten. Bevor wir weiter gehen konnten, mussten aber die Jungs den Mädchen erstmal den umgestürzten Baum zeigen, den wir auf unserem Weg überwinden mussten. Danach konnte es weitergehen, bis schließlich der Weg zum Pilzwald von einem riesigen Gebüsch versperrt war, dass wir zuvor noch nie gesehen hatten. Im Schein unserer Taschenlampen wirkte das Ganze etwas unheimlich, aber tapfer leuchteten wir und stellten fest, dass es sich um einen weiteren Baum handelte, der quer über dem Weg lag. Wir entschieden uns vorsichtig durch die Brennnesseln am Wegesrand zu gehen und kamen schließlich wieder auf unseren Weg. Es war jetzt schon richtig dunkel und einigen von uns wurde es langsam unheimlich. Mutig leuchteten wir noch kurz in die absolute Dunkelheit des Pilzwaldes und entschieden uns dann am Goldrutenplatz vorbei den Wald zu verlassen. Dann ging es auf dem Feldweg zurück Richtung Waldkiga. Hier war es etwas heller und da waren wir alle schon sehr erleichtert. An unserem Platz angekommen waren wir nass und müde und deswegen durften sich alle Kinder ihre Zähne putzen und im Bauwagen ihre nassen Sachen gegen ihre Schlafanzüge tauschen. Dann huschten wir schnell hinüber zum Zelt, um nicht wieder nass zu werden. Marina las eine schöne Gute-Nachtgeschichte vor, die von einem Hasen der die Ruhe suchte handelte und als die Geschichte beendet war, schlief das erste Kind bereits friedlich. Vier andere Kinder begleitete Martin in Zweiergruppen, mit Regenschirm und Taschenlampe noch zum Klo und wir waren erstaunt, wie dunkel es in unserem Wald sein kann. Als allen Bedürfnissen Rechnung getragen war, schliefen auch die restlichen Kinder eins nach dem anderen ein. Es war gegen 22:45Uhr. Der Regen trommelte unablässig auf unsere Zelt, aber irgendwie war das beruhigend und wir fühlten uns gut behütet. Auch als in der Ferne ein Gewitter zuhören war, schliefen die Kinder fest und ließen sich in ihrem Schlaf nicht stören. Marina rückte hier eine Decke zurecht und passte auf wenn dort jemand hustete und wachte über die lieben Kleinen. Gegen 5:00 morgens richtete sich eines der Kinder kerzengerade auf und rief: Na endlich!“ und der Tag konnte beginnen. Ruck zuck waren wir alle wach, wir zogen uns an und stellten freudig fest, der Regen hatte endlich aufgehört. Die Kinder nützten das gleich und spielten, während Marina und Martin etwas Ordnung schafften und schon bald knurrten uns die Mägen. Bereits um 6:00 machte sich Martin auf den Weg um Brezeln und Semmeln für das Frühstück zu holen. Außerdem gab es Marmeladen, Käse und vor allem Schokokuchen. Da ließen wir es uns schmecken und der warme Tee wärmte uns. Nach dem Essen durften die Kinder noch etwas spielen und eines der Kinder meinte: „Das ist der schönste Tag meines Lebens“ Zum Abschluss las Martin noch ein paar schöne Pixi-Bücher an unserem Feuerplatz vor und gegen 8:00 kamen auch schon die Eltern und holten ihre stolzen, freudig strahlenden Vorschulkinder ab. Da gab es viel zu erzählen und zu berichten und zum Glück hatten wir dafür der ganze Freitag Zeit. Zufrieden und auch ein wenig müde gingen wir schließlich heim und freuten uns auf unsere warmen Betten. Dieses Abenteuer werden wir noch lange in unseren Herzen behalten.

Wochenbericht 28.6. – 2.7.21

Am Montag war wieder Märchentag mit Stephi 😊. Im Morgenkreis durften immer drei Kinder zum Märchen „Der süße Brei“ mitspielen. Da gab es eine alte Frau, ein Mädchen und seine Mutter zu besetzen. Wir haben mal wieder festgestellt, dass wir total begabte Schauspieler sind, aber auch die restliche Gruppe hat sich als aufmerksames Publikum gezeigt 😉.

Melanie hat uns am Dienstag das Sommerlied „Barfuß im Gras“ mitgebracht. Die meisten kennen es schon, aber es ist so ein schönes Waldkinderlied, dass wir es immer wieder gerne singen. Nach der Brotzeit haben wir Hollunderäste in kleine Stücke gesägt, ausgehöhlt und lange Ketten daraus gebastelt. Und das machen nicht nur die Mädchen gern…. 😊. Wer noch Lust hatte, durfte Sonja beim Kulissenbau für das Theaterstück, das zum Abschied vorgeführt wird, helfen.

Am Mittwoch haben wir die zweite Strophe von „Barfuß im Gras“ gelernt und gleich danach hat uns Caroline zwei ihrer Freunde vorgestellt: eine Eule namens Sophie und einen kleinen Hasen, der Philo heißt. Sophie ist sehr schlau und weise und Philo ist ganz flink und mag Kinder gerne. In der nächsten Zeit können sich jetzt immer die Kinder, die gerne Erzählen und sich für die vielen spannenden Fragen, die uns jeden Tag begleiten, interessieren, zu einer Kinder-Philosophen-Runde treffen. Da wird dann immer ein Thema ausgesucht und wir sprechen darüber. Beim Philosophieren gibt es nämlich nicht nur eine Antwort auf eine Frage, sondern viele. Der kleine Philo hoppelt immer zu dem Kind, das gerade spricht – die anderen hören zu. Mal sehen, ob wir in der nächsten Woche schon ein spannendes Thema zu besprechen haben…. 😊. Die Marder haben sich an diesem Tag mit Melanie und Martin auf einer Decke versammelt und mit Eierschachteln und Wolle das Binden von Schleifen geübt. Puhh…da sind einige Schweißperlen über die Gesichtchen gerollt – schwierige Angelegenheit 😊! Die Krönung des Tages war aber ein Waldarbeiter, der mit einer Motorsäge bewaffnet eine kleine Birke auf dem Platz gefällt hat. Sie lag schräg in einem anderen Baum, weil der Sturm in der Nacht so lange an ihr gerüttelt hat, bis sie sich mit ihren Wurzeln nicht mehr festhalten konnte. Wir fanden das grandios und sind nach der Fällung wie die Ameisen über den Platz gewuselt und haben alle Äste weggeschleppt. Das fand der Waldarbeiter sehr lustig 😉😊!

Am Donnerstag war es dann aber wirklich höchste Zeit für einen Ausflug! Mit Sack und Pack ging es in den Fichtenwald. Wir haben dort viele brauchbare Sachen gefunden, aus denen konnten wir tolle Boote bauen.

Auch am Freitag haben wir wieder „Barfuß im Gras“ gesungen. Danach ging es für das „Team Schokofaust“ in die nächste Runde. Thema des Tages: gute und schlechte Geheimnisse und wer ist für wen eine Vertrauensperson. Das mit den Geheimnissen ist sehr interessant und kolossal wichtig. Aber jetzt können die Großen gut unterscheiden, welche Geheimnisse man getrost einem Erwachsenen verraten darf und welche gut bei einem selbst aufgehoben sind. Himmel – das groß werden ist manchmal ganz schön kompliziert… Zum Abschluss der Woche haben wir im Abschlusskreis „Stopptanz“ getanzt. Wir sind nämlich begeisterte Tänzer 😉.

 

Wochenbericht vom 21.6. – 25.6.21

An diesem Montag wurde gefeiert 😊! Unser Sonnwendfest musste leider ohne die Eltern stattfinden, aber wir haben es uns trotzdem schön gemacht. Zum Morgenkreis sind die Minis zu uns vor gekommen und wir haben uns alle um das Feuer herum versammelt. Jedes Kind bekam einen Birkenkranz auf den Kopf gesetzt und dann ging es los. Zuerst wurde unser Sommerlied „Lachend kommt der Sommer“ gesungen, dann ging Caroline mit der Räucherschale herum, in der unsere gesammelten Kräuter der letzten Woche verbrannt wurden. Vor allem die getrocknete Kamille hat ganz wunderbar nach Sommer gerochen 😉. Dann haben Marina und Marlene ein Sonnwendgedicht vorgelesen. Zu guter Letzt haben die Zwergerl den Minis einen Sommertanz mit Trommeln vorgeführt. Das hat allen Spaß gemacht und so gab es statt einer gleich mehrere Runden. Aber so langsam wurden dann doch alle ein bisschen unruhig – klar – HUNGER!!! Aber unsere Eltern haben unser Buffet so reich bestückt, mit Kuchen, Muffins, Schnitzel, Fleischpflanzerl, Obst und Gemüse, Pfannkuchen und und und…. Herrlich! Für jede/n war etwas Leckeres dabei und zum Essen sind dann alle friedlich mit ihrem Stockbrot um das Feuer gesessen. Das Beste kommt ja aber immer erst zum Schluss und so durften wir Stephi und Kathi lauschen, die uns ein ganz zauberhaft vorgespieltes Märchen erzählt haben. Vielen, vielen Dank an die beiden 😊. Das Wetter hat zum Glück auch mitgespielt und so hatten wir ein wunderschönes Fest, an das sich alle gern zurückerinnern werden, auch wenn jetzt die Tage wieder ein klitzekleines bisschen kürzer werden… 😊.

Am Dienstag haben wir Post bekommen! Felix hat uns ein ganz großes Kuvert geschickt, da waren gleich zwei Bögen Papier mit Geschriebenem und Fotos von ihm drin. Caroline hat uns den Brief vorgelesen und uns die Bilder gezeigt. Der arme Kerl darf ja immer noch nicht kommen, aber jetzt wissen wir wenigstens, wie es ihm in den letzten langen Wochen ergangen ist. Lieber Felix, komm bald wieder, wir vermissen dich ganz arg! Nach der Brotzeit durften wir dann mal wieder künstlerisch tätig werden. Unsere Brotzeittische unter den Fichten sind nicht mehr so schön anzusehen, deshalb haben wir sie mit Klorollen- und Schwammstempeln und viel Farbe aufgehübscht. Jetzt sehen sie wieder aus wie neu 😉.

Der Mittwoch begann auch wieder mit Sonnenschein und im Morgenkreis haben wir beschlossen, erst einmal am Platz zu bleiben. Wir haben gemalt und Vögel, Boote und Flieger gefaltet. Ein paar Kinder waren allerdings sehr wild, da haben wir dann doch noch einen Spaziergang gemacht, um überschüssige Energie loszuwerden! Wir sind am Feld entlang spaziert und auf dem Weg zum Knochenwald lag dann linker Hand ein großes grünes Getreidefeld. Die Ähren haben sich vom Wind sachte wiegen lassen, das sah aus wie ein grünes Meer – schön! Einige Kinder haben sich sehr für die Körner interessiert und Ähren ausgerissen. Wir haben dann kurz besprochen, dass das nicht so gut ist, wenn man zuviel ausrupft. Dann hat der Bauer sich die ganze Arbeit ja fast umsonst gemacht. Und dann kann kein Mehl daraus gemacht werden und dann auch kein Brot und so weiter und so fort. Da haben wir beschlossen, uns demnächst mal genauer den Werdegang einer Semmel anzuschauen 😉.

Der Donnerstag ist ja jetzt immer ein ganz wichtiger Tag für uns: Kinderkonferenz! Auch in dieser Woche gab es Wichtiges zu besprechen. Die Fragen: „Warum brauchen wir ein Käppi?“ und „Was kochen wir morgen?“ wurden ausführlich diskutiert und erläutert. Nach der Brotzeit waren die Marder mit Vorschule beschäftigt. Diesmal ging es um das Wasser: „Wo kommt es her?“ „Was schwimmt?“ Fragen über Fragen an diesem Donnerstag… Aber das lieben wir ja, da können wir unsere Schlauheit unter Beweis stellen 😊! Zum Ausgleich durften die Großen aber auch noch an ihrem Theaterprojekt arbeiten – die Zeit des Abschieds rückt näher…

Am Freitag ist Amelie 5 Jahre alt geworden! Nachdem wir sie im Morgenkreis und der Brotzeit ordentlich gefeiert haben, durften wir mit Sonja eine Theaterkulisse malen. Und die Marder haben sich im „Team Schokofaust“ mit ihren Gefühlen beschäftigt. Dazu hatte Marina ein Dinobuch dabei. Die Großen staunen nun jede Woche über sich selbst: was sie schon alles können und wissen. Und das ist gut so….die Schule winkt schon von Weitem….Damit die Woche einen schönen Abschluss findet, durften wir mit Melanie Pfannkuchen mit Beerensoße zubereiten – lecker!!

 

Wochenbericht vom 14. – 18.6.21

Jetzt ist es wirklich glasklar: der Sommer ist da 😊!!! Jeden Tag klettern die Temperaturen noch ein bisschen höher auf dem Thermometer und uns reicht morgens ein dünnes Jäckchen, dass wir auch bald ablegen können, damit wir nicht ins Schwitzen kommen! Aber noch leuchtender als die Sonne haben am Montag die Gesichter von Valentin & Luisa gestrahlt: die beiden hatten nämlich Geburtstag und der wurde natürlich auch gefeiert 😊! Im Morgenkreis hat uns Stephi das Märchen „Die geheimnisvolle Johannisnacht“ vorgelesen und danach ging es gleich über zum Geburtstag feiern mit unserem Ritual und Muffins verspeisen. Da mussten alle ganz schön lange sitzen, weil wir ja gleich zwei Geburtstagskinder hatten, aber wir haben das geschafft. Danach war das Rumtoben, Lagerbauen und Pferdchen spielen umso schöner. Nebenbei hat uns Caroline unsere Stifteköcher wieder aufgefüllt, da haben einige gleich Lust zum Malen bekommen 😉.

Am Dienstag haben sich die Marder nach dem Morgenkreis gleich mal auf den Weg in den Bauwagen zur Vorschule gemacht. Mit einer neuen Knuff-Geschichte ging es los und anschließend durfte jedes Vorschulkind seinen eigenen Knuff ins Heft malen und „KNUFF“ dazu schreiben. In der Zwischenzeit haben Melanie und Martin draußen eine Schaukel und eine Slackline zum Balancieren aufgebaut. Heiß begehrt wie immer, aber das Warten…..kaum auszuhalten, bis man endlich drankommt. So haben sich einige Kinder die Zeit mit Bilderbücherlesen mit Caroline vertrieben und schwupps – war man auch schon dran 😉.

Unser Sonnwendfest nächsten Montag rückt näher und natürlich müssen wir da auch ein paar Dinge vorbereiten. Zunächst hat uns Melanie ein Lied mitgebracht, zu dem wir einen kleinen Tanz eingeübt haben – einen Sonnentanz. Da müssen wir uns gut konzentrieren, damit wir immer wissen, was zu tun ist! Später sind wir in den Fichtenwald aufgebrochen, der Weg dahin ist schön schattig, da müssen wir nicht so schwitzen bei der Hitze. Während die Dinos und Frischlinge gespielt haben, sind die Marder mit Melanie nochmal aufgebrochen, um sich in der Vorschule dem „Hollunder“ zu widmen. Sie sind auch fündig geworden und haben ein paar Zweiglein abgeschnitten, um ihn genauer zu betrachten und um damit zu basteln.

Der Donnerstag war dann schon sakrisch heiß – puhhh – so eine Sommerhitze!!! Aber wir wollen uns nicht beklagen, zuerst haben wir über den verregneten kühlen Mai geschimpft, jetzt wollen wir den heißen, sommerlichen Juni in vollen Zügen genießen! Und wie ginge das besser, als mit viel Wasser 😊!!! Der Papa von Mila hat ein Gefährt mit einem riesigen Wasserbehälter hinten drauf. Mit dem ist er am Donnerstag in den Wald gekommen, alle anderen durften Planschbecken, Wannen und Badesachen mitbringen und schon war unser erster Wald-Bade-Plansch-Spritz-Abkühlungstag perfekt 😉!!! Ein großes Dankeschön an dieser Stelle noch mal an Milas Papa – an diesem Tag unser Wasserkönig 😉!

Freitags ging es weiter mit den Vorbereitungen für unser Fest. Im Morgenkreis wurde der Sonnentanz wieder geübt, diesmal mit Trommeln, die Marina uns mitgebracht hat. Außerdem wurden noch Kränze aus Birken und Bändern gebastelt, da am Montag für jedes Kind einer bereit sein muss. Das „Team Schokofaust“ hat sich wieder mit Marina getroffen, um über die „eigene Meinung“ zu sprechen und warum es wichtig ist, dazu zu stehen. Danach wurden Team- und Vertrauensspiele gespielt. Lauter wichtige Themen, die die Großen im Herbst in der Schule gut brauchen können! Alle anderen konnten mit Melanie Blütenquark zubereiten. Und die Marder bekamen an diesem Tag nochmal eine Aufgabe: mit Sonja durften sie Kleider und Umhänge für Theaterpuppen basteln und gestalten. Also alle haben sich jetzt ein erholsames Wochenende verdient, bei diesen hohen Temperaturen wahrscheinlich irgendwo am Wasser oder in der kühlen Wohnung. Am Samstagabend werden die meisten eh vor dem Fernseher sitzen und beim Fußball mitfiebern 😉!

 

Wochenbericht 7.6. – 11.6.21

Am Montag waren fast alle Kinder wieder da! Nur unser armer Felix darf immer noch nicht in den Kindergarten kommen, das wär einfach zu gefährlich für seinen operierten Arm. Also nicht, dass WIR so gefährlich wären, aber beim Rumtoben fällt man ja schnell mal hin und das darf ihm und seinem Arm auf gar keinen Fall passieren, sonst ist er wieder kaputt!!! So haben wir den Tag mit einer großen Erzählrunde begonnen, nach der Ferienwoche gab eine Menge zu erzählen. Während die Großen mit Melanie nach der Brotzeit ihre Vorschulaktionswünsche besprochen haben, waren alle anderen glücklich beim Freispiel. Mit Stephi durften wir am Ende des Vormittags im Abschlusskreis das Märchen vom „Regenbogenvogel“ noch einmal alle mitspielen.

Das Wetter ist herrlich frühsommerlich in diesen Tagen, sodass wir viele Spielideen haben und auch umsetzen können. Mit unseren vielen Decken, Seilen und Kissen durften wir gemütliche Lager bauen, in denen wir uns die tollsten Spiele ausgedacht haben. Ein bisschen Hilfe von den Erwachsenen haben wir schon gebraucht, aber wir hatten den Eindruck, dass denen das auch gut gefallen hat. Wahrscheinlich hat sie das an ihre Kindheit erinnert…. 😉. Mit Sonja durften wir in Kleingruppen noch einmal Kastanien pflanzen und nachsehen, was die bereits Gepflanzten so machen bzw., ob sie ordentlich wachsen und gedeihen. Wenn wir ein paar Jahre warten, haben wir bald unseren eigenen Biergarten im Kindergarten 😉.

Am Mittwoch machten wir uns bei schönstem Sonnenschein auf zum Steinhügel. Den Bollerwagen voller Trinkflaschen hatten wir auch dabei, da die Strecke ganz in der Sonne liegt und es mitunter schon ganz schön warm wird beim Laufen. Auf dem Weg haben wir die Getreidefelder bewundert und am Schutzraum gab es herrliche Blumenwiesen mit Kamille und Mohnblumen. Da konnten wir nicht widerstehen und haben einige der roten Schönheiten abgepflückt. So manches Kind musste erstaunt feststellen, dass sich die Mohnblumenblüten auf ihren stachligen Stängeln ganz leuchtend rot und majestätisch der Sonne entgegenstrecken. Wenn man sie aber pflückt und eine Weile in der Hand hält, werden die hauchzarten Blütenblätter ganz schlapp, bis sie am Ende nur noch welk herabhängen und von ihrer einstigen Schönheit nicht mehr viel zu sehen ist. Da sind sie wohl in ihrer Blumenwiese, umgeben von anderen schönen Blüten viel besser aufgehoben und jeder der vorbeikommt, kann ihre Anmut bewundern. Am Steinhügel angekommen durften wir klettern und toben und ein paar Mädchen haben auf dem Sand mit verschiedenen Blüten kleine Gärtchen gestaltet – wunderhübsch! Eigentlich wollten wir ja noch Kräuter zum Trocknen sammeln, aber allzu viel Auswahl gab es nicht. So haben wir hauptsächlich Kamille und Eisenkraut mitgenommen und zu kleinen Sträußchen gebunden.

Am Donnerstag war es wieder Zeit für unsere wöchentliche Kinderkonferenz. Diesmal haben wir über unsere Wünsche für das Essensbuffet zum Sonnwendfest gesprochen. Wir sind überzeugt, es wird wieder viele Köstlichkeiten für uns alle geben – dank der fleißigen Mamas und Papas 😉! Später haben wir uns hingesetzt und Briefe an unseren Felix geschrieben. Wenn wir ihm ganz oft schreiben und ganz fest an ihn denken und ihm noch fester die Daumen drücken, darf er hoffentlich bald wieder zu uns in den Wald kommen! Wir vermissen ihn wirklich sehr!!!

Am Freitag war Hollundertag 😊! Während eines Spaziergangs haben wir viele Hollerblüten gesammelt. Zusammen mit Sonja wurden die dann später in Teig getaucht und gebacken, das ganz nennt sich dann Hollerkücherl. Lecker!!!!!! Die Marder hatten an diesem Tag aber auch noch einen wichtigen Termin: mit Marina und Martin ging es los mit dem Selbstbehauptungstraining, das die Vorschulkinder jedes Jahr mitmachen dürfen. Zunächst ging es mal um den Teamnamen. Keine einfache Angelegenheit, sich auf einen gemeinsamen Namen zu einigen… Nach einigem hin und her, großem diplomatischen Geschick der Teammitglieder kam man dann aber zu einem Ergebnis: die Marder sind jetzt das „Team Schokofaust“ 😊!! Gestartet wurde mit einigen Kooperationsspielen. Zum Beispiel „Karotte ziehen“. Da liegen die Kinder wie ein Stern auf der Erde, die Arme immer beim Nachbarn eingehängt und die Erwachsenen versuchen eine „Karotte“ an den Füßen aus dem Kreis zu ziehen. Aber wir sind stark und halten zusammen!! Da müssen sich die Erzieher*innen schon ganz schön anstrengen…..Wir freuen uns schon auf´s nächste Training 😉!

Wochenbericht vom 31.5. – 4.6.21

Auf den letzten Drücker haben wir am Montag noch schnell ein Mailied gesungen, das uns Stephi mitgebracht hat! Schließlich war da schon der 31. Mai!!! Nach der Brotzeit durften wir, wie von Caroline vor den Ferien versprochen, Pusteblumen malen. Auf blauem Papier, mit weißer Farbe und allerlei verschiedenen Werkzeugen. Da gab es Wattestäbchen, Schaschlikspieße, runde Küchenbürsten und aufgeschnittenen Klopapierrollen. Ein ganzer Tisch voller experimentierender Waldzwergerl 😊! Martin und Stephi hat es auch gleich so in den Fingern gejuckt, dass sie mit Begeisterung mitgemacht haben. Herausgekommen sind viele, viele wunderbare Pusteblumen! Bei manch einem Bild wollte man zu gern versuchen zu pusten, ob nicht das ein oder andere Schirmchen davonfliegt…. 😉! Danach durften die Ausdauernden noch eine Runde mit Stephi mit Modelliermasse kneten, alle anderen genossen die laue Frühlingsluft in der Sonne beim Freispiel. Zum Abschluss des Kindergartentages hat uns Stephi die schöne Geschichte von den „Regenbogenvögeln“ erzählt und mit uns gespielt.

Am Dienstag hat Sonja mit uns Kapuzinerkresse im Hügelbeet angesät. Wir sind schon gespannt, ob die auch so schön wächst, wie all die anderen Pflanzen, die wir dort gepflanzt und gesät haben. Mit viel Glück leuchtet uns das Beet in einiger Zeit gelb, orange und rot entgegen und wir dürfen auch ein bisschen naschen… Das Oberhighlight an diesem Tag war aber der langersehnte Besuch, der endlich kam: Theresa und der kleine Bruno durften endlich zu uns kommen <3! Theresa hat eigentlich wie immer ausgesehen, nur ein bissl mütterlicher halt und der Bruno ist ein ganz friedliches und fröhliches Kerlchen – ganz die Mama 😉! Zum Glück hat an diesem Tag auch die Sonne gescheint, so konnten wir uns gemütlich um die beiden scharen, alle unsere Fragen stellen, erzählen und den goldigen Bruno bewundern 😊! Kommt uns ganz bald wieder besuchen, ihr Lieben!

Aber auch am Mittwoch gab es Besuch – und zwar gleich dreifach! Nori, das ist die Tochter von Martin, Carlotta, das ist die Tochter von Melanie und Sarah eine FOS Schülerin, die gerne einmal bei uns schnuppern wollte, waren da. Aber da ja Ferien sind, waren wir nur wenige Zwergerl, deshalb ist so viel Besuch gar nicht aufgefallen. Ganz im Gegenteil, wir haben das Spielen mit den dreien sehr genossen. Um ein bisschen Abwechslung zu haben, sind wir nach der Brotzeit mit Hängematten, Reifenschaukel und Bilderbüchern in den Fichtenwald spaziert und hatten dort einen traumhaften Frühsommertag 😊.

Nachdem wir uns am Donnerstag auf Grund eines Feiertags zuhause ausruhen konnten, haben wir uns am Freitag zu einem etwas längeren Marsch zum Froschweiher aufgemacht. Laurin, der Bruder von den Zwillingen Valentin und Luisa war zu Besuch und den Erwachsenen, ebenso wie die Mädels am Mittwoch, eine große Hilfe. Wir haben schöne Blumenblüten gesammelt und damit Karten mit Doppelklebeband gestaltet. Wenn das Wetter so schön ist, ist irgendwie alles leichter und freier. Wir sind dankbar, dass die Natur uns jetzt mit ihrem ganzen Reichtum beschenkt. Die ganze Welt ist voller Leben, Farben und Duft. Und wir Waldkinder haben´s da natürlich ganz besonders gut….

 

Wochenbericht vom 17.5. – 21.5.21

Was ist eigentlich mit dem April los??? Weiß der nicht, dass jetzt eigentlich der Mai dran ist? Alle paar Minuten ändert sich das Wetter: Wind, Regen, Sonne und sogar Gewitter ziehen über´s Land! Eigentlich hätten wir jetzt gerne laue Frühlingslüftchen, die uns um die Nase wehen. Aber nein, den ganzen Tag müssen wir uns an- und wieder ausziehen – echt nervig. Aber bekanntlich kann man ja gegen das Wetter nix machen, also fügen wir uns unserem Schicksal und warten auf bessere Zeiten. In der Zwischenzeit machen wir es uns im Wald einfach lustig und schön. So haben wir zum Beispiel am Montag Löwenzahnbilder gemalt. Caroline hat uns ein echtes Exemplar mit Wurzel mitgebracht, das haben wir uns genau angesehen und besprochen und dann wurde es plötzlich ganz ruhig, weil jedes Kind ganz konzentriert seinen Löwenzahn gezeichnet hat. Wir sind richtige Naturkenner, die Bilder sind ganz toll geworden! Im Abschlusskreis hat uns Stephi nochmal das Märchen vom Riesen und dem Zwerg vorgeführt, das war ein schöner Abschluss des Vormittags 😊.

Am Dienstag war es ziemlich kalt und zum Glück konnten wir uns beim Freispiel ordentlich austoben und dann wird es einem eh schnell warm 😉. Mit Sonja haben wir noch ein wenig am Hügelbeet gearbeitet und geerntet.

Gleich zwei Geburtstagskinder gab es am Mittwoch 😊😊! Theo und Lionel durften beide ihre 4. Geburtstage nachfeiern. Das war vielleicht ein Kuchenbuffet – herrlich. Es gab Muffins, Marshmallows, zwei Kuchentraktoren und Rhabarberkuchen!! Der Wahnsinn! Vielen Dank an die fleißigen Bäcker und Bäckerinnen 😊! Nach dieser Völlerei ging es für die Vorschulkinder mit Melanie zum Arbeiten in den Bauwagen. Dort wurde das Thema „Löwenzahn“ nochmal beim Experimentieren vertieft. Wenn es euch interessiert, könnt ihr euch ja mal von den Mardern erzählen lassen, wie das funktioniert, dass der Löwenzahn Locken bekommt 😉. Alle anderen sind zu einem kleinen Spaziergang in den Fichtenwald losgezogen, um Fichtenspitzen zu sammeln. Lauter fleißige Sammler waren da unterwegs und zum Schluss hatten wir eine ordentliche Menge im Korb. Als Riesenkinderraupe mussten wir auf dem Weg große Pfützen umrunden, hat aber gut geklappt und alle sind trocken wieder am Bauwagen gelandet. Dort hat Caroline Kuvertüre geschmolzen und in die Schokolade wurden dann die Fichtenspitzen getaucht. Am Ende hatten wir köstliches Wald-Maiwipferl-Konfekt – müsst ihr mal probieren!

Am Donnerstag haben die Erwachsenen wieder die Kinderkonferenz eingeläutet. Diesmal ging es um mitgebrachtes Spielzeug im Wald und ob wir das überhaupt brauchen, wo doch jetzt so viel Neues in der Natur zu entdecken ist. Das zweite Thema waren unsere Kletterbäume, die brauchen nämlich dringend Schonung, da müssen wir wohl mal wechseln…Später ging es los zu einem Ausflug in den Fichtenwald.

Und am Freitag haben wir uns für einen Ausflug entschieden, den wir schon sehr lange nicht mehr unternommen haben: wir wollten zur Pirateninsel!!! Das ist ein langer Weg, aber dort ist es einfach schön zum Spielen und das Laufen tut uns allen gut 😊. Nun geht es aber für eine Woche in die Pfingstferien und vielleicht, vielleicht ist danach der warme Frühling endlich da…. 😉….

 

Wochenberichte vom 3. – 14.5.21

Auch in diesen beiden Wochen war bei uns trotz Notbetreuung einiges los! Gleich am Montag der ersten Woche hat uns Stephi eine Mitmachgeschichte mit „Riese und Zwerg“ mitgebracht. Puh, das war vielleicht anstrengend – dauernd rauf und wieder runter! Die arme Melanie hatte am nächsten Tag gleich einen ordentlichen Muskelkater, so sportlich war das 😊! Danach ist es aber ruhiger geworden und ein paar Kinder sind mit ihren Körbchen aufgebrochen, um hübsche Blüten für die Muttertagskarten zu sammeln.

Diese wurden am Dienstag auch gleich gestaltet. Wir durften auf ein großes Tonpapier all die schönen Frühlingsblümchen kleben. Das hat die Melanie dann vorsichtig zerschnitten und zu lauter hübschen Muttertagskarten gestaltet. So haben jetzt alle Mamis eine Karte bekommen, auch wenn nicht jedes Kind im Wald sein kann und seine eigene Karte basteln konnte. Mila hat uns kleine Minikastanienbäume aus ihrem Vorgarten mitgebracht, die haben sich ein paar Kinder geschnappt und mit Sonja eingepflanzt. Schauen wir mal, ob es in ein paar Jahren bei uns Kastanien zum Sammeln gibt…. Am Mittwoch hatte der Jona seinen 6. Geburtstag. Mensch hat es an diesem Tag geregnet!! Aber das war nicht weiter schlimm, weil der Jona so gestrahlt hat, dass wir gar keine Sonne gebraucht haben 😉! Nach einer ausgiebigen Feier mit feinen Muffins, haben wir uns noch zu einem Spaziergang aufgemacht und wirklich jede Pfütze heimgesucht. Die Pfützen waren danach leer – unsere Gummistiefel dafür umso voller 😉.

Am Donnerstag hatten wir Spielzeugtag und am Freitag war Martins Lehrerin da und er hatte eine Prüfung. Leider war auch dieser Tag verregnet, aber der Martin war gut gerüstet und hat mit uns aus Lehmerde kleine Gärtchen gestaltet. Natürlich haben wir uns vorbildlich benommen und deswegen hat er dann die beste Note überhaupt gekriegt 😉. Bravo Martin 😊!

Am Montag war das Wetter komplett anders: Sonne pur und gegen Mittag richtig heiß, mit Temperaturen bis zu 30 Grad. Da soll sich noch ein Waldzwerg auskennen… Caroline hat uns ein lustiges Löwenzahngedicht mitgebracht und in einem Gespräch haben wir allerhand über den Löwenzahn und die Pusteblume gelernt. Die Marder, also die großen Waldzwergerl, wussten das meiste natürlich schon 😊. Anschließend ging es in den Fichtenwald, um Löwenzahn zu sammeln und um ihn genauer betrachten zu können. Korbinian hat ganz viel gefunden und nach kurzer Zeit hat es schon ein bisschen gelb aus dem Korb geleuchtet. Stephi hatte aber auch noch eine Überraschung für uns: eine Geschichte von einem Zwerg, einem Riesen und einem Vogel. Sie hat die Geschichte mit Tüchern und Figuren aus Filz vorgespielt und wir waren mucksmäuschenstill. Am Ende der Geschichte durfte jedes Kind ein Federchen ins Gefieder des Vogels stecken, damit er hoch und weit fliegen konnte.

Am Dienstag hat Melanie ihr Kochstudio eröffnet und einen Korb mit allerlei köstlichen Zutaten bereitgestellt. Nach dem Muttertag am Sonntag folgte nämlich am Donnerstag der Vatertag. Und weil sich Papas ja schließlich auch über ein kleines Geschenk freuen, hatten wir die Idee, ihnen eine feine Barbeque-Sauce zu kochen. Da können sie dann gleich den Grill anschmeißen und die Sauce zu einem Stück Fleisch oder Gemüse probieren. Also wir haben ziemlich viele Löffel gebraucht, weil wir ziemlich viel probieren mussten. Also sehr viel. Deswegen hat die Melanie vorsichthalber nochmal pürierte Tomaten dazugeschüttet, damit es wirklich für alle reicht 😉!

Am Mittwoch hat es schon wieder geregnet und so war es die beste Zeit für Schneckenkunde bei diesem Schneckenwetter. Wir sind jetzt alle studierte Schneckenflüsterer 😊. Ansonsten ging es weiter mit unserem Theaterprojekt und einer Karte für unseren Felix. Der Arme hat sich nämlich den Arm gebrochen (deswegen ist er ein Armer) und wir wünschen ihm natürlich schnelle gute Besserung!!

Am Donnerstag haben wir unsere Papas gefeiert und am Freitag durften sich die Marder mit Melanie über Vögel unterhalten. Im Morgenkreis gab es ein neues „Löwenzahn-Frühlingslied“ und zur anschließenden Stärkung haben wir unser Beet geplündert und Kresse- und Lauchzwiebelbrote gegessen. Von der letzten Woche war noch eine Menge Lehm übrig und es hat uns großen Spaß gemacht, damit zu spielen und zu gestalten.

 

 

Wochenbericht für die Zeit vom 19. – 30.4.21

Der ganze Wald strotzt vor lauter Frühling! Überall platzt zartes Grün aus den Zweigen und das fröhliche Vogelgezwitscher begleitet uns durch jeden Tag. Schade ist nur, dass immer noch nicht alle Kinder in den Wald dürfen. Obwohl viele von uns einfach am Wochenende oder nachmittags kommen, um den Wald zu genießen. Aber das ist natürlich nicht dasselbe, wie sonst. Die Erwachsenen lassen sich aber auch diesmal einiges einfallen, damit wir in Verbindung bleiben. Es gibt z. B. Rezeptkarten zum Abholen oder eine Geschichtenwerkstatt zum Mitmachen für alle und für die Vorschulkinder gibt es noch ein Extraangebot.

Hier im Wald verlaufen die Tage ruhig und gemütlich. Letzte Woche hat uns Stephi eine Schneckengeschichte und ein Lied dazu mitgebracht. Am Dienstag hat Melanie die Hängematte aufgehängt, was ja immer ein besonderes Highlight ist 😊. Aber natürlich sind wir auch ein wenig gewandert. Am Mittwoch waren wir im Fichtenwald und haben dort gespielt. Am Donnerstag durften wir bunte Armbänder basteln, die Erwachsenen waren nicht so zufrieden, weil die ganzen Kleinteile immer wieder abgefallen sind, aber uns hat das garnicht gestört, wir haben diese Bastelarbeit sehr genossen. Na, und am Freitag ging es gleich morgens los zur Heuwiese. Ein langer Weg, der sich aber immer lohnt, weil man dort herrlich spielen und rennen kann. Der Rückweg war dann schon ein bisschen anstrengend, aber mit viel gutem Zureden haben es auch die Letzten geschafft.

Am Montag der vergangenen Woche hat uns Stephi ein Vogelbilderbuch mitgebracht, da ging es darum, dass sich die Vögel gegenseitig helfen und nicht der Größte automatisch auch der Beste bei allem ist. Danach durften wir aus Knetmasse und Federn Adler basteln. Da sind ganz wunderbar stolze Raubvögel zustande gekommen! Dienstags hat Melanie mit uns und der Gitarre die „Vogelhochzeit“ gesungen. Sie hatte Bilder der verschiedenen Vogelarten dabei, so konnten wir uns die illustre Hochzeitsgesellschaft gut vorstellen 😊. Für die Großen ging es dann weiter mit dem Theaterprojekt, während die Kleineren mit Martin ein Arbeitsblatt zum Thema Verkehrsschilder bearbeitet haben. Da musste man ausschneiden, zuordnen und aufkleben. Schwere Arbeit. Aber macht schlau 😉. Am Mittwoch wollten wir nochmal zur Heuwiese marschieren, der Tag war nicht zu warm, die Morgenluft frühlingsfrisch, also der perfekte Tag für eine längere Wanderung. Dort angekommen waren wir so hungrig, dass sofort die Picknickdecken ausgebreitet wurden. Das war wieder ein sehr schöner Tag dort! Am Donnerstag haben wir uns morgens zur „Kinderkonferenz“ getroffen. Die Themen waren „Spielzeugtag“, „beim Abholen an der kleinen Fichte auf die Eltern warten und von den Erzieher*innen verabschieden“, „Ideen, Wünsche und Vorschläge“. Wir finden diese Runden gut, weil da jeder was sagen darf und gehört wird. Abgestimmt wird natürlich ganz demokratisch und hier lernen wir, dass man nicht immer bekommt, was man möchte, aber manchmal eben doch 😉. Am Ende dieses Tages bekamen wir noch Besuch von Wabbi-Tabbi, das ist Stephis Erdmännchen 😉.

Am Freitag durften wir noch einmal die Vogelhochzeit singen und dazu in die verschiedenen Vogelartenrollen schlüpfen. Das liiiiiiieben wir 😊! Mit Marina haben später ein paar Kinder kleine Vogelnester gebastelt, während die anderen mit Sonja Risotto mit Parmesan und Giersch gekocht haben. Und Katharina hat sich beim Seifenkistenbauen mächtig ins Zeug gelegt!

 

Wochenbericht 12. – 16.4.21

Es ist wieder kälter geworden. Immer wieder fällt dichter Schnee, der sogar zeitweise liegen bleibt, da die Nächte sehr kalt sind. Die Vogelwelt scheint das nicht zu stören, überall hört man es zwitschern und pfeifen und eifrige Vogeleltern kümmern sich um ihre Nachkommen. Wenn sich auch vieles im Moment anders und wackliger in unserem Alltag anfühlt, auf die Natur kann man sich verlassen, das tut uns allen gut.

Immer noch sind wir in der Notbetreuung und genießen trotz allem die kleinere Gruppe und das Zusammensein mit den Kleinsten. Wir unternehmen Ausflüge, z. B. in den Pilzwald, um dem Schneegestöber etwas zu entkommen. Dort haben wir Federn und Tierhöhlen gefunden und haben spekuliert, wohin die unterirdischen Gänge wohl führen und welche Tiere da wohnen. Mila wollte wissen, wo denn nur die ganzen Pilze hin sind…hmmmm…. da müssen wir mal nachforschen! Marina hat mit einigen Kindern das Tipi wieder aufgebaut.

Ein anderer Ausflug ging zum Sonnenplatz im Zahlenwald. Dort konnten wir im hohen Gras spielen, Bücher auf den mitgebrachten Decken lesen und auf der großen Wurzel eines umgestürzten Baumes klettern.

Ansonsten waren wir viel an unserem Platz, um dort zu spielen, zu werkeln, zu malen und Bücher anzuschauen und zu lesen. Am Freitag gab es feine Karottensuppe, die wir über dem Feuer gekocht haben. Zwischendurch durften wir Giersch sammeln, den es ja in Massen bei uns gibt. Die Blättchen wurden gepresst, die brauchen wir nämlich für eine kleine Überraschung für die Kinder, die im Augenblick nicht in den Wald können – und für uns anderen natürlich auch 😉!

Wochenbericht rund um die Ostertage (29.3. – 9.4.)

Wir Waldkinder durften den Osterhasen ja schon in der letzten Woche bei uns begrüßen, aber das eigentliche Osterfest findet erst am Ende der Woche statt. Daher haben wir uns auch noch mal mit diesem schönen Frühlingsfest beschäftigt. In dieser Woche durften wir unsere gesammelten Steine mit Wolle umfilzen und unsere Prachtstücke auch mit nach Hause nehmen. Das ist toll, weil diese Eier garantiert nicht schlecht werden, hübsch aussehen und vor allem auch in den kommenden Jahren wieder als Schmuck aus dem Schrank geholt werden 😉! Und unsere Salzteigeier waren auch endlich trocken, so konnten wir sie als Frühlingsgruß für alle Waldbesucher an ein Bäumchen im Eingangsbereich unseres Platzes hängen. Das Wetter war sehr schön und vor allem warm in dieser Woche vor Ostern, das haben wir sehr genossen und uns wie kleine Zwiebeln im Lauf des Tages immer mehr entblättert, gegen Mittag durften die dicken Winterjacken dann getrost an der Garderobe hängen bleiben 😉.

…und dann war das Osterwochenende vorbei und der Winter hat seine eisigen Finger nochmal ausgestreckt…brrrrr…. Mit Schnee und Wind hat er unsere Nasen und Finger noch einmal getriezt. Aber wir, als echte Waldzwergerl haben kurzerhand die Winterkluft wieder rausgeholt und angefangen Schneelollies und Schneemänner zu bauen! Auch die Schlitten kamen noch einmal zum Einsatz, bevor es gegen Ende der Woche endlich wieder etwas wärmer wurde und die Sonne den Schnee weggeschleckt hat. Und weil in fremde Rollen schlüpfen so viel Spaß macht, durften wir uns aus der Stoffkiste und Melanies Kostümkiste Verkleidungen aussuchen. Vom zarten Schmetterling bis zum Räuberhauptmann war alles dabei! Muss ja schließlich nicht Fasching sein, um eine Riesen- Verkleidungsgaudi zu haben 😉! Ganz am Ende der Woche wurde auch noch einmal gekocht: es gab Nudeln mit Bärlauchpesto und Apfelkarottensalat! Und zur Krönung gab es Muffins, die hat Samuel mitgebracht, er ist 5 Jahre alt geworden und das Krafttier, das er gezogen hat ist das Wiesel. Das passt sehr gut zu ihm 😊!

Wochenbericht vom 22.3. – 26.3.21

Jetzt kann der Frühling kommen 😊! Selbst der Kalender ist nun damit einverstanden 😉. Stephi hat uns am Montag eine schöne Geschichte von Sonne und Mond erzählt, die beiden können leider nicht heiraten, weil die Sonne dem Mond zwar dauernd hinterherläuft und versucht ihn zu erwischen, aber immer, wenn sie ankommt, ist der Mond schon wieder auf der anderen Seite der Erde! Melanie hat uns das alles mit einem blauen und einem gelben Tuch noch mal auf die Erde gelegt, damit wir uns das besser vorstellen können. Im Winter verdeckt das blaue Tuch mehr vom gelben, deshalb sind die Tage kürzer und dunkler, jetzt im Frühjahr sind beide Tuchhälften gleich groß, deswegen nennt man das auch Tag und Nachtgleiche. Die Tage werden wieder länger und heller 😊. Nach der Brotzeit wurden die letzten Nestchen geflochten und am Basteltisch wurde eifrig mit Salzteig gebatzelt und Eier geformt, die wir später aufhängen wollen. Leider war das Wetter an diesem Tag sehr launisch und so mussten wir sogar einen heftigen Graupelschauer über uns ergehen lassen. Ihr könnt euch vorstellen, was das mit unserem Salzteig gemacht hat …. 😊.

Auch am Dienstag waren wir voll im Hasen- und Eierfieber! Im Morgenkreis haben wir ein neues Osterhasenlied gelernt. Später wurden die allerletzten Nestchen mit Moos, Federn und Gräsern geschmückt, bevor wir sie im Materialwagen für den Osterhasen leicht zugänglich verräumt haben. Weiter ging´s an die großen Kochtöpfe, die Melanie mitsamt der Kochplatte rausgeschleppt hat, dort wurden tolle bunte Eier gefärbt, die zuvor mit Blättern und Gräsern in Strumpfhosenstücke verschnürt wurden. Rausgekommen sind wahre Kunstwerke, unsere Natur bringt einfach die schönsten Muster hervor!

Am Mittwoch wurde es dann schon aufregender: pünktlich um 10:00 Uhr kamen die Minis zu uns vor, um mit uns zusammen in den Fichtenwald aufzubrechen. Das war ein lustiger, quirliger Haufen, der sich da auf den Weg gemacht hat. Im Fichtenwald angekommen, haben wir uns einen schönen Platz ausgesucht, wo wir unser alljährliches Riesenosternest bauen wollten. Voller Eifer und Energie wurden da Stöcke und Fichtenzweige, Gräser und Zapfen herbeigetragen, um das Nest für den Osterhasen besonders schön zu gestalten. Und ganz besonders fleißig waren die Minis, wir wussten garnicht, dass die Knirpse schon soviel Kraft haben! Toll!! Als alles fertig war durften wir noch ein wenig spielen. Am Ende der Spielzeit haben wir uns nochmal alle getroffen und einige Kinder bekamen ein Stück Karotte in die Hand gedrückt. Ja, wofür sollte das denn sein? Hmmm? Na für den Osterhasen natürlich! In diesem Jahr ist ja alles ein bisschen anders wegen Corona und so mussten wir unsere Feier vorziehen. Und damit der Hase auch eine kleine Freude hat, haben wir beschlossen, dass er diesmal was suchen darf und nicht wir. Also haben wir die Karotten am Wegrand für ihn versteckt und wir sind sehr gespannt, ob er die Karotten findet…und ob er sich so freut, dass er für uns auch eine kleine Überraschung hinterlässt…

Tja, und dann war er da, der Ostertag im Zwergerlwald! Nach einem gemeinsamen Morgenkreis mit den Minis sind wir losgewandert in den Fichtenwald. Bepackt mit Decken, Kissen und einer Menge Leckerbissen für´s Osterfrühstück. Auf dem Weg haben wir natürlich genau darauf geachtet, ob unsere Karottenstücke weg sind – und ja! Der Osterhase hat sie gefunden! Alles ratzfatz weggefuttert! Und dann im Fichtenwald gab es die größte Überraschung: unser ganzes Riesennest war gefüllt mit unseren kleinen selbstgeflochtenen Nestchen und in jedes hat der Osterhase was reingelegt 😊! Was waren wir glücklich und aufgeregt!! Nach so viel Osterabenteuer hatten wir ordentlich Hunger und ließen uns bei bestem sonnigen Frühlingswetter unser Frühstück schmecken!

Der Freitag verlief dann wieder etwas ruhiger. Einen kleinen Ausflug zum Steinhügel haben wir dennoch unternommen, da wir am Montag mit Stephi Eier filzen dürfen und da kommen als Wickelhilfe Steine innen rein. Und dafür braucht man also nicht nur Filzwolle, sondern eben auch Steine, die wir sammeln wollten. Laufen und sammeln macht ja bekanntlich hungrig und da waren wir heilfroh, dass uns die Mama von Samuel selbstgemachte Spätzle mitgebracht hat (Danke dafür liebe Alina!). Die haben wir dann nur noch mit feinem Käse gemischt und schon gab es eine leckere Kässpatzenmahlzeit für alle hungrigen Waldkinder 😉. Na und dann? Hoch die Hände – Wochenende 😊!!!

 

Wochenbericht 15.3. – 19.3.21

Am Montag hat uns Stephi ein wunderschönes Schneeglöckchenmärchen mitgebracht und das Beste war: wir durften mitspielen! Das hat uns riesig Spaß gemacht, vor allem, weil wir ja eine begnadete Theatergruppe sind 😊! Es gab natürlich nicht für jedes Kind eine Hauptrolle und deswegen durften wir die Geschichte nach der Brotzeit noch ein paarmal mit wechselnden Schauspielern nachspielen. Und die, die mit der darstellenden Kunst nicht so viel anfangen konnten, durften sich mit Martin bei einem wilden Fußballmatch austoben 😉.

Der Winter hat uns ja in dieser Woche nochmal richtig am Schlafittchen gepackt – mit Schnee, Wind und Kälte wollte er dem nahenden Frühling noch einmal die kalte Schulter zeigen. Das war uns aber wurscht, wir sind ja immer warm angezogen und sausen, hüpfen und klettern im Wald herum, sodass uns garnicht kalt werden kann! Im Morgenkreis an diesem Dienstag gab es eine weitere Kinderkonferenz, um die wichtigen Regeln zu wiederholen, da manche Kinder noch nicht so sicher im Einhalten der selbigen sind 😉. Anschließend gab es Brotzeit und danach durften wir alle in den Bauwagen, um Schneeglöckchen auf schwarzes Tonpapier zu zeichnen. Das haben wir alle gut hinbekommen, vor allem, weil wir uns zuvor das Schneeglöckchen genau angeschaut haben. Wir haben gelernt, dass das Schneeglöckchen das zarte Köpfchen deshalb hängen lässt, damit es mit ganz viel Kraft durch die zum Teil noch gefrorene Erde an die Oberfläche stoßen kann. Man sieht ihm garnicht an, wie stark es ist! Den Rest des Tages haben wir mit viel Matschepampespiel verbracht.

Am Mittwoch ging es dann für die Marder zur Vorschule in den Bauwagen mit Melanie. Thema waren die Tiere im Winter. Also wo sie wohnen und sich versorgen, wenn Schnee liegt und es sehr kalt ist und all sowas. In der Zwischenzeit sind die Dinos und Frischlinge auf Wanderschaft gegangen. Eigentlich wollten wir einmal um das große Feld spazieren, um Sonnenstrahlen zu sammeln, aber dann war das Wetter so einladend, dass wir die Tour ein wenig erweitert haben und neue Spazierwege erkunden wollten. Schön war das und magisch, wie der Nebel über den sonnigen Feldern aufgestiegen ist. Am Ende ist dann Melanie mit den Mardern noch zu uns gestoßen und gemeinsam haben wir uns auf den Rückweg gemacht. Puh, da waren wir ganz schön platt…

Am Donnerstag wurden die Konferenzregeln noch einmal wiederholt, bevor wir ein neues Frühlingslied gelernt haben: „Singt ein Vogel im Märzenwald“. Das müssen wir jetzt noch ganz oft singen, bevor der März schon wieder vorbei ist 😉. Danach ging die „Osternesterproduktion“ mit Stephi weiter, sodass nun bald jedes Kind sein eigenes Nestchen fertig hat!

Und dann war schon wieder Freitag: im Morgenkreis gab es ein Schneeglöckchen Fingerspiel, bevor wir zu einem großen Ausflug aufgebrochen sind. Zunächst mussten wir zur Brotzeit im Fichtenwald einen Stopp einlegen, damit niemand einen Schwächeanfall beim Wandern erleidet 😉. Als dann alle satt und gestärkt waren ging es weiter zur Heuwiese, wo wir den Rest des Vormittags gespielt haben.

Wochenbericht vom 8.3. – 12.3.21

Am Montag hat uns der Martin ein neues Lied mitgebracht, dass wir im Morgenkreis auch gleich gesungen haben. Es heißt „Wenn ich fröhlich bin, dann klatsch ich in die Hände“ und man macht in jeder Strophe verschiedene Bewegungen mit dem Körper oder den Händen und am Ende muss man alle Bewegungen aneinander reihen. Das war vielleicht lustig, weil der Martin meistens selber mit der Reihenfolge durcheinander gekommen ist 😊! Das können wir uns viel besser merken 😉. Nach der Brotzeit durften dann die ersten Kinder anfangen mit Stephi Osternestchen aus Draht zu basteln. Eine knifflige Angelegenheit, aber mit Stephis Unterstützung und Geduld ging es ganz wunderbar. Und da uns die liebe Sonne ein paar kräftig wärmende Strahlen geschickt hat, hat sich der Martin mit der großen grünen Decke unterm Arm aufgemacht, um ein sonniges Plätzchen zur Bilderbuchbetrachtung zu suchen. Als alle Interessierten auf der Decke vereint waren, hat er sich mit uns das Bilderbuch „Heute bin ich“ angesehen und sich mit uns über die verschiedenen Gefühle in den Fischgesichtern ausgetauscht.

Am Dienstag haben wir uns im Morgenkreis darüber Gedanken gemacht, wie es uns gelingen kann, dass jedes Kind seinen eigenen guten Platz in der Kindergartengruppe finden kann. Das ist ja gar nicht so leicht, weil ja jeder Mensch anders ist. Wir wollen eine Gruppe sein, in der sich jede/r wohlfühlt und dazugehört. Wir sind nämlich ein ziemlich cooler Haufen…😉. Als nach der Brotzeit alle gestärkt waren, durften wir mit Sonja Ringelblumensamen ins neue Hügelbeet einsäen. Jetzt brauchen wir viel Geduld und müssen das Beet vor allem in Ruhe lassen, damit sich die winzigen Wurzelzwergerl in der Erde um unsere zarten Sämlinge kümmern können… Wer Lust hatte, konnte sich mit Caroline noch ein neues Bilderbuch „Was macht die Katz auf meinem Platz“ anschauen. War ein bissl ähnlich wie bei uns, wenn wir uns immer um die Sitzplätze und Kissen streiten 😉….

Der Mittwoch begann wieder mit Martins „Wenn ich fröhlich bin“ und anschließend wurden die Brotzeitboxen geplündert. Meine Güte, was haben wir immer Hunger im Wald!! Frisch gestärkt sind die Marder dann mit Martin in den Bauwagen zur Vorschule marschiert, während alle anderen einen Ausflug zum Steinhügel unternommen haben.

Und dann war´s schon wieder Donnerstag. Im Morgenkreis haben wir uns über unsere Gesprächsregeln, also aussprechen lassen, melden, wenn ich was sagen will, anderen zuhören usw. unterhalten. Martin ist mit dem goldenen Stein der Weisen im Kreis herumgegangen und jedes Kind durfte den Stein berühren, um sich ein bisschen Weisheit zu sichern. Wir wollen jetzt immer donnerstags im Morgenkreis eine Kinderkonferenz abhalten, wo wir uns über Wünsche und Ärgernisse, aber auch über Ängste unterhalten können. Jeder darf hier sagen, was ihn bedrückt und alle zusammen versuchen, eine Lösung für das Problem zu finden. Damit wir das mit dem Ausreden lassen und zuhören nicht vergessen, gibt es ab nächster Woche noch einen kleinen goldenen Redestein, den immer das sprechende Kind in die Hand bekommt. Mit Stephi ging es an diesem Tag weiter mit dem Nestchen basteln und die Marder durften mit ihr das geplante Theaterstück besprechen. Und wer dann noch Energie hatte, konnte mit Martin im Bauwagen seine Gefühle in Gläser schichten…. 😊!

Der Freitag war ja ein regnerischer und windiger Geselle, aber das stört uns ja nicht so, vor allem, wenn uns Martin eine Reifenschaukel aufbaut!! Da kann man gut mit oder gegen den Wind schaukeln. Mit Sonja durften die Marder einen Messerblock für unsere großen Küchenmesser bauen, damit die im Küchenschrank auch einen schönen Platz bekommen. Alle anderen haben mit Melanie Nudeln mit Erbsen und Giersch gekocht – ein schönes grünes Frühlingsgericht, das auch noch lecker geschmeckt hat. Die Frischlinge genossen mit Marina zum Ende dieser Woche eine entspannende Massagegeschichte 😊!

 

Wochenbericht vom 1.3. – 5.3.21

Am Montag hat uns Martin im Morgenkreis Bilder mitgebracht. Da waren Gesichter drauf. Und jedes hat anders geguckt. Wir haben natürlich sofort gecheckt, welches Gesicht zu welchem Gefühl passt. Da gab es ein zufriedenes, ein trauriges, ein wütendes, ein ängstliches und ein glückliches Gesicht. Und dann haben wir uns über die verschiedenen Gefühle unterhalten. Da kann ja auch wirklich jeder mitreden. Weil schließlich war jeder Mensch schon mal traurig, oder wütend oder sehr glücklich! Und so konnte jedes Kind und jeder Erwachsene etwas zum Thema beitragen. Nach der Brotzeit durften wir uns im Freispiel austoben und wenn man genau hingesehen hat, konnte man sehen, dass ein paar Kinder gelacht, ein paar wütend gestritten, andere zufrieden gespielt haben, oder aber das ein oder andere Kind traurig war, weil es nicht mitspielen durfte….also eigentlich begleiten uns unsere Gefühle den ganzen Tag und verändern sich immer wieder… damit sollten wir uns noch näher beschäftigen – sehr interessantes Thema!

Am Dienstag hat uns Caroline unsere neuen Wetterkarten mitgebracht. Die alten waren schon ganz greislig, weil die ja bei jedem Wetter im Einsatz sind! Sonja hat dann neue Holzkarten besorgt und Caroline hat sie mit den verschiedenen Wettern bemalt 😉. Und dann ging es gleich mit dem Martin weiter: er hat seine Gefühlegesichterkarten wieder ausgepackt, aber dazu gab es jetzt was Spannendes! Jedes Kind bekam eine Wäscheklammer mit seinem Garderobenbild drauf. Und die Klammer durfte dann jeder an das Bild klemmen, das zur aktuellen Tageslaune passte. Puh, zum Glück waren alle entweder zufrieden oder sogar sehr glücklich 😊! Die Bilder werden jetzt am Bauwagen befestigt und an einer Leine hängen alle Klammern. Und dann darf jedes Kind, das in den Wald kommt, seine Klammer am passenden Bild befestigen. Und alles darf sein, wie es ist: wenn jemand ganz grantig oder traurig in den Wald kommt, dann ist das eben so und wenn alles gut läuft, kann er seine Klammer am Ende des Kindergartentages an das zufriedene Bildergesicht heften 😉. Tolle Idee von Martin! Da sind wir gleich hellwach morgens, weil wir so konzentriert nachdenken müssen, wie es uns eigentlich geht… Nach der Brotzeit haben sich einige Kinder ausgesucht mit Sonja zum Stöcke- und Moossammeln in den Fichtenwald zu wandern. Das Zeug brauchen wir nämlich, um mit ihr ein Hügelbeet zu bauen. Das hat sie uns zuvor ganz genau erklärt und sie hat auch schon ein paar Pflanzen besorgt, das wird ein feines Zwergerlbeet werden 😊!

Mittwochs war mal wieder unser schauspielerisches Talent gefragt! Martin hatte eine Indianergeschichte zum Mitspielen dabei. Das hat allen so gut gefallen, dass wir das nach der Brotzeit gleich noch zweimal mit wechselnden Schauspielern gespielt haben, damit möglichst viele Kinder mitmachen konnten. In der Zwischenzeit durften die Marder mit Caroline in den Bauwagen gehen, um sich der Vorschule zu widmen. Zunächst wurde eine Knuffgeschichte gelesen und bearbeitet, danach durfte jedes Vorschulkind in sein Heft ein „Gefühlsgesicht“ zeichnen und das passende Gefühle dazu schreiben. Und was meint ihr, welche Gefühle gezeichnet wurden? Nur zufriedene und glückliche 😊! Das haben alle sechs mit viel Eifer und Konzentration geschafft – toll! Später haben wir uns ein Sonnenplätzchen gesucht und unsere große Decke ausgebreitet. Dort hat Martin mit uns das Bilderbuch „Heute bin ich“ angeschaut. Da ist es schon schwieriger die verschiedenen Gesichtsausdrücke der Fische zu deuten…

Am Donnerstag waren wir im Fichtenwald, wo wir mit Martin ein schön grusliges Monsterbild aus Naturmaterial gelegt haben. Mit Monstern kennen wir uns aus und wer liebt es nicht, wenn einem der Gruselschauer über den Rücken rieselt….. Dann hatten wir noch die traurige Aufgabe eine tote Maus zu begraben. Das haben wir wie immer mit viel Liebe und Ehrfurcht hinter uns gebracht. So ein Mäuseleben ist ja nur kurz und muss deshalb mit der angemessenen Würde geehrt werden.

Und am Freitag war dann die Marina mal wieder bei uns – wie schön! Wir haben Feuer gemacht und ein leckeres Würschtlgulasch darüber gekocht. So ein deftiger Eintopf ist doch einfach was Feines an so einem kalten und regnersichen Tag 😊! Mit Sonja durften wir weiter am Hügelbeet arbeiten und nun freuen wir uns schon auf die wärmere Zeit, wenn wir zusehen können, wie alles wäschst und gedeiht. Ja und dann kam der Gruselschocker der Woche: Martin hat im Bauwagen einen Gruselraum eingerichtet: ganz dunkel war es da, wie in der Geisterbahn!! Wer sich getraut hat durfte todesmutig vorne rein und hinten wieder rausgehen, wer ein bissl ängstlicher war, durfte sich natürlich einen Freund mitnehmen zur Unterstützung und wer gar nicht rein wollte, ist einfach draußen geblieben und hat sich um andere wichtige Dinge gekümmert 😉. Na und dann: war die Woche schon wieder rum!!

Wochenbericht vom 22.2. – 26.2.21

Wir sausen und wir purzeln, wir rennen über Wurzeln 😊😊😊!!! Wir sind wieder da!!!! Endlich, endlich dürfen alle wieder in den Wald!! Wir haben so lange gewartet und jetzt ist es soweit!

Mit großem Hallo haben wir uns alle am Montag begrüßt, auch die Erwachsenen waren froh, dass wir alle wieder im Wald sein dürfen. Im Morgenkreis haben wir erst einmal das wunderschöne Naturmandala bewundert, dass die Kinder und Erwachsenen der Notbetreuung für uns gestaltet haben. So haben wir uns gleich wohl- und willkommen gefühlt 😊. Die Gruppe war fast komplett und so durften wir uns für ein großes Gruppen-Hurra-wir sind wieder im Wald- Foto aufstellen, das bekommt dann jedes Kind in sein Portfolio, zur Erinnerung. Nach der Brotzeit ging es auch gleich los zu einem kleinen Spaziergang in den Fichtenwald. Melanie hat uns dort Hängematten aufgehängt, mit denen wild geschaukelt und gespielt wurde – wilde Fahrten über das Meer, bei Sturm und Gewitter, dann wieder wurde die See ganz glatt und ruhig, bevor gefährliche Klabauter an Land gesichtet wurden 😉! Ein Heidenspaß wie ihr seht! Jede/r war an diesem Vormittag selig und hat gespielt – endlich wieder Kindergarten!

Am Dienstag wurde dann unser Neujahrsritual nachgeholt – zugegeben – etwa sehr spät, aber in Zeiten von Corona ist ja alles ein bissl anders. Und wünschen kann man sich ja immer was, egal wann. So wurde also von Martin in unserer Feuerschale ein schönes Feuer entzündet. In der Zwischenzeit hat uns Caroline gezeigt, welche Pflanzenteile sie in unsere kleinen Sträußlein gebunden hat, die wir später, zusammen mit unseren Wünschen ans Universum ins Feuer werfen dürfen. Da gab es Birkenreisig, Fichtenzweige, Lavendel, Efeu und Buchenzweige. Wir haben erfahren, welche Bedeutung die einzelnen Pflanzen haben. Danach sollten wir einen Kreis um das Feuer bilden und jedes Kind durfte sein Sträußchen ins Feuer werfen, mit einem ganz großen Wunsch. Viele von uns haben sich gewünscht, dass sie endlich wieder zum Schwimmen und Turnen gehen, oder Oma, Opa oder die Uroma besuchen dürfen. Wir glauben alle fest daran, dass unsere Wünsche in Erfüllung gehen werden!!! Aber die wichtigste Person war an diesem Tag Korbinian, der hat nämlich im Lockdown Geburtstag gehabt und das musste natürlich mit feinen Muffins nachgefeiert werden 😉.

Am Mittwoch durften wir abstimmen, zu welchem Ausflugsziel wir uns aufmachen wollten. Es gab die Möglichkeit am Platz zu bleiben, oder in den Fichtenwald oder zum Steinhügel zu wandern. Na, was meint ihr wohl wohin es ging? Genau! Zum Steinhügel!! Kathi war ein bisschen überrascht, dass dieser unspektakuläre Sand- und Steinhaufen eines unserer beliebtesten und begehrtesten Ausflugsziele ist 😊. Als sie allerdings gesehen hat, wie begeistert wir dort gegraben, gebohrt, gerutscht und gekullert sind, hat sie´s verstanden 😉. Auf dem Rückweg mussten dann alle die Jacken ausziehen, weil es ganz schön warm geworden ist. Überhaupt hatten wir einen wunderschönen, sonnigen Start in dieser Woche. Man möchte dem vorfrühlingshaften Gezwitscher der Vögel und den wärmenden Sonnenstrahlen noch nicht so recht trauen, schließlich ist noch Februar….aber wer weiß…

Am Donnerstag durften wir mal ausprobieren, wie mutig wir sind. Wir haben einen engen und langen Tunnel aus Reifen, Tischen und Decken gebaut. Und wir haben uns fast alle getraut da durch zu krabbeln! Einige von uns mussten schon eine Weile überlegen, ob sie sich das wirklich trauen sollen…. Anschließend durften wir uns im Balancieren über die Kinderbänke und einen Stamm ausprobieren. Ganz schön anstrengend das alles und es war wichtig, uns darüber im Abschlusskreis auszutauschen. Wir durften erzählen, wie wir uns gefühlt haben und wie das mit dem „Mut“ eigentlich so ist. Und ob es manchmal nicht sogar mutiger ist, etwas NICHT zu machen. Interessante Sache, das mit dem Mutigsein… Die Vorschulkinder waren mit Seilen im Fichtenwald, um dort Experimente damit zu machen. Da durfte man sich zum Beispiel auf den Boden legen und der Umriss des Körpers wurde mit einem Seil gelegt. So konnte man, wenn man wieder aufgestanden war, sehen, wie groß man ist. Da war wahrscheinlich manch einer erstaunt, wieviel er oder sie gewachsen ist in den letzten Wochen, obwohl ja im Lockdown alles stillstehen sollte 😉.

Am Freitag haben wir uns auf den Weg zur Heuwiese gemacht. Ein ganz schön langes Stück zu laufen ist das, aber wenn wir eines nicht verlernt haben, dann ist es das Wandern! Es gibt dort immer eine Menge zu entdecken und viel Platz zum Rumsausen! Auch die ersten Bienen sind schon unterwegs und wenn man den Boden genau beobachtet, kann man sehen, dass viele kleine Tierchen unterwegs sind, die sich genauso über die wärmeren Tage freuen wie wir! Außerdem hat uns Marina an diesem Freitag Schneeglöckchen mitgebracht, diese wunderhübschen ersten Frühlingsboten. Da haben wir ihnen zu Ehren unser Schneeglöckchenlied gesungen. Und schwupps….ist die erste Waldwoche schon wieder rum 😉!

Der Fridolin (6)

….du bist nicht allein….

Heute erzähle ich euch die vorerst letzte Geschichte aus dem Winterwald. Erstens, weil der Winter sich jetzt langsam verabschiedet und zweitens, weil ich meine große Liebe gefunden habe und mich jetzt wichtigeren Dingen zuwenden muss, als immer nur zu tratschen.

Aber der Reihe nach. Ich hab euch ja schon erzählt, dass in meiner neuen Nachbarschaft eine Schönheit namens Sieglinde wohnt. Als ich ihr das erste Mal begegnet bin, war ich von ihrem umwerfenden Aussehen so verzaubert, dass ich aus Versehen gegen einen Rundling im Sitzkreis der Waldzwergerl geknallt bin, als ich ihr hinterhergesehen hab. Meine Güte war das peinlich!!! Unter meinem Fell bin ich ganz rot angelaufen glaub ich, auf jeden Fall hatte ich einen heftigen Schweißausbruch. Zum Glück hat in diesem Moment ihre Mutter nach ihr gerufen: „Siiiiiiiiiegliiiiiindeee!!! Essen steht auf dem Tisch!!!“ Da war sie erstens abgelenkt von meinem Fauxpas und zweitens wusste ich jetzt, wie sie heißt 😊! Sieglinde…was für ein wundervoller Name…immer wieder hab ich ihn vor mich hingemurmelt auf dem Heimweg. Da war alles drin: die Gewinnerin, ein linder Frühlingsabend, der viel besungene Lindenbaum und dann noch der liebliche Klang…Sieglinde…weich und so ungeheuer weiblich…. Na, ihr hört schon – mich hat´s voll erwischt <3! Den ganzen Tag konnte ich nur an sie denken! Aber dann kam der schwierige Teil: wie konnte ich es anstellen, dass sie sich auch für mich interessiert? Zuerst hab ich mein Fitnesstraining wieder aufgenommen und möglichst schwere Äste gestemmt, Kniebeugen und Liegestützen geübt. Da blühen die Muckis! Mein Friseur ist leider immer noch nicht zurück, also hab ich mir gedacht, selbst ist der Eichhornmann und hab mir mein Haupthaar einfach nach hinten frisiert und mit einem Stück Fichtenwurzelfaden zusammengebunden. Sieht echt lässig aus! Das Äußere wäre also geschafft. Ganze Nächte bin ich wach gelegen und habe überlegt, wie ich sie nur ansprechen könnte. Da kam mir der Zufall zu Hilfe. Als ich mal wieder auf dem Gelände der Waldzwergerl unterwegs war und mich ein wenig im Bauwagen nach Werkzeug umgesehen hab, hab ich sie gesehen: Mit zwei schweren Einkaufstaschen lief sie nur ein paar Meter weiter an mir vorbei. Ich also sofort raus und zu ihr hin: „Darf ich Ihnen vielleicht die Einkäufe nach Hause tragen?“ Ich hab keine Ahnung, woher ich den Mut hatte, sie einfach so anzusprechen. Aber liebe Leute! Es hat geklappt! Dankbar überreichte sie mir ihre Last und war sicher sehr von meinem Bizeps beeindruckt. Okay, ich muss zugeben, ich hab schon drauf geachtet, dass sie meine Muskeln nicht übersehen kann 😉. Dann sind wir also zu ihr nach Hause und haben unterwegs ein wenig geplaudert. Ihre Familie kommt ja ursprünglich aus Schneizlreuth, aber da latschen so viele Touristen durch den Wald, dass die armen Tiere überhaupt keine Ruhe mehr finden. Deshalb sind sie kurzerhand nach Hebertshausen gezogen. Was für ein Glück für mich! Wir haben uns dann auch gleich verabredet. Ich hab sie zum Essen eingeladen, es gab ein feines Nusscarpaccio mit Schneehäubchen und dazu prickelndes Amperwasser aus Sektflöten. Ich glaub sie war schon beeindruckt von mir, meiner schönen Wohnung und natürlich dem Essen. Später hab ich ihr auf der Gitarre „Du bist nicht allein“ von Roy Black vorgespielt und gesungen, da war es dann endgültig um sie geschehen… (Zuerst dachte ich ja noch an die „Zuckerpuppe aus der Bauchtanzgruppe“, aber ich hatte Angst, sie könnte das Lied geschmacklos finden). In weiser Voraussehung hab ich mir einen komfortabel großen Kobel gemietet, da gehen wir uns nicht im Weg um und für ein paar kleine Sieglindes und Fridolins ist auch noch genügend Platz…

Tja, da wäre ich nun also am Ende meines Winterwaldtagebuchs, aber ihr wisst ja, man sieht, hört und liest sich immer zweimal im Leben… Vielleicht melde ich mich ja irgendwann mal wieder! Machts gut und bleibt fröhlich und wild – ich seh euch 😊!!

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Der Fridolin (5)

….ich will auch ein Waldzwergerl sein….!

Jetzt muss ich euch unbedingt schnell was erzählen! Also das ist ja so, dass im Wald im Moment nur ein paar wenige Waldzwergerl sind, wegen diesem Lockdaun oder wie das heißt. Ich hab keine Ahnung, was das bedeuten soll, aber ich glaube, es könnte etwas mit den Daunenfedern der Gänse zu tun haben, vielleicht sollen die gelockt werden, damit sie hübscher aussehen. Aber warum sollten deswegen weniger Waldzwergerl zum Spielen in den Wald kommen…hmm… ich kapier das alles nicht. Aber ist ja jetzt auch wurscht, ich hab nämlich noch eine viel wichtigere Neuigkeit für euch. Wie gesagt, sind es wenig Zwergerl im Wald und wir haben uns schon prächtig aneinander gewöhnt. Sie freuen sich immer, wenn sie mich sehen und ich freu mich, wenn ich ihnen beim Spielen und Werkeln zuschauen kann. Aber jetzt endlich zu meiner neuesten Neuigkeit: ich hab eine neue Wohnung gefunden!! Sie liegt sehr zentral, aber dennoch ruhig (wenn nicht wieder irgend so ein Zwergerl schreit wie wild..) ich hab nur kurze Wege zum Supermarkt und meinen Freunden. Außerdem wächst in unmittelbarer Nähe ein Seidelbaststrauch, dessen zarte Blüten herrlich duften. Leider ist er sehr giftig, aber das macht nichts, ich will ihn ja sehen und riechen und nicht fressen. Und jetzt kommt das Beste: ich habe mein handwerkliches Talent entdeckt! Ich schreinere meine Möbel selbst und hab mir mit Hilfe von ein paar Spezln schon das ein oder andere hübsche Stück in den neuen Kobel geschleppt, um daraus etwas Schönes zu bauen. Aber da ich natürlich keinen eigenen Werkzeugkoffer habe, dachte ich mir, die Zwergerl leihen mir bestimmt etwas aus. Die haben da nämlich so einen coolen grünen Riesenkasten auf vier Rädern, wo sie immer reinflitzen und dann mit allerlei spannenden Geräten wieder rauskommen. Das wollte ich mir mal genauer anschauen. Als gerade kein Zwergerl und kein Erwachsener in der Nähe war, bin ich flink in den Riesenkasten reingeflitzt und hab mich schnell umgeschaut. Doch plötzlich hat mich ein Waldzwergerl entdeckt und ist in meine Richtung gesaust, um mich zu fangen!! Ich sag es euch, ich hab mich so erschrocken, dass ich dachte in meiner kleinen Brust hämmert der Dieselmotor vom Bulldog vom Hufnagl Sepp. Der ist Landwirt ganz in der Nähe, deswegen kenn ich dem seinen Bulldog und welche Geräusche der macht. Aber das ist ja jetzt auch wurscht, auf jeden Fall konnte ich dem Waldzwergerl mit knapper Not entkommen, indem ich in Windeseile auf den nächstbesten Baum gerast bin! Puh, da hab ich nochmal Glück gehabt! Ich weiß auch nicht, warum ich nicht mag, dass mich so ein Mensch anfasst. Wahrscheinlich trau ich ihnen halt doch nicht so hundertprozentig, weil sie ja schon ein ganzes Stück größer sind als ich. Also nicht, dass ich arg schmächtig oder schwächlich wäre, ganz im Gegenteil, ich hab einen Body, da drehen sich die Eichkatzelmädels zweimal um, aber so ein Menschenkind ist halt trotzdem eine Nummer zu groß für mich. So, jetzt hab ich aber genug geschwatzt. Ich leg mich eine Runde schlafen und dann überleg ich mir, wie ich an das Werkzeug von den Zwergerln kommen könnte, um meine Bude endlich fertig einzurichten. In meiner nächsten Geschichte erzähl ich euch von Sieglinde, sie ist eine Eichhörnchendame, die ganz in der Nähe wohnt und phantastisch aussieht….

Der Fridolin (4)

…oder wann kann man endlich wieder zum Friseur?

Leute, Leute, Leute!! Ich weiß ja nicht, wie es bei euch aussieht, aber meine Frisur ist mittlerweile eine richtige Katastrophe! Sogar meine Ohrbüschel sind viel zu lang, es ist zum Heulen. Mein Freund, der Wiedehopf ist ja mein Lieblingsfriseur, aber das Weichei ist im Winter immer im Süden unterwegs, weil es ihm hier zu kalt ist. Nun ja, die Menschen haben im Moment glaub ich ein ähnliches Problem. Bis auf die Waldzwergerl, denen ist das wurscht, weil die ja erstens sowieso hübsch anzusehen sind und zweitens tragen sie immer Mützen. Die haben´s gut. Ich muss gestehen, dass ich mir auch schon Gedanken gemacht hab, ob ich mir aus den Resten von Josef´s Haarschopf ein hübsches Toupet filzen sollte…hmmm….ich bin aber nicht sicher, ob mir dieser helle Ton steht. Na, egal, es gibt Wichtigeres. Letzte Woche zum Beispiel hat mich das vornehme Fräulein Waldmaus besucht. Sie hat zum Tee ein paar schöne dicke Fichtenzapfen mitgebracht. Das fand ich eigentlich sehr nett, aber nachdem wir die Zapfen und den Tee verspeist hatten, hat sie sich furchtbar aufgeregt, dass ich die Zapfen immer so schlampig abnagen würde und nicht so säuberlich wie sie. Jede einzelne Schuppe nagt sie ab, man kann es auch übertreiben, finde ich. Da verstehe ich mich mit meinem Spezi, dem Specht schon viel besser. Wir sitzen abends öfter mal beim Schafkopfen zusammen und trinken ein Bierchen. Und wenn wir da Zapfen dazu futtern, schaut das aber ganz anders aus! Ich reiß die Schuppen mit Schwung vom Zapfen, während der Specht sie mit seinem Schnabel bearbeitet. Eine echte Männerrunde halt, mit viel Krach und Gelächter.

Habt ihr eigentlich gewusst, dass mein wissenschaftlicher Name „Sciurus vulgaris“ aus dem griechischen kommt und „mit Schatten spendendem Schwanz“ heißt? Das hat mir mein Opa erzählt, er ist nämlich sehr gescheit und weiß einfach alles! Aber ich kann mit meinem Schwanz nicht nur Schatten spenden, oder mich nachts damit zudecken, wenn es sehr kalt ist, sondern ich brauche ihn auch dringend, um zu klettern. Bei meinen weiten Sprüngen von Baum zu Baum dient er mir als Balancierhilfe, sonst würde ich wahrscheinlich dauernd irgendwo runtersegeln. Was soll ich sagen: ich bin einfach ein toller Typ 😊. So, jetzt buddel ich mir irgendwo was zu futtern aus und dann leg ich mich wieder hin. Ist ja ein scheußliches Wetter hier, der ganze Regen ruiniert mir meine Frisur sonst noch ganz! Macht´s gut und bis bald!

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Der Fridolin

…die große Jagd nach Futter geht weiter… (Folge 3)

Ihr glaubt ja nicht, was passiert ist! Der wilde Wind, mit seinem fauchenden Atem, hat meinen Kobel von der Fichte geworfen! Meist ist er ja ein zahmer Geselle, der nur ein bisschen vor sich hin pfeift, aber diesmal hat er so lange gepustet und an der Fichte gerüttelt, bis sich mein Nest gelockert und auf dem Boden gelandet ist. Unverschämtheit!!! Die paar Waldzwergerl, die da rumsausen und die Melanie mit der schönen Wollmütze (würde mir auch gut stehen!) haben es natürlich gefunden, bevor ich es verstecken konnte und haben gesehen, dass ich der Filzwolledieb war… Au weia, erwischt! Aber sie haben gar nicht geschimpft, sondern nur sehr interessiert mein Nest untersucht. Das war mir nicht so recht, man hat ja schließlich ein Recht auf seine Privatsphäre, oder? Aber was will man machen, diese Waldgesellschaft ist halt sowas von neugierig. Kann ich aber auch verstehen, ich bin ja selber von der wissbegierigen Truppe. Als ich nämlich mal wieder verzweifelt versucht hab, mich an meine Futterverstecke zu erinnern, hab ich plötzlich ganz in der Nähe ein Häuschen entdeckt. Das muss der Vogelsupermarkt sein. Die Vögelchen fliegen da zur Zeit alle wie wild rein und mit etwas zum Fressen im Schnabel wieder raus. Das wollte ich mir dann doch mal genauer ansehen. Und siehe da: dicke fette Futterknödel mit Körnern und Fett lagen da drin!! Da ich weit und breit keine Kassiererin gesehen hab, hab ich mich einfach mal selbst bedient und mir so ein Knödelchen mitgenommen. Leider konnte ich nirgends einen Topf mit Soße entdecken, das wäre natürlich die kulinarische Krönung gewesen: Knödel mit Soße…hmmm… lecker! Aber ich will nicht undankbar sein, mein Eichhörnchenmagen ist wieder gut gefüllt und ich kann wieder besser nachdenken, wo meine Futterverstecke eigentlich waren. Die Leute hier sind eigentlich ganz nett, ich hoffe, die Regale werden regelmäßig aufgefüllt und die schwatzhafte Amsel erzählt mir nicht dauernd von ihrer ach so tollen Familie – laaaaangweilig!

Außerdem muss ich mich auch noch um eine neue Wohnung kümmern. Da könnte ich vielleicht doch die Amsel fragen, die weiß ja immer alles. Ein schicker Kobel in zentraler Lage, Südseite. Das müsste doch zu bekommen sein. Und dann war da noch die Sache mit einer Eichhörnchendame, die mich im Winter wärmt. Bisher hat mir keine so richtig gut gefallen und in der neuen Wohnung wird es womöglich auch zu eng zu zweit. Und der Frühling kommt auch bald, dann bin ich sowieso wieder lieber alleine unterwegs… Hach, dauernd muss man Probleme wälzen, furchtbar. Das ist schon sehr anstrengend, ich finde, ich sollte jetzt erst mal eine Runde ausruhen. Alles andere muss warten. Nächste Woche erzähle ich euch, wie es mir ergangen ist….