Es war einmal bei den Zwergerln…

Wochenbericht vom 29.11. – 3.12.21

Am Montag haben wir den ersten Advent gefeiert! Pünktlich hat es angefangen zu schneien und wir waren in bester vorweihnachtlicher Gesangsstimmung 😊. Unser Adventslied „Am Kranz brennt a Kerzerl“ ist heuer ein bayrisches, was für so manchen großen und kleinen Sänger ganz schön anspruchsvoll ist 😊, aber gemeinsam schaffen wir das! Mit Stephi haben wir nach der Brotzeit kleine Sterne aus Ästchen und Perlen gebastelt und die Blutfäustchen durften mit Melanie spannende Experimente mit Kerzen ausprobieren.

Am Dienstag haben wir wieder fleißig unser Adventslied geübt und sind anschließend in den Fichtenwald gewandert, um Zweige für unser Adventsgärtlein zu sammeln. Mit voll beladenen Bollerwagen sind wir zurückgekehrt und einige Kinder haben angefangen eine Krippe zu bauen. Das ist wunderschön geworden 😊! Für Maria und Josef gibt es einen Weg aus vierundzwanzig Holzscheiben und jeden Tag dürfen sie ein Scheibchen weitergehen. Wenn sie an der letzten angekommen sind, sind sie endlich an der Krippe gelandet und wir können Weihnachten feiern.

Und dann war da ja nach dem ersten Advent auch noch der erste Dezember, den wir freudig mit unserem Schaf Rica, über das wir jeden Tag eine kleine Geschichte hören, begrüßen durften!! Der Martin hat den Namen des ersten Kindes für den Adventskalender gezogen – die Antonia! Sie war ganz aufgeregt und durfte ihren selbstgebastelten Weihnachtswichtel von der Adventspalette pflücken und eine kleine Schokolade gab es auch noch dazu. Natürlich sind alle schon gespannt, welches Kind morgen dran ist…. 😉…. Mit Melanie und ihrer Gitarre haben wir ein Nikolauslied gespielt und gesungen, damit wir schon mal vorbereitet sind, wenn der gute Mann in den Wald kommt…. Später haben die Erwachsenen zwei Tische hergerichtet, wo wir unsere Pakete für die Kinder aus Tschernobyl packen konnten. So viele Sachen sind da zusammengekommen – wow – da können wir vielen Familien eine große Freude bereiten! Dank an alle großzügigen Spender und Spenderinnen! Der Martin hatte am Schluss ganz rote Backen vor lauter Eifer, aber unsere Arbeit kann sich echt sehen lassen 😉!

Am Donnerstag hat sich der stürmische Wind der letzten Tage auch wieder verzogen und so konnten wir zum Glück, wie geplant, Laurens Geburtstag genau so feiern, wie er es sich gewünscht hat. Zuvor aber gab es wieder eine Geschichte mit Rica und den Adventskalender und dann wurde aber gefeiert mit Gesang und Krafttier, einem kleinen Geschenk und einem Lagerfeuer, über dem wir Würschtl und Stockbrot gebraten haben. Das war ein sehr gemütliches Geburtstagsfest und nachdem alle satt waren, mussten wir unbedingt ein paar große Runden rennen und wild spielen, weil am Ende des Vormittags noch einmal unsere ganze Konzentration gefordert war: das Adventsgärtlein! Tags zuvor haben einige Kinder mit Sonja und Caroline schon die Spirale aus den Fichtenzweigen gelegt, die wir gesammelt hatten. Nun bekam jedes Kind ein Windlicht und durfte es in der Mitte der Spirale an einer großen Kerze entzünden und auf dem Weg heraus an einer Stelle platzieren, die ihm gefällt. Stephi hat dazu auf dem Psalter Weihnachtslieder gespielt und wir waren die ganze Zeit über so mucksmäuschenstill (also fast die ganze Zeit 😉), dass die Erwachsenen ganz erstaunt waren, weil das ja schon ziemlich schwer für uns ist.

Am Freitag gab es schon die dritte Ricageschichte und nach dem Essen sind wir zu einem Ausflug zum Steinhügel aufgebrochen, um dort zu rodeln. Naja, so richtig dick ist die Schneedecke natürlich noch nicht, aber zum Hügel runtersausen hat´s schon gereicht! Und lustig war´s außerdem 😊! Zurück im Abschlusskreis haben wir Nikolauslieder gesungen und waren vollkommen zufrieden mit dieser ersten Adventswoche im Wald 😊.

Wochenbericht vom 22. – 26.11.21

Jetzt, wo der Advent schon ganz nah ist, wünschen wir Waldkinder uns natürlich auch ordentlich Schnee! Der gehört zu einem richtigen Waldwinter ganz unbedingt dazu. Und da wir sehr schön laut singen können, haben wir am Montag im Morgenkreis „Schneeflöckchen Weißröckchen“ in die Landschaft geschmettert. Vielleicht hört uns ja jemand da oben, der für das Wetter zuständig ist…. Mit Stephi durften wir nochmal Sonnenelfen basteln, die Sonne steht auf unserer Wetterbeliebtheitsscala schließlich auch ganz oben – gleich nach dem Schnee 😉.

Der Dienstag war wie immer ein quirliger Tag. Die Blutfäustchen durften sich wieder auf den Weg in die Grundschule in Hebertshausen machen, um sich mit der Sprache zu beschäftigen. Da sind sie echt immer sehr stolz, aber wenn sie zurückkommen, sausen sie wie die Wilden durch den Wald – das lange Konzentrieren ist schon eine anstrengende Sache… Später haben wir Räuber und Gendarm gespielt und den schönen Waldtag genossen 😊.

Am Mittwoch findet ja eigentlich immer die Kinderkonferenz statt, diesmal aber hat uns Martin ein Tablett mit verschiedenen Sachen drauf mitgebracht. Damit wir das nicht gleich sehen, hat er es aber mit einem Tuch abgedeckt und da war unsere Neugier selbstverständlich gleich geweckt! Gespannt wie die Regenschirme haben wir gewartet, was da jetzt wohl kommen mag. Und dann ging es um Folgendes: der Martin hat uns von Kindern erzählt, die in Tschernobyl leben und es nicht so gut haben wie wir. Da hat es vor langer Zeit ein schlimmes Unglück gegeben, sodass da nichts Gescheites mehr auf den Äckern wachsen kann, weil alles verseucht ist und viele Menschen sind heute noch krank deswegen. So ganz genau haben wir nicht alles verstanden, aber wir haben trotzdem gut zugehört und verstanden, dass wir diesen Kindern helfen können, indem wir ihnen etwas von unserem Überfluss abgeben. Der Samuel hat gleich gesagt, dass er eigentlich viel zu viel Spielzeug hat. Wir haben uns schon gewundert, dass unsere Eltern seit ein paar Tagen ganz viele Sachen, wie Schokolade, Zahnpasta, Müsli und noch vieles mehr in den Wald bringen. Diese Schätze hatte der Martin unter seinem Tuch versteckt gehabt und ebendiese werden nächste Woche von uns in Schachteln gepackt und dann kommen sie in ein Sammellager, von wo alles weitertransportiert wird. Damit die Kinder dort wissen, von wem sie die Sachen bekommen, durften ein paar Kinder mit Caroline schöne Weihnachtskarten gestalten, die legen wir mit in die Pakete. Da der Tag sehr kalt war, hat uns Martin ein Feuer gemacht, wo wir gemütlich Brotzeit machen konnten.

Am Donnerstag war es Zeit für einen Ausflug. Mit dem Bollerwagen sind wir zum Fichtenwald aufgebrochen, um dort zu spielen und um Material für unsere Weihnachtsdekoration und unsere Krippe zu sammeln. Schließlich brauchen Josef und Maria bald ein gemütliches Plätzchen, damit sie ihr Jesuskindlein beschützt zur Welt bringen können.

Und dann, am Freitag, fielen die ersten zarten Schneeflöckchen vom Himmel! Wie haben wir uns gefreut, da hat das Singen also tatsächlich geholfen 😊!!! Die Großen durften mit Marina Glücksbilder malen, während die anderen mit Melanie Vollkornspaghetti mit vegetarischer Bolognese gekocht haben. Jahaaahaa, da staunt ihr, mit welchen kulinarischen Höchstgenüssen wir hier gesegnet sind, gell?! Kathi und Martin haben in der Zwischenzeit mit ein paar Kindern angefangen die Weihnachtskrippe zu bauen. So viele schöne Sachen, alle an einem Tag! Wen wundert´s, dass wir so gerne Waldkinder sind 😊!

Die Erde schläft nun wieder ein,

sie träumt von Wind und Regen,

von Sonnen- und von Mondenschein,

vom reichen Erntesegen.

Mäuse huschen durch den Traum

und weiße Zirruswölkchen.

Bei den Wurzeln unterm Baum

denkt sie ans kleine Völkchen.

-Daniela Drescher-

Wochenbericht vom 15. – 19.11.21

Am Montag sind wir mal wieder zum Steinhügel spaziert. Jetzt, im Herbst, ist der Weg dorthin wieder viel angenehmer, weil die Sonne den Bodenbelag nicht mehr fast zum Schmelzen bringt, wie im Sommer und wir nicht halb verdursten auf dem Weg 😉! Im Gegenteil, diese ruhigen Nebelherbsttage haben ja was ganz Mystisches, wenn es so still und geheimnisvoll verwunschen aussieht, egal wohin man blickt. Auf dem Boden liegt braunes Laub, das leise raschelt, wenn man durchstapft und so manches Mal ist auch die Eiskönigin mit ihrem weißen Gewand und ihrem langen Zauberstab, mit dem sie die schönsten Eisblumen in die Natur zaubert, schon unterwegs. Ihr seht, es gibt auch im Herbst spannende und zauberhafte Dinge in der Natur zu entdecken! Am Steinhügel durften wir eine Weile spielen, bevor wir uns wieder auf den Rückweg gemacht haben. Im Abschlusskreis haben wir dann noch die Geschichte von „Lumina“ gespielt.

Es ist zwar gar keine Faschingszeit jetzt, aber bevor die ruhige, besinnliche Adventszeit losgeht, hatten wir am Dienstag nochmal Lust auf eine ausgiebige Runde Quatschmachen im Morgenkreis 😊. Damit es aber trotzdem zur Jahreszeit passt haben wir folgendes Lied gesungen:

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin ritt durch Pommes und Salat,
sein Pferd stand still am Colaautomat.
Sankt Martin warf ´ne Münze rein
Und trank die Cola ganz allein!
Im Schnee saß, im Schnee saß,
im Schnee da saß ein reicher Mann,
hat Kleider an von Schustermann.
Oh helft mir doch in meiner Not,
mein Porsche steht im Parkverbot.

Also wir wissen jetzt nicht, wie ihr das Lied findet, wir haben auf jeden Fall eine Fetzengaudi beim Singen gehabt 😊! Nach der Brotzeit haben wir mit Stephi Boote aus Rinden gebaut und mit Martin Zweige von einer gefällten Fichte abgesägt für unseren Adventskalender.

Am Mittwoch wollten wir natürlich im Morgenkreis noch ein paar runden Quatschlieder singen, weil es halt gar so viel Spaß macht und unsere Erzieher*innen sind da gerne dabei 😉. Danach ging es auf in den Fichtenwald, der keiner mehr ist, zum Spielen. Da gibt es nach wie vor viele neue Spielplätze die wir entdecken, da wird es uns nicht so schnell langweilig.

Der Donnerstag war ein ganz besonderer Tag: In unserem Schutzraum wurde ein Theaterstück aufgeführt „Die Elfe und das Sonnenei“. Wir waren ziemlich aufgeregt, weil die meisten von uns ja auch selbst so gerne Theater spielen! Dies ist ein Stück für kleine Brüder und große Schwestern und für alle, die für die Wunder der Natur ein Auge haben 😊. Wir waren ganz verzaubert und wünschten, wir könnten ganz bald wieder so ein schönes Theaterstück sehen! Da sind wir dem Martin echt dankbar, dass er uns das organisiert hat 😉!

Inspiriert von dem schönen Theatervormittag hat uns Stephi am Freitag gezeigt, wie man selbst aus Filzwolle kleine Elfen basteln kann – toll! Tja, und wer mal Theaterluft geschnuppert hat, möchte natürlich auch selber mal die Bretter, die die Welt bedeuten betreten. Naja, auch wenn das in unserem Fall Hackschnitzel sind 😊. Und so haben wir kurzerhand die Verkleidungskiste geplündert und selbst Theater gespielt!

Wochenbericht vom 8. – 12.11.21

Endlich ist sie da – die Martinswoche! Gleich am Montag haben wir nochmal alle unsere St. Martinslieder gesungen und mit Martin die Geschichte vom „Laternenmädchen“ geübt. Wir sind jetzt schon ein bissl nervös, aber der Martin hilft uns ja, wenn wir was vergessen haben – also kein Grund zur Sorge 😊! Die Liedertexte können wir zum Teil schon besser auswendig als die Erwachsenen, da brauchen die dann vielleicht unsere Unterstützung beim Fest…. 😉!

Auch am Dienstag haben wir im Morgenkreis eins unserer Lieder für´s Fest gesungen, nämlich das Sternenlied, das wir zum Abschied singen wollen. Und dann wurde es für ein paar Vorschulkinder aufregend: sie durften zum ersten Mal zum Schnupperunterricht in die Grundschule fahren. Zur Sicherheit ist Martin mitgefahren. Der war nämlich erstens ziemlich neugierig was die da so machen und zweitens haben wir uns sicherer gefühlt, wenn eine vertraute Person dabei ist. Alle anderen sind am Platz geblieben und haben gespielt oder Hackschnitzel verteilt. Schön friedlich war das. Als die Großen wieder zurück waren, wurde nochmal das Stück geprobt und im Abschlusskreis durften wir St. Martin spielen.

Am Mittwoch war dann endlich mal wieder Kinderkonferenz. Nachdem sich alle mit ordentlich viel Weisheit vom Stein der Weisen eingedeckt hatten, hat Melanie die Konferenz eröffnet mit dem Thema: Muss ich mein Essen mit anderen teilen? Wir haben lange gesprochen und am Ende kam heraus, dass ich nichts von meinem Essen abgeben muss, wenn ich das nicht will, aber teilen darf, wenn ich selbst noch genug für mich übrig habe. Ich soll auch kein anderes Kind unter Druck setzen, wenn es etwas nicht hergeben möchte. Wieder eine wichtige Sache, die wir gemeinsam beschlossen haben 😊! Nach der Brotzeit ging es für die Blutfäuste in den Bauwagen, wo sie der Martinsgeschichte lauschen durften und passenderweise auch nochmal über das Teilen gesprochen haben. Die jüngeren Kinder durften derweil draußen mit Kathi und Caroline eine Holzpalette rot anmalen. Die brauchen wir für unseren Adventskalender – natürlich auch mit Glitzer verziert 😊!

Der Donnerstag war ein sehr nebliger Tag, aber somit passend für unsere St. Martinsfeier, die nun endlich am Abend stattfinden sollte! Den ganzen Vormittag über haben wir geprobt und den Platz schön hergerichtet, damit am Abend alles fertig ist…

…und dann war es endlich soweit: um 17:30 Uhr haben wir uns am Schutzraum getroffen und die Laternenlichter angezündet, bevor wir uns singend auf den Weg in den Wald gemacht haben. Dort hat uns Martin am Lagerfeuer empfangen, das war schön. So schnell wie möglich wurden die kleinen Schauspieler umgezogen und dann wurde es ganz ruhig am Platz, als das „Laternenmädchen“ aufgeführt wurde. Die kleine Theatertruppe hat viel Applaus und Lob bekommen, das haben sie wirklich gut gemacht 😊!!! Und dann wurden schon die ersten Hungerrufe laut und das Buffet mit Kinderpunsch und allerlei Gebäck zum Teilen wurde eröffnet. Es wurde viel geratscht und gelacht und die Mini-Theresa war auch mit ihrer Familie da, da haben wir uns sehr gefreut 😊. Naja, irgendwann ist aber halt auch der schönste Abend zu Ende und so haben wir zum Abschluss am Feuer das Sternenlied gesungen, bevor sich alle friedlich auf den Heimweg gemacht haben.

Nun hüllt mit Nebelschleiern

der stille Herbst uns ein,

der Sonne Abschied feiern

wir mit Laternenschein.

Nun zündet an die Kerzen

und haltet gute Wacht,

tragt euer Licht im Herzen

durch dunkle Winternacht.

Am Freitag haben wir einen weiteren Ausflug zu den Rehen gemacht, weil wir jetzt wirklich viel am Platz waren wegen der ganzen Festvorbereitungen. Nachdem wir die Tiere begrüßt und bestaunt haben, durften wir am angrenzenden Spielplatz die Woche beim Spielen ausklingen lassen 😊.

Wochenbericht vom 1. – 5.11.21

Diese Woche haben wir gleich einmal mit einem Feiertag begonnen 😊! Allerheiligen heißt der, da gehen alle auf den Friedhof und zünden Kerzen auf den hübsch gemachten Gräbern an, damit sich die Verstorbenen freuen.

Am Dienstag waren wir aber wieder im Wald und haben St. Martinslieder geübt und auch die Geschichte vom Laternenmädchen. Nach der Brotzeit sind wir zu einem Spaziergang in den Knochenwald aufgebrochen, um dort Stöcke für unsere Laternen zu sammeln. Naja, zugegeben, die meisten Stöcke haben die Erwachsenen gesucht, weil wir es viel schöner fanden auf einem großen Erdhügel zu spielen und zu graben. Viel zu schnell ist die Zeit vergangen und wir mussten uns schon wieder auf den Rückweg machen. Aber wir kommen bald wieder 😉.

Am Mittwoch haben wir die Geschichte von St. Martin nachgespielt. So richtig mit Umhang und Schwert und so. Und über das Teilen haben wir nachgedacht und dass es manchmal gar nicht so leicht ist, etwas von sich selbst abzugeben. Und auch an diesem Tag durfte die kleine Theatergruppe mit Martin die Geschichte vom Laternenmädchen üben. Wer Lust hatte, durfte aber auch schöne Ketten aus den wunderbar bunten Herbstblättern basteln.

Am Donnerstag waren wir wieder unterwegs. Wir sind zum Pilzwald gewandert. Das Wetter war nämlich eher regnerisch und dort ist der Wald so dicht, dass man wie unter einem großen Dach spielen kann, ohne allzu nass zu werden 😊. Und natürlich wurde auch an diesem Tag wieder eifrig das kleine Theaterstück für St. Martin geübt!

Der Freitag begann mit unseren Martinsliedern, damit wir die wirklich sicher singen können nächste Woche! Genauso haben wir es mit dem Laternenmädchen gemacht – wir werden immer besser und freuen uns schon, wenn wir das beim Fest unseren Eltern vorführen dürfen! Weil der Freitag ja auch meist unser Kochtag ist, hat Martin mit uns Nudelspinnen zubereitet, das war lustig 😉. Und wie üblich war Marina am Freitag bei uns und hat sich mit den Vorschulkindern in eine neue Glückseinheit vertieft…. Wieder ist eine Waldwoche vorbei, diesmal allerdings eine eher ruhige Woche, da viele Kinder zuhause geblieben sind, wegen der Geschwisterkinder, die Ferien hatten. Jetzt freuen wir uns auf die kommende, wenn wieder mehr los ist und vor allem müssen wir unser Fest am Donnerstag vorbereiten – wie immer sind wir ziemlich aufgeregt 😉!

Wochenbericht vom 25. – 29.10.21

Am Montag sind endlich unsere letzten Laternen fertig geworden! Jetzt müssen sie nur noch alle trocknen und an Stöcke gebunden werden, dann kann der St. Martin sein Pferd satteln und kommen – wir sind bereit 😊! Ansonsten haben wir diese Woche ruhig angehen lassen und im Bauwagen Brettspiele gespielt oder unser Freispiel am Platz genossen.

Am Dienstag hat uns Melanie ganz viele Windlichter bereitgestellt und die Kerzen darin angezündet. Tiago hatte die schöne Idee, dass immer das Kind, das gerade eine Kerze bekommen hat wählen darf, welches Kind als nächstes ein Licht bekommt. Als wir alle ganz vorsichtig unser Windlicht in den Händen hielten, haben wir unser St. Martinslied gesungen und uns auf die nun kommende gemütliche und aufregende Zeit gefreut. Die Tage werden deutlich kürzer und kälter und es ist sicher gut, wenn wir jetzt immer ein wenig Licht in den Wald tragen 😊! Nach der Brotzeit hat sich Martin mit den „Schlittenhunden“ ins Tipi verzogen. Dort wurde über eine kleine St. Martinsaufführung gesprochen, die das kleine Grüppchen am Martinsabend vorführen wird. Wir sind schon ganz neugierig, was die sich einfallen lassen….

Mittwochs waren wir nur wenig Kinder, viele sind erkältet zuhause geblieben und so hatten wir viel Zeit, um unsere Brettspiele wieder zu spielen, Martinslieder zu üben und uns beim Freispiel die schönsten Spiele auszudenken.

Der Donnerstagmorgen war sehr kalt und neblig – richtig herbstlich halt und wunderschön 😊! Wir haben im Morgenkreis die Augen geschlossen und ganz ruhig gelauscht, welche Geräusche der Wald im Herbst zu bieten hat. Wir waren erstaunt, wieviel man bei so einem Herbstlauschen immer noch hören kann: ein wenig zarten Wind, der die Blätter rascheln lässt, vereinzelte Vogelrufe, manches Kind war sicher die Waldtiere zu hören und ganz deutlich konnten wir alle wahrnehmen, wie die Blätter leise zu Boden fallen… Auch an diesem Donnerstag waren wir nicht allzu viele Kinder und so konnten die Schlittenhunde wieder ihre Geschichte vom Laternenmädchen mit Martin üben, während die anderen zuschauen durften und sogar ein bisschen mitgeholfen haben. Sehr süß war das, als alle ganz andächtig in ihre Rollen geschlüpft sind – wir freuen uns schon auf die Aufführung, da werden die Eltern staunen 😉! Wer keine Lust auf Theater hatte durfte seine Zeichensammelmappe verschönern, oder einfach spielen gehen. Zum Ende des Vormittags haben wir noch einen Herbstspaziergang unternommen, am Pilzwald vorbei und durch den Fichtenwald durch. Wir haben schöne Blätter und große Fichtenzweige gefunden, die wir selbstverständlich mitgenommen haben 😉!

Am Freitag haben wir wieder fleißig unsere Martinslieder geübt und sind noch einmal in den Fichtenwald spaziert, um dort zu spielen. Es ist schön, die ruhigen Herbsttage draußen mit unseren Freunden verbringen zu dürfen. Wir freuen uns schon auf den November…

Der November ist nicht grau

Nimm dir einen Farbenkasten

Helle Farben, gelb, rot, blau.

Mal ins Bild ein buntes Lachen,

der November ist nicht grau.

Geh nach draußen! Trotz dem Wetter!

Such den Glanz im Nebeltau.

Zeig dem Blues die kalte Schulter,

der November ist nicht grau.

Back dir süße, bunte Kekse.

Trinke Tee und Punsch und schau:

Freude, sie geht durch den Magen,

der November ist nicht grau.

Steck ein Kerzchen an im Zimmer,

mach´s dir kuschelwarm. Sei schlau!

Schenk der Zeit ein helles Lächeln,

der November ist nicht grau.

-Elke Bräunling-

Kerze

Wochenbericht vom 18. – 22.10.21

Jetzt wird´s apfelig 😊! Am Montag haben wir ein Apfellied gesungen und Stephi hat uns eine Apfelgeschichte mitgebracht. So ein Apfel ist schon was paradiesisches! Außen schön rot, gelb und grün, innen saftiges Fruchtfleisch und ein Kinderstübchen mit Kernen drin, aus denen wiederrum Apfelbäumchen wachsen können. Und schmecken tun sie natürlich auch noch fantastisch 😉. Also eine wirklich runde Sache, diese Äpfel! Außerdem sind wir noch zum Fichtenwald, der keiner mehr ist, gewandert, um dort zu spielen. Ein paar Mädels haben Dornröschen gespielt und auch noch vorgeführt. Die ganzen frischen Baumstümpfe sind allerdings schon eine klebrige und harzige Angelegenheit…. Müssen wir mal schauen, was man mit Baumharz so alles anfangen kann…

Am Dienstag haben wir mit Martin das Leiterlied gesungen und gespielt. Das macht uns riesig Spaß, weil wir da am Ende alle vom Rundling purzeln dürfen 😊. Nach der Brotzeit sind zwei Kinder mit Melanie in den Bauwagen, um ihre Laternen zu basteln (bald haben´s alle geschafft 😉), während alle anderen Kastanienketten- und Girlanden mit Caroline auffädeln durften oder aber mit Martin Blätter schraffieren konnten. Ein sehr basteliger Vormittag war das 😊.

Und am Mittwoch sind wir nochmal zum Fichtenwald, der keiner mehr ist, spaziert. Da gibt,s jetzt viel Neues zu entdecken. Erstens sind ja alle Fichten gefällt worden und zweitens lässt der Herbst alles wieder lichter werden, weil viele Bäume schon ihr Laub verloren haben und die Gräser trocken geworden sind. Es hat uns großen Spaß gemacht durch das hohe Gras zu streifen, das noch höher ist als wir selbst! Wer wollte konnte sich aber auch auf den Decken Geschichten von Melanie und Caroline vorlesen lassen, während die anderen mit Martin auf Entdeckungstour waren. Gut, dass wir diesen schönen, milden Herbsttag in vollen Zügen genossen haben, denn….

…..am Donnerstag ist ein wilder Sturm über das Land gefegt!! Dunkle Wolken, Regen und heftiger Wind hat an den Bäumen gezerrt, da sind die Blätter nur so herumgeflogen. Klarer Fall für den Schutzraum, bei dieser Witterung ist es im Wald zu gefährlich für uns. Also haben wir uns im JUZ getroffen, was wir ja auch immer mal ganz aufregend finden. Jeder durfte ein Spielzeug von zu Hause mitbringen, um es den anderen zu zeigen und natürlich, um damit zu spielen. Und dann war da noch was ganz Wichtiges: Lolas 6. Geburtstag! Den haben wir selbstverständlich auch noch gefeiert und ihre feinen Muffins verspeist 😊! Ja und dann kam endlich die Sonne wieder zum Vorschein. Es war zwar immer noch sehr stürmisch, aber da rund um den Schutzraum keine großen Bäume stehen, durften wir trotzdem noch eine Stunde rausgehen und uns den Wind um die Nase wehen lassen 😉. Aber mal ehrlich: im Wald ist es einfach viel schöner 😊!

Am Freitag hatte sich das Wetter zum Glück wieder beruhigt und wir konnten uns ganz normal im Wald treffen. Wir haben leckere Kürbisnudeln gekocht (und dann natürlich auch gegessen 😉). Die Vorschulkinder wurden wieder mit einer Glückseinheit von Marina beglückt 😊! Eine aufregende Waldkinderwoche geht zu Ende und wir freuen uns alle auf ein erholsames Wochenende!

Wochenbericht 11. – 15.10.21

Den Montag dieser Woche haben wir mit einer Erzählrunde begonnen. Wir durften erzählen, was am Wochenende so los war und was wir alles erlebt haben. Da gibt´s ein paar richtige Plaudertaschen bei uns, die mussten zwischendrin von Stephi gestoppt werden, sonst wären erstens die anderen nicht mehr drangekommen und zweitens wären unsere Popos am Rundling festgefroren 😊! Aber natürlich freuen wir uns immer, wenn wir uns am Anfang der Woche wiedersehen und da gibt´s halt dann viel zu erzählen 😉. Nach der Brotzeit sind ein paar Kinder mit Stephi in den Bauwagen gegangen, um ihre Laternen zu basteln, während der Rest einen Spaziergang um das Feld unternommen hat, um schöne Blätter für unser Mandala und Sonnenstrahlen zu sammeln.

Mit den schönen Kastanien, die wir geschenkt bekommen haben, durften wir am Dienstag Herbstgirlanden basteln. Mit all den bunten Blättern, die wir gesammelt haben, den Früchten der Heckenrosen und des Weißdorns sind die Girlanden richtig herbstlich bunt geworden. Eigentlich wollte Melanie die Girlanden gerne zwischen unseren Fichten zur Deko aufhängen, aber wir waren alle so begeistert von unseren Kunstwerken, dass wir sie mit nach Hause nehmen wollten. Nur Luisa hat uns ihre überlassen. Und diese Girlande hängt jetzt als Soloprachtstück an der Leine 😉! Danke Luisa 😊.

Am Mittwoch haben wir uns im Morgenkreis wieder zur Kinderkonferenz getroffen. Caroline hat uns am Dienstag schon mal eine Hausaufgabe aufgegeben zum Nachdenken: „Wie wäre es, wenn es im Kindergarten keine Regeln gäbe?“ Und genau darüber haben wir dann mit Melanie diskutiert. Nach einer Weile haben wir festgestellt, dass es bei uns ja gar nicht so viele Regeln gibt und dass der Laden besser läuft, wenn es Regeln gibt, an die sich alle halten. Und schließlich dürfen wir ja immer alle an den bestehenden und auch neuen Regeln mitarbeiten. Das ist nämlich so: wenn man mal genauer über Regeln nachgedacht und mit beschlossen hat, dann kann man sich die besser merken und auch leichter einhalten. So. Das war dann also auch geklärt 😊. Später durften weitere Kinder mit Caroline ihre Laterne basteln, der Rest hat mit Melanie lustige Bilder mit Maiskörnern geklebt.

Na, und am Donnerstag war es selbstverständlich endlich Zeit für einen Ausflug! Auf vielfachen Wunsch sind wir zum Steinhügel gewandert, um dort zu spielen, zu toben und um die schönen Steine zu bewundern, die es dort immer zu finden gibt.

Am Freitag waren wir wieder am Platz. Wir durften Nagelbilder fertigen und mit Wolle verzieren. Und weil so viel Fleiß hungrig macht, wurde mit Marina gekocht. Es gab Glückssuppe 😊. Da waren Süßkartoffeln und Birnen drin, das hat superlecker geschmeckt und wir haben schon beim Essen gespürt, wie das Glück sich warm in uns ausbreitet 😊. Im Abschlusskreis haben wir nach langer Zeit mal wieder die „PiPaPoPiraten gesungen und wer am Nachmittag im Wald war, konnte sich nochmal an Kastanienketten versuchen 😉.

Wochenbericht 4. – 8.10.21

Der Montag war der Tag des Feierns in dieser Woche! Zuerst haben wir Tiago hochleben lassen, bevor wir nach der Brotzeit und dem Kuchenessen ein kleines Erntedankfest feiern durften. Stephi hat uns ein Bilderbuch mitgebracht, das heißt „Frederick“ und viele von uns kennen es schon. Da werden für den Winter Sonnenstrahlen gesammelt…. 😊. Wir haben uns unterhalten, warum man überhaupt ein Erntedankfest feiert und jedes Kind durfte ein Obst oder Gemüse zeigen, dass es mitgebracht hatte. Stellt euch vor, bei manchen Sachen wussten wir gar nicht wie das heißt! Später haben wir gemeinsam ein schönes großes Herbstmandala in den schönsten Farben gelegt – gleich am Eingang, damit sich jeder Waldbesucher daran freuen kann. Und damit wir das ganze Gemüse nicht umsonst mitgeschleppt haben, wurde überm Feuer eine feine Gemüsesuppe gekocht. Am Ende des Vormittags wurde eines unserer ältesten Kindergartenlieder gesungen: „Für die Erde singen wir“. Jetzt haben wir uns aber wirklich ausgiebig bei Mutter Erde für die Ernte bedankt, oder 😉?

Am Dienstag sind wir zu einem Herbstspaziergang aufgebrochen. Am Feld vorbei, in Richtung Pilzwald und zurück durch den Fichtenwald, der jetzt gar keiner mehr ist, da alle Fichten gefällt werden mussten! Das ist schon ein trauriger Anblick, vor allem, weil wir da so gern gespielt haben. Aber ein Gutes hat es auch: die Waldarbeiter haben riesige Haufen mit Fichtenästen liegenlassen. Da haben wir ordentlich zugelangt und unsere Bollerwägen turmhoch beladen! Die Äste können wir nämlich super für unser Tipi brauchen 😊! Unterwegs haben wir auch noch Blätter gesammelt, um bunte Herbstgirlanden zu basteln.

In der mittwöchlichen Kinderkonferenz hatten wir diesmal zwei Themen: es ging um unser Tipi und wie wir damit umgehen und um Resis Bitte, mittags die Pferdeleinen ausleihen zu dürfen. Wir haben uns mit den Erwachsenen geeinigt, dass wir uns eine Woche lang beim Aufräumen bewähren müssen, dann können wir nochmal darüber reden. Mal sehen, ob wir das schaffen…. 😉. In der Vorschule mit Melanie wurde der Wunschbaum weitergestaltet und mit Wünschen versehen 😊. Zwei jüngere Kinder haben schon mal mit ihren Martinslaternen begonnen und der bauwütige Martin hat mit ein paar Kindern nochmal Äste aus dem Fichtenwald geholt. Die sind richtig fleißig gewesen!

Auch am Donnerstag waren die „Blutfäuste“ wieder gefragt: mit Caroline und Martin ging es in den Bauwagen, um eine neue Geschichte zu bearbeiten. Diesmal: „Die wütende Schlange“. Die war immer wütend, ganz egal was die anderen machten. Tja und dann haben wir uns natürlich über unsere eigene Wut unterhalten. Das war echt spannend, weil jede/r die Wut anders erlebt – bei sich und bei anderen. Mit Stephi durften wieder ein paar Kinder Laternen basteln 😊. Vor dem Abschlusskreis haben wir unser neues Tipi eingeweiht. In der Mitte stand ein Windlicht und wir sind ganz ehrfürchtig einer nach dem anderen reinspaziert und haben uns im Kreis gesetzt. Ganz ruhig sind wir alle geworden und haben beschlossen, dass wir das Tipi zum Märchen erzählen und Geschichten erträumen nutzen. Das hat sich der Martin auch so gewünscht, als er angefangen hat mit uns daran zu bauen. Jetzt freuen wir uns auf einen gemütlichen Herbst und Winter und viele kuschlige Plauschrunden darin….

Am Freitag war Marina- Tag 😊! Und Martin- und Kathitag natürlich auch, aber die sind ja immer da und Marina ist immer nur freitags bei uns Zwergerln. Und mit Marina machen die Vorschulkinder so viele schöne glückliche Sachen zur Zeit. Diesmal ging es um das Thema: das Glück liegt in den kleinen Dingen <3! Da würdet ihr staunen, wo wir überall kleine Glücks gefunden haben, während unseres Ausflugs zur Heuwiese…. Danke Marina, dass du mit uns überall das Glück suchst 😊!

Wochenbericht vom 27.9. – 1.10.21

Jetzt ist der Balthazar auch endlich 6 Jahre alt geworden und weil sowas natürlich richtig gefeiert werden muss, haben wir ebendies am Montag dieser Woche gemacht. Mit Krafttier, vielen guten Wünschen, einem Überraschungstierchen aus dem Wunderbeutel und sehr leckerem Kuchen, den Balthazar mitgebracht hat! Nachdem alles verputzt war, durften wir mit Martin und Stephi weiter am Tipi arbeiten. Puh… das ist ordentlich anstrengend, die ganze Schlepperei! Aber wir sind guter Dinge, dass sich unsere ganze Anstrengung lohnt 😊!

Am Dienstag haben wir im Morgenkreis ein Herbstlied gesungen und weil es inzwischen schon recht kühl am Morgen ist, durften wir zum Refrain tanzen, damit uns warm wird. Nach der Brotzeit ging es gleich wieder weiter mit dem Tipibau, während ein paar Kinder lieber Roboter spielen wollten oder mit Caroline Nagelbilder gehämmert und mit Wolle geschmückt haben.

Kaum sind wir am Mittwoch im Kreis zur Kinderkonferenz gesessen, mussten wir auch schon wieder aufstehen, um unsere Arbeitshandschuhe zu holen. Wir waren ein bissl verwirrt, was man denn im Morgenkreis damit machen soll, aber Melanie hat das Rätsel schnell aufgelöst: zunächst wollte sie mal wissen, ob überhaupt jedes Kind welche dabei hat (hatten wir 😉) und dann hat sie uns gefragt, wie das denn ist, wenn jemand seine Handschuhe vergessen hat. Darf der/die dann nicht mit Werkzeugen arbeiten? Oder darf man sich welche ausleihen? Und von wem? Oder darf man sich einfach welche aus dem Fach vom Nachbarn mopsen? Hmmm… Das sind viele Möglichkeiten und wir haben ausführlich drüber diskutiert. Am Ende haben wir uns geeinigt, dass man sich schon von anderen Kindern welche leihen darf, aber NUR, wenn man gefragt hat und sie anschließend wieder ordentlich zurück gibt. Wenn ein Kind nix verleihen will, muss man das auch akzeptieren und am besten immer selber dran denken welche von zuhause mitzunehmen. Nachdem dies alles geklärt war, gab es Brotzeit und danach durften sich die Blutfäustchen (also die Vorschulkinder) mit Melanie treffen, um einen Wunschbaum für das kommende Jahr zu malen. Und an diesem Tag sind die Mittelkinder bei der Namenssuche auch endlich fündig geworden: die heißen jetzt „Schlittenhunde“. Eine sehr gute Wahl, wie auch die Erwachsenen finden 😊.

Am Donnerstag war es endlich wieder soweit: Ausflug!!! Und zwar in den Knochenwald. Dort konnten wir nach Herzenslust spielen und auf dem Rückweg haben wir jede Menge Stöcke für unser Tipi mitgeschleppt 😉!

Der Freitag war ein richtiger Glückstag 😊! Mit Marina haben wir uns darüber unterhalten, warum der Fliegenpilz ein Glückspilz ist! Überhaupt sprechen wir mit ihr gerade viel über Glück, was uns sehr glücklich macht 😉! Aber auch für´s leibliche Wohl wurde gesorgt. Mit Martin haben wir Stockbrot überm Feuer gebrutzelt, Kräuterquark gerührt und Gemüse gegrillt. Langsam können wir echt ein Gourmet-Restaurant eröffnen 😊! Zum Ende des Vormittags durften wir unsere Tücherkiste aus dem Bauwagen holen. Wir haben uns verkleidet und sind in die spannendsten Rollen geschlüpft….

Wochenbericht vom 20. – 24.9.21

Am Montag haben wir im Morgenkreis auf Lolas Wunsch „Die Jahresuhr“ gesungen – passt ja immer 😉. Danach hat uns Stephi das Märchen vom „Fuchs und der Schnecke“ erzählt. Da geht´s, so ähnlich wie beim Fuchs und dem Hasen um Schnelligkeit und Schläue… Passend zum Thema durften wir nach der Brotzeit aus Papier Füchse falten. Und weil man während dem Basteln so schön ratschen, philosophieren und fantasieren kann, haben Antonia und Mila ein Fuchsmärchen erfunden, das im Abschlusskreis von allen gespielt werden durfte. Danke ihr beiden 😊.

Am Dienstag kam der Toni mit zwei Blechen Bärenmuffins in den Wald – er konnte an diesem Tag nämlich endlich seinen 6. Geburtstag nachfeiern!! Auch ein Krafttier für das kommende Lebensjahr durfte er wieder ziehen – einen Frosch! Der hat schon deshalb so gut zu ihm gepasst, weil er an diesem Tag ganz grün angezogen war 😉. Nach Brotzeit und Bärenmuffinschmaus hat uns Martin eine coole große Waldschaukel aufgebaut, auf der immer drei Kinder gleichzeitig schaukeln konnten. Wie die Zirkuskünstler haben wir uns immer wieder verschiedene Schaukelvarianten überlegt, mal sitzend, mal stehend oder halb liegend, super lustig war das 😊! Die Kinder, die darauf keine Lust hatten, sind mit Martin aufgebrochen, um zu sehen, ob Frau Dachs noch ein Plätzchen im Zahlenwald für uns reserviert hat. Damit wir sie mal wieder besuchen können!

Jetzt ist er also ganz offiziell da, der Herbst! Mit dem Lied „Der Herbst ist da!“ und einem Tänzchen dazu, haben wir ihn herzlich im Wald willkommen geheißen! In der Kinderkonferenz haben wir besprochen, was wir mit unserem Tipi machen wollen. Es wurde in der letzten Zeit von ein paar Kindern arg auseinandergenommen. Nachdem jede/r seine Meinung gesagt hatte, wurde beschlossen, dass jetzt nichts mehr abgebaut, sondern neu aufgebaut wird. Martin kümmert sich, dass alles stabil und sicher wird und wir helfen fleißig beim Stöcke schleppen 😉. Dann gab es noch eine kurze Gesprächsrunde, in der wiederum jede/r sagen durfte, was gerade nervt in der Gruppe. Nach soviel Konzentration mussten wir uns natürlich erst einmal stärken. Und dann wurde der Bollerwagen gepackt und wir haben uns zum Zahlenwald aufgemacht, um Frau Dachs zu besuchen. Dort angekommen, haben wir laut ihr Lieblingslied gesungen und Melanie ist sie suchen gegangen. Und tatsächlich: nach kurzer Zeit stand sie vor uns und hat uns allerlei Aufgaben gestellt, die wir mit großem Eifer gelöst haben. Schade, die Zeit mit Frau Dachs verging viel zu schnell…aber wir kommen ganz bald wieder, versprochen!

Am Donnerstag ist der Lionel ganz aufgeregt in den Wald gekommen! Sein Hund, der Merlin hat sich an einem Angelhaken, der an unserem Fischweiher herumlag, verletzt und musste sogar zum Tierarzt, um das spitzige Ding entfernen zu lassen! Und das gemeine an dem Angelhaken war, dass er an einem Köder befestigt war, der wie ein glitzerndes Marshmallow aussieht. Anscheinend hat das ein unachtsamer Angler dort vergessen, das konnte der arme Merlin ja nun wirklich nicht wissen . Wir haben das dann ganz ausführlich im Morgenkreis besprochen, damit uns sowas nicht passiert. Also falls ein Kind so einen Köder findet: NICHT anfassen, sondern einen Erwachsenen holen! Da haben wir wieder was Wichtiges gelernt – danke Lionel! Nach der Brotzeit ist Martin mit einem großen Teil der Gruppe losgezogen, um lange Äste aus dem Wald zu holen, die tags zuvor beim Bäume fällen liegengeblieben sind. Die können wir gut für unser Tipi brauchen. Wir haben geschleppt wie die Wilden und eine lustige Geschichte vom Martin gab es obendrein. Der ist nämlich, als er morgens die Lage checken wollte mit einem Fuß in den Matsch getreten und sein Schuh ist steckengeblieben 😊😊. Da stand er also wie ein Storch auf einem Bein und musste mit seinem Mineralwasser den Fuß abwaschen, bevor er den Schuh wieder anziehen konnte 😊! Das fanden wir natürlich zum Brüllen komisch 😉! Ein kleines Grüppchen ist am Basteltisch am Platz geblieben und hat Zauberbilder mit Wasserfarben und Kreiden gemalt. Ein sehr gemütlicher Vormittag war das.

Am Freitag haben wir das schöne Herbstwetter noch einmal richtig genossen. Mit Sack und Pack sind wir zum Fichtenwald aufgebrochen, um dort Brotzeit zu machen. Dort durften wir spielen und auf dem Rückweg haben wir wieder Äste für´s Tipi gesammelt. Mit Marina haben sich die Vorschulkinder mit dem Thema „Glück“ auseinandergesetzt. Was ist Glück eigentlich? Dazu gab es Bildkarten und ein Gespräch und ganz zum Schluss hat sie uns das Märchen vom „Hans im Glück“ erzählt. Eine wunderschöne Herbstwoche im Wald geht zu Ende…

Wochenbericht 13. – 17.9.21

Jetzt ist auch das letzte Kind bei uns angekommen: herzlich willkommen Jan! Für ihn ist es mit dem Abschied von der Mama nicht so schwer, schließlich hat er ja seine große Schwester schon bei uns in der Gruppe. Außerdem haben wir an diesem Montag Antonias Geburtstag nachgefeiert, da ist der Start ins Kindergartenleben sowieso toll 😉! Und auch die Vorschulkinder hatten an diesem Tag wieder zu tun – mit Melanie wurde weiter an den Schnitzausweisen gearbeitet.

Am Dienstag sind wir bei sehr schönem Wetter zum Steinhügel spaziert. Die letzten Blüten der angrenzenden Wiese wurden wieder genutzt, um hübsche kleine Gärtlein zu gestalten. Natürlich wurde aber auch viel getobt und gerutscht, das gehört ja immer dazu. Als wir schon wieder auf dem Rückweg waren, fuhr ein Auto an uns vorbei – und was glaubt ihr, wer da fröhlich rausgewunken hat? Der Jona 😊! Mit Schulranzen und Schultüte wollte er uns nach seinem ersten Schultag nochmal besuchen. Da haben wir uns riesig gefreut 😊!! Aber natürlich kann er, wenn er mal Ferien hat gerne wieder kommen und von der Schule erzählen, wenn er mag. Schön, dass du da warst Jona 😉!

Unsere Kinderkonferenz findet in diesem Jahr immer mittwochs statt. So auch an diesem Mittwoch: wir hatten einige Themen. So zum Beispiel was wir am Freitag kochen, oder ob wir eine unserer Bänke schön bunt anmalen wollen. Ganz demokratisch wurde alles abgestimmt😉! Die Vorschulkinder durften an diesem Tag mit Caroline im Bauwagen ihre erste Vorschulrunde genießen! Ganz aufgeregt waren alle und sind wie die Hummeln schon weit vor der Zeit um den Bauwagen gekreist… dann war es endlich soweit. Zunächst wurden wichtige Regeln besprochen: melden, wenn man was sagen will, andere ausreden lassen und zuhören, das, was andere sagen wird nicht bewertet, jeder darf seine Meinung sagen, wir bleiben auf dem Hosenboden sitzen und zappeln so wenig wie möglich 😉. Dann gibt es ja auch noch ein Sprüchlein, wenn die Vorschule beginnt und wenn sie wieder aufhört. So – dann kam der nächste wichtige Schritt: Namenssuche! Nach eingehender Beratung wurde abgestimmt und das Ergebnis fast einstimmig: Blutfaust. Okay, das hört sich jetzt ein bissl heftig an, aber wir haben festgestellt, dass das Blut ja eine sehr wichtige Körperflüssigkeit ist und die Faust für Kraft und Energie steht. Ist also gar nicht so schlecht, oder 😊? Zu guter Letzt wurden dann an alle neuen Vorschulkinder noch Schulhefte verteilt, für wichtige Wörter oder Bilder, die uns im kommenden Jahr begleiten und beschäftigen werden. Die Mittelkinder durften sich in der Zwischenzeit mit Melanie auch einen Gruppennamen überlegen, aber sie konnten sich noch nicht einigen, das dauert noch ein bisschen…. Zur großen Freude der meisten Kinder wurde unser Basteltisch mit Lehm/Ton hergerichtet, da sind ganz wunderhübsche Landschaften entstanden.

Am Donnerstag hat die Sonne dann mal Pause gemacht. Es war bewölkt und ab und zu hat es geregnet. Der beste Zeitpunkt, um unser Herbstlied wieder aus dem Ordner zu holen! Nach der Brotzeit durften die „Blutfäuste“ sich wieder mit Caroline im Bauwagen treffen, dort wurde heute eine Geschichte erzählt: „Wird denn hier keiner wütend?“ heißt die. Im Anschluss haben wir über das Gefühl „Wut“ diskutiert. Wie die Wut aussieht, ob sie sich bei jedem gleich anfühlt und ob es überhaupt okay ist wütend zu sein. Sehr spannende Fragen, über die wir sehr konzentriert und aufmerksam nachgedacht und gesprochen haben. Wir sind schon auf die nächste Geschichte gespannt. Alle anderen Kinder hatten aber auch eine coole Beschäftigung: mit selbstgedrehten Matschknödeln durften wir auf Papierzielscheiben zielen, die am Materialwagen befestigt waren. Eine äußerst lustige und vor allem herrlich batzige Beschäftigung 😊!

Am Freitag wollten wir das Herbstlied nochmal singen. Dann wurden die letzten Schnitzausweise fertiggestellt und zur Krönung des Freitags wurde Feuer gemacht und wir haben Pfannkuchen mit Apfelmus gebacken. Sehr lecker 😉! Und die Marina, die kann echt zaubern!!! Sie hatte einen Apfel dabei, den sie mit einem Zauberspruch in mehrere Apfelspalten gezaubert hat – beeindruckend!! Wer das selber mal probieren will, hier ist der geheimnisvolle Spruch:

Zippel zappel Zauberapfel

Zicke zacke Apfelbacke

Wirre wurre, zirre zurre

Pille palle pei

Der Apfel ist entzwei!

apfel

Wochenbericht 6. – 10.9.21

Da sind wir wieder 😊! Zwar noch nicht ganz vollzählig, weil einige noch im Urlaub sind, aber immerhin so viele, dass wir schön zusammen spielen können. Das Wetter ist herrlich, morgens kühl aber im Laufe des Vormittags wird es rasch wärmer und die Sonne lacht uns ins Gesicht 😊. Stephi hat uns ein neues Morgenkreislied mitgebracht, das heißt „Ich sag dir guten Morgen“. Später haben wir Namensanhänger aus Baumscheibchen gebastelt und mit Jutestoff und Wolle gestickt. Natürlich haben wir uns an diesem Montag eine Menge zu erzählen gehabt, weil ja jeder viel erlebt hat in den Ferien!

Am Dienstag waren die Vorschulkinder, die schon wieder im Wald sind, ganz aufgeregt: sie durften mit Melanie ihren Schnitzausweis machen. Das ist immer eine große Ehre, da ist man dann nämlich wirklich kein kleines Kindergartenkind mehr, sondern auf der Zielgeraden in die Schule 😉. Alle waren aufmerksam und haben sich die Regeln gut eingeprägt. Mit Martin konnte man Namensschilder bzw. kleine Baumscheiben absägen, andere wollten lieber mit Caroline sticken. Und ganz wichtig an diesem Tag: Laurens, der kleine Bruder von Marlen hatte seinen ersten Tag und gehört jetzt auch zu uns Zwergerln – herzlich willkommen 😊!

Und am Mittwoch gab es gleich den nächsten Neuzugang: Veronika, die kleine Schwester von Korbinian hat einen souveränen Start hingelegt! Sie war gleich ganz fröhlich im Zwergerlgewusel dabei und hatte dank ihres fürsorglichen Bruders keinerlei Abschiedsschmerzen! Herzlich willkommen liebe Veronika! Wir durften die Tücher- und Verkleidungskiste aus dem Materialwagen holen und hatten viel Spaß beim Lager bauen und Verkleiden. Und die fleißigen Sticker*innen haben sich auch wieder einträchtig am Basteltisch versammelt, um weiter an ihren Stickbildern zu arbeiten.

Am Donnerstagmorgen haben wir eine kleine Erzählrunde im Morgenkreis gestartet. Lionel hat eine Menge zu erzählen gehabt und alle anderen haben sehr interessiert zugehört. Nach der Brotzeit sind wir zu einem Spaziergang durch den Fichtenwald aufgebrochen. Wir waren ein bisschen traurig, weil wir dort nicht spielen durften, aber die Lisa, unsere Försterin hat gesagt, dass es dort im Moment nicht hundertprozentig sicher ist. So sind wir halt nur flink durchmarschiert und haben eine kleine Runde am Pilzwald vorbei gedreht. Aber das Schönste kam dann erst noch: zwei Reiterinnen kamen auf ihren Pferden daher und ein Pferd durften wir mit Karottenstückchen füttern!! Das war schon sehr alt und hatte keine Zähne mehr, deswegen hing ihm die Zunge ganz weit raus, weil die Zähne die Zunge normalerweise im Maul zurückhalten. Das hat sehr lustig ausgesehen, so, als würde es uns ganz frech die Zunge rausstrecken und „bäh“ sagen 😊! Wir haben uns fast alle getraut, das Pferd zu füttern, das war echt toll! Als wir wieder zurück waren, kam dann zu guter Letzt auch noch ein Überraschungsgast um die Ecke: die Heike 😊! Sie war mal Erzieherin bei uns und hat uns super Papierzielscheiben mitgebracht, die sie nicht mehr braucht. Mal sehen, was wir damit anstellen… Danke liebe Heike, es war schön, dich mal wieder zu sehen 😉!

Am Freitag haben wir im Morgenkreis die wichtigen Stockregeln besprochen. Also Stock nach unten halten und keinem anderen ins Gesicht oder den Bauch stochern, der Stock darf nur so groß sein wie man selbst und wenn er länger ist muss er nachgezogen werden und so weiter und so fort. Wir wissen auch nicht wie das immer passiert, aber nach einiger Zeit vergessen wir das immer wieder, dann müssen uns die Erwachsenen dran erinnern….Nach der Brotzeit wurde über dem Feuer eine feine Kürbissuppe gekocht. Hmmmm…..lecker….. da wissen wir doch gleich, was wir in den Ferien alles vermisst haben 😉!

Wochenbericht 9. – 13.8.21

Diese Woche haben wir mit einem Riechrätsel begonnen 😊! Stephi hat uns aus ihrem Urlaub kleine schwarze Beeren mitgebracht und zwischen den Fingern ein wenig verrieben. Jedes Kind und jeder Erwachsene durfte mal dran schnuppern. Puh…das war echt schwer…wir sind nicht drauf gekommen, was das sein könnte… natürlich gab es gleich die Auflösung: das waren Wacholderbeeren! Stephi hat zuhause eine feine Wacholderbutter zubereitet und jede/r durfte diese Köstlichkeit auf einem Stückchen Brot probieren. Lecker!!! Danke, liebe Stephi, dass du an uns gedacht hast in deinem Urlaub und so was Feines mitgebracht hast 😊! Die Besuchskinder an diesem Tag waren Moritz, Leon und Nori. Und nach der Brotzeit: Zeit für eine neue Challenge 😉!!! Die Kinder, die gerne ganz schnell rennen, durften sich um Martin scharen, während die, die es lieber gemütlich haben, sich bei Stephi und Caroline versammelt haben. Die Schnellen sind einmal um das ganze Maisfeld gesaust, während die Gemütlichen einmal bis zum Knochenwald und zurück spaziert sind. Na, was glaubt ihr welche Gruppe gewonnen hat und zuerst wieder am Bauwagen war? Ganz klarer Sieg: die Flitzeschnellen waren schon da, als die Schlenderer dann auch mal gemächlich um die Ecke spaziert sind 😉. Auf jeden Fall hatten alle viel Spaß und haben den Rest des Vormittags beim Freispiel genossen.

Am Dienstag war Bastelzeit: man durfte sich frei entscheiden, ob man lieber mit Martin und Nori Bechertelefone bastelt, oder mit Caroline aus Stöcken und Verbandsmull Zombies und Mumien wickelt. Natürlich konnte man auch beides machen, wenn man Lust hatte. Spaß hat es allemal gemacht und das Wetter war dazu passend auch traumhaft. Später haben wir uns verkleidet, Pferdchen gespielt und Lager gebaut. Was für ein glücklicher Kindersommertag 😊!

Am Mittwoch haben wir nochmal Besuch bekommen: im Morgenkreis ist ganz plötzlich Finni aus Martins Jacke geschlüpft, was alle sehr gefreut hat, die die kleine Dame noch gar nicht kannten!! So ein lustiges, quirliges Wesen passt natürlich super zu uns 😊. Wir durften sie alle streicheln und zusehen, wie sie ganz gierig aus einem Becher getrunken hat und dabei zu unserem großen Spaß darin steckengeblieben ist. Herrlich 😊!! Wir hoffen, sie kommt uns noch ganz oft besuchen! Nach der Brotzeit hat uns Martin die Reifenschaukel aufgehängt und wer wollte durfte sich wieder verkleiden oder mit Caroline das Bilderbuch vom Herrn Eichhorn lesen.

An diesem Donnerstag war der letzte Tag für Marlen und Emilia im Wald. Deshalb durften sie sich zum Abschied nochmal ihre Lieblingslieder und Spiele wünschen 😊. Wir wünschen den beiden noch einmal alles Gute auf ihrem Weg und sind uns sicher, dass wir sie ganz bald wiedersehen werden 😉! Natürlich haben wir auch noch andere schöne Sachen gespielt an diesem Tag, so hat uns Martin zum Beispiel eine Waldseilbahn aufgebaut, wir durften die Verkleidungskiste wieder rausholen und Zelte bauen.

Am Freitag hat sich dann auch Jona verabschiedet, irgendwann ist halt für jeden der letzte Tag im Wald angebrochen. Selbstverständlich wünschen wir auch ihm nur das Beste für alles was vor im liegt 😊! Insgesamt war der Vormittag sehr entspannt, wir haben alle aufgeräumt, den Bauwagen ebenso wie den Platz und um 12:00 Uhr haben sich alle verabschiedet.

Wir wünschen allen einen tollen Sommer, mit vielen kleinen und großen Abenteuern und Erlebnissen, die wir uns dann im Herbst frisch und ausgeruht erzählen werden 😉!

Wochenplan vom 2. – 6.8.21

Am Montag haben wir einen Ausflug zum Knochenwald unternommen. Das ist schon ein ganz schönes Stück zu Laufen, aber es gibt unterwegs so viel zu entdecken, dass uns das nie langweilig wird. Außerdem war Melanies Tochter Carlotta zu Besuch, da wollten wir natürlich zeigen, wie weit wir schon wandern können, ohne zu jammern 😉. Wir haben, im Knochenwald angekommen, schnell die Hände gewaschen, um noch schneller Brotzeit machen zu können. Ein paar von uns waren schon ganz schwach vor lauter Hunger 😉. Frisch gestärkt sind dann einige Kinder mit Martin mitgegangen, der einen umgekippten Baum entdeckt hat. Auf dem durften wir, nachdem Martin ihn für sicher eingestuft hat, rumklettern und spielen. Wer nicht so viel Lust auf Action hatte, konnte mit Caroline Bilderbücher lesen.

Am Dienstag haben uns Melanie und Martin einen Seilegarten mit Baumleiter und Slackline aufgebaut. Unser Besuchskind war an diesem Tag Laurin, der große Bruder von Luisa und Valentin. Der sticht mit seiner imposanten Körpergröße ganz schön raus bei uns Zwergerln 😉, aber so hat er immer einen guten Überblick gehabt.

Am Mittwoch kamen dann endlich unsere selbstgebastelten kleinen Erlenbienchen und die Riesenbiene zum Einsatz! Alle zusammen haben wir uns im Morgenkreis mit geschlossenen Augen und Bienengesumm in einen großen Bienenstock verwandelt… ssssssssssss…. bevor die Rollen verteilt wurden, Caroline die Geschichte von Emilia vorlas und alle mitspielen durften. Am Ende hat Emilia einen großen Applaus für ihre selbsterfundene Geschichte bekommen 😊! Nach der Brotzeit ging es gleich ganz „bienerisch“ weiter. Wer Lust hatte konnte mit Melanie Bienen aus Eierkartons basteln. Und wer lieber was anderes machen wollte, durfte Caroline helfen schönes Schmuckpapier für die Willkommenskarten der neuen Kinder zu gestalten. Mit Aquarellpapier und verdünnten Acrylfarben sind wunderschöne Muster entstanden. Da werden die Neuen staunen, welch begabte Künstler wir sind 😉. An diesem Tag waren gleich drei Ehemalige da: Mariella, Johanna und Jella – ganz schön groß geworden die drei…

Donnerstag: ganz wichtiger Tag in der Woche! Kinderkonferenz! Thema der Woche: unser Obst und Gemüse in der Abschlussrunde. Wir dürfen ja jetzt wieder Obst schnippeln und auch wieder selbst an die anderen verteilen. Und damit das nicht so chaotisch wird, haben wir uns auf einen wechselnden Obstdienst geeinigt und gleich die Einteilung festgelegt. Wichtigste Regel: die Kinder, die Obst schneiden, dürfen nicht alles alleine aufessen vor dem Verteilen 😊😉😊!!! Nachdem diese Angelegenheit geklärt war, haben wir uns auf den Weg in den Pilzwald gemacht, wo wir zu unserer großen Freude auch noch Knochen gefunden haben!

Am Freitag ist es dann haarig geworden: wir sind auf die Suche nach Brennnesseln gegangen und haben sie gepflückt (natürlich mit Handschuhen 😉) um anschließend Brennnesselpudding zu kochen. Man möchte ja nicht glauben, dass sowas so gut schmecken kann, gell?! Hat es aber 😊! An diesem Tag waren Sammy und Sebastian zu Besuch bei uns 😊.

Wochenbericht vom 26. – 30.7.21

Das große Fest für die Marder rückt näher…wir beschäftigen uns nun oft mit dem Abschied – gedanklich genauso wie ganz praktisch. Wir planen und üben, die Großen proben ihr Theaterstück, geben ihm den letzten Schliff und das alles ganz geheim mit Stephi und Martin im Bauwagen, damit es für alle eine wirkliche Überraschung wird. Die Dinos und Frischlinge waren aber auch nicht faul! Während die Marder drin beschäftigt waren, haben alle anderen das Abschiedslied „Sonne und Regen, barfuß im Gras“ mit Extrastrophen für die drei zukünftigen Schulkinder geübt. Ein sehr geheimnisvoller aufregender Montag also 😉!

Am Dienstag sind wir bei schönstem Sonnenschein zum Jugendzentrum spaziert. Dort gibt es nämlich die schöne Blumenwiese mit Kamille, Mohn, Kornblumen, Schafgarben, Gräsern und vielem mehr. Eine große bunte Pracht ist das! Wie die Bienchen sind alle Kinder und Erwachsenen ausgeschwärmt und haben Blumen und Gräser für Girlanden gepflückt, die wir beim Fest aufhängen wollen. Das war eine super Teamarbeit, die einen haben gesammelt und die anderen waren beim Binden fleißig. Am Ende waren wir alle zufrieden mit unserer Ausbeute und sind zurück zum Bauwagen gewandert.

Tja, und am Mittwoch ist sie dann gestiegen, die große Abschiedsparty! Leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht, es hat geschüttet wie aus Kübeln. Aber was wären wir für Waldkinder, wenn wir uns davon vom Feiern abhalten lassen würden. Kurzerhand wurden Pavillons aufgestellt, damit zumindest die Theaterspieler mit ihrer zauberhaften Bühne im Trockenen spielen konnten. Für die Zuschauer stand der andere zur Verfügung. Zunächst aber wurden erst einmal alle Gäste begrüßt, das Lied für die drei Schulkinder, die auf Rundlingen in der Mitte saßen folgte auf dem Fuß, bevor es gleich zum 1. Akt des Stückes ging. Da haben sich die Marder mit Stephi, Sonja und Martin wirklich große Mühe gegeben. Alle Figuren und Kulissen haben sie selbst gestaltet und geschauspielert haben sie auch ganz professionell 😊! Das Publikum war begeistert!! Zur Stärkung wurde in der Pause das Buffet eröffnet, dass unsere Eltern wieder reich bestückt haben – vielen herzlichen Dank dafür! Danach folgte der 2. Akt und die Geschichte nahm natürlich ein gutes Ende 😉! Na und dann wurde es ernst…Zuerst haben sich die Erwachsenen beschenkt, die Eltern hatten Geschenke für die Erzieher*innen und die Erzieher*innen hatten was für den Elternbeirat, der sich immer toll um alles kümmert, was unseren Kindergarten betrifft. Und dann, endlich, durften sich Emilia, Jona und Marlen in einen kleinen Kreis setzen und Caroline hat mit ihnen die letzte Schutzräucherung im Kindergarten vorgenommen. Ganz andächtig waren die drei und sie haben sich völlig in den Kraftrauch eingehüllt – jetzt kann nix mehr schief gehen! Ganz zum Schluss bekamen die drei ihre Portfolios, Malmappen und Schultüten, bevor sie mit „Viel Glück und viel Segen“ durch ein langes Eltern-Kinder-Spalier aus dem Wald gesungen wurden. Was für ein aufregender Vormittag 😊! Wir haben kaum gemerkt, wie schlecht das Wetter war 😉.

Am Donnerstag hat auf unseren Wunsch noch mal ein Spielzeugtag stattgefunden. Aber irgendwie haben wir gemerkt, dass uns das Zeigen der Spielsachen im Morgenkreis eigentlich das Wichtigste war. Danach wollten wir lieber wieder mit unserem ganz normalen Waldspielzeug wie Stöcken, Erde, Rundlingen und was es halt sonst noch alles im Wald zu finden gibt spielen 😊.

Am Freitag war es höchste Zeit für einen Spaziergang. Wir sind gemütlich zum Zahlenwald gewandert. Da waren wir schon länger nicht mehr und so haben wir schnell ins Spiel gefunden. Das „Team Schokofaust“ hat sich das letzte Mal getroffen und jedes Kind bekam von Marina und Martin eine eigene Urkunde überreicht. Die sind jetzt alle stark und mutig und somit für alles gewappnet, was da kommen mag 😉😊. Der krönende Abschluss aber war dann für alle eine Zaubervorführung von Martin. Er hatte seinen hektischen Waschbären Fini dabei und hat ein Kaninchen aus dem Hut gezaubert. Einen Riesenzauberstab, der 2,5 m lang war hatte er auch dabei aber das Beste waren die leckeren Oreos, die er gezaubert hat. Wir müssen ihn mal fragen, was er sonst noch Feines in seinem Hut versteckt hat…. 😉! Eine schöne, aufregende Waldkinderwoche geht zu Ende, jetzt brauchen wir erst einmal ein bisschen Pause….

Wochenbericht vom 19.7. – 23.7.21

Bienen über Bienen!! Überall summen sie herum und auch bei uns im Wald sind sie im Augenblick ständig Thema. Am Montag hat uns Stephi die Geschichte vom „Bienenzauberer auf der Apfelwiese“ vorgelesen. Da haben wir gelernt, dass die Bienen für alle Obstbäume ganz wichtig sind, um zu überleben. Nach Morgenkreis und Brotzeit durften die Vorschulkinder weiter an ihren Tierfiguren arbeiten. Die einen mussten ihr Tier noch modellieren, während die anderen ihre getrockneten Figuren schon bemalen konnten. Die Dinos und Frischlinge haben sich am Maltisch ausgebreitet und sich mit Tüchern und Hüten verkleidet.

Passend zu Emilias selbsterdachter Bienengeschichte haben ein paar Kinder letzte Woche aus einem Luftballon und Gipsbinden den Körper einer Riesenbiene gestaltet. Der musste jetzt auch noch mit schwarz-gelben Streifen angemalt werden, da waren ein paar Mädels und Jungs echt fleißig wie die Bienchen 😉! Hoffentlich schaffen wir es, sie noch fertigzustellen, bevor Emilia nächste Woche verabschiedet wird. Schließlich wollen wir die Geschichte ja auch noch mit ihr spielen! Im Morgenkreis hatten wir ein Sachgespräch mit Martin über Getreide. Er hat uns verschiedene Getreidehalme mitgebracht, die wir uns ganz genau angesehen haben. Die sehen ja von Weitem immer gleich aus, aber wenn man sie näher betrachtet, sind sie doch sehr unterschiedlich. Die Vorschulkinder haben weiter an ihren Namensbildern gehämmert, während die anderen sich wieder verkleidet haben. Und dann kam das Beste des Tages: Siiri hat uns in einer sehr hübschen Lama-Tiefkühltasche kleine Eiswaffeln mit Vanille- und Schokoeis mitgebracht. Das war ein sehr ruhiger Kreis, in dem jedes Kind andächtig an seinem Eis geschleckt hat. Danke, liebe Siiri 😊!

Und nachdem unsere arme Melanie vor lauter „am-Platz-bleiben“ schon so wuselig wie die Bienen war, sind wir am Mittwoch endlich mal wieder zu einem Ausflug in den Fichtenwald aufgebrochen. Bei schönstem Sommerwetter und mit bester Laune haben wir dort einen schönen Vormittag verbracht, die Marder konnten dort sogar noch ihre Namensbretter mit Wolle verzieren. Schön sind die geworden 😊! Und Melanie schaut auch wieder zufrieden drein 😊!

Am Donnerstag hat uns Martin das Märchen „Die Schmuser“ mitgebracht. Wir durften mitspielen und am Ende sogar ein Säckchen mit Schmusern zum Teilen mitnehmen 😊. Stephi hat mit den Mardern ein Lied einstudiert….da wird aber noch nix verraten! Nur soviel: es hat was mit nächster Woche zu tun…. 😉!

Am Freitag sind wir, weil es am Mittwoch so schön war, gleich noch einmal in den Fichtenwald gewandert. Das „Team Schokofaust“ hat sich die wichtige Frage „Geh ich mit Fremden mit?“ gestellt. Vielleicht eines der wichtigsten Themen für die Großen, wo sie ja in Zukunft sehr viel mehr alleine unterwegs sein werden als bisher, wenn sie im Herbst in die Schule kommen! Sonja hat für alle Kinder Bienenwaben mitgebracht. Die durften wir anschauen und drüber gesprochen haben wir natürlich auch. Und Bienenwachs zum Basteln hat sie auch noch mitgebracht. Es ist echt so spannend welche Geheimnisse so eine kleine Biene mit sich bringt… Nach so einer schönen Sonnenwoche im Wald konnten wir uns ganz entspannt ins Wochenende verabschieden!

Wochenbericht 12. – 16.7.21

Summ, summ, summ…. Am Montag hat uns Stephi wieder eine Geschichte erzählt – eine Bienengeschichte mit süßen selbstgebastelten Bienchen aus Erlenzapfen und Filzwolle. Das hat uns gut gefallen und den Bienen zu Ehren haben wir noch das altbekannte Bienenlied gesungen: Summ, summ, summ…Bienchen summ herum 😊! Und weil wir die kleinen Bienen so schön gefunden haben, sind wir aufgebrochen, um am Tennisplatz die Schwarzerlen aufzusuchen und um dort nach Zapfen zu suchen. Wir sind fündig geworden und haben fleißig die kleinen zarten Zapfen in einem Körbchen gesammelt. Wieder zurück, haben die Erwachsenen den Basteltisch hergerichtet und jedes Kind durfte sich am Bienenbasteln versuchen. Einen ganzen Bienenstock haben wir auf diese Art und Weise zusammengebracht 😉.

Auch am Dienstag war Basteltag. Allerdings gab es da keine Zapfen, sondern Schachteln im Angebot und manches Kind hat sich eine richtig schöne Schachtelvilla gestaltet, mit Dachterrasse und allem Drum und Dran. Wer dazu keine Lust hatte, durfte sich Stoffe holen und aus Stöcken Püppchen oder Prinzessinnen basteln. Emilia hat im Morgenkreis eine selbstausgedachte Bienengeschichte mitgebracht, die Caroline dann vorgelesen hat. Toll! Danach waren die Marder mit Caroline eine Weile Bauwagen beschäftigt. Sie haben eine Knuffgeschichte bearbeitet und anschließend durften sie ihr Lieblingstier ins Heft malen und schreiben. Im Abschlusskreis fand dann endlich Lidias langgehegter Wunsch Gehör: das Autospiel mit Martin 😊!

Am Mittwoch, als die Dinos und Frischlinge damit beschäftigt waren eine Riesenbiene aus einem Luftballon und Gipsbinden herzustellen, kam plötzlich lauter Krach aus dem Bauwagen: Melanie hat mit den Mardern so laut gehämmert, dass der Bauwagen fast auseinandergekracht wäre 😉! Die Großen durften nämlich ihren Namen mit Nägeln in ein Brett hämmern. Echte Schwerstarbeit!! Aber alle haben es geschafft, auch der arme Balthazar, der mit seinem langen Namen ganz schön was zu tun hatte 😉. Beim nächsten Treffen geht’s dann weiter mit der Verschönerung der Namen…

Und auch am Donnerstag ging es wieder um die Biene: in einem Sachgespräch haben wir uns im Morgenkreis mal genauer mit diesem wichtigen Tierchen beschäftigt! Danach ging es los zu einem Spaziergang in den Fichtenwald, wo wir Bücher gelesen und Zauberstäbe gebastelt haben. Und wir haben noch eine Geschichtenerfinderin in der Gruppe: Mila hat uns eine ganz wunderbare Bienengeschichte erzählt 😊.

Bienenwissen am Freitag: Wie unterhalten sich die Bienen eigentlich? Gute Frage, oder? Aber unsere schlauen Erzieher*innen wissen sowas natürlich: Bienen kommunizieren über den sogenannten Schwänzeltanz. Bienen können ja nicht sprechen wie wir, deswegen unterhalten sie sich auf eine andere Art. Wenn sie zum Beispiel eine Futterquelle gefunden haben, erzählen sie dies ihren Bienenfreundinnen über spezielle Bewegungsabläufe, die mit verschiedenen Bedeutungen verbunden sind. Toll, oder?? Nach der Brotzeit durften wir Himbeeren sammeln. Wir haben so viele in diesem Sommer, dass wir ganz verschwenderisch damit sein dürfen. An diesem Freitag gab es dann Grießbrei mit Himbeersoße…hmmm…..so lecker!! Das Team Schokofaust hat sich mit dem Thema „Mein Körper gehört mir“ beschäftigt. Die Großen sind jetzt schon sehr selbstbewusst und stolz auf alles, was sie schon können und wissen!

Wochenbericht 5. – 9.7.21

Am Montag hat uns Stephi das Bilderbuch „Der Apfelbaum“ mitgebracht. Sie hatte am Sonntag Geburtstag und hat dieses Buch geschenkt bekommen. Da haben wir uns natürlich sehr gefreut, dass sie es gleich mit in den Wald gebracht hat, um es uns zu zeigen und vorzulesen 😊. Alles Gute im neuen Lebensjahr, liebe Stephi! Nach der Brotzeit sind wir bei schönstem Sonnenschein in den Knochenwald gewandert, um dort zu spielen und Neues zu entdecken. Viel zu schnell war die Zeit vorbei und wir mussten uns wieder zum Rückweg aufmachen. Auch am grünen Meer sind wir vorbeigekommen, wo wir den Abdruck eines Dinosauriers und einen großen Ast zum Klettern entdeckt haben, den der Sturm heruntergeweht hat.

Den Dienstag haben wir im Morgenkreis mit „Barfuß im Gras“ begonnen. Aber diesmal wurde nicht nur gesungen, sondern auch wieder getanzt, weil wir das so gerne machen 😊. Und dann wurde es für die Vorschulkinder aufregend: die Mamis sind in den Wald gekommen und zusammen mit Caroline wurden die zukünftigen Schultüten gebastelt. Da waren alle sehr eifrig und mit viel Kreativität dabei. Richtig schön sind die geworden, damit kann man sich auf jeden Fall am ersten Schultag in der Schule sehen lassen 😉. Alle anderen waren aber auch beschäftigt: mit Sonja konnte man ein Schloss für die Theaterkulisse bauen und Martin und Melanie haben die Slackline aufgebaut, damit wir balancieren üben können.

Gleich im Morgenkreis hat uns Caroline am Mittwoch ein Bilderbuch mitgebracht – von Philo dem Hasen und Sophie der Eule. Da geht es um die Stille und was man machen kann, damit man Stille findet…. Danach gab es auch an diesem Tag eine Aktion für die Marder: mit Melanie und Caroline durften alle sechs im Auto nach Dachau fahren und im „Venezia“ Eis essen!! Das war ein Geschnatter und Geplapper am Tisch, jede/r wollte den ultimativ besten Eisbecher aussuchen! Und am Ende waren natürlich alle glücklich und zufrieden mit ihrer Wahl 😊. So könnte es jede Woche sein!! Die im Waldgebliebenen haben es sich aber auch gemütlich gemacht, sie durften Bücher lesen, frei spielen und die große Plane aufhängen, gegen den Regen, der bald kommen soll. Aber warum wir die Plane morgen dringend brauchen….dazu morgen mehr….

….am heutigen Donnerstag fand nämlich die aufregendste Aktion von allen für die Marder statt: die Übernachtung im Wald!!! Aber von Anfang an. Morgens hatten alle zusammen einen wichtigen Termin – die Kinderkonferenz. Diesmal haben wir uns anhand des Bilderbuchs „Das große und das kleine Nein“ darüber unterhalten, ob man von einem anderen etwas verlangen darf, was der oder die vielleicht garnicht will. Und dass es eben ein „Nein“ gibt, dass klein ist und dann das ganz wichtige große „Nein“, dass man auf jeden Fall beachten muss! Später haben wir einen Ausflug zum Steinhügel gemacht und Stephis Geburtstag haben wir auch noch nachgefeiert 😉.

Und dann ….. am Abend um 18:00 Uhr….. große Aufregung im Wald: die Marder trudeln alle ein und werden von Marina und Martin herzlich zur Vorschulübernachtung im Zelt empfangen. Das war ein großes Abenteuer, von dem die am besten selbst erzählen sollen….

Am Freitagmorgen waren dann zunächst mal alle Kinder im Wald, bevor sich die Marder nach dem Frühstück verabschiedet haben, um sich zuhause von den nächtlichen Strapazen zu erholen 😉. Die anderen durften im Morgenkreis zu „Barfuß im Gras“ selbst eine neue Strophe dichten. Damit die übrigen Farben von der Schultütenaktion nicht weggeworfen werden mussten, wurde das Künstleratelier im Bauwagen eröffnet. Ganz wunderschöne Gemälde sind da entstanden! Mit Sonja konnte man weiter an den Kulissen arbeiten und Ela hat uns auch noch besucht. Sie hat uns Kinder befragt, wie wir denn den Kindergarten so finden und ob wir zufrieden sind, oder ob wir manches lieber anders hätten. Mal sehen, was am Ende, wenn jedes Kind seine Meinung sagen durfte, herauskommt… Wir finden es toll, dass wir mitreden dürfen und nicht nur die Erwachsenen alles allein bestimmen dürfen! Zu guter Letzt haben wir die kulinarischen Reste der Vorschulübernachtung verputzt. Ein toller Tag 😉!

Vorschulaktion 8. Juli 2021

Heute am 8. Juli 2021 ist es soweit! Die Vorschulkinder dürfen endlich im Wald übernachten und bereits vormittags waren einige von Ihnen sichtlich aufgeregt.

Um 18:00 ging es los und die Kinder trudelten im Wald ein. Zwei Papas und Martin bauten gerade das Zelt auf und Marina bereitete schon das Abendessen zu. Nudeln mit Tomatensauce (optional auch als Tomatensuppe essbar) und Backerbsen, plus Parmesan stand auf dem Speiseplan, ganz nach Wunsch der Kinder. Marina hatte den Tisch schön gedeckt und Kerzen aufgestellt. Außerdem zierte unsere Tafel die schöne Blumengirlande, die Stephi am Vortag mit einigen Kindern geflochten hatte. Unter unserer gespannten Plane störte uns der Regen gar nicht, im Gegenteil, es war sehr gemütlich und die Kinder ließen es sich schmecken. Als Nachtisch wurden einige Gummischlangen gereicht und dann durften die Kinder sich mit Martin im Feuermachen ohne Feuerzeug oder Streichhölzer versuchen. Mit Feuerstein, Schlageisen, Feuerstahl, Birkenrindenhaut, Zunder aus Rohrkolben und zuletzt etwas Papier schafften wir es letztendlich ein kleines, gemütliches Feuer trotz der nassen Wetterverhältnisse zu entfachen. Das war aufregend und die Bäckchen der Kinder leuchteten von freudiger Geschäftigkeit. Als Belohnung für die harte Arbeit gab es am Lagerfeuer eine interaktive Geschichte von Marina „Die Wüste der 1000 Gefahren“. Die Kinder waren sehr konzentriert bei den Entscheidungen, die sie treffen mussten und zwischendrin wurde bei Uneinigkeit auch mal abgestimmt. Damit die Kraft nicht ausging, fingen wir nach der halben Geschichte an unsere Marshmallows am Feuer zu rösten, hörten aber dennoch weiter gebannt zu. Als die Bäuche gefüllt waren und die Geschichte für manche langsam etwas zu spannend wurde, war es an der Zeit, dass Team Schokofaust in Aktion trat. Zum Glück hatte der Regen etwas nachgelassen. Und stellt euch vor, Marina hat ihr Auto geholt und auf dem Weg zum Schutzraum abgestellt und dann bekam Team Schokofaust seine Aufgabe gestellt. Die Kinder durften das Auto mit Warnblinklicht und samt Marina bis zum Tennisplatz schieben, dort umdrehen und den ganzen Weg wieder zurückschieben. Es wurde gelacht und geschwitzt, gedrückt und geschoben und schließlich haben es die Kinder tatsächlich geschafft. Da war die Freude groß, denn die Kinder haben es selbst erst nicht für möglich gehalten und sie waren sehr stolz. „Als Gruppe sind wir stark“ war ihr Fazit Dem nicht genug, begann dann die Nachtwanderung und die Kinder mussten gleich eine Entscheidung treffen, genau wie zuvor am Lagerfeuer bei der Geschichte. Wollten sie alle zusammen zum Pilzwald gehen oder sollten wir uns in zwei gleich große Gruppen aufteilen, die sich aus verschiedenen Richtungen dem Pilzwald näherten. Die Kinder entschieden sich für letztere Variante und es ergab sich, dass alle Mädchen mit Marina mitgingen und alle Jungs mit Martin. Zum Glück hatten wir Funkgeräte um untereinander in Kontakt bleiben zu können. Beide Teams haben für ein Foto nochmal motiviert und voller Vorfreude in die Kamera gelächelt und schon ging es los. Mittlerweile war es schon recht dunkel, aber zum Glück waren alle Kinder mit Taschenlampen ausgerüstet und so dauerte es auch nicht lange, bis beide Teams den Lichtschein des anderen Team durch die Bäume in der Nähe des Pilzwaldes erspähten. Bevor wir weiter gehen konnten, mussten aber die Jungs den Mädchen erstmal den umgestürzten Baum zeigen, den wir auf unserem Weg überwinden mussten. Danach konnte es weitergehen, bis schließlich der Weg zum Pilzwald von einem riesigen Gebüsch versperrt war, dass wir zuvor noch nie gesehen hatten. Im Schein unserer Taschenlampen wirkte das Ganze etwas unheimlich, aber tapfer leuchteten wir und stellten fest, dass es sich um einen weiteren Baum handelte, der quer über dem Weg lag. Wir entschieden uns vorsichtig durch die Brennnesseln am Wegesrand zu gehen und kamen schließlich wieder auf unseren Weg. Es war jetzt schon richtig dunkel und einigen von uns wurde es langsam unheimlich. Mutig leuchteten wir noch kurz in die absolute Dunkelheit des Pilzwaldes und entschieden uns dann am Goldrutenplatz vorbei den Wald zu verlassen. Dann ging es auf dem Feldweg zurück Richtung Waldkiga. Hier war es etwas heller und da waren wir alle schon sehr erleichtert. An unserem Platz angekommen waren wir nass und müde und deswegen durften sich alle Kinder ihre Zähne putzen und im Bauwagen ihre nassen Sachen gegen ihre Schlafanzüge tauschen. Dann huschten wir schnell hinüber zum Zelt, um nicht wieder nass zu werden. Marina las eine schöne Gute-Nachtgeschichte vor, die von einem Hasen der die Ruhe suchte handelte und als die Geschichte beendet war, schlief das erste Kind bereits friedlich. Vier andere Kinder begleitete Martin in Zweiergruppen, mit Regenschirm und Taschenlampe noch zum Klo und wir waren erstaunt, wie dunkel es in unserem Wald sein kann. Als allen Bedürfnissen Rechnung getragen war, schliefen auch die restlichen Kinder eins nach dem anderen ein. Es war gegen 22:45Uhr. Der Regen trommelte unablässig auf unsere Zelt, aber irgendwie war das beruhigend und wir fühlten uns gut behütet. Auch als in der Ferne ein Gewitter zuhören war, schliefen die Kinder fest und ließen sich in ihrem Schlaf nicht stören. Marina rückte hier eine Decke zurecht und passte auf wenn dort jemand hustete und wachte über die lieben Kleinen. Gegen 5:00 morgens richtete sich eines der Kinder kerzengerade auf und rief: Na endlich!“ und der Tag konnte beginnen. Ruck zuck waren wir alle wach, wir zogen uns an und stellten freudig fest, der Regen hatte endlich aufgehört. Die Kinder nützten das gleich und spielten, während Marina und Martin etwas Ordnung schafften und schon bald knurrten uns die Mägen. Bereits um 6:00 machte sich Martin auf den Weg um Brezeln und Semmeln für das Frühstück zu holen. Außerdem gab es Marmeladen, Käse und vor allem Schokokuchen. Da ließen wir es uns schmecken und der warme Tee wärmte uns. Nach dem Essen durften die Kinder noch etwas spielen und eines der Kinder meinte: „Das ist der schönste Tag meines Lebens“ Zum Abschluss las Martin noch ein paar schöne Pixi-Bücher an unserem Feuerplatz vor und gegen 8:00 kamen auch schon die Eltern und holten ihre stolzen, freudig strahlenden Vorschulkinder ab. Da gab es viel zu erzählen und zu berichten und zum Glück hatten wir dafür der ganze Freitag Zeit. Zufrieden und auch ein wenig müde gingen wir schließlich heim und freuten uns auf unsere warmen Betten. Dieses Abenteuer werden wir noch lange in unseren Herzen behalten.

Wochenbericht 28.6. – 2.7.21

Am Montag war wieder Märchentag mit Stephi 😊. Im Morgenkreis durften immer drei Kinder zum Märchen „Der süße Brei“ mitspielen. Da gab es eine alte Frau, ein Mädchen und seine Mutter zu besetzen. Wir haben mal wieder festgestellt, dass wir total begabte Schauspieler sind, aber auch die restliche Gruppe hat sich als aufmerksames Publikum gezeigt 😉.

Melanie hat uns am Dienstag das Sommerlied „Barfuß im Gras“ mitgebracht. Die meisten kennen es schon, aber es ist so ein schönes Waldkinderlied, dass wir es immer wieder gerne singen. Nach der Brotzeit haben wir Hollunderäste in kleine Stücke gesägt, ausgehöhlt und lange Ketten daraus gebastelt. Und das machen nicht nur die Mädchen gern…. 😊. Wer noch Lust hatte, durfte Sonja beim Kulissenbau für das Theaterstück, das zum Abschied vorgeführt wird, helfen.

Am Mittwoch haben wir die zweite Strophe von „Barfuß im Gras“ gelernt und gleich danach hat uns Caroline zwei ihrer Freunde vorgestellt: eine Eule namens Sophie und einen kleinen Hasen, der Philo heißt. Sophie ist sehr schlau und weise und Philo ist ganz flink und mag Kinder gerne. In der nächsten Zeit können sich jetzt immer die Kinder, die gerne Erzählen und sich für die vielen spannenden Fragen, die uns jeden Tag begleiten, interessieren, zu einer Kinder-Philosophen-Runde treffen. Da wird dann immer ein Thema ausgesucht und wir sprechen darüber. Beim Philosophieren gibt es nämlich nicht nur eine Antwort auf eine Frage, sondern viele. Der kleine Philo hoppelt immer zu dem Kind, das gerade spricht – die anderen hören zu. Mal sehen, ob wir in der nächsten Woche schon ein spannendes Thema zu besprechen haben…. 😊. Die Marder haben sich an diesem Tag mit Melanie und Martin auf einer Decke versammelt und mit Eierschachteln und Wolle das Binden von Schleifen geübt. Puhh…da sind einige Schweißperlen über die Gesichtchen gerollt – schwierige Angelegenheit 😊! Die Krönung des Tages war aber ein Waldarbeiter, der mit einer Motorsäge bewaffnet eine kleine Birke auf dem Platz gefällt hat. Sie lag schräg in einem anderen Baum, weil der Sturm in der Nacht so lange an ihr gerüttelt hat, bis sie sich mit ihren Wurzeln nicht mehr festhalten konnte. Wir fanden das grandios und sind nach der Fällung wie die Ameisen über den Platz gewuselt und haben alle Äste weggeschleppt. Das fand der Waldarbeiter sehr lustig 😉😊!

Am Donnerstag war es dann aber wirklich höchste Zeit für einen Ausflug! Mit Sack und Pack ging es in den Fichtenwald. Wir haben dort viele brauchbare Sachen gefunden, aus denen konnten wir tolle Boote bauen.

Auch am Freitag haben wir wieder „Barfuß im Gras“ gesungen. Danach ging es für das „Team Schokofaust“ in die nächste Runde. Thema des Tages: gute und schlechte Geheimnisse und wer ist für wen eine Vertrauensperson. Das mit den Geheimnissen ist sehr interessant und kolossal wichtig. Aber jetzt können die Großen gut unterscheiden, welche Geheimnisse man getrost einem Erwachsenen verraten darf und welche gut bei einem selbst aufgehoben sind. Himmel – das groß werden ist manchmal ganz schön kompliziert… Zum Abschluss der Woche haben wir im Abschlusskreis „Stopptanz“ getanzt. Wir sind nämlich begeisterte Tänzer 😉.

Wochenbericht vom 21.6. – 25.6.21

An diesem Montag wurde gefeiert 😊! Unser Sonnwendfest musste leider ohne die Eltern stattfinden, aber wir haben es uns trotzdem schön gemacht. Zum Morgenkreis sind die Minis zu uns vor gekommen und wir haben uns alle um das Feuer herum versammelt. Jedes Kind bekam einen Birkenkranz auf den Kopf gesetzt und dann ging es los. Zuerst wurde unser Sommerlied „Lachend kommt der Sommer“ gesungen, dann ging Caroline mit der Räucherschale herum, in der unsere gesammelten Kräuter der letzten Woche verbrannt wurden. Vor allem die getrocknete Kamille hat ganz wunderbar nach Sommer gerochen 😉. Dann haben Marina und Marlene ein Sonnwendgedicht vorgelesen. Zu guter Letzt haben die Zwergerl den Minis einen Sommertanz mit Trommeln vorgeführt. Das hat allen Spaß gemacht und so gab es statt einer gleich mehrere Runden. Aber so langsam wurden dann doch alle ein bisschen unruhig – klar – HUNGER!!! Aber unsere Eltern haben unser Buffet so reich bestückt, mit Kuchen, Muffins, Schnitzel, Fleischpflanzerl, Obst und Gemüse, Pfannkuchen und und und…. Herrlich! Für jede/n war etwas Leckeres dabei und zum Essen sind dann alle friedlich mit ihrem Stockbrot um das Feuer gesessen. Das Beste kommt ja aber immer erst zum Schluss und so durften wir Stephi und Kathi lauschen, die uns ein ganz zauberhaft vorgespieltes Märchen erzählt haben. Vielen, vielen Dank an die beiden 😊. Das Wetter hat zum Glück auch mitgespielt und so hatten wir ein wunderschönes Fest, an das sich alle gern zurückerinnern werden, auch wenn jetzt die Tage wieder ein klitzekleines bisschen kürzer werden… 😊.

Am Dienstag haben wir Post bekommen! Felix hat uns ein ganz großes Kuvert geschickt, da waren gleich zwei Bögen Papier mit Geschriebenem und Fotos von ihm drin. Caroline hat uns den Brief vorgelesen und uns die Bilder gezeigt. Der arme Kerl darf ja immer noch nicht kommen, aber jetzt wissen wir wenigstens, wie es ihm in den letzten langen Wochen ergangen ist. Lieber Felix, komm bald wieder, wir vermissen dich ganz arg! Nach der Brotzeit durften wir dann mal wieder künstlerisch tätig werden. Unsere Brotzeittische unter den Fichten sind nicht mehr so schön anzusehen, deshalb haben wir sie mit Klorollen- und Schwammstempeln und viel Farbe aufgehübscht. Jetzt sehen sie wieder aus wie neu 😉.

Der Mittwoch begann auch wieder mit Sonnenschein und im Morgenkreis haben wir beschlossen, erst einmal am Platz zu bleiben. Wir haben gemalt und Vögel, Boote und Flieger gefaltet. Ein paar Kinder waren allerdings sehr wild, da haben wir dann doch noch einen Spaziergang gemacht, um überschüssige Energie loszuwerden! Wir sind am Feld entlang spaziert und auf dem Weg zum Knochenwald lag dann linker Hand ein großes grünes Getreidefeld. Die Ähren haben sich vom Wind sachte wiegen lassen, das sah aus wie ein grünes Meer – schön! Einige Kinder haben sich sehr für die Körner interessiert und Ähren ausgerissen. Wir haben dann kurz besprochen, dass das nicht so gut ist, wenn man zuviel ausrupft. Dann hat der Bauer sich die ganze Arbeit ja fast umsonst gemacht. Und dann kann kein Mehl daraus gemacht werden und dann auch kein Brot und so weiter und so fort. Da haben wir beschlossen, uns demnächst mal genauer den Werdegang einer Semmel anzuschauen 😉.

Der Donnerstag ist ja jetzt immer ein ganz wichtiger Tag für uns: Kinderkonferenz! Auch in dieser Woche gab es Wichtiges zu besprechen. Die Fragen: „Warum brauchen wir ein Käppi?“ und „Was kochen wir morgen?“ wurden ausführlich diskutiert und erläutert. Nach der Brotzeit waren die Marder mit Vorschule beschäftigt. Diesmal ging es um das Wasser: „Wo kommt es her?“ „Was schwimmt?“ Fragen über Fragen an diesem Donnerstag… Aber das lieben wir ja, da können wir unsere Schlauheit unter Beweis stellen 😊! Zum Ausgleich durften die Großen aber auch noch an ihrem Theaterprojekt arbeiten – die Zeit des Abschieds rückt näher…

Am Freitag ist Amelie 5 Jahre alt geworden! Nachdem wir sie im Morgenkreis und der Brotzeit ordentlich gefeiert haben, durften wir mit Sonja eine Theaterkulisse malen. Und die Marder haben sich im „Team Schokofaust“ mit ihren Gefühlen beschäftigt. Dazu hatte Marina ein Dinobuch dabei. Die Großen staunen nun jede Woche über sich selbst: was sie schon alles können und wissen. Und das ist gut so….die Schule winkt schon von Weitem….Damit die Woche einen schönen Abschluss findet, durften wir mit Melanie Pfannkuchen mit Beerensoße zubereiten – lecker!!

Wochenbericht vom 14. – 18.6.21

Jetzt ist es wirklich glasklar: der Sommer ist da 😊!!! Jeden Tag klettern die Temperaturen noch ein bisschen höher auf dem Thermometer und uns reicht morgens ein dünnes Jäckchen, dass wir auch bald ablegen können, damit wir nicht ins Schwitzen kommen! Aber noch leuchtender als die Sonne haben am Montag die Gesichter von Valentin & Luisa gestrahlt: die beiden hatten nämlich Geburtstag und der wurde natürlich auch gefeiert 😊! Im Morgenkreis hat uns Stephi das Märchen „Die geheimnisvolle Johannisnacht“ vorgelesen und danach ging es gleich über zum Geburtstag feiern mit unserem Ritual und Muffins verspeisen. Da mussten alle ganz schön lange sitzen, weil wir ja gleich zwei Geburtstagskinder hatten, aber wir haben das geschafft. Danach war das Rumtoben, Lagerbauen und Pferdchen spielen umso schöner. Nebenbei hat uns Caroline unsere Stifteköcher wieder aufgefüllt, da haben einige gleich Lust zum Malen bekommen 😉.

Am Dienstag haben sich die Marder nach dem Morgenkreis gleich mal auf den Weg in den Bauwagen zur Vorschule gemacht. Mit einer neuen Knuff-Geschichte ging es los und anschließend durfte jedes Vorschulkind seinen eigenen Knuff ins Heft malen und „KNUFF“ dazu schreiben. In der Zwischenzeit haben Melanie und Martin draußen eine Schaukel und eine Slackline zum Balancieren aufgebaut. Heiß begehrt wie immer, aber das Warten…..kaum auszuhalten, bis man endlich drankommt. So haben sich einige Kinder die Zeit mit Bilderbücherlesen mit Caroline vertrieben und schwupps – war man auch schon dran 😉.

Unser Sonnwendfest nächsten Montag rückt näher und natürlich müssen wir da auch ein paar Dinge vorbereiten. Zunächst hat uns Melanie ein Lied mitgebracht, zu dem wir einen kleinen Tanz eingeübt haben – einen Sonnentanz. Da müssen wir uns gut konzentrieren, damit wir immer wissen, was zu tun ist! Später sind wir in den Fichtenwald aufgebrochen, der Weg dahin ist schön schattig, da müssen wir nicht so schwitzen bei der Hitze. Während die Dinos und Frischlinge gespielt haben, sind die Marder mit Melanie nochmal aufgebrochen, um sich in der Vorschule dem „Hollunder“ zu widmen. Sie sind auch fündig geworden und haben ein paar Zweiglein abgeschnitten, um ihn genauer zu betrachten und um damit zu basteln.

Der Donnerstag war dann schon sakrisch heiß – puhhh – so eine Sommerhitze!!! Aber wir wollen uns nicht beklagen, zuerst haben wir über den verregneten kühlen Mai geschimpft, jetzt wollen wir den heißen, sommerlichen Juni in vollen Zügen genießen! Und wie ginge das besser, als mit viel Wasser 😊!!! Der Papa von Mila hat ein Gefährt mit einem riesigen Wasserbehälter hinten drauf. Mit dem ist er am Donnerstag in den Wald gekommen, alle anderen durften Planschbecken, Wannen und Badesachen mitbringen und schon war unser erster Wald-Bade-Plansch-Spritz-Abkühlungstag perfekt 😉!!! Ein großes Dankeschön an dieser Stelle noch mal an Milas Papa – an diesem Tag unser Wasserkönig 😉!

Freitags ging es weiter mit den Vorbereitungen für unser Fest. Im Morgenkreis wurde der Sonnentanz wieder geübt, diesmal mit Trommeln, die Marina uns mitgebracht hat. Außerdem wurden noch Kränze aus Birken und Bändern gebastelt, da am Montag für jedes Kind einer bereit sein muss. Das „Team Schokofaust“ hat sich wieder mit Marina getroffen, um über die „eigene Meinung“ zu sprechen und warum es wichtig ist, dazu zu stehen. Danach wurden Team- und Vertrauensspiele gespielt. Lauter wichtige Themen, die die Großen im Herbst in der Schule gut brauchen können! Alle anderen konnten mit Melanie Blütenquark zubereiten. Und die Marder bekamen an diesem Tag nochmal eine Aufgabe: mit Sonja durften sie Kleider und Umhänge für Theaterpuppen basteln und gestalten. Also alle haben sich jetzt ein erholsames Wochenende verdient, bei diesen hohen Temperaturen wahrscheinlich irgendwo am Wasser oder in der kühlen Wohnung. Am Samstagabend werden die meisten eh vor dem Fernseher sitzen und beim Fußball mitfiebern 😉!

Wochenbericht 7.6. – 11.6.21

Am Montag waren fast alle Kinder wieder da! Nur unser armer Felix darf immer noch nicht in den Kindergarten kommen, das wär einfach zu gefährlich für seinen operierten Arm. Also nicht, dass WIR so gefährlich wären, aber beim Rumtoben fällt man ja schnell mal hin und das darf ihm und seinem Arm auf gar keinen Fall passieren, sonst ist er wieder kaputt!!! So haben wir den Tag mit einer großen Erzählrunde begonnen, nach der Ferienwoche gab eine Menge zu erzählen. Während die Großen mit Melanie nach der Brotzeit ihre Vorschulaktionswünsche besprochen haben, waren alle anderen glücklich beim Freispiel. Mit Stephi durften wir am Ende des Vormittags im Abschlusskreis das Märchen vom „Regenbogenvogel“ noch einmal alle mitspielen.

Das Wetter ist herrlich frühsommerlich in diesen Tagen, sodass wir viele Spielideen haben und auch umsetzen können. Mit unseren vielen Decken, Seilen und Kissen durften wir gemütliche Lager bauen, in denen wir uns die tollsten Spiele ausgedacht haben. Ein bisschen Hilfe von den Erwachsenen haben wir schon gebraucht, aber wir hatten den Eindruck, dass denen das auch gut gefallen hat. Wahrscheinlich hat sie das an ihre Kindheit erinnert…. 😉. Mit Sonja durften wir in Kleingruppen noch einmal Kastanien pflanzen und nachsehen, was die bereits Gepflanzten so machen bzw., ob sie ordentlich wachsen und gedeihen. Wenn wir ein paar Jahre warten, haben wir bald unseren eigenen Biergarten im Kindergarten 😉.

Am Mittwoch machten wir uns bei schönstem Sonnenschein auf zum Steinhügel. Den Bollerwagen voller Trinkflaschen hatten wir auch dabei, da die Strecke ganz in der Sonne liegt und es mitunter schon ganz schön warm wird beim Laufen. Auf dem Weg haben wir die Getreidefelder bewundert und am Schutzraum gab es herrliche Blumenwiesen mit Kamille und Mohnblumen. Da konnten wir nicht widerstehen und haben einige der roten Schönheiten abgepflückt. So manches Kind musste erstaunt feststellen, dass sich die Mohnblumenblüten auf ihren stachligen Stängeln ganz leuchtend rot und majestätisch der Sonne entgegenstrecken. Wenn man sie aber pflückt und eine Weile in der Hand hält, werden die hauchzarten Blütenblätter ganz schlapp, bis sie am Ende nur noch welk herabhängen und von ihrer einstigen Schönheit nicht mehr viel zu sehen ist. Da sind sie wohl in ihrer Blumenwiese, umgeben von anderen schönen Blüten viel besser aufgehoben und jeder der vorbeikommt, kann ihre Anmut bewundern. Am Steinhügel angekommen durften wir klettern und toben und ein paar Mädchen haben auf dem Sand mit verschiedenen Blüten kleine Gärtchen gestaltet – wunderhübsch! Eigentlich wollten wir ja noch Kräuter zum Trocknen sammeln, aber allzu viel Auswahl gab es nicht. So haben wir hauptsächlich Kamille und Eisenkraut mitgenommen und zu kleinen Sträußchen gebunden.

Am Donnerstag war es wieder Zeit für unsere wöchentliche Kinderkonferenz. Diesmal haben wir über unsere Wünsche für das Essensbuffet zum Sonnwendfest gesprochen. Wir sind überzeugt, es wird wieder viele Köstlichkeiten für uns alle geben – dank der fleißigen Mamas und Papas 😉! Später haben wir uns hingesetzt und Briefe an unseren Felix geschrieben. Wenn wir ihm ganz oft schreiben und ganz fest an ihn denken und ihm noch fester die Daumen drücken, darf er hoffentlich bald wieder zu uns in den Wald kommen! Wir vermissen ihn wirklich sehr!!!

Am Freitag war Hollundertag 😊! Während eines Spaziergangs haben wir viele Hollerblüten gesammelt. Zusammen mit Sonja wurden die dann später in Teig getaucht und gebacken, das ganz nennt sich dann Hollerkücherl. Lecker!!!!!! Die Marder hatten an diesem Tag aber auch noch einen wichtigen Termin: mit Marina und Martin ging es los mit dem Selbstbehauptungstraining, das die Vorschulkinder jedes Jahr mitmachen dürfen. Zunächst ging es mal um den Teamnamen. Keine einfache Angelegenheit, sich auf einen gemeinsamen Namen zu einigen… Nach einigem hin und her, großem diplomatischen Geschick der Teammitglieder kam man dann aber zu einem Ergebnis: die Marder sind jetzt das „Team Schokofaust“ 😊!! Gestartet wurde mit einigen Kooperationsspielen. Zum Beispiel „Karotte ziehen“. Da liegen die Kinder wie ein Stern auf der Erde, die Arme immer beim Nachbarn eingehängt und die Erwachsenen versuchen eine „Karotte“ an den Füßen aus dem Kreis zu ziehen. Aber wir sind stark und halten zusammen!! Da müssen sich die Erzieher*innen schon ganz schön anstrengen…..Wir freuen uns schon auf´s nächste Training 😉!

Wochenbericht vom 31.5. – 4.6.21

Auf den letzten Drücker haben wir am Montag noch schnell ein Mailied gesungen, das uns Stephi mitgebracht hat! Schließlich war da schon der 31. Mai!!! Nach der Brotzeit durften wir, wie von Caroline vor den Ferien versprochen, Pusteblumen malen. Auf blauem Papier, mit weißer Farbe und allerlei verschiedenen Werkzeugen. Da gab es Wattestäbchen, Schaschlikspieße, runde Küchenbürsten und aufgeschnittenen Klopapierrollen. Ein ganzer Tisch voller experimentierender Waldzwergerl 😊! Martin und Stephi hat es auch gleich so in den Fingern gejuckt, dass sie mit Begeisterung mitgemacht haben. Herausgekommen sind viele, viele wunderbare Pusteblumen! Bei manch einem Bild wollte man zu gern versuchen zu pusten, ob nicht das ein oder andere Schirmchen davonfliegt…. 😉! Danach durften die Ausdauernden noch eine Runde mit Stephi mit Modelliermasse kneten, alle anderen genossen die laue Frühlingsluft in der Sonne beim Freispiel. Zum Abschluss des Kindergartentages hat uns Stephi die schöne Geschichte von den „Regenbogenvögeln“ erzählt und mit uns gespielt.

Am Dienstag hat Sonja mit uns Kapuzinerkresse im Hügelbeet angesät. Wir sind schon gespannt, ob die auch so schön wächst, wie all die anderen Pflanzen, die wir dort gepflanzt und gesät haben. Mit viel Glück leuchtet uns das Beet in einiger Zeit gelb, orange und rot entgegen und wir dürfen auch ein bisschen naschen… Das Oberhighlight an diesem Tag war aber der langersehnte Besuch, der endlich kam: Theresa und der kleine Bruno durften endlich zu uns kommen <3! Theresa hat eigentlich wie immer ausgesehen, nur ein bissl mütterlicher halt und der Bruno ist ein ganz friedliches und fröhliches Kerlchen – ganz die Mama 😉! Zum Glück hat an diesem Tag auch die Sonne gescheint, so konnten wir uns gemütlich um die beiden scharen, alle unsere Fragen stellen, erzählen und den goldigen Bruno bewundern 😊! Kommt uns ganz bald wieder besuchen, ihr Lieben!

Aber auch am Mittwoch gab es Besuch – und zwar gleich dreifach! Nori, das ist die Tochter von Martin, Carlotta, das ist die Tochter von Melanie und Sarah eine FOS Schülerin, die gerne einmal bei uns schnuppern wollte, waren da. Aber da ja Ferien sind, waren wir nur wenige Zwergerl, deshalb ist so viel Besuch gar nicht aufgefallen. Ganz im Gegenteil, wir haben das Spielen mit den dreien sehr genossen. Um ein bisschen Abwechslung zu haben, sind wir nach der Brotzeit mit Hängematten, Reifenschaukel und Bilderbüchern in den Fichtenwald spaziert und hatten dort einen traumhaften Frühsommertag 😊.

Nachdem wir uns am Donnerstag auf Grund eines Feiertags zuhause ausruhen konnten, haben wir uns am Freitag zu einem etwas längeren Marsch zum Froschweiher aufgemacht. Laurin, der Bruder von den Zwillingen Valentin und Luisa war zu Besuch und den Erwachsenen, ebenso wie die Mädels am Mittwoch, eine große Hilfe. Wir haben schöne Blumenblüten gesammelt und damit Karten mit Doppelklebeband gestaltet. Wenn das Wetter so schön ist, ist irgendwie alles leichter und freier. Wir sind dankbar, dass die Natur uns jetzt mit ihrem ganzen Reichtum beschenkt. Die ganze Welt ist voller Leben, Farben und Duft. Und wir Waldkinder haben´s da natürlich ganz besonders gut….

Wochenbericht vom 17.5. – 21.5.21

Was ist eigentlich mit dem April los??? Weiß der nicht, dass jetzt eigentlich der Mai dran ist? Alle paar Minuten ändert sich das Wetter: Wind, Regen, Sonne und sogar Gewitter ziehen über´s Land! Eigentlich hätten wir jetzt gerne laue Frühlingslüftchen, die uns um die Nase wehen. Aber nein, den ganzen Tag müssen wir uns an- und wieder ausziehen – echt nervig. Aber bekanntlich kann man ja gegen das Wetter nix machen, also fügen wir uns unserem Schicksal und warten auf bessere Zeiten. In der Zwischenzeit machen wir es uns im Wald einfach lustig und schön. So haben wir zum Beispiel am Montag Löwenzahnbilder gemalt. Caroline hat uns ein echtes Exemplar mit Wurzel mitgebracht, das haben wir uns genau angesehen und besprochen und dann wurde es plötzlich ganz ruhig, weil jedes Kind ganz konzentriert seinen Löwenzahn gezeichnet hat. Wir sind richtige Naturkenner, die Bilder sind ganz toll geworden! Im Abschlusskreis hat uns Stephi nochmal das Märchen vom Riesen und dem Zwerg vorgeführt, das war ein schöner Abschluss des Vormittags 😊.

Am Dienstag war es ziemlich kalt und zum Glück konnten wir uns beim Freispiel ordentlich austoben und dann wird es einem eh schnell warm 😉. Mit Sonja haben wir noch ein wenig am Hügelbeet gearbeitet und geerntet.

Gleich zwei Geburtstagskinder gab es am Mittwoch 😊😊! Theo und Lionel durften beide ihre 4. Geburtstage nachfeiern. Das war vielleicht ein Kuchenbuffet – herrlich. Es gab Muffins, Marshmallows, zwei Kuchentraktoren und Rhabarberkuchen!! Der Wahnsinn! Vielen Dank an die fleißigen Bäcker und Bäckerinnen 😊! Nach dieser Völlerei ging es für die Vorschulkinder mit Melanie zum Arbeiten in den Bauwagen. Dort wurde das Thema „Löwenzahn“ nochmal beim Experimentieren vertieft. Wenn es euch interessiert, könnt ihr euch ja mal von den Mardern erzählen lassen, wie das funktioniert, dass der Löwenzahn Locken bekommt 😉. Alle anderen sind zu einem kleinen Spaziergang in den Fichtenwald losgezogen, um Fichtenspitzen zu sammeln. Lauter fleißige Sammler waren da unterwegs und zum Schluss hatten wir eine ordentliche Menge im Korb. Als Riesenkinderraupe mussten wir auf dem Weg große Pfützen umrunden, hat aber gut geklappt und alle sind trocken wieder am Bauwagen gelandet. Dort hat Caroline Kuvertüre geschmolzen und in die Schokolade wurden dann die Fichtenspitzen getaucht. Am Ende hatten wir köstliches Wald-Maiwipferl-Konfekt – müsst ihr mal probieren!

Am Donnerstag haben die Erwachsenen wieder die Kinderkonferenz eingeläutet. Diesmal ging es um mitgebrachtes Spielzeug im Wald und ob wir das überhaupt brauchen, wo doch jetzt so viel Neues in der Natur zu entdecken ist. Das zweite Thema waren unsere Kletterbäume, die brauchen nämlich dringend Schonung, da müssen wir wohl mal wechseln…Später ging es los zu einem Ausflug in den Fichtenwald.

Und am Freitag haben wir uns für einen Ausflug entschieden, den wir schon sehr lange nicht mehr unternommen haben: wir wollten zur Pirateninsel!!! Das ist ein langer Weg, aber dort ist es einfach schön zum Spielen und das Laufen tut uns allen gut 😊. Nun geht es aber für eine Woche in die Pfingstferien und vielleicht, vielleicht ist danach der warme Frühling endlich da…. 😉….

Wochenberichte vom 3. – 14.5.21

Auch in diesen beiden Wochen war bei uns trotz Notbetreuung einiges los! Gleich am Montag der ersten Woche hat uns Stephi eine Mitmachgeschichte mit „Riese und Zwerg“ mitgebracht. Puh, das war vielleicht anstrengend – dauernd rauf und wieder runter! Die arme Melanie hatte am nächsten Tag gleich einen ordentlichen Muskelkater, so sportlich war das 😊! Danach ist es aber ruhiger geworden und ein paar Kinder sind mit ihren Körbchen aufgebrochen, um hübsche Blüten für die Muttertagskarten zu sammeln.

Diese wurden am Dienstag auch gleich gestaltet. Wir durften auf ein großes Tonpapier all die schönen Frühlingsblümchen kleben. Das hat die Melanie dann vorsichtig zerschnitten und zu lauter hübschen Muttertagskarten gestaltet. So haben jetzt alle Mamis eine Karte bekommen, auch wenn nicht jedes Kind im Wald sein kann und seine eigene Karte basteln konnte. Mila hat uns kleine Minikastanienbäume aus ihrem Vorgarten mitgebracht, die haben sich ein paar Kinder geschnappt und mit Sonja eingepflanzt. Schauen wir mal, ob es in ein paar Jahren bei uns Kastanien zum Sammeln gibt…. Am Mittwoch hatte der Jona seinen 6. Geburtstag. Mensch hat es an diesem Tag geregnet!! Aber das war nicht weiter schlimm, weil der Jona so gestrahlt hat, dass wir gar keine Sonne gebraucht haben 😉! Nach einer ausgiebigen Feier mit feinen Muffins, haben wir uns noch zu einem Spaziergang aufgemacht und wirklich jede Pfütze heimgesucht. Die Pfützen waren danach leer – unsere Gummistiefel dafür umso voller 😉.

Am Donnerstag hatten wir Spielzeugtag und am Freitag war Martins Lehrerin da und er hatte eine Prüfung. Leider war auch dieser Tag verregnet, aber der Martin war gut gerüstet und hat mit uns aus Lehmerde kleine Gärtchen gestaltet. Natürlich haben wir uns vorbildlich benommen und deswegen hat er dann die beste Note überhaupt gekriegt 😉. Bravo Martin 😊!

Am Montag war das Wetter komplett anders: Sonne pur und gegen Mittag richtig heiß, mit Temperaturen bis zu 30 Grad. Da soll sich noch ein Waldzwerg auskennen… Caroline hat uns ein lustiges Löwenzahngedicht mitgebracht und in einem Gespräch haben wir allerhand über den Löwenzahn und die Pusteblume gelernt. Die Marder, also die großen Waldzwergerl, wussten das meiste natürlich schon 😊. Anschließend ging es in den Fichtenwald, um Löwenzahn zu sammeln und um ihn genauer betrachten zu können. Korbinian hat ganz viel gefunden und nach kurzer Zeit hat es schon ein bisschen gelb aus dem Korb geleuchtet. Stephi hatte aber auch noch eine Überraschung für uns: eine Geschichte von einem Zwerg, einem Riesen und einem Vogel. Sie hat die Geschichte mit Tüchern und Figuren aus Filz vorgespielt und wir waren mucksmäuschenstill. Am Ende der Geschichte durfte jedes Kind ein Federchen ins Gefieder des Vogels stecken, damit er hoch und weit fliegen konnte.

Am Dienstag hat Melanie ihr Kochstudio eröffnet und einen Korb mit allerlei köstlichen Zutaten bereitgestellt. Nach dem Muttertag am Sonntag folgte nämlich am Donnerstag der Vatertag. Und weil sich Papas ja schließlich auch über ein kleines Geschenk freuen, hatten wir die Idee, ihnen eine feine Barbeque-Sauce zu kochen. Da können sie dann gleich den Grill anschmeißen und die Sauce zu einem Stück Fleisch oder Gemüse probieren. Also wir haben ziemlich viele Löffel gebraucht, weil wir ziemlich viel probieren mussten. Also sehr viel. Deswegen hat die Melanie vorsichthalber nochmal pürierte Tomaten dazugeschüttet, damit es wirklich für alle reicht 😉!

Am Mittwoch hat es schon wieder geregnet und so war es die beste Zeit für Schneckenkunde bei diesem Schneckenwetter. Wir sind jetzt alle studierte Schneckenflüsterer 😊. Ansonsten ging es weiter mit unserem Theaterprojekt und einer Karte für unseren Felix. Der Arme hat sich nämlich den Arm gebrochen (deswegen ist er ein Armer) und wir wünschen ihm natürlich schnelle gute Besserung!!

Am Donnerstag haben wir unsere Papas gefeiert und am Freitag durften sich die Marder mit Melanie über Vögel unterhalten. Im Morgenkreis gab es ein neues „Löwenzahn-Frühlingslied“ und zur anschließenden Stärkung haben wir unser Beet geplündert und Kresse- und Lauchzwiebelbrote gegessen. Von der letzten Woche war noch eine Menge Lehm übrig und es hat uns großen Spaß gemacht, damit zu spielen und zu gestalten.

Wochenbericht für die Zeit vom 19. – 30.4.21

Der ganze Wald strotzt vor lauter Frühling! Überall platzt zartes Grün aus den Zweigen und das fröhliche Vogelgezwitscher begleitet uns durch jeden Tag. Schade ist nur, dass immer noch nicht alle Kinder in den Wald dürfen. Obwohl viele von uns einfach am Wochenende oder nachmittags kommen, um den Wald zu genießen. Aber das ist natürlich nicht dasselbe, wie sonst. Die Erwachsenen lassen sich aber auch diesmal einiges einfallen, damit wir in Verbindung bleiben. Es gibt z. B. Rezeptkarten zum Abholen oder eine Geschichtenwerkstatt zum Mitmachen für alle und für die Vorschulkinder gibt es noch ein Extraangebot.

Hier im Wald verlaufen die Tage ruhig und gemütlich. Letzte Woche hat uns Stephi eine Schneckengeschichte und ein Lied dazu mitgebracht. Am Dienstag hat Melanie die Hängematte aufgehängt, was ja immer ein besonderes Highlight ist 😊. Aber natürlich sind wir auch ein wenig gewandert. Am Mittwoch waren wir im Fichtenwald und haben dort gespielt. Am Donnerstag durften wir bunte Armbänder basteln, die Erwachsenen waren nicht so zufrieden, weil die ganzen Kleinteile immer wieder abgefallen sind, aber uns hat das garnicht gestört, wir haben diese Bastelarbeit sehr genossen. Na, und am Freitag ging es gleich morgens los zur Heuwiese. Ein langer Weg, der sich aber immer lohnt, weil man dort herrlich spielen und rennen kann. Der Rückweg war dann schon ein bisschen anstrengend, aber mit viel gutem Zureden haben es auch die Letzten geschafft.

Am Montag der vergangenen Woche hat uns Stephi ein Vogelbilderbuch mitgebracht, da ging es darum, dass sich die Vögel gegenseitig helfen und nicht der Größte automatisch auch der Beste bei allem ist. Danach durften wir aus Knetmasse und Federn Adler basteln. Da sind ganz wunderbar stolze Raubvögel zustande gekommen! Dienstags hat Melanie mit uns und der Gitarre die „Vogelhochzeit“ gesungen. Sie hatte Bilder der verschiedenen Vogelarten dabei, so konnten wir uns die illustre Hochzeitsgesellschaft gut vorstellen 😊. Für die Großen ging es dann weiter mit dem Theaterprojekt, während die Kleineren mit Martin ein Arbeitsblatt zum Thema Verkehrsschilder bearbeitet haben. Da musste man ausschneiden, zuordnen und aufkleben. Schwere Arbeit. Aber macht schlau 😉. Am Mittwoch wollten wir nochmal zur Heuwiese marschieren, der Tag war nicht zu warm, die Morgenluft frühlingsfrisch, also der perfekte Tag für eine längere Wanderung. Dort angekommen waren wir so hungrig, dass sofort die Picknickdecken ausgebreitet wurden. Das war wieder ein sehr schöner Tag dort! Am Donnerstag haben wir uns morgens zur „Kinderkonferenz“ getroffen. Die Themen waren „Spielzeugtag“, „beim Abholen an der kleinen Fichte auf die Eltern warten und von den Erzieher*innen verabschieden“, „Ideen, Wünsche und Vorschläge“. Wir finden diese Runden gut, weil da jeder was sagen darf und gehört wird. Abgestimmt wird natürlich ganz demokratisch und hier lernen wir, dass man nicht immer bekommt, was man möchte, aber manchmal eben doch 😉. Am Ende dieses Tages bekamen wir noch Besuch von Wabbi-Tabbi, das ist Stephis Erdmännchen 😉.

Am Freitag durften wir noch einmal die Vogelhochzeit singen und dazu in die verschiedenen Vogelartenrollen schlüpfen. Das liiiiiiieben wir 😊! Mit Marina haben später ein paar Kinder kleine Vogelnester gebastelt, während die anderen mit Sonja Risotto mit Parmesan und Giersch gekocht haben. Und Katharina hat sich beim Seifenkistenbauen mächtig ins Zeug gelegt!

Wochenbericht 12. – 16.4.21

Es ist wieder kälter geworden. Immer wieder fällt dichter Schnee, der sogar zeitweise liegen bleibt, da die Nächte sehr kalt sind. Die Vogelwelt scheint das nicht zu stören, überall hört man es zwitschern und pfeifen und eifrige Vogeleltern kümmern sich um ihre Nachkommen. Wenn sich auch vieles im Moment anders und wackliger in unserem Alltag anfühlt, auf die Natur kann man sich verlassen, das tut uns allen gut.

Immer noch sind wir in der Notbetreuung und genießen trotz allem die kleinere Gruppe und das Zusammensein mit den Kleinsten. Wir unternehmen Ausflüge, z. B. in den Pilzwald, um dem Schneegestöber etwas zu entkommen. Dort haben wir Federn und Tierhöhlen gefunden und haben spekuliert, wohin die unterirdischen Gänge wohl führen und welche Tiere da wohnen. Mila wollte wissen, wo denn nur die ganzen Pilze hin sind…hmmmm…. da müssen wir mal nachforschen! Marina hat mit einigen Kindern das Tipi wieder aufgebaut.

Ein anderer Ausflug ging zum Sonnenplatz im Zahlenwald. Dort konnten wir im hohen Gras spielen, Bücher auf den mitgebrachten Decken lesen und auf der großen Wurzel eines umgestürzten Baumes klettern.

Ansonsten waren wir viel an unserem Platz, um dort zu spielen, zu werkeln, zu malen und Bücher anzuschauen und zu lesen. Am Freitag gab es feine Karottensuppe, die wir über dem Feuer gekocht haben. Zwischendurch durften wir Giersch sammeln, den es ja in Massen bei uns gibt. Die Blättchen wurden gepresst, die brauchen wir nämlich für eine kleine Überraschung für die Kinder, die im Augenblick nicht in den Wald können – und für uns anderen natürlich auch 😉!

Wochenbericht rund um die Ostertage (29.3. – 9.4.)

Wir Waldkinder durften den Osterhasen ja schon in der letzten Woche bei uns begrüßen, aber das eigentliche Osterfest findet erst am Ende der Woche statt. Daher haben wir uns auch noch mal mit diesem schönen Frühlingsfest beschäftigt. In dieser Woche durften wir unsere gesammelten Steine mit Wolle umfilzen und unsere Prachtstücke auch mit nach Hause nehmen. Das ist toll, weil diese Eier garantiert nicht schlecht werden, hübsch aussehen und vor allem auch in den kommenden Jahren wieder als Schmuck aus dem Schrank geholt werden 😉! Und unsere Salzteigeier waren auch endlich trocken, so konnten wir sie als Frühlingsgruß für alle Waldbesucher an ein Bäumchen im Eingangsbereich unseres Platzes hängen. Das Wetter war sehr schön und vor allem warm in dieser Woche vor Ostern, das haben wir sehr genossen und uns wie kleine Zwiebeln im Lauf des Tages immer mehr entblättert, gegen Mittag durften die dicken Winterjacken dann getrost an der Garderobe hängen bleiben 😉.

…und dann war das Osterwochenende vorbei und der Winter hat seine eisigen Finger nochmal ausgestreckt…brrrrr…. Mit Schnee und Wind hat er unsere Nasen und Finger noch einmal getriezt. Aber wir, als echte Waldzwergerl haben kurzerhand die Winterkluft wieder rausgeholt und angefangen Schneelollies und Schneemänner zu bauen! Auch die Schlitten kamen noch einmal zum Einsatz, bevor es gegen Ende der Woche endlich wieder etwas wärmer wurde und die Sonne den Schnee weggeschleckt hat. Und weil in fremde Rollen schlüpfen so viel Spaß macht, durften wir uns aus der Stoffkiste und Melanies Kostümkiste Verkleidungen aussuchen. Vom zarten Schmetterling bis zum Räuberhauptmann war alles dabei! Muss ja schließlich nicht Fasching sein, um eine Riesen- Verkleidungsgaudi zu haben 😉! Ganz am Ende der Woche wurde auch noch einmal gekocht: es gab Nudeln mit Bärlauchpesto und Apfelkarottensalat! Und zur Krönung gab es Muffins, die hat Samuel mitgebracht, er ist 5 Jahre alt geworden und das Krafttier, das er gezogen hat ist das Wiesel. Das passt sehr gut zu ihm 😊!

Wochenbericht vom 22.3. – 26.3.21

Jetzt kann der Frühling kommen 😊! Selbst der Kalender ist nun damit einverstanden 😉. Stephi hat uns am Montag eine schöne Geschichte von Sonne und Mond erzählt, die beiden können leider nicht heiraten, weil die Sonne dem Mond zwar dauernd hinterherläuft und versucht ihn zu erwischen, aber immer, wenn sie ankommt, ist der Mond schon wieder auf der anderen Seite der Erde! Melanie hat uns das alles mit einem blauen und einem gelben Tuch noch mal auf die Erde gelegt, damit wir uns das besser vorstellen können. Im Winter verdeckt das blaue Tuch mehr vom gelben, deshalb sind die Tage kürzer und dunkler, jetzt im Frühjahr sind beide Tuchhälften gleich groß, deswegen nennt man das auch Tag und Nachtgleiche. Die Tage werden wieder länger und heller 😊. Nach der Brotzeit wurden die letzten Nestchen geflochten und am Basteltisch wurde eifrig mit Salzteig gebatzelt und Eier geformt, die wir später aufhängen wollen. Leider war das Wetter an diesem Tag sehr launisch und so mussten wir sogar einen heftigen Graupelschauer über uns ergehen lassen. Ihr könnt euch vorstellen, was das mit unserem Salzteig gemacht hat …. 😊.

Auch am Dienstag waren wir voll im Hasen- und Eierfieber! Im Morgenkreis haben wir ein neues Osterhasenlied gelernt. Später wurden die allerletzten Nestchen mit Moos, Federn und Gräsern geschmückt, bevor wir sie im Materialwagen für den Osterhasen leicht zugänglich verräumt haben. Weiter ging´s an die großen Kochtöpfe, die Melanie mitsamt der Kochplatte rausgeschleppt hat, dort wurden tolle bunte Eier gefärbt, die zuvor mit Blättern und Gräsern in Strumpfhosenstücke verschnürt wurden. Rausgekommen sind wahre Kunstwerke, unsere Natur bringt einfach die schönsten Muster hervor!

Am Mittwoch wurde es dann schon aufregender: pünktlich um 10:00 Uhr kamen die Minis zu uns vor, um mit uns zusammen in den Fichtenwald aufzubrechen. Das war ein lustiger, quirliger Haufen, der sich da auf den Weg gemacht hat. Im Fichtenwald angekommen, haben wir uns einen schönen Platz ausgesucht, wo wir unser alljährliches Riesenosternest bauen wollten. Voller Eifer und Energie wurden da Stöcke und Fichtenzweige, Gräser und Zapfen herbeigetragen, um das Nest für den Osterhasen besonders schön zu gestalten. Und ganz besonders fleißig waren die Minis, wir wussten garnicht, dass die Knirpse schon soviel Kraft haben! Toll!! Als alles fertig war durften wir noch ein wenig spielen. Am Ende der Spielzeit haben wir uns nochmal alle getroffen und einige Kinder bekamen ein Stück Karotte in die Hand gedrückt. Ja, wofür sollte das denn sein? Hmmm? Na für den Osterhasen natürlich! In diesem Jahr ist ja alles ein bisschen anders wegen Corona und so mussten wir unsere Feier vorziehen. Und damit der Hase auch eine kleine Freude hat, haben wir beschlossen, dass er diesmal was suchen darf und nicht wir. Also haben wir die Karotten am Wegrand für ihn versteckt und wir sind sehr gespannt, ob er die Karotten findet…und ob er sich so freut, dass er für uns auch eine kleine Überraschung hinterlässt…

Tja, und dann war er da, der Ostertag im Zwergerlwald! Nach einem gemeinsamen Morgenkreis mit den Minis sind wir losgewandert in den Fichtenwald. Bepackt mit Decken, Kissen und einer Menge Leckerbissen für´s Osterfrühstück. Auf dem Weg haben wir natürlich genau darauf geachtet, ob unsere Karottenstücke weg sind – und ja! Der Osterhase hat sie gefunden! Alles ratzfatz weggefuttert! Und dann im Fichtenwald gab es die größte Überraschung: unser ganzes Riesennest war gefüllt mit unseren kleinen selbstgeflochtenen Nestchen und in jedes hat der Osterhase was reingelegt 😊! Was waren wir glücklich und aufgeregt!! Nach so viel Osterabenteuer hatten wir ordentlich Hunger und ließen uns bei bestem sonnigen Frühlingswetter unser Frühstück schmecken!

Der Freitag verlief dann wieder etwas ruhiger. Einen kleinen Ausflug zum Steinhügel haben wir dennoch unternommen, da wir am Montag mit Stephi Eier filzen dürfen und da kommen als Wickelhilfe Steine innen rein. Und dafür braucht man also nicht nur Filzwolle, sondern eben auch Steine, die wir sammeln wollten. Laufen und sammeln macht ja bekanntlich hungrig und da waren wir heilfroh, dass uns die Mama von Samuel selbstgemachte Spätzle mitgebracht hat (Danke dafür liebe Alina!). Die haben wir dann nur noch mit feinem Käse gemischt und schon gab es eine leckere Kässpatzenmahlzeit für alle hungrigen Waldkinder 😉. Na und dann? Hoch die Hände – Wochenende 😊!!!

Wochenbericht 15.3. – 19.3.21

Am Montag hat uns Stephi ein wunderschönes Schneeglöckchenmärchen mitgebracht und das Beste war: wir durften mitspielen! Das hat uns riesig Spaß gemacht, vor allem, weil wir ja eine begnadete Theatergruppe sind 😊! Es gab natürlich nicht für jedes Kind eine Hauptrolle und deswegen durften wir die Geschichte nach der Brotzeit noch ein paarmal mit wechselnden Schauspielern nachspielen. Und die, die mit der darstellenden Kunst nicht so viel anfangen konnten, durften sich mit Martin bei einem wilden Fußballmatch austoben 😉.

Der Winter hat uns ja in dieser Woche nochmal richtig am Schlafittchen gepackt – mit Schnee, Wind und Kälte wollte er dem nahenden Frühling noch einmal die kalte Schulter zeigen. Das war uns aber wurscht, wir sind ja immer warm angezogen und sausen, hüpfen und klettern im Wald herum, sodass uns garnicht kalt werden kann! Im Morgenkreis an diesem Dienstag gab es eine weitere Kinderkonferenz, um die wichtigen Regeln zu wiederholen, da manche Kinder noch nicht so sicher im Einhalten der selbigen sind 😉. Anschließend gab es Brotzeit und danach durften wir alle in den Bauwagen, um Schneeglöckchen auf schwarzes Tonpapier zu zeichnen. Das haben wir alle gut hinbekommen, vor allem, weil wir uns zuvor das Schneeglöckchen genau angeschaut haben. Wir haben gelernt, dass das Schneeglöckchen das zarte Köpfchen deshalb hängen lässt, damit es mit ganz viel Kraft durch die zum Teil noch gefrorene Erde an die Oberfläche stoßen kann. Man sieht ihm garnicht an, wie stark es ist! Den Rest des Tages haben wir mit viel Matschepampespiel verbracht.

Am Mittwoch ging es dann für die Marder zur Vorschule in den Bauwagen mit Melanie. Thema waren die Tiere im Winter. Also wo sie wohnen und sich versorgen, wenn Schnee liegt und es sehr kalt ist und all sowas. In der Zwischenzeit sind die Dinos und Frischlinge auf Wanderschaft gegangen. Eigentlich wollten wir einmal um das große Feld spazieren, um Sonnenstrahlen zu sammeln, aber dann war das Wetter so einladend, dass wir die Tour ein wenig erweitert haben und neue Spazierwege erkunden wollten. Schön war das und magisch, wie der Nebel über den sonnigen Feldern aufgestiegen ist. Am Ende ist dann Melanie mit den Mardern noch zu uns gestoßen und gemeinsam haben wir uns auf den Rückweg gemacht. Puh, da waren wir ganz schön platt…

Am Donnerstag wurden die Konferenzregeln noch einmal wiederholt, bevor wir ein neues Frühlingslied gelernt haben: „Singt ein Vogel im Märzenwald“. Das müssen wir jetzt noch ganz oft singen, bevor der März schon wieder vorbei ist 😉. Danach ging die „Osternesterproduktion“ mit Stephi weiter, sodass nun bald jedes Kind sein eigenes Nestchen fertig hat!

Und dann war schon wieder Freitag: im Morgenkreis gab es ein Schneeglöckchen Fingerspiel, bevor wir zu einem großen Ausflug aufgebrochen sind. Zunächst mussten wir zur Brotzeit im Fichtenwald einen Stopp einlegen, damit niemand einen Schwächeanfall beim Wandern erleidet 😉. Als dann alle satt und gestärkt waren ging es weiter zur Heuwiese, wo wir den Rest des Vormittags gespielt haben.

Wochenbericht vom 8.3. – 12.3.21

Am Montag hat uns der Martin ein neues Lied mitgebracht, dass wir im Morgenkreis auch gleich gesungen haben. Es heißt „Wenn ich fröhlich bin, dann klatsch ich in die Hände“ und man macht in jeder Strophe verschiedene Bewegungen mit dem Körper oder den Händen und am Ende muss man alle Bewegungen aneinander reihen. Das war vielleicht lustig, weil der Martin meistens selber mit der Reihenfolge durcheinander gekommen ist 😊! Das können wir uns viel besser merken 😉. Nach der Brotzeit durften dann die ersten Kinder anfangen mit Stephi Osternestchen aus Draht zu basteln. Eine knifflige Angelegenheit, aber mit Stephis Unterstützung und Geduld ging es ganz wunderbar. Und da uns die liebe Sonne ein paar kräftig wärmende Strahlen geschickt hat, hat sich der Martin mit der großen grünen Decke unterm Arm aufgemacht, um ein sonniges Plätzchen zur Bilderbuchbetrachtung zu suchen. Als alle Interessierten auf der Decke vereint waren, hat er sich mit uns das Bilderbuch „Heute bin ich“ angesehen und sich mit uns über die verschiedenen Gefühle in den Fischgesichtern ausgetauscht.

Am Dienstag haben wir uns im Morgenkreis darüber Gedanken gemacht, wie es uns gelingen kann, dass jedes Kind seinen eigenen guten Platz in der Kindergartengruppe finden kann. Das ist ja gar nicht so leicht, weil ja jeder Mensch anders ist. Wir wollen eine Gruppe sein, in der sich jede/r wohlfühlt und dazugehört. Wir sind nämlich ein ziemlich cooler Haufen…😉. Als nach der Brotzeit alle gestärkt waren, durften wir mit Sonja Ringelblumensamen ins neue Hügelbeet einsäen. Jetzt brauchen wir viel Geduld und müssen das Beet vor allem in Ruhe lassen, damit sich die winzigen Wurzelzwergerl in der Erde um unsere zarten Sämlinge kümmern können… Wer Lust hatte, konnte sich mit Caroline noch ein neues Bilderbuch „Was macht die Katz auf meinem Platz“ anschauen. War ein bissl ähnlich wie bei uns, wenn wir uns immer um die Sitzplätze und Kissen streiten 😉….

Der Mittwoch begann wieder mit Martins „Wenn ich fröhlich bin“ und anschließend wurden die Brotzeitboxen geplündert. Meine Güte, was haben wir immer Hunger im Wald!! Frisch gestärkt sind die Marder dann mit Martin in den Bauwagen zur Vorschule marschiert, während alle anderen einen Ausflug zum Steinhügel unternommen haben.

Und dann war´s schon wieder Donnerstag. Im Morgenkreis haben wir uns über unsere Gesprächsregeln, also aussprechen lassen, melden, wenn ich was sagen will, anderen zuhören usw. unterhalten. Martin ist mit dem goldenen Stein der Weisen im Kreis herumgegangen und jedes Kind durfte den Stein berühren, um sich ein bisschen Weisheit zu sichern. Wir wollen jetzt immer donnerstags im Morgenkreis eine Kinderkonferenz abhalten, wo wir uns über Wünsche und Ärgernisse, aber auch über Ängste unterhalten können. Jeder darf hier sagen, was ihn bedrückt und alle zusammen versuchen, eine Lösung für das Problem zu finden. Damit wir das mit dem Ausreden lassen und zuhören nicht vergessen, gibt es ab nächster Woche noch einen kleinen goldenen Redestein, den immer das sprechende Kind in die Hand bekommt. Mit Stephi ging es an diesem Tag weiter mit dem Nestchen basteln und die Marder durften mit ihr das geplante Theaterstück besprechen. Und wer dann noch Energie hatte, konnte mit Martin im Bauwagen seine Gefühle in Gläser schichten…. 😊!

Der Freitag war ja ein regnerischer und windiger Geselle, aber das stört uns ja nicht so, vor allem, wenn uns Martin eine Reifenschaukel aufbaut!! Da kann man gut mit oder gegen den Wind schaukeln. Mit Sonja durften die Marder einen Messerblock für unsere großen Küchenmesser bauen, damit die im Küchenschrank auch einen schönen Platz bekommen. Alle anderen haben mit Melanie Nudeln mit Erbsen und Giersch gekocht – ein schönes grünes Frühlingsgericht, das auch noch lecker geschmeckt hat. Die Frischlinge genossen mit Marina zum Ende dieser Woche eine entspannende Massagegeschichte 😊!

Wochenbericht vom 1.3. – 5.3.21

Am Montag hat uns Martin im Morgenkreis Bilder mitgebracht. Da waren Gesichter drauf. Und jedes hat anders geguckt. Wir haben natürlich sofort gecheckt, welches Gesicht zu welchem Gefühl passt. Da gab es ein zufriedenes, ein trauriges, ein wütendes, ein ängstliches und ein glückliches Gesicht. Und dann haben wir uns über die verschiedenen Gefühle unterhalten. Da kann ja auch wirklich jeder mitreden. Weil schließlich war jeder Mensch schon mal traurig, oder wütend oder sehr glücklich! Und so konnte jedes Kind und jeder Erwachsene etwas zum Thema beitragen. Nach der Brotzeit durften wir uns im Freispiel austoben und wenn man genau hingesehen hat, konnte man sehen, dass ein paar Kinder gelacht, ein paar wütend gestritten, andere zufrieden gespielt haben, oder aber das ein oder andere Kind traurig war, weil es nicht mitspielen durfte….also eigentlich begleiten uns unsere Gefühle den ganzen Tag und verändern sich immer wieder… damit sollten wir uns noch näher beschäftigen – sehr interessantes Thema!

Am Dienstag hat uns Caroline unsere neuen Wetterkarten mitgebracht. Die alten waren schon ganz greislig, weil die ja bei jedem Wetter im Einsatz sind! Sonja hat dann neue Holzkarten besorgt und Caroline hat sie mit den verschiedenen Wettern bemalt 😉. Und dann ging es gleich mit dem Martin weiter: er hat seine Gefühlegesichterkarten wieder ausgepackt, aber dazu gab es jetzt was Spannendes! Jedes Kind bekam eine Wäscheklammer mit seinem Garderobenbild drauf. Und die Klammer durfte dann jeder an das Bild klemmen, das zur aktuellen Tageslaune passte. Puh, zum Glück waren alle entweder zufrieden oder sogar sehr glücklich 😊! Die Bilder werden jetzt am Bauwagen befestigt und an einer Leine hängen alle Klammern. Und dann darf jedes Kind, das in den Wald kommt, seine Klammer am passenden Bild befestigen. Und alles darf sein, wie es ist: wenn jemand ganz grantig oder traurig in den Wald kommt, dann ist das eben so und wenn alles gut läuft, kann er seine Klammer am Ende des Kindergartentages an das zufriedene Bildergesicht heften 😉. Tolle Idee von Martin! Da sind wir gleich hellwach morgens, weil wir so konzentriert nachdenken müssen, wie es uns eigentlich geht… Nach der Brotzeit haben sich einige Kinder ausgesucht mit Sonja zum Stöcke- und Moossammeln in den Fichtenwald zu wandern. Das Zeug brauchen wir nämlich, um mit ihr ein Hügelbeet zu bauen. Das hat sie uns zuvor ganz genau erklärt und sie hat auch schon ein paar Pflanzen besorgt, das wird ein feines Zwergerlbeet werden 😊!

Mittwochs war mal wieder unser schauspielerisches Talent gefragt! Martin hatte eine Indianergeschichte zum Mitspielen dabei. Das hat allen so gut gefallen, dass wir das nach der Brotzeit gleich noch zweimal mit wechselnden Schauspielern gespielt haben, damit möglichst viele Kinder mitmachen konnten. In der Zwischenzeit durften die Marder mit Caroline in den Bauwagen gehen, um sich der Vorschule zu widmen. Zunächst wurde eine Knuffgeschichte gelesen und bearbeitet, danach durfte jedes Vorschulkind in sein Heft ein „Gefühlsgesicht“ zeichnen und das passende Gefühle dazu schreiben. Und was meint ihr, welche Gefühle gezeichnet wurden? Nur zufriedene und glückliche 😊! Das haben alle sechs mit viel Eifer und Konzentration geschafft – toll! Später haben wir uns ein Sonnenplätzchen gesucht und unsere große Decke ausgebreitet. Dort hat Martin mit uns das Bilderbuch „Heute bin ich“ angeschaut. Da ist es schon schwieriger die verschiedenen Gesichtsausdrücke der Fische zu deuten…

Am Donnerstag waren wir im Fichtenwald, wo wir mit Martin ein schön grusliges Monsterbild aus Naturmaterial gelegt haben. Mit Monstern kennen wir uns aus und wer liebt es nicht, wenn einem der Gruselschauer über den Rücken rieselt….. Dann hatten wir noch die traurige Aufgabe eine tote Maus zu begraben. Das haben wir wie immer mit viel Liebe und Ehrfurcht hinter uns gebracht. So ein Mäuseleben ist ja nur kurz und muss deshalb mit der angemessenen Würde geehrt werden.

Und am Freitag war dann die Marina mal wieder bei uns – wie schön! Wir haben Feuer gemacht und ein leckeres Würschtlgulasch darüber gekocht. So ein deftiger Eintopf ist doch einfach was Feines an so einem kalten und regnersichen Tag 😊! Mit Sonja durften wir weiter am Hügelbeet arbeiten und nun freuen wir uns schon auf die wärmere Zeit, wenn wir zusehen können, wie alles wäschst und gedeiht. Ja und dann kam der Gruselschocker der Woche: Martin hat im Bauwagen einen Gruselraum eingerichtet: ganz dunkel war es da, wie in der Geisterbahn!! Wer sich getraut hat durfte todesmutig vorne rein und hinten wieder rausgehen, wer ein bissl ängstlicher war, durfte sich natürlich einen Freund mitnehmen zur Unterstützung und wer gar nicht rein wollte, ist einfach draußen geblieben und hat sich um andere wichtige Dinge gekümmert 😉. Na und dann: war die Woche schon wieder rum!!

Wochenbericht vom 22.2. – 26.2.21

Wir sausen und wir purzeln, wir rennen über Wurzeln 😊😊😊!!! Wir sind wieder da!!!! Endlich, endlich dürfen alle wieder in den Wald!! Wir haben so lange gewartet und jetzt ist es soweit!

Mit großem Hallo haben wir uns alle am Montag begrüßt, auch die Erwachsenen waren froh, dass wir alle wieder im Wald sein dürfen. Im Morgenkreis haben wir erst einmal das wunderschöne Naturmandala bewundert, dass die Kinder und Erwachsenen der Notbetreuung für uns gestaltet haben. So haben wir uns gleich wohl- und willkommen gefühlt 😊. Die Gruppe war fast komplett und so durften wir uns für ein großes Gruppen-Hurra-wir sind wieder im Wald- Foto aufstellen, das bekommt dann jedes Kind in sein Portfolio, zur Erinnerung. Nach der Brotzeit ging es auch gleich los zu einem kleinen Spaziergang in den Fichtenwald. Melanie hat uns dort Hängematten aufgehängt, mit denen wild geschaukelt und gespielt wurde – wilde Fahrten über das Meer, bei Sturm und Gewitter, dann wieder wurde die See ganz glatt und ruhig, bevor gefährliche Klabauter an Land gesichtet wurden 😉! Ein Heidenspaß wie ihr seht! Jede/r war an diesem Vormittag selig und hat gespielt – endlich wieder Kindergarten!

Am Dienstag wurde dann unser Neujahrsritual nachgeholt – zugegeben – etwa sehr spät, aber in Zeiten von Corona ist ja alles ein bissl anders. Und wünschen kann man sich ja immer was, egal wann. So wurde also von Martin in unserer Feuerschale ein schönes Feuer entzündet. In der Zwischenzeit hat uns Caroline gezeigt, welche Pflanzenteile sie in unsere kleinen Sträußlein gebunden hat, die wir später, zusammen mit unseren Wünschen ans Universum ins Feuer werfen dürfen. Da gab es Birkenreisig, Fichtenzweige, Lavendel, Efeu und Buchenzweige. Wir haben erfahren, welche Bedeutung die einzelnen Pflanzen haben. Danach sollten wir einen Kreis um das Feuer bilden und jedes Kind durfte sein Sträußchen ins Feuer werfen, mit einem ganz großen Wunsch. Viele von uns haben sich gewünscht, dass sie endlich wieder zum Schwimmen und Turnen gehen, oder Oma, Opa oder die Uroma besuchen dürfen. Wir glauben alle fest daran, dass unsere Wünsche in Erfüllung gehen werden!!! Aber die wichtigste Person war an diesem Tag Korbinian, der hat nämlich im Lockdown Geburtstag gehabt und das musste natürlich mit feinen Muffins nachgefeiert werden 😉.

Am Mittwoch durften wir abstimmen, zu welchem Ausflugsziel wir uns aufmachen wollten. Es gab die Möglichkeit am Platz zu bleiben, oder in den Fichtenwald oder zum Steinhügel zu wandern. Na, was meint ihr wohl wohin es ging? Genau! Zum Steinhügel!! Kathi war ein bisschen überrascht, dass dieser unspektakuläre Sand- und Steinhaufen eines unserer beliebtesten und begehrtesten Ausflugsziele ist 😊. Als sie allerdings gesehen hat, wie begeistert wir dort gegraben, gebohrt, gerutscht und gekullert sind, hat sie´s verstanden 😉. Auf dem Rückweg mussten dann alle die Jacken ausziehen, weil es ganz schön warm geworden ist. Überhaupt hatten wir einen wunderschönen, sonnigen Start in dieser Woche. Man möchte dem vorfrühlingshaften Gezwitscher der Vögel und den wärmenden Sonnenstrahlen noch nicht so recht trauen, schließlich ist noch Februar….aber wer weiß…

Am Donnerstag durften wir mal ausprobieren, wie mutig wir sind. Wir haben einen engen und langen Tunnel aus Reifen, Tischen und Decken gebaut. Und wir haben uns fast alle getraut da durch zu krabbeln! Einige von uns mussten schon eine Weile überlegen, ob sie sich das wirklich trauen sollen…. Anschließend durften wir uns im Balancieren über die Kinderbänke und einen Stamm ausprobieren. Ganz schön anstrengend das alles und es war wichtig, uns darüber im Abschlusskreis auszutauschen. Wir durften erzählen, wie wir uns gefühlt haben und wie das mit dem „Mut“ eigentlich so ist. Und ob es manchmal nicht sogar mutiger ist, etwas NICHT zu machen. Interessante Sache, das mit dem Mutigsein… Die Vorschulkinder waren mit Seilen im Fichtenwald, um dort Experimente damit zu machen. Da durfte man sich zum Beispiel auf den Boden legen und der Umriss des Körpers wurde mit einem Seil gelegt. So konnte man, wenn man wieder aufgestanden war, sehen, wie groß man ist. Da war wahrscheinlich manch einer erstaunt, wieviel er oder sie gewachsen ist in den letzten Wochen, obwohl ja im Lockdown alles stillstehen sollte 😉.

Am Freitag haben wir uns auf den Weg zur Heuwiese gemacht. Ein ganz schön langes Stück zu laufen ist das, aber wenn wir eines nicht verlernt haben, dann ist es das Wandern! Es gibt dort immer eine Menge zu entdecken und viel Platz zum Rumsausen! Auch die ersten Bienen sind schon unterwegs und wenn man den Boden genau beobachtet, kann man sehen, dass viele kleine Tierchen unterwegs sind, die sich genauso über die wärmeren Tage freuen wie wir! Außerdem hat uns Marina an diesem Freitag Schneeglöckchen mitgebracht, diese wunderhübschen ersten Frühlingsboten. Da haben wir ihnen zu Ehren unser Schneeglöckchenlied gesungen. Und schwupps….ist die erste Waldwoche schon wieder rum 😉!

Der Fridolin (6)

….du bist nicht allein….

Heute erzähle ich euch die vorerst letzte Geschichte aus dem Winterwald. Erstens, weil der Winter sich jetzt langsam verabschiedet und zweitens, weil ich meine große Liebe gefunden habe und mich jetzt wichtigeren Dingen zuwenden muss, als immer nur zu tratschen.

Aber der Reihe nach. Ich hab euch ja schon erzählt, dass in meiner neuen Nachbarschaft eine Schönheit namens Sieglinde wohnt. Als ich ihr das erste Mal begegnet bin, war ich von ihrem umwerfenden Aussehen so verzaubert, dass ich aus Versehen gegen einen Rundling im Sitzkreis der Waldzwergerl geknallt bin, als ich ihr hinterhergesehen hab. Meine Güte war das peinlich!!! Unter meinem Fell bin ich ganz rot angelaufen glaub ich, auf jeden Fall hatte ich einen heftigen Schweißausbruch. Zum Glück hat in diesem Moment ihre Mutter nach ihr gerufen: „Siiiiiiiiiegliiiiiindeee!!! Essen steht auf dem Tisch!!!“ Da war sie erstens abgelenkt von meinem Fauxpas und zweitens wusste ich jetzt, wie sie heißt 😊! Sieglinde…was für ein wundervoller Name…immer wieder hab ich ihn vor mich hingemurmelt auf dem Heimweg. Da war alles drin: die Gewinnerin, ein linder Frühlingsabend, der viel besungene Lindenbaum und dann noch der liebliche Klang…Sieglinde…weich und so ungeheuer weiblich…. Na, ihr hört schon – mich hat´s voll erwischt <3! Den ganzen Tag konnte ich nur an sie denken! Aber dann kam der schwierige Teil: wie konnte ich es anstellen, dass sie sich auch für mich interessiert? Zuerst hab ich mein Fitnesstraining wieder aufgenommen und möglichst schwere Äste gestemmt, Kniebeugen und Liegestützen geübt. Da blühen die Muckis! Mein Friseur ist leider immer noch nicht zurück, also hab ich mir gedacht, selbst ist der Eichhornmann und hab mir mein Haupthaar einfach nach hinten frisiert und mit einem Stück Fichtenwurzelfaden zusammengebunden. Sieht echt lässig aus! Das Äußere wäre also geschafft. Ganze Nächte bin ich wach gelegen und habe überlegt, wie ich sie nur ansprechen könnte. Da kam mir der Zufall zu Hilfe. Als ich mal wieder auf dem Gelände der Waldzwergerl unterwegs war und mich ein wenig im Bauwagen nach Werkzeug umgesehen hab, hab ich sie gesehen: Mit zwei schweren Einkaufstaschen lief sie nur ein paar Meter weiter an mir vorbei. Ich also sofort raus und zu ihr hin: „Darf ich Ihnen vielleicht die Einkäufe nach Hause tragen?“ Ich hab keine Ahnung, woher ich den Mut hatte, sie einfach so anzusprechen. Aber liebe Leute! Es hat geklappt! Dankbar überreichte sie mir ihre Last und war sicher sehr von meinem Bizeps beeindruckt. Okay, ich muss zugeben, ich hab schon drauf geachtet, dass sie meine Muskeln nicht übersehen kann 😉. Dann sind wir also zu ihr nach Hause und haben unterwegs ein wenig geplaudert. Ihre Familie kommt ja ursprünglich aus Schneizlreuth, aber da latschen so viele Touristen durch den Wald, dass die armen Tiere überhaupt keine Ruhe mehr finden. Deshalb sind sie kurzerhand nach Hebertshausen gezogen. Was für ein Glück für mich! Wir haben uns dann auch gleich verabredet. Ich hab sie zum Essen eingeladen, es gab ein feines Nusscarpaccio mit Schneehäubchen und dazu prickelndes Amperwasser aus Sektflöten. Ich glaub sie war schon beeindruckt von mir, meiner schönen Wohnung und natürlich dem Essen. Später hab ich ihr auf der Gitarre „Du bist nicht allein“ von Roy Black vorgespielt und gesungen, da war es dann endgültig um sie geschehen… (Zuerst dachte ich ja noch an die „Zuckerpuppe aus der Bauchtanzgruppe“, aber ich hatte Angst, sie könnte das Lied geschmacklos finden). In weiser Voraussehung hab ich mir einen komfortabel großen Kobel gemietet, da gehen wir uns nicht im Weg um und für ein paar kleine Sieglindes und Fridolins ist auch noch genügend Platz…

Tja, da wäre ich nun also am Ende meines Winterwaldtagebuchs, aber ihr wisst ja, man sieht, hört und liest sich immer zweimal im Leben… Vielleicht melde ich mich ja irgendwann mal wieder! Machts gut und bleibt fröhlich und wild – ich seh euch 😊!!

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Der Fridolin (5)

….ich will auch ein Waldzwergerl sein….!

Jetzt muss ich euch unbedingt schnell was erzählen! Also das ist ja so, dass im Wald im Moment nur ein paar wenige Waldzwergerl sind, wegen diesem Lockdaun oder wie das heißt. Ich hab keine Ahnung, was das bedeuten soll, aber ich glaube, es könnte etwas mit den Daunenfedern der Gänse zu tun haben, vielleicht sollen die gelockt werden, damit sie hübscher aussehen. Aber warum sollten deswegen weniger Waldzwergerl zum Spielen in den Wald kommen…hmm… ich kapier das alles nicht. Aber ist ja jetzt auch wurscht, ich hab nämlich noch eine viel wichtigere Neuigkeit für euch. Wie gesagt, sind es wenig Zwergerl im Wald und wir haben uns schon prächtig aneinander gewöhnt. Sie freuen sich immer, wenn sie mich sehen und ich freu mich, wenn ich ihnen beim Spielen und Werkeln zuschauen kann. Aber jetzt endlich zu meiner neuesten Neuigkeit: ich hab eine neue Wohnung gefunden!! Sie liegt sehr zentral, aber dennoch ruhig (wenn nicht wieder irgend so ein Zwergerl schreit wie wild..) ich hab nur kurze Wege zum Supermarkt und meinen Freunden. Außerdem wächst in unmittelbarer Nähe ein Seidelbaststrauch, dessen zarte Blüten herrlich duften. Leider ist er sehr giftig, aber das macht nichts, ich will ihn ja sehen und riechen und nicht fressen. Und jetzt kommt das Beste: ich habe mein handwerkliches Talent entdeckt! Ich schreinere meine Möbel selbst und hab mir mit Hilfe von ein paar Spezln schon das ein oder andere hübsche Stück in den neuen Kobel geschleppt, um daraus etwas Schönes zu bauen. Aber da ich natürlich keinen eigenen Werkzeugkoffer habe, dachte ich mir, die Zwergerl leihen mir bestimmt etwas aus. Die haben da nämlich so einen coolen grünen Riesenkasten auf vier Rädern, wo sie immer reinflitzen und dann mit allerlei spannenden Geräten wieder rauskommen. Das wollte ich mir mal genauer anschauen. Als gerade kein Zwergerl und kein Erwachsener in der Nähe war, bin ich flink in den Riesenkasten reingeflitzt und hab mich schnell umgeschaut. Doch plötzlich hat mich ein Waldzwergerl entdeckt und ist in meine Richtung gesaust, um mich zu fangen!! Ich sag es euch, ich hab mich so erschrocken, dass ich dachte in meiner kleinen Brust hämmert der Dieselmotor vom Bulldog vom Hufnagl Sepp. Der ist Landwirt ganz in der Nähe, deswegen kenn ich dem seinen Bulldog und welche Geräusche der macht. Aber das ist ja jetzt auch wurscht, auf jeden Fall konnte ich dem Waldzwergerl mit knapper Not entkommen, indem ich in Windeseile auf den nächstbesten Baum gerast bin! Puh, da hab ich nochmal Glück gehabt! Ich weiß auch nicht, warum ich nicht mag, dass mich so ein Mensch anfasst. Wahrscheinlich trau ich ihnen halt doch nicht so hundertprozentig, weil sie ja schon ein ganzes Stück größer sind als ich. Also nicht, dass ich arg schmächtig oder schwächlich wäre, ganz im Gegenteil, ich hab einen Body, da drehen sich die Eichkatzelmädels zweimal um, aber so ein Menschenkind ist halt trotzdem eine Nummer zu groß für mich. So, jetzt hab ich aber genug geschwatzt. Ich leg mich eine Runde schlafen und dann überleg ich mir, wie ich an das Werkzeug von den Zwergerln kommen könnte, um meine Bude endlich fertig einzurichten. In meiner nächsten Geschichte erzähl ich euch von Sieglinde, sie ist eine Eichhörnchendame, die ganz in der Nähe wohnt und phantastisch aussieht….

Der Fridolin (4)

…oder wann kann man endlich wieder zum Friseur?

Leute, Leute, Leute!! Ich weiß ja nicht, wie es bei euch aussieht, aber meine Frisur ist mittlerweile eine richtige Katastrophe! Sogar meine Ohrbüschel sind viel zu lang, es ist zum Heulen. Mein Freund, der Wiedehopf ist ja mein Lieblingsfriseur, aber das Weichei ist im Winter immer im Süden unterwegs, weil es ihm hier zu kalt ist. Nun ja, die Menschen haben im Moment glaub ich ein ähnliches Problem. Bis auf die Waldzwergerl, denen ist das wurscht, weil die ja erstens sowieso hübsch anzusehen sind und zweitens tragen sie immer Mützen. Die haben´s gut. Ich muss gestehen, dass ich mir auch schon Gedanken gemacht hab, ob ich mir aus den Resten von Josef´s Haarschopf ein hübsches Toupet filzen sollte…hmmm….ich bin aber nicht sicher, ob mir dieser helle Ton steht. Na, egal, es gibt Wichtigeres. Letzte Woche zum Beispiel hat mich das vornehme Fräulein Waldmaus besucht. Sie hat zum Tee ein paar schöne dicke Fichtenzapfen mitgebracht. Das fand ich eigentlich sehr nett, aber nachdem wir die Zapfen und den Tee verspeist hatten, hat sie sich furchtbar aufgeregt, dass ich die Zapfen immer so schlampig abnagen würde und nicht so säuberlich wie sie. Jede einzelne Schuppe nagt sie ab, man kann es auch übertreiben, finde ich. Da verstehe ich mich mit meinem Spezi, dem Specht schon viel besser. Wir sitzen abends öfter mal beim Schafkopfen zusammen und trinken ein Bierchen. Und wenn wir da Zapfen dazu futtern, schaut das aber ganz anders aus! Ich reiß die Schuppen mit Schwung vom Zapfen, während der Specht sie mit seinem Schnabel bearbeitet. Eine echte Männerrunde halt, mit viel Krach und Gelächter.

Habt ihr eigentlich gewusst, dass mein wissenschaftlicher Name „Sciurus vulgaris“ aus dem griechischen kommt und „mit Schatten spendendem Schwanz“ heißt? Das hat mir mein Opa erzählt, er ist nämlich sehr gescheit und weiß einfach alles! Aber ich kann mit meinem Schwanz nicht nur Schatten spenden, oder mich nachts damit zudecken, wenn es sehr kalt ist, sondern ich brauche ihn auch dringend, um zu klettern. Bei meinen weiten Sprüngen von Baum zu Baum dient er mir als Balancierhilfe, sonst würde ich wahrscheinlich dauernd irgendwo runtersegeln. Was soll ich sagen: ich bin einfach ein toller Typ 😊. So, jetzt buddel ich mir irgendwo was zu futtern aus und dann leg ich mich wieder hin. Ist ja ein scheußliches Wetter hier, der ganze Regen ruiniert mir meine Frisur sonst noch ganz! Macht´s gut und bis bald!

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Der Fridolin

…die große Jagd nach Futter geht weiter… (Folge 3)

Ihr glaubt ja nicht, was passiert ist! Der wilde Wind, mit seinem fauchenden Atem, hat meinen Kobel von der Fichte geworfen! Meist ist er ja ein zahmer Geselle, der nur ein bisschen vor sich hin pfeift, aber diesmal hat er so lange gepustet und an der Fichte gerüttelt, bis sich mein Nest gelockert und auf dem Boden gelandet ist. Unverschämtheit!!! Die paar Waldzwergerl, die da rumsausen und die Melanie mit der schönen Wollmütze (würde mir auch gut stehen!) haben es natürlich gefunden, bevor ich es verstecken konnte und haben gesehen, dass ich der Filzwolledieb war… Au weia, erwischt! Aber sie haben gar nicht geschimpft, sondern nur sehr interessiert mein Nest untersucht. Das war mir nicht so recht, man hat ja schließlich ein Recht auf seine Privatsphäre, oder? Aber was will man machen, diese Waldgesellschaft ist halt sowas von neugierig. Kann ich aber auch verstehen, ich bin ja selber von der wissbegierigen Truppe. Als ich nämlich mal wieder verzweifelt versucht hab, mich an meine Futterverstecke zu erinnern, hab ich plötzlich ganz in der Nähe ein Häuschen entdeckt. Das muss der Vogelsupermarkt sein. Die Vögelchen fliegen da zur Zeit alle wie wild rein und mit etwas zum Fressen im Schnabel wieder raus. Das wollte ich mir dann doch mal genauer ansehen. Und siehe da: dicke fette Futterknödel mit Körnern und Fett lagen da drin!! Da ich weit und breit keine Kassiererin gesehen hab, hab ich mich einfach mal selbst bedient und mir so ein Knödelchen mitgenommen. Leider konnte ich nirgends einen Topf mit Soße entdecken, das wäre natürlich die kulinarische Krönung gewesen: Knödel mit Soße…hmmm… lecker! Aber ich will nicht undankbar sein, mein Eichhörnchenmagen ist wieder gut gefüllt und ich kann wieder besser nachdenken, wo meine Futterverstecke eigentlich waren. Die Leute hier sind eigentlich ganz nett, ich hoffe, die Regale werden regelmäßig aufgefüllt und die schwatzhafte Amsel erzählt mir nicht dauernd von ihrer ach so tollen Familie – laaaaangweilig!

Außerdem muss ich mich auch noch um eine neue Wohnung kümmern. Da könnte ich vielleicht doch die Amsel fragen, die weiß ja immer alles. Ein schicker Kobel in zentraler Lage, Südseite. Das müsste doch zu bekommen sein. Und dann war da noch die Sache mit einer Eichhörnchendame, die mich im Winter wärmt. Bisher hat mir keine so richtig gut gefallen und in der neuen Wohnung wird es womöglich auch zu eng zu zweit. Und der Frühling kommt auch bald, dann bin ich sowieso wieder lieber alleine unterwegs… Hach, dauernd muss man Probleme wälzen, furchtbar. Das ist schon sehr anstrengend, ich finde, ich sollte jetzt erst mal eine Runde ausruhen. Alles andere muss warten. Nächste Woche erzähle ich euch, wie es mir ergangen ist….

Der Fridolin

…eine weitere Geschichte aus dem Wald… (2)

Uiuiuiuiii!!! Da hab ich aber lange geschlafen! Mein schöner, dicker, buschiger und federweicher Schwanz hat mich so warm zugedeckt, dass ich gleich gar nicht mehr aufstehen wollte. Das kennt ihr sicher auch, wenn es draußen kalt und duster ist und ihr ganz warm im Bettchen liegt…

Aber dann bin ich schließlich doch aufgewacht. Zuerst hab ich gedacht, da ist ein wildes Tier zu mir auf die Fichte geklettert, dass mich anknurrt und fressen will! Aber – zum Glück! Das war nur mein eigener Magen!! Ich hatte sooooo einen Hunger, ich hätte gleich aus meinem Kobel purzeln können, so schwach war ich. Ich fühlte mich, als könnte ich ein halbes Wildschwein verputzen! Also erstmal schnell das Gesicht mit den Pfötchen wachreiben und dann ging´s los.

Am Anfang war ich noch zögerlich und hab mich vorsichtig umgesehen, was denn da auf dem Platz überhaupt los ist. Aber da waren nur ein paar wenige Waldzwergerl, die friedlich unter mir gespielt haben. Alles in Ordnung. Und höchste Zeit, um endlich was zu fressen! Flink bin ich die Fichte runtergewedelt, immer schnell um den Stamm rum, damit mich kein gefährliches Raubtier fressen kann. Unten angekommen, hab ich wieder nach rechts und links geschaut, muss man ja so machen, bevor man auf die Straße geht. Und dann ist es mir eingefallen, wie vergesslich ich doch eigentlich bin. Ich konnte mich nicht mehr erinnern, wo ich meine Nussvorräte versteckt hab. Ich bin so ein Dodel, das passiert mir so oft, Mensch!! Was sollte ich denn jetzt fressen? Wenn ich nicht bald was zwischen meine Eichhörnchenzähne bekam, würde ich einfach vom nächstbesten Ast runterkippen. Und dann sah ich ihn! Einen Ast, ganz in meiner Nähe, an den die Waldzwergerl an ein Steckerl Apfelstücke für die Waldbewohner gehängt hatten! Es erforderte meine ganzen akrobatischen Fähigkeiten, von den Äpfeln abbeißen zu können. Kopfüber hing ich von dem Zweig und habe gierig diese Köstlichkeit verschlungen. Danke ihr lieben Waldzwergerl, das war Rettung in der Not 😊!

Jetzt war ich wieder bei Kräften und konnte mich auch noch nach anderen Nahrungsmitteln auf die Suche machen. Mein Näschen ist so fein, ich kann sogar Nüsse, die 30 Zentimeter unter dem Schnee liegen noch erschnuppern. Toll was? Am allerliebsten mag ich ja Kiefern- und Fichtensamen, Nüsse, Obst, Knospen und frische Triebe. Wenn der Schnee weg ist, mag ich aber auch Insekten, Schnecken, Jungvögel und Eier. Im Herbst verstecke ich Bucheckern, Nüsse und Samen in Astgabeln, Rinden und Baumhöhlen. Aber ich bin, wie ihr schon wisst, etwas vergesslich in diesen Dingen…aber das macht nichts. Einige der vergessenen Samen, die ich vergraben hatte, fangen im Frühjahr an zu keimen und wachsen zu neuen Bäumen heran. In der Natur geht zum Glück nix verloren.

So, nachdem ich jetzt wieder ganz satt bin, schau ich den Zwergerln noch ein bisschen beim Spielen zu, bevor ich mich wieder hinlege und mein rundes Bäuchlein in den Schlaf streichle. Bis bald, euer Fridolin 😊

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Der Fridolin

oder Geschichten aus einem Waldeichhörnchenleben im Winter

Hallo! Ich bin der Fridolin. Ich lebe im Hebertshauser Wald und bin ein Eichhörnchen 😊.

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Ein paar von euch kennen mich vielleicht schon. Ich wohne in einer hohen Fichte, direkt über dem Morgenkreis der Waldzwergerl im Waldkindergarten.

Also ehrlich gesagt, war ich ja am Anfang etwas genervt von den ganzen Kindern und ihrem lauten Geschrei und Gesause quer durch den Wald. Meine Güte! Dauernd musste man auf der Hut sein, damit man ihnen nicht unter die Füße gerät, oder sie einen womöglich noch anfassen wollen!! Tz tz tz … so eine wilde Bande!

Aber dann kam die Zeit, wo die Menschen überall Lichterketten aufhängen und gebastelte Sterne und dauernd heimlich tuscheln und basteln. Das muss irgendwie eine sehr besondere Zeit sein, keine Ahnung, warum sich die Zweibeiner in diesen vier Wochen so komisch benehmen. Auf jeden Fall hab ich meine Meinung damals ganz schnell geändert. Die Waldzwergerl haben nämlich auch viel gebastelt und vor allem schöne weiche und bunte Filzwolle dazu benutzt. Zarte Engelchen schwebten in den Fichtenästen und im Weidentipi wohnte ein selbstgebasteltes Paar mit ihren wolleweichen Schäfchen. Das hat sehr hübsch ausgesehen, aber am meisten hat mich diese zauberhafte Wolle interessiert…..was könnte ich mir da mein Zuhause schön kuschlig gestalten…. Okay – ich musste am ersten Tag meinen ganzen Mut zusammennehmen und dann hab ich mich getraut: während die Waldzwergerl abgelenkt bei der Brotzeit saßen, bin ich zum Tipi geflitzt und hab dem Herren namens Josef, der da zur Dekoration stand, seine schönen Wollelocken gemopst! Da haben sich vielleicht alle aufgeregt!! Die sollten sich mal nicht so haben, schließlich hab ich ihm ja noch einen ansehnlichen Haarkranz übriggelassen und für seine Maria hat meine Kraft eh nicht gereicht, die hat ihren Umhang mit aller Kraft festgehalten! Aber ich bin ja nicht doof, ich hab einfach gewartet, bis alle Kinder weg waren, und hab mir dann noch das ein oder andere Dekorationsstück für meine Wohnung gekauft…äh…geklaut… Meine Wohnung nennt man übrigens Kobel. Und mein Kobel sieht jetzt wirklich umwerfend aus, sehr behaglich und geschmackvoll in vielen verschiedenen Filzwollefarben ausgekleidet.

Wir Eichhörnchen halten ja keinen Winterschlaf, sondern nur Winterruhe. In dieser Zeit schlafen wir viel in unserem Schlafnest und klettern nicht soviel herum, wie im Sommer. Aber eins muss ich schon sagen, so schön mein neues Bettchen ist, eine Eichhörnchendame, die es mit mir teilt, hätte ich wirklich sehr gerne! Naja, ich bin ja noch jung und außerdem sehr gutaussehend, da stehen die Chancen nicht schlecht…

Jetzt bin ich vom vielen Erzählen so müde geworden, dass ich erst mal eine Runde schlafen muss. Wenn ich wieder wach bin, gibt´s eine neue Geschichte. Ich hab noch so viel zu erzählen. Im Moment liegt Schnee im Wald und eine handvoll Waldzwergerl vergnügt sich hier seit ein paar Tagen mit Schlitten und Poporutschern und obwohl es sehr laut ist zwischendurch, stört mich das nich…..chrchrchrchr…..

Winterimpressionen

Wochenbericht 14. und 15.12.20

Nicht den äußeren Glanz suchen,

sondern das innere Strahlen.

Die Geborgenheit der Stille entdecken

und im Schein der Kerzen

Ruhe finden.

Die Freude weitergeben,

die Hoffnung, das Lächeln.

Etwas Wärme in dieser

oft so kalten Zeit.

-Marion Schmickler-Weber-

Das war wohl eine der kürzesten Waldkindergartenwochen, die wir erlebt haben! Dieses kleine fiese Virus namens Corona legt alles lahm und so haben wir erfahren, dass ab Mittwoch möglichst alle, die das können, zuhause bleiben müssen. Ein bisschen traurig waren wir schon, gerade in der Weihnachtszeit ist es ja für uns Kinder immer besonders schön und aufregend im Wald. Wenn plötzlich alles ein bisschen geheimnisvoller wird… die Rituale ändern sich – der Adventskalender und die zugehörigen Geschichten werden das Wichtigste des Tages und das Basteln in der Geheimweihnachtswichtelwerkstatt steigert die Vorfreude auf das große Fest noch mehr! Na, das hat dann am Montag ganz schön pressiert, weil wir ja sonst keine Zeit mehr hatten, die Geschenke für unsere Eltern fertigzustellen!! Mannomann, da wurde gemalt und gewerkelt was das Zeug hält, aber wir haben es geschafft: am Ende hielt jedes Kind ein Weihnachtsgeschenk für Mama und Papa in den Händen – puh, das war echt harte Arbeit! Aber natürlich waren wir alle ganz eifrig dabei und am Schluss sehr stolz auf das Ergebnis 😊!

Am Dienstag hat der Martin im Morgenkreis einen Zettel gefunden und ihr glaubt nicht, von wem der war: vom CHRISTKIND!!!!!!!! Es hat geschrieben, dass wir zum Bärenhubschrauberlandeplatz im Fichtenwald kommen sollen, weil es da immer landet und dann zu den Kindern in der Gegend aufbricht, um Geschenke zu bringen! Du lieber Himmel, da waren wir total aufgeregt und haben es kaum geschafft, uns einigermaßen ruhig an der Treffpunktfichte aufzustellen!! Als dann endlich alle halbwegs zappelfrei zuhören konnten, ging es los in den Fichtenwald. Dort angekommen, lag da ein Weihnachtsbilderbuch. Das hat uns der Martin vorgelesen und wir waren nicht sicher, ob das jetzt unser Geschenk ist?? Aber da lag dann tatsächlich noch ein Zettel vom Christkindl und da hat es draufgeschrieben, dass wir ganz leise zum Platz zurücklaufen sollen, dann kann es sein, dass dort ein Geschenk für uns liegt…. Also, wir haben uns wirklich sehr bemüht leise zu sein und wir glauben, dass das Christkind das auch gesehen hat! Als wir nämlich angekommen waren, stand da unser Bollerwagen schön geschmückt vor dem Weidentipi, umgeben von lauter Windlichtern. Das hat so schön ausgesehen! Melanie und Caroline kamen auch ganz verwundert aus dem Bauwagen, wo sie, während wir weg waren, alles hübsch für unsere Weihnachtsbrotzeit mit Kerzen, Lebkuchen, Punsch und Platzerl hergerichtet haben, alles köstliche Spenden unserer fleißigen Eltern 😊. Die beiden haben gar nicht mitbekommen, dass das Christkind mit seinen Engerln da war!! Die haben sich vielleicht geärgert!! Naja, am Ende hat Melanie die Geschenke aus dem Bollerwagen geholt und wir durften reinschauen. Da gab es ein Paket mit neuen Ferngläsern und ein zweites mit ganz vielen kleinen Päckchen drin, für jedes Kind eines! Das durften wir dann im Bauwagen, bei unserer Feier endlich aufmachen. Für jedes Kind hat das Christkind extra einen kleinen Taschenspielgel eingepackt! Der Toni war ganz ehrfürchtig, er hat sich nämlich im Herbst mal gewünscht einen eigenen kleinen Spiegel zu haben, damit er damit den Wald erkunden kann – von oben und von unten. Das muss ein Engerl mitbekommen und dem Christkind geflüstert haben…. Auf jeden Fall haben wir uns alle riesig gefreut und einen wunderschönen Vormittag gehabt!

Tja, und jetzt hoffen wir, dass wir uns alle am 11. Januar wiedersehen dürfen und vor allem sollen alle gesund bleiben! Wir wünschen allen, die diese Zeilen lesen, ein zauberhaftes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr! Das alte können wir getrost hinter uns lassen, das lassen wir dann vielleicht im neuen Jahr in Rauch aufgehen 😉!!

Wochenbericht 7. – 11.12.20

Der Nikolaus war da! Nach unserem großen Morgenkreis mit den Minis, dem Öffnen des Adventssäckchens und dem Entzünden der zweiten Adventskerze, waren wir schon sehr aufgeregt! Der Nikolaus hat nämlich einen Brief in den Bauwagen gelegt, dass er sich von uns einen langen WaldzwergerlundMiniNikolauswurm wünscht!! An einem Seil sollten sich alle Waldkinder festhalten und dann in einer Reihe, mit Marlene als Wurmkopf 😉, vier goldene Sterne auf dem Weg suchen, das würde uns dann zu unseren Nikolaussocken führen, die einige von uns gleich früh morgens schon vermisst hatten…. Bei jedem Stern mussten wir Aufgaben bewältigen oder Rätsel lösen – Kinderspiel für uns! Und dann, schon ganz weit hinten am Minibauwagen vorbei, haben wir am Wichtelplatz unseren Bollerwagen randvoll mit gefüllten Nikolaussocken gefunden. Caroline hat uns den Nikolausbrief vorgelesen und für jedes Zwergerl gab es noch ein kleines Verslein. Und dazu wurden dann endlich die Socken verteilt. Eine Aufregung war das! Als alle versorgt und glücklich waren, haben sich die Minis in ihren Bauwagen verzogen und wir sind zurück zu unserem Platz, wo wir zur Brotzeit unsere Socken öffnen und den Inhalt bestaunen durften. Da gab es Mandarinen, Nüsse, Äpfel und kleine Schokonikoläuse. Das haben wir uns richtig gut schmecken lassen – danke, lieber Nikolaus!

Am Dienstag durften wir viel frei spielen, mit Werkzeugen arbeiten und Lager bauen. Später hat uns Caroline das Bilderbuch „Wer hat den Lebkuchen stibitzt?“ vorgelesen. Da ging es um einen Fuchs, der einen Lebkuchen gemopst hat und sich hinterher ganz schlecht gefühlt hat, weil ein anderer deswegen keinen bekommen hat. Da haben wir uns eine Weile drüber unterhalten, weil wir solche Gefühle ja auch kennen…

Wir lesen jeden Tag eine Geschichte aus unserem Adventsbuch und weil es manchmal schwierig ist, sich so lange still zu halten und nur zuzuhören, durften wir am Mittwoch die Geschichte von dem Licht in der Laterne spielen. Wenn da ein paar Schauspieler ihre Künste vorführen, ist es gleich viel leichter der Geschichte zu lauschen 😉. Die Marder hatten danach eine schwierige Aufgabe von Caroline zu bewältigen: sie sollten einen kleinen Fichtenzweig ganz genau betrachten und beschreiben und dann kam das Schwierigste: sie sollten ihn zeichnen! Alle waren sehr konzentriert und ganz still beim Zeichnen, da hat man richtig gesehen, wie die Köpfe vor lauter Anstrengung geraucht haben! Und es sind wahrlich perfekte Fichtenzweigbilder herausgekommen! Alle haben die Aufgabe mit Bravour gemeistert, die schönen Bilder kommen auf jeden Fall in die Portfolioordner. Zum Schluss durfte jedes Kind das Wort „Fichte“ ins Schulheft schreiben. Melanie hat in der Zwischenzeit mit den anderen Kindern Futter für die Tiere verteilt. Äpfel wurden aufgefädelt oder aufgespießt, da können sich jetzt die Vögel oder auch andere Tiere des Waldes bedienen, wenn sie hungrig sind. Die Erde ist zum Teil noch mit Schnee bedeckt und es wird schwieriger für unsere Tierfreunde etwas zum Fressen zu finden, da sind wir natürlich gern behilflich 😊. Allerdings haben wir seit ein paar Tagen einen ganz schön frechen Mitbewohner am Platz: Fridolin das Eichhörnchen! Während wir gemütlich bei der Brotzeit gesessen haben, hat dieser Lauser lauter Filzwolle und Stoff aus unserer Krippe gemopst!!! Der arme Josef hat sein volles Haupthaar eingebüßt, während Maria um ihren Umhang kämpfen musste!! Da müssen die beiden wohl umziehen, an einen Ort wo es sicherer ist. Das ist die Weihnachtsgeschichte mal hautnah!

Nachdem wir in dieser Woche noch gar nicht von unserem Platz weggekommen sind, war es am Donnerstag höchste Zeit für einen Ausflug. Und da wir in letzter Zeit sehr oft am Steinhügel und noch öfter im Fichtenwald waren, haben wir uns für eine Wanderung zum Knochenwald entschlossen. Das hat allen richtig gut getan, mal wieder woanders zu spielen. Es gibt ja in jedem Waldstück andere spannende Sachen zu entdecken. Ganz besonders gut hat uns gefallen, dass uns Martin Hotdogs mitgebracht hat. Er hatte nämlich am Dienstag Geburtstag und wollte das gerne mit uns nachfeiern – danke Martin!

Auf vielfachen Wunsch haben wir am Freitag „Die Weihnachtsbäckerei“ gesungen. Dieses Lied kennt wirklich jedes Kind und alle sind ziemlich textsicher, da macht das Singen doppelt Spaß 😊! Die Erwachsenen haben Feuer gemacht und zu unserer großen Freude durften wir Stockbrot mit Schokolade brutzeln ….hmmmm…..lecker 😊! So ein gemütlicher Freitag – herrlich! Zu guter Letzt hat uns Sonja das Bilderbuch von „Tomte Tumetott“ vorgelesen. Weihnachtszeit ist einfach die schönste Zeit, jetzt fehlt uns nur noch ein bissl Schnee……😉

Wochenbericht 30.11. -4.12.20

Nun ist sie also da! Die lang ersehnte Adventszeit 😊! Ein strahlend schöner Wintertag hat uns an diesem Montag im Wald erwartet. Nach dem Morgenkreis und der Brotzeit ging es mit einem Bollerwagen voller Windlichter in den Fichtenwald zu unserer Spirale. Jedes Kind bekam ein Windlicht und durfte seine Kerze an einem Licht im Inneren der Spirale entzünden und dann an einem von ihm ausgewählten Platz abstellen. Das haben alle sehr schön gemacht, es war ganz ruhig, nur Melanie hat uns mit zarten Xylophonklängen begleitet. Schade war nur, dass unsere Eltern in diesem Jahr nicht dabei sein konnten, aber das kann man in diesem Jahr nun mal nicht ändern!

Im Morgenkreis am Dienstag haben wir unser Adventslied gesungen, die erste Kerze angezündet und dann hat uns Melanie das mit der Himmelsleiter erklärt, die jetzt am Bauwagen lehnt: ganz oben, auf der ersten Sprosse kann man das Christkind sehen und es wird jetzt jeden Tag eine Sprosse weiter nach unten klettern und wenn es unten bei uns angekommen ist, ist Weihnachten! An jeder Sprosse hängt auch noch ein kleines Säckchen mit einer Zahl und darin befindet sich ein goldenes Sternchen mit einem Kindernamen drauf. Und dann bekommt jedes Kind im Lauf der Zeit seine eigene kleine Waldfibel geschenkt. Das hört sich jetzt wahrscheinlich ziemlich kompliziert an, ist es aber gar nicht. Hauptsache, wir Waldkinder wissen wie das funktioniert 😉. Danach mussten wir den anderen natürlich noch unbedingt erzählen, was wir an diesem 1. Dezember in unserem Adventkalender zuhause gefunden haben. Aber das allerallerbeste an diesem Tag: es hat das erste Mal geschneit!!!!! Übermütig tollten alle durch die weiße Pracht, bis sie zugegebenermaßen nach kurzer Zeit eher dunkelweiß war 😉, bauten Schneemänner, einen Schneeengel mit Schwanz und Hörnern und sausten mit den Poporutschern den Hügel runter – einfach herrlich!!!

Am Mittwoch ging es auf zum Steinhügel. Bepackt mit Schlitten und Rutschern ging es los, dort angekommen hatten alle einen Riesenspaß beim Rodeln, Schlittern und Rutschen und schöne Steine haben wir auch noch gesammelt 😊!

In der Vorschule am Donnerstag ging es um die Fichte. Da haben wir ja zum Glück noch einige am Platz, die kennen wir also schon ziemlich gut. Mit Melanie haben wir uns den Baum mal genauer angeschaut, auch im Vergleich zur Tanne, die ja auch Nadeln hat, aber trotzdem viele Unterschiede aufzeigt! Zur Weihnachtszeit passt die Untersuchung dieser Bäume natürlich besonders gut 😉. Anschließend wurde Weihnachtsschmuck gebastelt und die Dinos und Frischlinge sind noch einmal zum Rodeln am Steinhügel aufgebrochen.

Am Freitag haben wir schon mal die ersten Nikolauslieder geübt – zur Sicherheit! Nicht, dass der Nikolaus am Montag in den Wald kommt und wir können ihm nichts Gescheites vorsingen! Hat aber gut geklappt und wenn der Nikolaus tatsächlich irgendwo im Wald unterwegs ist und wegen Corona Sicherheitsabstand halten muss und wir ihn garnicht sehen können, dann singen wir einfach so laut, dass er es trotzdem hört. Vielleicht bringt er uns ja was…. Und um noch ein wenig mehr in Nikolausfeierstimmung zu kommen, durften wir über dem Feuer Bratäpfel backen! Das hat vielleicht geduftet und gebrutzelt… und lecker geschmeckt haben sie natürlich auch 😊. Zum schönen Abschluss der Woche durften wir uns mit Marina auf eine Phantasiereise ins Schneeland begeben und danach zu Musik malen 😊!

Wochenbericht 23.11. – 27.11.20

An diesem Montag hat uns der Märchenkönig wieder die Ehre erwiesen! Noch immer bringt er unsere Namen durcheinander, oder erfindet gleich neue! Aber wir finden ihn lustig und freuen uns immer auf seine Märchen. Diesmal gab es eine kleine Vorführung zu der Geschichte vom „Herz aus Stein“. Resi durfte einen einsamen Riesen spielen, während Antonia die kleine Blumenelfe Amaryllis darstellte. Das haben die beiden ganz toll gemacht und alle anderen haben der Geschichte gespannt gelauscht. Natürlich ging das Märchen gut aus 😊. Nach der Brotzeit durften wir am Basteltisch kleine Feen und Schäfchen aus Filz fertigen. Wer dazu keine Lust hatte, oder sich bei der kalten Witterung lieber bewegen wollte, durfte das natürlich auch. Und so sind an diesem Vormittag unter anderem wilde Einhörner und gefährliche Riesenkatzen umhergetobt.

Am Dienstag haben wir uns im Morgenkreis mit den Werkzeugregeln beschäftigt. Melanie hat nochmal genau erklärt, für welches Werkzeug man Handschuhe braucht und wer sich was ausleihen darf. Es ist ja zum Beispiel natürlich wichtig, dass die Frischlinge wissen, dass sie sich noch kein Schnitzmesser holen dürfen, da braucht man erst einen Schnitzausweis, wie die Marder. Danach ging es für die Vorschulkinder mit Caroline in den Bauwagen. Eine neue Knuff-Geschichte wurde bearbeitet und jedes Kind durfte einen neuen Eintrag ins Heft schreiben. Wer wollte, konnte etwas malen und sich das Wort dazu vorschreiben lassen. Ein bisschen geheim war es auch, weil der Hefteintrag etwas mit Weihnachten zu tun hatte…. Nachdem alle wieder draußen beim Spielen waren, wurde ein neuer Spielplatz im Wald eingeweiht. Drei der Marder haben ein Stück plattgewalzte Wiese ein bisschen weiter weg vom Platz entdeckt und haben dort ein neues Lager errichtet. Alle anderen durften aber zu Besuch kommen und sich die Lage mal genauer betrachten 😉.

Naja, so ein neues Lager ist natürlich für alle Kinder spannend und die Großen wollten da eigentlich keine Eindringlinge haben. Also musste am Mittwoch im Morgenkreis besprochen werden, wie das jetzt für alle gut funktionieren kann. Jeder durfte seine Meinung sagen und es wurde eifrig diskutiert. Das hat gut geklappt, weil sich (fast) alle gemeldet haben, wenn sie was sagen wollten und den anderen auch zuhören konnten. Wir kriegen das schon hin, mit der Demokratie – dauert halt ein bissl….wie in der Politik 😉. Nach diesem ernsthaften Morgenkreis und der Brotzeit wurde die alljährliche, obergeheime Wichtelweihnachtsgeheimwerkstatt eröffnet…pssst….wir verraten nix!!

Am Donnerstag hat uns der Martin ein neues Fingerspiel mit Fischen mitgebracht – ganz schön schwer!!!! Da haben wir uns fast die Finger verknotet!! Der Martin denkt halt immer, wir sind alle Superhelden. Naja, obwohl…sind wir ja auch. Irgendwie. Halt jeder auf seinem Gebiet 😊! Aber das allerbeste an diesem Tag war, dass wir angefangen haben unser Adventsbrett mit den vier Kerzen zu dekorieren. Wir durften Kiefernzapfen anmalen mit Melanie und mit Stephi wurde eine zauberhafte Krippenlandschaft gestaltet. Die beste Zeit des Jahres beginnt endlich: der ADVENT!!!

Und weil zu einem ordentlichen Advent nicht nur Weihnachtsdekoration, sondern auch Schnee gehört und nicht nur dauernd das öde Hochnebelwetter, haben wir im Morgenkreis laut „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ gesungen. Hoffentlich wirkt´s!! Später ging es auf in den Fichtenwald, dort mussten wir viele Fichtenzweige und Zapfen sammeln, um sie dann zu einer großen Spirale zu legen. Das war die Vorbereitung für unser Adventsgärtlein am Montag, aber das ist eine andere Geschichte…. 😊

Wochenbericht vom 16. – 20.11.20

Die Woche begann wieder mit einer schönen Geschichte! Stephi hat uns ein kleines Minitheater mitgebracht, da kann man hinten Bilder reinschieben und austauschen und dazu eine Geschichte erzählen. Dieses Mal war es die Geschichte von den zwei Mäusen. Die haben wir zwar schon mal gehört, aber das ganz Besondere war an diesem Montag, dass ein paar Kinder passende Bilder gemalt hatten, die nun beim Erzählen mit dem kleinen Theater zum Einsatz kamen. Alle waren ganz gespannt, welches Bild wohl als nächstes kommen würde und die Künstler waren natürlich sehr stolz, dass ihre kleinen Kunstwerke als Theaterkulisse brillieren durften 😊. Nach der Brotzeit haben wir uns zum Steinhügel aufgemacht. Die Sonne hat vom Himmel gelacht und Marlen hatte sich noch einen Abstecher ins abgeerntete Maisfeld gewünscht, um ein paar übriggebliebene Maiskolben zum Basteln aufzusammeln. Naja, der Bauer war sehr gründlich, allzu üppig ist die Ausbeute nicht ausgefallen… Aber Spaß hat es trotzdem gemacht und beim anschließenden Klettern, Rutschen und Buddeln am Steinhügel haben wir uns auch noch richtig ausgetobt. Da ist uns so warm geworden, dass wir die Jacken ausziehen mussten!

Am Dienstag war Spielzeugtag. Das bedeutet, dass jedes Kind ein Lieblingsspielzeug mitbringen darf. Der Morgenkreis hat also ziemlich lange gedauert, weil natürlich jede/r sein Spielzeug zeigen und vorführen wollte. Von der Puppe bis zum Gabelstapler war alles dabei und wir waren sehr stolz, weil die anderen uns aufmerksam zugehört und zugeschaut haben. Nach der Brotzeit haben wir dann zum Teil mit den mitgebrachten Sachen gespielt, einige wollten sie aber auch im sicheren Bauwagen deponieren, damit nichts verloren geht. Da haben wir wieder mal gemerkt, dass wir eigentlich gar kein gekauftes Spielzeug im Wald brauchen – in der Natur finden wir alles, was wir zum Spielen und Glücklichsein brauchen 😊! Außerdem waren wir an diesem Tag in geheimer Mission unterwegs! Die Mini-Theresa mit dem schönen runden Babybauch hat nämlich geheiratet und da haben wir uns natürlich auch was einfallen lassen…das wird jetzt aber noch nicht verraten….

Am Mittwoch ging es in der Vorschule bei den Mardern um die Eiche, diesen schönen imposanten Baum. Davon haben wir auch einige an unserem Platz. Die Eiche hat ganz besondere Blätter und Früchte, an denen man sie ganz leicht erkennen kann. Wir Waldkinder sowieso 😉. Nach einem Sachgespräch darüber haben wir noch ein Zählspiel gebastelt. Alle anderen durften frei Spielen und Werkeln.

Am Donnerstag ging es dann nochmal zum Steinhügel, um schöne Steine zu sammeln. Die brauchen wir demnächst in der vorweihnachtlichen Geheimwerkstatt …. Pssst….schon wieder ein neues Geheimnis, das nicht verraten wird!! Zum Glück haben wir uns um Theresas Geheimnis schon am Dienstag gekümmert, die kam nämlich an diesem Donnerstag zu Besuch und darf doch von nix wissen, was wir da so planen…. Ach so ja, fast hätten wir es vergessen: im Morgenkreis hat uns Martin lustige Fingerspiele gezeigt. Das machen wir sehr gerne und beobachten immer ganz aufmerksam, was unsere Fingerlein tun müssen 😊.

Huch! Schon wieder Freitag! Die Zeit im Wald vergeht wie im Flug. Der Freitag ist ein sehr beliebter Tag, weil wir da meistens leckere Sachen kochen. So auch an diesem Freitag: es gab feine Pfannkuchen mit Apfelmus! Mensch, haben wir es gut 😊! Außerdem wurde uns Frederik vorgelesen und wir mussten bzw. wollten auch noch eine Kleinigkeit basteln….ihr wisst schon…geheim 😉!!!

Wochenbericht 9. – 13.11.20

Am Montag war während des Morgenkreises wieder Geschichtenzeit. Stephi hat uns die Geschichte von „Lumina“ erzählt. Keiner weiß so genau wer Lumina eigentlich ist und woher sie kommt. Sie wird von den Menschen gemieden und alles, was sie besitzt ist eine kleine Laterne, die ihr Trost, Licht und Wärme schenkt. Als dieses Licht erlöscht, scheint ihr alles verloren und trostlos. Aber – da gibt es eine kluge alte Eule und ein Kind, das sein Licht mit ihr teilt…. Aufmerksam haben wir dieser Geschichte gelauscht, ist doch in dieser Woche endlich der langersehnte Martinstag da, da geht es ja auch um Licht und Teilen…An diesem Tag wurden dann auch unsere Martinslaternen ganz fertig gemacht, mit Draht und Stöckchen versehen, können wir sie nun wunderbar spazieren tragen!

Auf vielfachen Wunsch haben wir am Dienstag noch einmal Salzteig angerührt und kleine Igel und anderes Getier geknetet. Zuvor hat uns Caroline im Anschluss an den Morgenkreis noch den Märchenkönig aus dem Bauwagen geholt. Er ist ja wirklich sehr vergesslich und hat all unsere Namen durcheinandergebracht, oder sogar ganz falsch gesagt 😊! So ein vergesslicher König…aber er hat uns versprochen, jeden Tag ein bisschen zu üben, sodass er sich bald alle unsere zwanzig Namen merken kann. Mal sehen, wie gut sein Gedächtnis ist… Auf jeden Fall hat er uns das Märchen von „Blaumützchen und die Silberharfe“ mitgebracht und Caroline hat es uns auf dem Morgenkreistischchen vorgespielt.

…und am Mittwoch ging es nach dem Morgenkreis und der Brotzeit auf zur St. Martin-Schnitzeljagd. Nein, wir haben keine Wiener Schnitzel durch den Wald gejagt, sondern wir durften an verschiedenen Halteplätzen knifflige Fragen zur St. Martinsgeschichte mit dem Kräuterweiblein beantworten, die wir zuvor vorgelesen bekommen hatten. Da waren ein paar knifflige Fragen dabei, aber alle zusammen haben wir es dann schon hinbekommen. Endstation war der Pilzwald, wo wir kleine Gänschen gegessen haben, leckeren Kinderpunsch trinken durften und vor allem das allerwichtigste: Unsere Kerzen in den Laternen wurden endlich entzündet und mit sehr feierlichen Gesichtern sind wir durch den Pilzwald gewandelt und haben Martinslieder gesungen. Wir waren wirklich sehr vorsichtig, damit die Laternen nicht kaputtgehen oder gar Feuer fangen. Alles hat gut geklappt und nach unserer Stärkung sind wir wieder zurück zu unserem Platz spaziert 😊.

Am Donnerstag waren die Marder schon etwas ungehalten: Wann findet denn jetzt endlich wieder mal Vorschule statt??? Gefragt – getan!! Mit Melanie gab es eine neue Knuffgeschichte im Bauwagen und das neue selbstgestaltete Blättermemory wurde auch noch ausprobiert. Draußen waren die Dinos und Frischlinge aber auch nicht faul! Mit Martin wurde gesägt und gebaut, während Stephi mit ein paar Kinder aus Wolle kleine Schäfchen gestaltet hat.

Den Freitag haben wir uns ganz gemütlich gemacht. Über dem Feuer haben wir uns eine feine Gemüsesuppe gekocht und anschließend gut schmecken lassen und danach, passend zum Wochenende, durften wir eine Entspannungsgeschichte zum Thema Eichhörnchen genießen!

Wochenbericht 2.11. – 6.11.20

Dass der Herbst da ist, ist nicht mehr zu übersehen. Überall raschelt das Laub auf dem Waldboden, die Baumkronen haben ihre Blätter fallen lassen und wenn man genau hinsieht, kann man die vielen schönen Spinnwebgebilde bewundern, die von dicken Wassertropfen, die wie Perlen aussehen, geschmückt werden. Morgens ist es immer ein bisschen neblig und so hat Stephis Geschichte, die sie uns am Montag mitgebracht hat ganz wunderbar gepasst: „Zwei Bäume im Nebel“ hat die geheißen und da ging es um die Freundschaft zweier Bäume und die Waldtiere haben natürlich auch eine Rolle gespielt. Die Geschichte war sehr lang, aber Stephi hat sie beim Erzählen noch mit Naturmaterial und gestrickten Fingertierchen so schön mitgespielt, dass wir das locker ausgehalten haben und ganz gespannt gelauscht haben. Auch ein Igel kam in der Geschichte vor und so hatten wir nach dem langen Sitzen und Stillsein große Lust aus Hackschnitzeln und Stöcken einen lustigen Riesenigel mit Caroline zu bauen. Lionel hat ihn auch gleich getauft, das ist nämlich ein Igelmädchen und heißt Mimi 😊. Danach waren wir ordentlich hungrig und mussten uns erst einmal bei der Brotzeit stärken. Später durften wir frei spielen und zwei Kinder haben an den Laternen weitergebastelt.

Am Dienstag war es dann endlich soweit: die letzten beiden Laternen waren nun fertig, jetzt muss nur noch alles gut trocknen, bevor die schönen runden Lampions noch einen Stecken zum Tragen und eine Kerze bekommen. Zum Einstimmen haben wir die St. Martinslieder ausgepackt und gleich mal die ersten geübt. Und weil uns die stachligen kleinen Freunde nun schon eine Weile beschäftigen, hat uns Caroline Salzteig mitgebracht, aus dem sich jedes Kind ein kleines Igelchen formen und mit Stöckchen verzieren durfte.

Ja was lag denn am Mittwoch in der Morgenkreismitte? Ein roter Umhang? Ein Holzschwert und ein Rupfentuch? Das konnte doch nur eines bedeuten!! Endlich durften wir wieder die St. Martinsgeschichte spielen! Schnell wurden ein Soldat, ein Bettler und zwei Torkinder ausgewählt und alle anderen sangen dazu das St. Martinslied, das die ganze Geschichte zum Mitspielen erzählt. Natürlich wurden die Darsteller noch ein paarmal ausgetauscht, weil ja jeder mal drankommen wollte….Nach Morgenkreis und Brotzeit sind die Marder mit Melanie in den Bauwagen zur Vorschule gegangen, um dort spannende Feuerexperimente auszuprobieren. Der Umgang mit Feuer ist ja nicht ungefährlich, deswegen ist es wichtig, dass man sich da gut auskennt! Alle anderen konnten mit Caroline und Ela aus gepressten Blättern, Kleister und Butterbrotpapier schöne, gespenstische Nebelbilder gestalten 😊.

Am Donnerstag war es dann aber wirklich Zeit für einen kleinen Ausflug und da wir ja noch Stöcke für unsere Laternen sammeln mussten, war es eine gute Idee in den Fichtenwald zu spazieren und dort die richtigen auszusuchen. Der Martin war an diesem Tag auch wieder da und was gibt es Schöneres, als mit einem echten Martin die St. Martinsgeschichte nachzuspielen 😊?! Und wer eher Lust auf Basteln hatte, konnte mit Stephi süße kleine Hagebuttenmännchen gestalten. Also ehrlich, wir machen so schöne Sachen zusammen – die Kindergartenzeit sollte nie enden…😉.

Auch am Freitag gab es nochmal das St. Martinrollenspiel im Angebot, bevor wir am Feuer Kartoffelgulasch gekocht und Feuergeistermuffins gebacken haben. Jaaaa, da staunt ihr, was wir ohne Ofen und Elektroherd so alles zaubern, gell?! Auf jeden Fall war es ein sehr gemütlicher Freitag, an dem wir zu guter Letzt noch unsere Stöcke an den Laternen befestigt haben. Alles in allem – eine gelungene Woche 😊!

Wochenbericht 26.10. – 30.10.20

Huii!!! So viele bunte Blätter wirbeln durch die kühle Herbstluft und rascheln unter unseren Füßen auf dem Waldboden! Da hatte Melanie die schöne Idee, verschiedene Blätter und Kastanien auf Schnüre zu fädeln und dann damit unseren Platz zu schmücken. Ruckzuck waren alle Plätze am Basteltisch besetzt, das hat uns viel Spaß gemacht 😊. Und unser Wald ist jetzt auch wieder ein bisschen hübscher geworden. Und dann durften wir auch noch verschiedene Fundstücke wie Laub oder Stöckchen genauer durch unsere Stereolupe betrachten – das war total spannend, wie anders die Dinge aussehen, wenn sie um ein Vielfaches vergrößert werden. Ein paar Kinder sind mit kleinen Spiegeln unterwegs gewesen, um damit zu experimentieren. Da kann man plötzlich alles über oder hinter sich betrachten, ohne den Kopf drehen zu müssen – spannend!! Naja, zugegeben, ein paar Mädels und Buben haben lieber hingerissen ihre Gesichter betrachtet, aber das sind ja auch kleine Wunderwerke der Natur und einer eingehenden Untersuchung allemal wert 😉.

Am Dienstag wurden wieder ein paar Laternen gebastelt, jetzt fehlen nicht mehr viele, das schaffen wir sicher bis St. Martin! Allerdings sieht es leider so aus, dass wir das Fest wegen Corona nun doch nicht gemeinsam mit den Eltern feiern können . Die Laternenfreude lassen wir uns aber trotzdem nicht nehmen, wir werden schon schön mit den Erzieher*innen feiern, die lassen sich bestimmt was einfallen 😊. Den restlichen Vormittag haben wir frei gespielt und natürlich sind uns hier wieder die Schönsten Spielideen eingefallen, vom Pferdchenspiel bis zur Märchenburg war alles dabei!

Der Mittwochshimmel war zwar bewölkt, aber trocken, so konnte sich Martin den Wunsch erfüllen und Feuer machen. Zuvor hat uns Caroline zusammen mit dem Märchenkönig im Morgenkreis die Geschichte erzählt, wie die Menschen Feuer bekommen haben und warum das Gefieder des Raben nicht mehr weiß, sondern schwarz geworden ist. Danach wurde Holz zur Feuerstelle geschleppt, Martin hat nochmal alle wichtigen Feuerregeln erklärt und dann ging es los. Als das Feuer schön geprasselt hat, durften wir Stöcke sammeln, die die Marder flink für Stockbrot zurechtgeschnitzt haben und dann durfte jedes Kind eine Teigschlange um seinen Stock wickeln und über dem Feuer backen. Nur wenige Teigstücke sind ein bissl verbrutzelt, aber das hat nichts ausgemacht, man muss ja auch irgendwie lernen, wie das funktioniert mit der Stockbrotherstellung 😉. Alles in allem war das ein sehr friedlicher und gemütlicher Herbstvormittag im Wald.

Die Marder haben sich am Donnerstag mit Melanie zusammen mit dem Igel beschäftigt. Zuerst wurde ein Sachgespräch geführt, bevor es eine musikalische Klanggeschichte zum Thema gab. Mit dem Igel werden wir uns auch in der nächsten Woche noch beschäftigen und Martin kann seinen Lieblingswitz von den Zahnstochern und dem Bus zum Besten geben – aber den lasst ihr euch am besten von ihm selbst erzählen 😊😊! Da wir in dieser Woche nur am Platz waren, war es allerhöchste Zeit für einen Ausflug! Und so sind wir kurzerhand in den Fichtenwald spaziert, um dort den Rest des Vormittags zu verbringen.

Am Freitag durften die Marder eine Igelgeschichte vorführen und was sollen wir sagen – eine ganz hervorragende Theatergruppe ist das! Applaus!! Anschließend gab es Brotzeit und einen Ausflug zum Steinhügel. Als wir wieder zurück waren, hat Martin seinen Zauberkoffer aufgeklappt und uns einige Zaubertricks vorgeführt – so macht das Ende der Woche richtig Spaß! Danke Martin 😊😉!

Wochenbericht 19. – 23.10.20

Montagsstimmung im Wald….Einige von uns sind noch müde und hätten gern noch ein Weilchen im kuschligen Bettchen gelegen, andere sind so ausgeruht und fit vom Wochenende, dass sie buchstäblich schon Bäume ausreißen könnten… Zu unserer großen Freude hat uns Stephi im Morgenkreis wieder eine tolle Geschichte erzählt, da ging es um einen Apfel und eine Walnuss und dass, wenn jeder sein Bestes gibt, jeder gut genug ist. Das ist so ähnlich wie bei uns. Jeder ist eben wie er ist und versucht alles so gut zu machen, wie er oder sie kann und das reicht 😊! Nach der Brotzeit sind wir zu einem Spaziergang in den Fichtenwald aufgebrochen, wo wir schön gespielt und zauberhafte Naturmandalas und Bilder gelegt haben.

Am Dienstag wurde die Laternenwerkstatt wieder geöffnet und fleißig gewerkelt. Aber auch alle anderen waren eifrig am Werk. Ein paar Kinder haben sich wieder lustige Theaterstücke ausgedacht und diese dann auf ihrer selbstgebauten Bühne vorgeführt. Alle anderen wollten mit Melanie Zapfelmännchen basteln, das sind lustige Gesellen aus Zapfen und einem Apfel – deswegen heißen sie Zapfelmännchen 😉. Na und stellt euch vor, am Nachmittag kam unser Chef, der Sven vorbei und hat gefragt, ob wir Coronaviren gebastelt haben!! Unverschämtheit!!!!!! Obwohl…..wenn man die pieksigen Gesellen genauer betrachtet….ein bisschen sehen sie schon wie diese stachligen Plageviren aus….Hauptsache, wir hatten Spaß beim Basteln, finden wir 😉.

Am Mittwoch kam Lola mit einem großen Backblech in den Wald, da ahnten wir schon, dass dies ein guter Tag werden würde 😉. Wir feierten ihren 5. Geburtstag und nach der Brotzeit gab es für jedes Kind einen Muffin mit viel glücksbringendem Sternenstaub obendrauf – lecker! Nach dieser feinen Stärkung durften die Marder mit Melanie in den Bauwagen gehen, wo sie zusammen ein tolles Blättermemory gebastelt haben.

Natürlich musste die ganze Bande zwischenzeitlich raussausen, um immer zwei passende Blätter zu suchen, die dann aufgeklebt wurden – echte Vorschularbeit halt! Die Dinos und Frischlinge durften in der Zwischenzeit mit Ela sägen üben.

Donnerstags war es dann mal wieder Zeit für einen Ausflug. Mit gepacktem Bollerwagen und viel guter Laune im Gepäck ging es los in den Fichtenwald, wo dann während eines gemütlichen Picknicks geschmaust wurde, bevor alle zum Spielen und Toben und Bauen ausgeschwärmt sind.

Am Freitag war nochmal Zeit für die Laternenwerkstatt, da geht´s gut voran, Vor allem sind unsere diesjährigen Laternen nichts für Eilige. Wenn man einmal angefangen hat, muss man dranbleiben bis zum Schluss – und das haben bisher alle mit viel Eifer und Liebe zum Detail gut geschafft! Und auf Wunsch einiger Kinder ging es dann noch los zu einem Steinhügelspaziergang. Da durfte gerutscht und runtergekullert werden, graben, balancieren und buddeln gehören hier selbstverständlich auch dazu – herrlich! Der Herbst begleitet uns jetzt überall hin, es gibt sonnige, neblige, kühle, windige Tage, aber auch zauberhafte, mystische und geheimnisvolle Momente im Wald….wenn wir nur zur rechten Zeit innehalten und der Natur lauschen, wie still sie jetzt wird……

Da draußen im Wald,

da raschelt es leis,

da fallen die Blättlein,

da wird es bald weiß.

Der Wald, er verlor ja sein buntes Gewand,

wie Falter, so fliegen die Blättlein durchs Land.

-Johanna Ruß

Wochenbericht 12.10. – 16.10.20

Na das war aber jetzt allerallerhöchste Eisenbahn!!! Endlich haben wir Samuels 4. Geburtstag nachgefeiert (er hatte im April, aber wegen Corona konnten wir das ja nicht feiern … )! Nach den ganzen Feierlichkeiten gab es Brotzeit und Kuchen und dann durften wir das Freispiel in vollen Zügen genießen. Mit Fußballspielen, Nüsse knacken und Bücher lesen ließen wir den Vormittag an uns vorübersausen 😉.

Jetzt ist es morgens schon ganz schön kalt, so dass wir ohne Handschuhe gar nicht mehr gerne spielen wollen. Ein bisschen wärmer wird es immer erst mittags, aber das macht nichts, wir sind ja warm angezogen und flitzen eh die meiste Zeit herum, sodass uns nicht kalt wird. Der Wald hat sein Herbstgewand angezogen, die Blätter der Bäume verfärben sich und segeln leise von den Baumkronen auf die Erde hinunter. Die beste Zeit, um an unseren Martinslaternen weiterzuarbeiten. Mit Papier und Kleister wurde im Bauwagen fleißig gewerkelt und geklebt, jetzt müssen sie nur noch trocknen und nächste Woche dürfen wieder vier Kinder ihre Laternen gestalten. Einige Kinder haben an diesem Dienstag ein selbsterdachtes Theaterstück einstudiert. Unsere Handpuppentiere waren auch alle dabei und das Ensemble wurde nach Beendigung der Vorstellung ausgiebig beklatscht 😊. Am Maltisch wurde eifrig gemalt und gebastelt und die neuen Stifteköcher werden eifrig genutzt.

Am Mittwoch sind die Marder gleich nach der Brotzeit in den Bauwagen zur Vorschule verschwunden. Von Caroline haben sie ihre neuen Schreibhefte bekommen, die alle gleich mit ihrem Namen versehen haben. Auf die erste Seite durfte sich jedes Kind selbst malen und ab nächster Woche werden dann spannende neue Wörter gesammelt und geschrieben. Und gemalt wird natürlich auch 😉. Zum Schluss gab es noch eine Knuff-Geschichte, bevor alle wieder raus zum Spielen geflitzt sind. Alle anderen haben in der Zwischenzeit Stöcke zum Bauen gesammelt und als wir nichts Gescheites mehr bei uns gefunden haben, sind wir mit dem Bollerwagen zum Fichtenwald aufgebrochen, um dort noch schöne lange Stöcke zu sammeln. Hat sich gelohnt 😊!

Bei der Vorschule am Donnerstag ging es um das Eichhörnchen. Das haben sich die Marder gewünscht, weil es ja bei uns zur Zeit ein ganz vorwitziges Eichhörnchen am Platz gibt. Das flitzt immer in unserer Nähe herum und ist anscheinend genauso neugierig wie wir. Da wollten wir dann doch mal Näheres über diesen flinken Waldbewohner wissen… die Dinos und Frischlinge haben sich in der Zwischenzeit mit Martin bei lustigen Kreisspielen vergnügt und zum krönenden Abschluss gab es noch ein Eichhörnchenlied.

Am Freitag hat es scheußlich viel geregnet, aber damit wir keine schlechte Laune bekommen, hat Marina eine schöne Entspannungsübung mit uns gemacht, die hieß „Leicht wie eine Feder, schwer wie ein Stein“. Hach, Marina, du bist einfach die beste Entspannungskünstlerin…mit dir sind wir so entspannt, das ist einfach wundervoll 😊! Um die Woche bei diesem S…wetter gut zu Ende bringen zu können (wir wollen ja nicht, dass die ganze mühevoll erarbeitete Entspannung wieder flöten geht😉), sind wir in den Pilzwald aufgebrochen, dort lässt es sich dank dichtem Astwerk auch bei Regen ganz gut aushalten…

Wochenbericht vom 5. – 9.10.20

Tiago ist an diesem Montag ganz aufgeregt in den Kindergarten gekommen! Er hatte Kuchen dabei und da war uns natürlich gleich glasklar: er hat Geburtstag und es gibt einen guten Grund zu feiern 😊! Drei Jahre ist er jetzt „alt“! Herzlichen Glückwunsch Tiago und danke für die feinen Muffins 😉! Stephi hat uns dann im Morgenkreis eine Mäusegeschichte von zwei kleinen Mäuschen erzählt, die das Teilen gelernt haben – mucksmäuschenstill waren wir da 😊! Weil es halt einfach so schön ist, wenn uns jemand eine Geschichte erzählt… Antonia hat anschließend vier Steine aus dem Beutel mit den Kindernamen gezogen und genau diese vier Kinder durften dann mit Caroline in den Bauwagen gehen, um die ersten St. Martinslaternen zu basteln. Die werden in diesem Jahr etwas aufwändiger, deshalb fangen wir sicherheitshalber schon mal damit an 😉. Die anderen haben gespielt oder waren am Maltisch künstlerisch tätig.

Am Dienstag haben wir unser Herbstlied wieder gesungen und die Marder konnten nach der Brotzeit mit Caroline und Martin in den Bauwagen, um „Knuff“ zu lesen. Ganz konzentriert waren alle beim Zuhören und eifrig beim Lösen der Rätsel und Aufgaben hinterher. In der nächsten Woche bekommt jedes Marderkind ein kleines Schulheft, da können dann lauter interessante oder spannende Wörter rein- und abgeschrieben werden. Dann weiß man nicht nur wie die Dinge heißen, sondern auch wie sie als Wörter aussehen. Die Dinos und Frischlinge haben sich zwischenzeitlich mit Melanie und Stephi an den Basteltisch gesetzt und schöne Herbstketten aus Kastanien und Blättern gebastelt. Die hängen jetzt fröhlich zwischen den Fichten und schaukeln im Wind 😊. Na, und dann durften wir endlich ein großes Geheimnis lüften, dass wir bis zuletzt nicht verraten haben! Caroline ist nämlich in dieser Woche 10 Jahre im Waldkindergarten und wir haben für sie ein Lied gedichtet und gesungen und aus Filz Schmetterlinge und ein Zwergenbild zum Aufhängen gebastelt. Theresa hat uns auch besucht und die Minis sind zu uns vorgekommen. Außerdem haben die Erwachsenen noch ein wunderschönes Fotoalbum mit persönlichen Briefen für Caroline gebunden, sie hat sich riesig gefreut und war sehr gerührt…Das war aber noch nicht alles: Marina kam plötzlich mit einem großen Eimer und Stöcken drin um die Ecke und hat phantastisch große Seifenblasen gezaubert – das war vielleicht schön <3. Zu guter Letzt gab es noch Kuchen, den wir uns alle gut schmecken ließen. Wir glauben, Caroline hat sich so gefreut, dass sie sicher nochmal 10 Jahre bei uns bleibt 😉!

Auch am Mittwoch gab es nochmal Programm für die Vorschulkinder, sie haben ihr Thema, die Buche, nochmal bearbeitet. Alle anderen sind zum Pilzwald aufgebrochen, es hat ein bisschen geregnet an diesem Tag und dort ist der Wald so dicht, dass man lange trocken bleibt. Später sind die Marder noch nachgekommen und gemeinsam sind wir zurückspaziert. Wir können jetzt übrigens schleichen wie die Indianer – ganz leise…aber wenn wir wollen, können wir auch losrennen mit lautem Kriegsgeheul 😉!! Wieder zurück am Platz sind wir nochmal in den Genuss von Marinas Seifenblasenspektakel gekommen – zirkusreif, wirklich!!

Am Donnerstag haben wir uns zum Thema „Baum“ unterhalten. Nach der Brotzeit ging es auf Wunsch der Marder noch einmal in den Pilzwald, die sind am Mittwoch ja gar nicht mehr zum Spielen gekommen, weil wir, als sie angekommen waren, schon wieder zurück mussten. Es ist dort immer ein bisschen gruslig, weil es so duster ist. Aber das mögen wir ja und finden in unserer Phantasie jedesmal tolle Spielideen…

…und schon ist es wieder Freitag! Im Morgenkreis haben wir unser „Für die Erde singen wir“ Lied gesungen und passend zur Erntedankzeit über dem Feuer eine Kürbissuppe gekocht. Lecker! Seit einiger Zeit schon beobachten wir immer mal wieder ein Eichhörnchen, das uns besuchen kommt und sich ziemlich nah zu uns her traut. Das ist natürlich toll, weil wir es dann ganz genau beobachten können! Gleich danach haben wir aus Blättern ein Eichhörnchen auf Papier geklebt – wir wissen ja jetzt, wie es aussehen muss 😉!

Wochenbericht vom 28.9. – 2.10.20

Hurra! Balthazar ist 5 Jahre alt geworden! Zwar schon letzten Freitag, aber da waren wir ja nicht im Wald, deshalb wurde an diesem Montag im Wald kräftig nachgefeiert – mit Muffins und unserem schönen neuen Geburtstagsritual. Natürlich durfte er auch eine Krafttierkarte ziehen – den Specht! Alle guten Eigenschaften dieses Tieres werden ihn nun in diesem neuen Lebensjahr begleiten und beschützen 😊. Leider war das Wetter an diesem Tag nicht so schön, es war neblig und hat immer mal wieder genieselt, wir haben aber trotzdem wie geplant unsere Kürbis-Kartoffelsuppe über dem Feuer gekocht. Einige Kinder haben sehr fleißig beim Schnippeln und Vorbereiten geholfen, während die anderen Holz zur Feuerstelle geschleppt haben. Aber alle wurden mit einer köstlich wärmenden Suppe belohnt 😉!

Am Dienstag sind wir nach dem Morgenkreis zum Fichtenwald aufgebrochen, um dort eine Weile zu spielen und um Blätter zum Pressen zu sammeln. Wir müssen aber wohl noch ein bisschen warten, bis der wilde Wind die Baumkronen ordentlich durchschüttelt, damit sie ihr prächtiges Laubwerk zu Boden segeln lassen… Ein paar schöne Exemplare haben wir aber schon gefunden. Als wir zurück waren, haben wir uns am Platz noch lustige Spiele mit den Pferdeleinen überlegt und kleine Lager gebaut. Und schwupps, war der Vormittag schon wieder vorbei…

Im Morgenkreis am Mittwoch haben wir uns übers „Streiten“ unterhalten. Wir haben besprochen, warum es besser ist miteinander zu sprechen, als sich gegenseitig zu hauen, zu schubsen oder gar zu beißen oder zwicken. Eigentlich kennen wir die Regeln schon ganz gut, wenn wir so friedlich zusammensitzen, aber wenn wir dann beim Spielen in Streit geraten und so richtig in Rage sind, kann es schon mal passieren, dass wir eben alle diese Regeln mal kurz vergessen haben… aber wir arbeiten dran – versprochen! Danach gab es eine tolle Überraschung: Wir waren schon ganz neugierig, was uns Caroline in der großen Schachtel mitgebracht hat und dann war es endlich soweit: jedes Kind bekommt in diesem Jahr seinen eigenen Stifteköcher mit Buntstiften und Wachsmalkreiden drin. Mit Namen und Garderobenbild versehen kann es keine Verwechslungen geben und jedes Kind muss von nun an selbst dafür sorgen, dass kein Stift verloren geht. Wenn das doch einmal so ist, muss man nämlich einen ganzen Monat warten, bevor man ihn ersetzt bekommt! Also auf jeden Fall waren wir alle sehr stolz auf unseren Köcher und wollen uns bemühen, gut darauf aufzupassen 😉. Der Maltisch war danach voll besetzt und lauter Kindergesichter mit eifrig roten Bäckchen haben sich über das Malpapier gebeugt, um mit den neuen Stiften wunderschöne Bilder zu malen! Die Nicht-Maler haben sich derweil mit Bilderbuchlesen mit Martin oder Pferdchenspielen vergnügt.

Donnerstag war dann endlich wieder Vorschulzeit für die Marder. Mit Melanie unternahmen sie eine kleine Exkursion zum Thema „Buche“. Da denkt man immer, man weiß schon viel und muss dann feststellen, dass es immer noch eine Menge zu manchen Themen zu lernen gibt…Es war sehr spannend sich mit einem bestimmten Baum intensiv auseinanderzusetzen. Hoffentlich gibt es noch viele solcher tollen Angebote! Da der Tag so schön sonnig und bunt war, hatten wir große Lust den Herbst mit ein paar Herbstliedern zu begrüßen und zu ehren – schließlich beschenkt er uns jedes Jahr mit einer Fülle an Früchten, verschiedenen Getreidearten und Gemüse, das wir uns gerne schmecken lassen 😊.

Am Freitag hat uns Marina mit einer schönen Entspannungsrunde überrascht. Mit einer Trommel hat sie uns ganz sanft in das Ende der Woche träumen lassen. Danach waren wir alle sehr friedlich gestimmt und sind nach der Brotzeit in den Fichtenwald gewandert, um dort zu spielen und um Naturmaterial für ein Erntedankmandala zu sammeln 😊.

Wochenbericht vom 21. – 25.9.20

Das wird mal eine ausgesprochen kurze Woche, da unsere Erzieher*innen am Donnerstag und Freitag eine Fortbildung machen dürfen. Die sind schon ganz aufgeregt und freuen sich auf die gemeinsame Zeit und, dass sie was Neues lernen und erfahren dürfen natürlich. Und wir sind schon gespannt, was sie erzählen, wenn wir uns dann wiedersehen. Aber die Woche beginnt ja bekanntlich mit dem Montag und da haben wir kurzerhand beschlossen einen Ausflug in den Fichtenwald zu unternehmen. Es war wieder ein sehr sonniger und warmer Tag und wir konnten den Wald noch einmal sehr in seinem Altweibersommerkleid genießen. Da wurde viel gebaut und gebuddelt, geklettert und gelesen. Als wir wieder zurück am Bauwagen waren, wurden die neuen Kinder und die neue Stephi von Caroline fotografiert, damit die dann auch alle ein schönes Bild auf der Geburtstagstafel und unserer Dienstetafel bekommen 😊.

Wir versinken immer noch in unserem Kartoffelmeer, obwohl sich schon viele Mamas und Papas von den Knollen mit nach Hause genommen haben! Da haben sich die Erwachsenen gedacht, man könnte ja die nicht mehr ganz so schönen aussortieren, auseinanderschneiden und damit drucken. Das haben wir dann auch gemacht. Da sind lauter lustige gedruckte Kartoffelkönige rausgekommen! Mit dicken Bäuchen und einer Krone auf dem runden Kartoffelkopf 😉. Wer schon ein bisschen geschickter mit dem Messer umgehen konnte, durfte sich die Schnittflächen der Kartoffeln auch zurechtschnitzen mit Dreiecken oder Ähnlichem. Die Stephi und der Martin haben ganz schön geschwitzt, so eine wilde Farbenschlacht haben wir uns da am Maltisch geliefert 😊! Wer davon genug hatte, durfte spielen oder schaukeln und die Vorschulkinder haben mit Melanie an ihrem Marderbild weitergearbeitet.

Ja und dann kam der Mittwoch!! Es war, als würden über uns lauter Riesen eimerweise ihre Wasservorräte ausschütten und uns vom Platz spülen wollen… Der Waldboden konnte soviel Regenwasser garnicht auf einmal aufnehmen und so bildeten sich null komma nix große Pfützen und kleine Badewannen, in denen wir uns zwergerlwohl gefühlt haben, während wir uns darin wälzten, oder matschten. Die Erwachsenen waren eigentlich den ganzen Vormittag damit beschäftigt irgendjemanden umzuziehen oder klamme Händchen aufzuwärmen. Nach und nach kamen alle Zwergerl in den Bauwagen, um sich aufzuwärmen oder zu trocknen. Da wurden dann alle Spiele und Bücher mal wieder aus dem Regal geholt und nach einer Weile wollten dann alle wieder raus zum Spielen… Nach diesem doch recht anstrengenden Vormittag waren wir eigentlich ganz froh, dass wir vier Tage zum Erholen zuhause haben…😉.

Wochenbericht vom 14. – 18.9.20

Traumhaftes Herbstwetter begleitet uns durch diese Woche! Die Sonne lacht so schön sie kann, trotzdem ist es morgens jetzt schon recht kühl und wir müssen uns wie die Zwiebeln im Laufe des Tages nach und nach entblättern 😊. Am Montag hat uns gleich nach der Brotzeit die Wanderlust gepackt und wir sind zum Zahlenwald aufgebrochen. Das Gras ist dort so hoch gewachsen, dass sich unsere Kleinsten wie im Dschungel gefühlt haben müssen. Aber zum Glück war ja der Martin dabei, das ist dann so wie am Meer, wo man sich am Leuchtturm orientieren kann 😉. Wir haben eine riesige Wurzel von einem umgestürzten Baum entdeckt, dort konnte man herrlich klettern und graben.

Wieder zurück haben sich einige Kinder mit Martin am Rangelplatz niedergelassen und sie haben sich in der warmen Mittagssonne Geschichten erzählt. Antonia hat an diesem Tag einen toten Vogel gefunden, der musste natürlich auch noch feierlich bestattet werden.

Am Dienstag durften wir wieder ein neues Gesicht begrüßen: Lionel ist da! Herzlich willkommen! Er kennt uns ja auch schon ein bissl, als ehemaliger Waldmini 😊. Außerdem feierten wir Tonis 5. Geburtstag nach und er hat sich sein Krafttier für dieses Lebensjahr aus dem Kartenstapel gezogen: das Eichhörnchen! Es ist flink und kann gut für sich sorgen, wichtige Eigenschaften für ein Waldkind! Martin hat mit ein paar Kindern einen kleinen Spaziergang zum Kartoffelacker gemacht, wo der Bauer gerade beim Ernten war. Das war so aufregend, dass sich Martin dem Bulldog todesmutig in den Weg gestellt hat und den Bauern gefragt hat, ob wir uns die Kartoffeln, die auf dem Feld liegen geblieben sind, holen dürfen. Und stellt euch vor, er hat´s erlaubt! Mit dieser frohen Botschaft ist das Grüppchen dann zurückgekommen und gleich am nächsten Tag wollten wir uns auf die Socken zum Acker machen. Zunächst wurde aber noch ein Basteltisch mit Zapfen, Pfeifenputzern und Beeren hergerichtet und wer Lust hatte, durfte mit Melanie lustige Zapfenmännchen basteln.

Mittwochs sind wir frisch gestärkt nach der Brotzeit mit unserem Bollerwagen und den Trinkflaschen zum Kartoffelacker aufgebrochen. Da lagen noch so viele Kartoffeln rum, dass wir den Wagen randvoll bekommen haben. Und richtig riesige Kartoffeln waren da dabei – toll!! Allerdings war es sehr warm an diesem Tag und so mussten wir ein paar Trinkpausen im Schatten einlegen. Auf jeden Fall haben wir jetzt eine Ahnung, wie anstrengend so ein Bauernleben ist und wie wertvoll so eine Knolle ist, da es sehr viel Arbeit ist, bis sie endlich auf dem Teller liegt! Ein paar ramponierte Exemplare durften wir auch mitnehmen, die kann man ja immerhin noch zum Kartoffeldruck verwenden, dann sind die auch nicht umsonst gewachsen 😉.

Am Donnerstag waren die Großen schon sehr aufgeregt, weil das erste Mal Vorschule mit Melanie im Bauwagen anstand. Sie haben sich ausführlich über ihren neuen Namensgeber unterhalten – den Marder. Da kamen spannende Dinge ans Licht, dass es nämlich nicht nur „den Marder“ gibt, sondern ganz verschiedene Exemplare, sogar der Dachs gehört in diese Gattung! Danach wurde noch eine Collage mit den Wünschen für das letzte Kindergartenjahr gefertigt. Unser letztes neues Kind ist angekommen: Theo! Auch ein ehemaliger Mini, herzlich willkommen, lieber Theo! In der Freispielzeit wurden Kreisspiele gespielt und Martin hat mit den Dinos und Frischlingen auf deren Wunsch St. Martin gespielt und die passenden Lieder gesungen. Naja, ist schon noch ein bisschen früh dafür, aber immerhin sind dann im November alle textsicher 😊😉!

Endlich, endlich dürfen wir wieder Feuer machen und kochen. Klar, an diesem Freitag wollten wir was mit unseren Kartoffeln machen! Es gab leckere Feuerkartoffeln mit Schinken und Kräuterquark – das Leben ist schön 😊😊! Und passend dazu spielten wir die Geschichte vom Kartoffelkönig. Antonia war die Hexe mit einer scheußlichen Warze auf dem Kinn, Felix durfte die Mutter spielen und Amelie und Resi waren zwei arme Kinder (herausragende schauspielerische Leistung 😉!!) und unsere Handpuppentiere durften auch mitspielen. Allesamt glänzende Schauspieler, das können wir euch sagen! Und zum krönenden Abschluss hat Martin noch gezaubert: Schneemännerkinder, blaue Kugeln in rote, einen großen Würfel in acht kleine und ein schlappes Seil wurde ganz fest…magisch dieser Freitag, wir freuen uns schon auf die nächste Vorstellung😉!

Wochenbericht vom 7.9. – 11.9.20

Da sind wir wieder! Drei lange Wochen waren wir nicht im Wald, zumindest nicht im Kindergarten. Einige sind weggefahren, andere haben die Urlaubstage gemütlich zuhause verbracht. In diesem Jahr ist sowieso alles ein bisschen anders, wegen Corona. Aber zum Glück passen alle Erwachsenen gut auf uns auf, sodass wir trotz allem eine schöne, unbeschwerte, freie Sommerzeit verbringen konnten. Der Wald hat sich auch wieder ein wenig verändert. Manche Blätter färben sich schon gelb oder segeln vereinzelt von den Bäumen. Auf dem Waldboden sind ganze Schwammerlfelder gewachsen, die aber unsere begeisterten Kinderfüße schnell platt gemacht haben 😊. An diesem ersten Montag haben wir vor allem erst mal Emilias 5. Geburtstag gefeiert! Mit Singen, Muffins, Gratulieren und allem Drum und Dran!

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Außerdem ist Stephie ab jetzt fest im Erwachsenenteam dabei. Herzlich Willkommen! Mit viel Freude haben wir an diesem Tag wieder alles neu erkundet und entdeckt und viel zusammen gespielt. So manches Kind, das jetzt in der Schule ist, wurde schmerzlich vermisst, aber wir sind sicher, dass wir wieder eine tolle neue Gruppe werden, wenn erst mal alle da sind.

Den Anfang haben Luisa und Valentin gemacht, die am Dienstag ihren ersten Tag bei den Zwergerln hatten. Naja, so ganz stimmt das nicht! Immerhin war der große Bruder schon bei uns und die beiden waren im letzten Jahr bei den Minis, also schon erprobte Waldkinder.

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Wichtig war uns auch, dass wir uns neue Gruppennamen aussuchen dürfen. Und so heißen die mittleren Kinder jetzt „Dinos“ und die Vorschulkinder sind die „Marder“. Die Kleinsten bleiben die Frischlinge, das passt einfach so schön und sie wären wahrscheinlich auch noch ein bissl überfordert mit so einer demokratischen Abstimmung 😉. In der Vorschule haben sich die Marder entschieden das Buch „Der 35. Mai“ von Erich Kästner zu lesen, oder, wenn man mal Lust auf Abwechslung hat, geht natürlich auch mal eine Knuffgeschichte. Währenddessen haben sich die Dinos beim Sägen geübt und sehr gefreut, dass sie jetzt endlich auch dieses ganz wunderbare Werkzeug benutzen dürfen!

Am Mittwoch haben wir schon wieder gefeiert: auch Antonia hatte in den Ferien Geburtstag und ist 4 Jahre alt geworden. Mit feinem griechischem Gebäck (das heißt Koulourakia), dass sie mit der Oma gebacken hat, haben wir sie hochleben lassen!

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Die Marder waren an diesem Tag sehr aufgeregt, weil sie mit Melanie ihren Schnitzausweis machen durften. Alle haben den Test bestanden und sind jetzt stolze Besitzer eines solchen Ausweises. Allerdings ist es da wie beim Autoführerschein: wer sich nicht an die Regeln hält, muss den Schein abgeben und muss nochmal kräftig üben…. War aber in der Vergangenheit noch nie der Fall 😉! Alle anderen konnten entweder mit Martin Astscheiben sägen oder mit Caroline das Bilderbuch vom „schaurigen Schusch“ lesen, bevor auch der dritte Tag der Woche schon wieder vorbei war.

Am Donnerstag ist dann Tiago, der kleine Bruder von Mariella, zu uns gestoßen. Und damit er gleich mal sieht, wie spannend alles bei uns ist, haben wir einen kleinen Ausflug zur Brückenbaustelle unternommen. Naja, wird wohl noch eine Weile dauern, bis wir da wieder drüber gehen oder fahren können…. Aber interessant war es allemal! Als wir wieder zurück waren, haben uns die Erwachsenen Schaukeln und Hängematten aufgebaut und so haben wir uns ganz zufrieden durch den Donnerstag geschaukelt.

Na und endlich, endlich dürfen wir wieder kochen!! Am Freitag gab es zu unserer großen Freude Grießbrei mit Apfelmus! Das war superlecker und wir haben uns riesig gefreut, dass wir nun wieder den Kochlöffel schwingen dürfen 😊!! Rund ums Kochen und Essen war viel Zeit für´s Freispiel und am Ende des Vormittags haben wir noch „Der gemütliche Sessel“ gespielt.

Wochenbericht 10. – 14.8.20

Unsere letzte Woche vor den Sommerferien im Wald bricht an. Die Sonne lacht strahlend vom fast wolkenlosen Himmel und wir sind alle bestens aufgelegt 😊. Die Vorschulkinder sind nur noch zu viertund schon ganz schön aufgeregt, weil ja jetzt bald die Kindergartenzeit für immer und ewig vorbei sein wird…. Melanie hatte die gute Idee einen kleinen Ausflug in den Fichtenwald zu unternehmen und dort einen Seilegarten für uns aufzubauen. Eine Frau – ein Wort! Aufgepackelt mit allem was für einen ordentlichen Seilespielplatz nötig ist, sind wir in den Fichtenwald aufgebrochen und haben dorteinen fröhlichen Vormittag verbracht.

Am Dienstag wollten die Erwachsenen anfangen die Bauwägen ein bissl auszumisten und aufzuräumen, damit wir alle ordentlich in die Ferien starten können am Freitag 😉. Für uns gab es dieMöglichkeit frei zu Spielen oder uns auf der Schaukel und der Hängematte auszutoben, die Melanie vorher aufgebaut hatte. Der Tag verlief friedlich und auch das Wetter hat wieder super mitgespielt😊. Nur der Martin fehlt manchen von uns ein bisschen, er ist ja gerade bei den Minis, damit die Kleinen im Herbst schon mal ein bekanntes Gesicht sehen, wenn sie zu uns kommen. Zum Glück waren Marlene letzte Woche und Marina in dieser bei uns vorne, so hatten wir Gelegenheit mal viel Zeit mit ihnen zu verbringen.

Am Mittwoch war es sehr warm und so wurde beschlossen, dass wir den kurzen schattigen Weg in den Fichtenwald gehen, um dort zu spielen. Melanie hat uns ein Waldtrampolin und eine Hängematte aufgebaut und wer darauf keine Lust hatte, durfte Bilderbücher betrachten oder bekam vorgelesen oder mit Marina Zwergenhäuschen bauen oder sich einfach nur auf den Rücken legen unddie Zweige der Fichtenkronen betrachten, die an diesem heißen Tag nur träge zu uns runterwinkten.

Auch der Donnerstag trieb uns morgens schon den Schweiß aus den Poren und die Sonne knallte vom Himmel! Marina hat mit uns Fächer gebastelt, das war zumindest eine kleine Abkühlung, sich damit ein kleines Lüftchen zuzufächeln 😉. Ansonsten haben wir alle fröhliches und kreatives Freispiel genossen 😊.

Der Freitag stand dann, wie jedes Jahr vor der großen Sommerpause, unter dem Aufräumstern! Wenn alle zusammenhelfen, geht das ganz schnell und um Punkt 12 Uhr sauste ein Haufen Zwergerl mit Mama oder Papa aus dem Wald, dem großen Ferienglück entgegen 😊!Servus ihr alle, wir freuen uns auf ein gesundes Wiedersehen im September 😊!

Wochenbericht 27. – 31.7.20

Endlich wurde von den Erwachsenen mal wieder eine unserer Lieblingsbeschäftigungen angeboten: wir durften nach Herzenslust mit Ton arbeiten 😊! Das war ein Geklopfe, Gedrücke und Gematsche – herrlich! Auch allerlei Holzwerkzeug zum Verzieren stand zur Verfügung und einige Kinder hatten zuvor schon die kleinen jungen Eicheln am Stiel gesammelt und zur Gestaltung mit dem Ton genutzt. Da sind sehr phantasievolle und kreative Gebilde rausgekommen 😊! Da wir an diesem Tag schon gleich nach dem Morgenkreis Brotzeit gemacht haben, hatten wir richtig viel Zeit und so manches Kind und auch die Erwachsenen waren ganz vertieft in ihre Arbeit…

…..und weil der künstlerische Montag so viel Spaß gemacht hat, ging es am Dienstag gleich kreativ weiter. Wir durften Aquarellpapier in einer Wasserwanne baden, bevor wir es mit Wasserfarben bemalt und besprüht haben und ausprobieren konnten, was das viele Wasser mit den Farben auf dem Papier so macht. Das hat sehr viel Spaß gemacht, an diesem heißen Sommertag mit soviel Farbwasser experimentieren zu dürfen 😉!

Am Mittwoch kamen alle Zwergerleltern schwer bepackt mit Wasserflaschen und Kanistern in den Wald! Samuel hat uns sogar ein kleines Planschbecken mitgebracht, dass wir dann nach der Brotzeit neben unsere Zinkwanne gestellt und auch mit Wasser gefüllt haben. Das war ein Juchzen und Lachen, als wir uns gegenseitig angespritzt haben und froh über ein wenig Abkühlung waren… Jetzt ist er also da, der Hochsommer! Es gab aber auch ein paar Kinder, die gar nicht planschen wollten, oder die, die nach kurzer Zeit im „Waldpool“ schon keine Lust mehr hatten auf das wilde Wassertreiben. Die durften dann an den Basteltisch kommen, wo sie beim Nassfilzen experimentieren konnten. Leon hat sogar für seine Eltern zwei Geheimgebilde mit Öffnung gefilzt, da kam in die Öffnung ein Bussi rein und wurde dann wieder verschlossen. „Da ist jetzt ganz viel Liebe drin!“ hat er gesagt – was für eine schöne Idee!

Und da der Donnerstag auch wieder sehr heiß was, haben sich die Erwachsenen entschlossen, uns eine zweite Runde „Wildwasserschlacht“ zu ermöglichen. Wieder schleppten die Eltern literweise kühles Nass in den Wald, um uns einen weiteren fröhlichen Tag im Wald zu ermöglichen – danke dafür! Nachdem alles Wasser verplanscht und im Waldboden versickert war, haben wir uns ein neues Spiel ausgedacht. Es heißt das „Zombiespiel“. Und das geht so: ein Kind ist der Zombie, mit aufgemaltem Zombiegesicht und einer Wäscheklammer am Ärmel. Alle anderen sind ganz normale Menschen, die im Tippi als Safe-Room sicher sind. Leider haben die da drin aber nix zu essen und würden kläglich verhungern, wenn sie nicht mutig einen der vier Töpfe mit Nahrung ergattern können, die draußen im gefährlichen Zombieland stehen. Und wird bei der Essensbeschaffung ein Zombie berührt, wird der Mensch selber ein Zombie. Wenn es aber die Menschen drei Runden lang geschafft haben einen Topf zu schnappen, ohne einen Zombie zu berühren, werden alle wieder zu Menschen. Ein sehr lustiges Spiel, wie wir finden, das werden wir jetzt öfters spielen. Allerdings vielleicht eher, wenn es nicht so heiß ist….

Der Freitag war für Moritz und Emil ein besonderer Tag: sie durften ihre Schulränzen und Schultüten mitbringen, um sie den anderen zu zeigen. Dieser Freitag war für die beiden der letzte Tag im Wald und uns allen fiel der Abschied schwer. Wir wünschen ihnen aber auf jeden Fall einen schönen, unbeschwerten Kindersommer und einen tollen Schulstart im Herbst 😊😊! Und auf Wunsch gab es noch ein paar Runden „Zombiespiel“ bevor sich die Adler mit Marina und Martin ihrem „Over and Out Kurs“ gewidmet haben. Sie haben sich über die verschiedenen Formen von Gewalt unterhalten. Das könnten z. B. körperliche oder seelische Gewalt sein, oder Gewalt gegen Dinge oder Tiere. Jedem sind ein paar Beispiele dazu eingefallen, also haben alle schon ein ganz gutes Gefühl, was Gewalt ist und wie sie sich anfühlt. Das ist wichtig, weil wir ja alle mal friedliche, respektvolle und tolerante Erwachsene werden wollen. Zum Abschluss gab es noch ein paar Kooperationsspiele, bevor wir in einsonniges Sommerwochenende starten konnten

Wochenbericht 20. – 24.7.20

Die zweitaufregendste Woche des Jahres (gleich nach Weihnachten) beginnt! In dieser Juliwoche, am Donnerstag, feiern wir mit den Adlern Abschied! Alle sind sehr aufgeregt: die Adler, weil sie die Hauptpersonen sind und ihr Theaterstück vorführen werden, die Wölfe und Frischlinge, weil sie ihr Lied vortragen und die selbstgebastelten Geschenke endlich überreicht werden, die Erzieher*innen, weil sie das jedes Jahr beim Abschiedfeiern sind und die Eltern, weil ihre Adler-Kinder jetzt flügge geworden sind und den großen Schritt ins Schulleben wagen werden 😊! Damit alles wie am Schnürchen klappt, haben wir am Montag angefangen alle Vorführungen zu üben. Natürlich streng getrennt, damit es für alle eine Überraschung bleibt! Martin ist mit den Adlern am Bauwagen geblieben, während Melanie und Caroline mit allen anderen im Fichtenwald das Abschiedslied geübt und gespielt haben.

Der Dienstag ist ähnlich verlaufen, allerdings sind da die Jüngeren schon gleich nach dem Morgenkreis in den Fichtenwald aufgebrochen, damit der nervöse Martin mit seiner Theatertruppe den ganzen Vormittag Zeit zum Kulissenbau und Proben hatte 😉. Die Wölfe und Frischlinge haben essehr genossen mal in die Rollen der Größeren zu schlüpfen. Das war schon mal ein Vorgeschmack aufdas nächste Kindergartenjahr, wenn die jetzigen Wölfe Vorschulkinder und die Frischlinge ihren Platz für die neuen Kinder frei machen. Das Wetter war bestens und so hatten alle Spaß an diesen sonnigen Sommertagen!

Mittwochs gab es dann für alle die letzten Generalproben und der Platz wurde für das große Fest am Donnerstag vorbereitet. In diesem Jahr gab es ja eine Menge zu beachten, wegen Corona. Und dann war es endlich soweit!

Frühmorgens war noch nicht viel los im Wald, nur ein paar wenige Kinder spielten am Platz, alle anderen kamen erst gegen 10:00 Uhr, als unser Fest begann. Martin hatseine Bühne aufgebaut, schnell wurden noch die letzten Schleifen an Geschenke gebunden und, in diesem Jahr zum ersten Mal, ein Hygienetisch am Eingang errichtet. Da gab es Wasser und Seife, Desinfektionsmittel und Mundschutzmasken. Jede Familie hat ihre eigene Picknickdecke und Brotzeitmitgebracht und Opa und Oma mussten leider zuhause bleiben, damit kein Gedränge auf dem Platz entsteht. Aber es wurde so eifrig fotografiert und gefilmt, dass viele Eindrücke und Erinnerungen mit nach Hause genommen werden konnten 😊. Nach dem wirklich lustigen Kasperltheater der Adler, mit Eintrittskarten am Anfang und Süßigkeiten verteilen an alle Kinder am Ende der Vorstellung, gab es viel Applaus und alle freuten sich auf das anschließende Picknick. Die Zeit raste nur so dahin und als alle einigermaßen satt waren, wurden von den Erzieher*innen Geschenke an den Elternbeirat und Vorstand verteilt, um sich für die Mühen im vergangenen Jahr zu bedanken. Die Eltern wiederum haben den Erzieher*innen auch was geschenkt. Das ganze Hin- und Hergeschenke der Erwachsenen verstehen wir sowieso nicht so ganz, aber alle haben wichtige Reden gehalten und sich sehr gerührt in die Augen geschaut. Naja, auf jeden Fall wurden die Adler dann mit ganz andächtigem Gesicht auf Rundlinge platziert und bekamen endlich ihr Lied vorgesungen, bevor sie sich ordentlich an der Schutzräucherung bedient haben. Jetzt kann in der Schule sicher nix mehr schief gehen. Zu guter Letzt bekamen alle ihre Mappen und Ordner und dann wurde es wirklich ernst: zu Coronazeiten ist ja alles ein bisschen anders, deshalb wurde in diesem Jahr kein Spalier gebildet und gesungen, sondern alle sechs Adler wurden (anständig gepolstert natürlich 😉) mit einer Decke aus dem Wald geschaukelt und rausgeworfen! Ja und dann war unser Fest, auf das wir so lange hingefiebert hatten schon wieder vorbei……

Höchste Zeit für einen langen Ausflug!! Bepackt mit allem, was wir brauchen, sind wir am Freitag zum Fischweiher aufgebrochen, um uns dort beim Spiel von den Strapazen der vergangenen Woche zu erholen 😊. Die Adler haben sich beim Selbstbehauptungskurs überlegt, wer für jede/n eine wichtige erwachsene Vertrauensperson sein könnte, der man auf jeden Fall immer ein Geheimnis, und sei es auch noch so geheim, anvertrauen könnte. Für diese jeweilige Person durften sie dann einen Stock schnitzen und mit Wolle verzieren, um diesen schönen Stock dann an eben diese Person überreichen zu können. Eine aufregende Woche geht zu Ende und wir freuen uns nun auf zwei ruhige, fröhliche letzte Wochen in diesem Kindergartenjahr….

Wochenbericht 13.07.2020  – 17.07.2020

Der Montag war ein schöner, sonniger Tag im Wald. Eigentlich so, wie man sich einen Sommertag in der Natur vorstellt. Überall summt und zwitschert es und die Sonnenstrahlen streicheln schon frühmorgens über die Haut. Die Blätter der Birken tanzen wie wild in einer sanften Brise und wirken hoch oben, wie wir Waldzwergerl unten, ganz wuselig und vergnügt 😊. An diesem Montag also haben wir uns mit dem sich rasch nähernden Abschiedsfest der Adler beschäftigt. Die Adler selbst haben sich mit Martin in eine stille Waldecke verzogen, um gemeinsam an einem Theaterstück zu arbeiten, dass sie beim Fest aufführen wollen. Die Wölfe und Frischlinge durften im Morgenkreis gleich sitzen bleiben und nachdem an alle Instrumente verteilt waren, wurde mit Melanie, ihrer Gitarre und Caroline das selbstgedichtete Abschiedslied für die Adler geübt. Das fanden alle ganz witzig und wir glauben, den Adlern gefällt es am Ende auch 😉.Für die Adler war der Kindergartentag am Nachmittag ja auch noch nicht zu Ende! Mit Martin und Marina durften sie sich am Abend zu einer gemütlichen Runde am Lagerfeuer und zu einer Nachtwanderung treffen. Das war echt aufregend, da der Wald in der Dämmerung und abends schonein bissl gruslig ist. Aber alle haben dieses Abenteuer unbeschadet überstanden und werden es als schöne Erinnerung im Herzen behalten <3!

Am Dienstag bekamen wir Besuch von Rebecca. Sie ist Studentin für Forstwirtschaft und wollte sich unseren Kindergarten mal für zwei Tage ansehen. Wir glauben, es hat ihr gut gefallen 😊. Nachdem der Bollerwagen gepackt war, sind wir in den Fichtenwald spaziert. Dort hat uns Melanie einen Seilegarten zum Klettern und Schaukeln aufgebaut. Da waren wir so begeistert, dass einige am liebsten gar nicht Brotzeit machen wollten! Die Adler waren ganz schön müde, aber das war ja klar, wenn man so spät ins Bett geht…. 😉….

Den Mittwoch haben wir wieder am Platz verbracht. Die Frischlinge und Wölfe haben sich an diesem Vormittag mit dem Wasser beschäftigt. Martin hat eine große Schüssel mit Wasser gefüllt und wir durften alle etwas im Wald suchen und ausprobieren, ob es schwimmt oder untergeht. Da wurden Stöckchen, Zapfen, Blätter, Hackschnitzel und Steine ins Wasser gelegt und bei den meisten Sachen wussten wir ganz von selbst, ob sie nun schwimmen können oder nicht. Und dann kam Caroline mit einem Stein an, der war so groß wie ihre Handfläche und wir waren natürlich ganz sicher, dass der untergeht…aber siehe da! Er ist geschwommen!!!! Wie kann denn das sein???? Der Martin hat uns aufgeklärt, dass das ein Bimsstein ist. Da ist so viel Luft eingeschlossen, dass er nicht untergeht – cool😊! Dann sollten wir Knete, die Martin mitgebracht hat, ganz platt kneten und ein bisschen in Schiffsform bringen. Als die Knete noch ein Knödel war, ging sie natürlich unter, aber als Schiffchen konnte sie tatsächlich schwimmen und mit viel Glück hat sie auch noch einen „Reissnagelpassagier“ ausgehalten 😉. Am Ende unserer Experimentenreihe hat Martin Pfeffer ins Wasser gestreut, das waren die Schwimmer. Und dann kam er mit der Spülmittelflasche, das war der Hai! Und dann hat er einen Tropfen Spüli ins Wasser geträufelt. Und dann…. Sind alle Schwimmer auseinandergestoben!! Beckenrandschwimmer halt 😉! Martin hat uns das alles genau erklärt, mit der Wasseroberfläche und Oberflächenspannung und Wasserverdrängung und so weiter und so fort… Mann, jetzt sind wir wieder eine ganze Ecke schlauer!! Aber auch die Adler waren schwer beschäftigt. Mit Melanie waren sie im Bauwagen und haben Experimente mit Rosinen, Luftballons und Backpulver und Essig gemacht. Das muss sehr aufregend und lustig gewesen sein, da der ganze Bauwagen gewackelt hat, so sehr haben die da drin gekreischt und gelacht 😊😊!! Später durften wir mit Wasserfarben auf Aquarellpapier schönes Schmuckpapier gestalten und die Großen haben mit Martin weiter am Theaterstück gearbeitet.

Der Toni hat sich am Montag gewünscht, dass wir mal wieder Instrumente basteln, vor allem welche,die man auch mit nach Hause nehmen kann. Gesagt, getan! Aus Astgabeln, Draht und Kronkorken durften wir Rasseln bauen. An diesem Vormittag waren die Minis bei uns vorne und haben sich mal angesehen, wie das im nächsten Jahr für sie so sein wird, wenn sie Kindergartenkinder sind. Im Regenhaben alle das Freispiel genossen und Martin hat die Zeit mit den Adlern zu einer weiteren Theaterprobe genutzt.

Auch am Freitag wurde fleißig an den Rasseln weitergebastelt, jetzt müsste dann bald jeder sein eigenes Instrument haben. Aber immer nur am Platz ist ja auch nix, deswegen haben wir einen Ausflug zum Steinhügel unternommen. An diesen nicht so heißen Sommertagen ist das toll dort, weil man da wunderbar graben, rutschen und toben kann. Zurück am Platz wurde dann zum letzten Mal für diese Woche das Theaterstück geübt. Wir sind schon sehr auf die Vorführung gespannt, weil ja wirklich nur die Adler wissen, um was es da geht…..Und eine supergeheime Liedprobe der Frischlingeund Wölfe gab es auch noch…. Alles sehr geheim im Moment 😉!

Wochenbericht 06.07.2020 – 10.07.2020

Flieg, kleiner Schmetterling!!! Am Montag mussten wir uns schweren Herzens von unserem letzten Schmetterlingsschützling verabschieden. Er hat sich ganz lange Zeit gelassen, saß eine ganze Weile auf dem Rand seiner bisherigen Behausung und einige von uns waren wirklich geduldig und haben ihn beobachtet. Irgendwann sind wir dann doch spielen gegangen und kurz vor der Brotzeit – huch – war er plötzlich weg! Anscheinend wollte er sich bei seinem Jungfernflug nicht beobachten lassen 😊!Na, wenigstens ist er jetzt in Freiheit und vielleicht flattert er ja hin und wieder bei uns vorbei 😉. Ihm zu Ehren haben wir dann nach der Brotzeit Schmetterlinge gemalt bzw. schöne bunte Klatschbilder angefertigt. Mit viiiiiiiiiel Glitzer obendrauf – sehr schön sind die geworden 😊!

Und weiter ging ́s am Dienstag mit dem Schmetterlingsthema gleich morgens für die Vorschulkinder. Sie durften mit Melanie ein Arbeitsblatt über die Metamorphose, also die Entwicklungsstufen in einem Raupen- und Schmetterlingsleben, bearbeiten. Alle anderen übten sich im Dosen- bzw. Kunsstoffbecher umwerfen. Jedes Kind schnappte sich einen Tennisball, stellte sich in die Reihe und wartete, bis es mit Werfen dran war. Und, was sollen wir sagen: wir sind umwerfende Weitwerfer!!! Es hat nur so gescheppert und die Becher und Bälle sind nur so in der Gegend rumgeflogen! Das müssen wir bald wieder spielen, das hat riesig Spaß gemacht! Nach der Brotzeit wollten einige Kinderan den Schmetterlingsbildern weiterarbeiten, der Wald glitzert jetzt an manchen Stellen sehr geheimnisvoll …. 😊!

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Am Mittwoch hat Caroline ihre Kamera mitgebracht und es wurden viele Fotos von den Kindern geschossen. Die Adler waren schon ganz aufgeregt, sie durften sich nämlich um 10:00 Uhr mit Melanie und Caroline auf den Weg nach Dachau machen und zum Eis essen gehen. In einem Eiscafe, das „Venezia“ heißt, durften sich alle einen Eisbecher oder eine Eiswaffel aussuchen und dann mit großem Genuss schmecken lassen. Hach, so könnte jeder Vormittag sein 😊!! Leider war dieser Spaß viel zu schnell wieder vorbei und gegen Mittag ging es wieder zurück in den Wald zu den anderen.

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Am Donnerstag fand endlich der langersehnte Spielzeugtag statt! An so einem Tag darf jedes Kind einLieblingsspielzeug von zuhause mitbringen. Gemeinsam werden die Sachen angeschaut und bewundert, ihr könnt euch vorstellen, dass es da die verschiedensten und tollsten Sachen zu bestaunen gab. Es fühlt sich ganz anders an im Wald, wenn man etwas von zuhause mitbringt und dann auch den ganzen Tag dafür verantwortlich ist, dass das geliebte Teil nachmittags wieder heil daheim landet….

Der Freitag war ein sehr warmer Tag und wir hatten Lust auf einen kleinen Ausflug in den Fichtenwald. Mit Marina und Martin waren die Adler wieder mit ihrem Selbstbehauptungskurs beschäftigt. Diesmal ging es um gute und schlechte Geheimnisse. Das kann man in etwa so erklären, dass die guten Geheimnisse sich wie Schmetterlinge im Bauch anfühlen und die schlechten wie Wackersteine… Und natürlich ist es wichtig, dass man ein schlechtes Geheimnis auf gar keinen Fall für sich behalten muss, wogegen man ein gutes hüten darf wie einen Schatz. Zum Abschluss der Woche durften wir uns das Dinolied wünschen und ein Spiel spielen mit dem lustigen Titel „Eine Grimasse geht auf Reisen“ 😊. Den Nachmittag werden die meisten zuhause wahrscheinlich an einem See oder im heimischen Planschbecken verbracht haben…

Wochenbericht 29.06.2020 – 03.07.2020

Und schon wieder beginnt unsere Woche mit viel Regen…Wieder mussten die Erwachsenen die Planeaufhängen, damit wir uns zumindest zeitweise im Trocknen aufhalten konnten. Die Adler haben sich gemeinsam mit Melanie nochmal mit ihrem Jahreskalender beschäftigt und ihn schön mit gepresstenBlüten und Glitzer verziert. Die Wölfe und Frischlinge haben die Abwesenheit der Großen genutzt, um am geheimen Abschiedsgeschenk weiterzuarbeiten. Da wurde wieder fleißig Filzwolle gerollt und der Vorteil ist ja, dass dann in Zeiten von Corona die Händchen blitzeblank von dem ganzen Seifenwasser sind, das man dazu braucht 😉. Im Abschlusskreis wurde es dann langsam trockner und Melanie hat den „Stein der Weisen“ hervorgeholt, weil sie etwas Wichtiges mit uns besprechen wollte. Es ging um das Thema „Ausgrenzung“. Wie es sich anfühlt, wenn man andere ausgrenzt, aber auch, wie es sich anfühlt, wenn man selbst ausgegrenzt wird – das ist nämlich ein ganz scheußliches Gefühl! Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir alle zusammengehören und auch, wenn man nicht jedes Kind gleich gern mag, muss man respektvoll miteinander umgehen.

Am Dienstag haben wir unser Sommerlied wieder gesungen und gleich noch zwei neue Strophen dazu gedichtet. Danach ging es auf zu einem Spaziergang durch den Fichtenwald. Dort mussten wir einen Treffpunkt neu benennen, weil von unserer Zwillingseiche jetzt nur noch ein Stamm steht! Zum Glück stand ganz in der Nähe eine Zwillingsesche, jetzt treffen wir uns halt immer da 😊! Brotzeit gab es dann am Platz und danach durften einige Kinder mit Martin nochmal losstiefeln in den Fichtenwald, um dort „Räuber und Gendarm“ zu spielen. Alle anderen blieben am Bauwagen zum Spielen und Basteln.

Am Mittwoch waren die Erwachsenen irgendwie aufgeregt und unruhig und wir wussten gar nicht warum…. Als wir im Morgenkreis saßen, kamen plötzlich die Minis mit einem Bollerwagen und Theresa mit dem Babybauch daher und im Bollerwagen war ein goldener Rundling und ein großer Blumentopf mit einer Hortensie drin. Melanie hat ganz irritiert geschaut und wusste nicht, was denn jetzt los ist! Sie musste sich auf den goldenen Thron setzen und da dämmerte es ihr langsam…sie hat gefragt: „Ist heute der 1. Juli?“ Jaaaaa!!!!! An diesem Tag war sie 10 Jahre im Waldkindergarten Hebertshausen 😊! Sie bekam von jedem Kind eine Margerite geschenkt, von den Erwachsenen den Hortensientopf und ein Album, mit Fotos, Briefen der Kolleg*innen und lustigen Geschichten aus denletzten 10 Jahren. Sie war sehr gerührt und hatte danach gar keine Lust mehr zu arbeiten, sie wollte am Liebsten nur noch im Album blättern 😊. Natürlich hat sie dann doch noch was gearbeitet. Sie ist mit den Adlern in den Fichtenwald gewandert und hat mit ihnen wunderschöne Webrahmen aus Naturmaterial gebastelt. Alle anderen sind mit Martin und Caroline am Platz geblieben und haben das Bilderbuch „Was ist bloß mit Gisbert los?“ gelesen.

Und was ganz Wichtiges haben wir ja noch vergessen!!!! Am Anfang der Woche sind unsere Schmetterlinge geschlüpft, was für eine Attraktion!! Es fällt uns zwar schwer sie ganz in Ruhe zu lassen, aber wir bemühen uns ganz leise zu sein, wenn wir sie beobachten. Außerdem haben wir an diesem Donnerstag wunderbar duftende Kräuterseifen hergestellt. Dem Coronavirus werden wir schon zeigen, was unsere Seife alles kann 😉!

Am Freitagmorgen haben wir ein Dino-Lied gesungen, bevor wir einen Spaziergang zum Steinhügel unternommen haben. Dort blühen jetzt Blumen und Gräser im Überfluss – wunderschön! Vom schlichten Gras, über üppige Bodendecker bis zu leuchtend bunten Acker- und Beetblumen gibt es daalles! Da konnten wir nicht widerstehen und haben farbenfrohe Blütenbilder gestaltet. Ein bissl kann die Natur ja mit uns teilen, wir versuchen auch ganz vorsichtig zu sein. Am Platz gab es dann noch eine neue Lektion in Sachen Selbstbehauptung für die Adler. Heute ging es um „Mein Körper gehört mir!“ Da wurde dann geübt, wie man ganz laut und deutlich „Stopp!“ sagt, wenn man etwas nicht möchte! Und dann, am Ende des Vormittags und der Woche mussten wir uns von unseren zarten Flatterfreunden verabschieden. Mit etwas Wehmut entließen wir unsere Schmetterlinge in die freie Natur. Ein bisschen traurig waren wir schon, aber wir wissen ja, dass kein Mensch und kein Tier gerne eingesperrt sein mag. Und so sind wir dankbar, dass wir sie auf ihrem Weg ins Leben begleiten durften und vielleicht kommen sie uns ja ab und zu besuchen….. 😊….

Drei Schmetterlinge fliegen durch die Luft,

sie suchen eine Wiese mit viel Blumenduft.

Ein Blümlein hier,

ein Blümlein dort,

sie flattern immer weiter fort.

Sie trinken süßen Blütensaft,

das gibt den bunten Flügeln Kraft.

Und erst wenn sich die Sonne neigt,

und eine kleine Grille geigt,

setzt sich der Schmetterling zur Ruh`und macht die beiden Flügel zu.

Wochenbericht 22. – 26.6.20

Am Montag hat uns Martin das Lied vom kleinen Apfel mitgebracht. Das kennen wir schon, aber diesmal kamen Instrumente, Bewegungen, Patschen und Klatschen dazu, natürlich nicht alles auf einmal 😉! Huii, da muss man sich ordentlich konzentrieren!! Nach diesem anspruchsvollen Morgenkreis mussten wir erst mal spielen gehen, die Adler durften für die neuen Kinder mit Caroline Karten gestalten. Mit Noppenfolie wurden da weiße Pusteblumen gedruckt und mit Wachsmalkreidestängeln versehen. Zwischen zwei Fichten wurden sie an eine Leine zum Trocknen gehängt, dort sind sie dann fröhlich im Wind geflattert.

Am Dienstag wurde schon ganz früh morgens der Bollerwagen gepackt und nach einem kurzen Morgenkreis mit Raupen- bzw. Puppenbesichtigung ging es auf in den Fichtenwald. Zuerst mussten wir Brotzeit machen, weil einige von uns schon fast verhungert waren 😉. Danach trafen sich zuerst die Adler, dann die Wölfe und zum Schluss die Frischlinge mit Caroline, um einen Schutzkreis für jedes Kind zu gestalten. Vorher wurde besprochen, was so ein Schutzkreis eigentlich ist und warum jedes Kind seinen eigenen gestalten soll. Manche Kinder haben sich ganz viel Zeit gelassen, um den richtigen Platz, die richtige Größe des Kreises und die schönste Dekoration aus Zapfen, Moos oder Stöckchen zu finden. Andere wussten ganz schnell, wo sie sich wohl fühlen und wie der Kreis aussehen soll. Als jedes Kind fertig war und in seinem Kreis saß, bekam es noch eine finale Schutzräucherung, das haben alle sehr andächtig genossen. Wichtig war auch, dass man den Kreis im Herzen von nun an immer mit sich trägt und einem nix mehr passieren kann. Auch wenn Tiere, das Wetteroder andere Waldbesucher die gelegten Kreise wieder zerstören, sind sie also dennoch immer bei uns!

Am Mittwoch ging es schon wieder auf große Wanderung. Samy hat seinen 6. Geburtstag gefeiert und sich einen Ausflug zum Froschweiher gewünscht. Das war vielleicht weit und heiß, weil uns die Sonne mit vielen, vielen Strahlen umsorgt hat. Es ist ein bisschen schade, dass auf dem Weg dorthin gerade so viele Autos fahren, aber das ist hoffentlich nur so, bis unsere Brücke wieder neugebaut ist. Aber naja, da lernen wir wenigstens gleich ein bisschen was vom Umgang mit dem Straßenverkehr 😉. Am Froschweiher angekommen wurde gegessen, gespielt und die Frösche haben uns ein schönes Konzert beschert!

Am Donnerstag wurde eine kleine Überraschungsgeheimwerkstatt für kleine Geschenke für die zukünftigen Schulkinder eröffnet. Die Wölfe und Frischlinge waren sehr fleißig….und soviel können wir verraten: es hat was mit Filz zu tun…. 😉! Die Adler waren inzwischen mit dem Deckblatt für ihre Kalender beschäftigt, so haben sie von der bevorstehenden Überraschung gar nix mitbekommen… Und dann gab es passend zum Sommeranfang noch ein neues Lied: Tra-ri-ra der Sommer ist da!

Den Freitag haben wir nochmal für einen Ausflug in den Knochenwald genutzt. Die jüngeren Kinder durften spielen, klettern und die Gegend auskundschaften, während die Adler in ihrem Selbstbehauptungskurs in Rollenspielen das „Nein sagen“ gelernt haben. Und ganz zum Schluss wurde noch das Eisschollenspiel gespielt…und das mitten im Sommer…😉!

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Wochenbericht 15.06.2020 – 19.06.2020

Am Montag haben wir angefangen, uns mit dem „Rund“ zu beschäftigen. Im Morgenkreis haben wir überlegt, was denn alles rund ist…also zum Beispiel unsere Rundlinge von oben oder die Sitzkissen und dass unsere Augen auch rund sind haben wir bei der Gelegenheit auch bemerkt 😉! Natürlich haben wir noch viele andere Dinge gefunden, die rund sind. Nachdem wir unsere Raupen bestaunt haben, durften wir bis zur Brotzeit noch ein bisschen spielen und danach sind wir zu einem Spaziergang durch den Pilzwald aufgebrochen. Dort haben wir kurz gespielt und da es an diesem Tag ziemlich geregnet hat, war das der beste Platz dafür, weil die Fichten da so dicht stehen, dass nur wenig Wasser durch kommt. Auf jeden Fall gab es, als wir zurück waren, jede Menge Gummistiefel und Socken zu wechseln, da die schönen Riesenpfützen unterwegs einfach zu verführerisch da liegen, um nicht mit Karacho durchhüpft zu werden 😊!

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Beim Dienstagsmorgenkreis konnten wir lauter verschiedene Vögel um uns herum beobachten, die Würmer oder anderes Futter für ihre Jungen gesucht haben. Da bot sich als Begrüßungslied natürlich die „Vogelhochzeit“ an! Wir waren zwar nicht mehr ganz textsicher, aber den Vögelchen hat ́s trotzdem ganz gut gefallen, sie sind jedenfalls nicht geflüchtet 😉! Danach sollten wir uns in einem Kreis aufstellen (ja, auch der ist rund und passt somit gut zu unserem runden Wochenthema!) und Caroline hat uns ein Tambourine und Seifenblasenmitgebracht. Melanie hat mit dem Tambourine gerasselt und Caroline die Seifenblasen gepustet. Wir durften wild durcheinander sausen und die Seifenblasen fangen und immer wenn Melanie ́s Instrument verstummt ist, sollten wir ganz still stehen bleiben und die Seifenblasen nur beobachten…puh, das war vielleicht schwer!!! Aber nach ein paar Runden hat ́s dann schon ganz gut geklappt. Das wollen wir unbedingt öfter spielen! Ein paar Kinder haben sogar noch was Tolles entdeckt: mit feuchtem Laub lassen sich die Seifenblaseneinfangen und die Blasen halten sich dort ganz lang und man kann sie super beobachten. Die Adler durften dann später mit Melanie noch besprechen, welche Vorschulaktionen sie sich wünschen, soviel Zeit bleibt ja in diesem merkwürdigen Coronajahr leider nicht mehr… Aber sie haben sich schnell geeinigt: sie wollen Eis essen gehen und eine Nachtwanderung machen. Das sind doch tolle Ideen, oder?!

Am Mittwoch haben wir gestaunt, um wieviel unsere Raupen schon wieder gewachsen sind! Das ist wirklich toll, wenn man das so beobachten kann. Wir hoffen, die Raupen überstehen die Besichtigungsrunden immer gut, sie werden schon manchmal ein bissl geschüttelt, aber schließlich muss man die Dinger ja von allen Seiten betrachten… Nach dem Morgenkreis waren schon wieder die Adler gefragt: mit Melanie haben sie weiter an ihrer Raupenfressgirlande gebastelt. Die ist toll geworden! Ganz bunt, mit allem dran, was so eine Raupe eben gerne frisst. Alle anderen Kinder durften mit Caroline ein Bilderbuch anschauen und lesen. Das Buch heißt „Amelie und der Fisch“. Da hättet ihr mal unsere Amelie sehen sollen, als sie ihren Namen in einem Bilderbuch gehört hat! In dem Buch geht es darum, dass es für Tiere besser ist, wenn man sie nicht einsperrt. Sie sind genau so gerne frei, wie wir Menschenkinder! Den Rest des Tages haben wir mit Malen, Basteln und Schnitzen verbracht.

Am Donnerstag hat uns Ela ausgeholfen, da der arme Martin dauernd Prüfungen hat und an vielen Tagen nicht in den Wald kommen kann. Aber das war nicht so schlimm, wir haben uns nämlich riesig gefreut Ela mal wieder zu sehen! Wir haben einen Ausflug in den Fichtenwald unternommen. Dort durften wir spielen und Material für unser Sommermandala sammeln. Jetzt fängt nämlich bald der Sommer an und wir wollen ihn mit einem schönen Mandala begrüßen!Und hurra!

Am Freitag war der Martin mal wieder da! Er hat uns ein neues Lied beigebracht, das heißt „In meinem kleinen Apfel“. Im anschließenden Selbstbehauptungskurs mit Marina und Martin ging es diesmal um gute und schlechte Gefühle. Das ist ein ganz wichtiges Thema, hier lernen wir, wie wir merken, ob ein Gefühl gut oder schlecht ist. Manche Gefühle machen Angst, andere Bauchweh und wieder andere fühlen sich an wie Schmetterlinge im Bauch. Echt kompliziert, aber wenn wir lernen unserem Bauchgefühl zu vertrauen, kann schon nicht mehr soviel schief gehen. Zum Abschluss der Woche haben wir dann noch unser Sommermandala gelegt, jetzt kann er kommen, der Sommer. Regen hatten wir jetzt erst mal genug 😉!

Wochenbericht vom 8.06.2020 – 12.06.2020

Also unser Hebi ist ja jetzt wieder überglücklich!! Ganze zwei Wochen sind die Zwergerl schon wieder

im Wald, toben und spielen und machen den herrlichsten Rabatz 😊! Das ist Balsam für seine Zwergenöhrchen… Nun ja, er wird schon oft ein bissl grob gedrückt oder geschüttelt, wenn die Kindermit ihm zusammen zählen, aber das ist ihm alles egal, Hauptsache, er ist nicht mehr einsam! Am Montag dieser Woche ist sogar ein neues Zwergerlkind dazu gekommen. Das ist der Tommi. Seine zwei großen Geschwister waren auch schon bei uns, also eine echte Waldzwergerlfamilie 😉. Im Morgenkreis haben wir unser neues Raupenlied wieder gesungen und anschließend durften wir mit Martin Armbändchen knüpfen.

Am Dienstag hat uns Melanie eine Riesenschaukel aufgebaut – wie sehr haben wir diese wunderbaren Waldspiele vermisst… Wer Lust hatte, durfte mit Martin wieder Armbändchen basteln, die anderen haben das ganz famose Regenwetter genutzt, um ordentlichen Matschebrei zu kochen – herrlich!

Am Mittwoch waren wir in wilder Piratenlaune, deswegen haben wir uns die „PiPaPoPiraten“ gewünscht. Das „Hey“ nach dem Refrain schmettern wir immer so laut, dass es die Bewohner von Ampermoching noch hören können 😊😊! In der Vorschule ging es wieder um die Raupe Nimmersatt. Die Adler haben mit Melanie besprochen, was eine Raupe eigentlich gerne frisst. Na, die Wurscht und der Kuchen im Bilderbuch sind natürlich Quatsch! Wissen wir doch längst 😉. Die anderen haben sich um unser Tippi gekümmert und neue Weidenruten gepflanzt. Mal sehen, ob sie anwachsen…

Nach einem faulen Donnerstag zuhause ging es am Freitag gleich morgens mit unserem Raupenthema weiter. Melanie hat uns eine Box mit Schmetterlingsraupen mitgebracht. Die ist durchsichtig und man kann von außen genau beobachten, wie die Raupen sich verpuppen und dann zu Schmetterlingen werden. Superspannend!!!! Da müssen wir jetzt gut drauf aufpassen! Später haben wir einen Ausflug in den Fichtenwald unternommen. Dort wurde eine große Wurzel als Raumschiff auserkoren und ausgiebig bespielt. Wer dazu keine Lust hatte, durfte mit Martin Bilderbücher anschauen und lesen. Es ist einfach schön wieder im Wald zu sein!

Wochenbericht vom 25.5.2020 – 29.5.2020

Endlich, endlich, endlich dürfen wir alle wieder in den Wald!!!!!! Nach diesen vielen Wochen zuhause, sind wir ganz ausgehungert nach unseren Freunden, dem Spielen und Toben zusammen und natürlich dem Wald, mit allem, was sich ohne uns trotzdem in der Natur verändert hat. Nacheinander sind wir auf unserm Platz angekommen, manche wie ein Wirbelwind, andere fröhlich und glücklich und wieder andere sehr vorsichtig und verhalten. Jedes Kind und jeder Erwachsene musste sich erst wieder an den Kindergartenalltag herantasten. Aber groß war die Wiedersehensfreude in jedem Fall 😊!! Der Morgenkreis war ein bisschen anders als sonst. Wir haben auf ein wenig mehr Abstand geachtet und natürlich hatten alle sehr viel zu erzählen. Die Zeit ohne einander war lang und jede Familie hat sie ein bisschen anders verbracht. Nachdem jedes Kind ein wenig berichtet hat, durften wir spielen, soviel wir wollten. Da wurde gebaut, gerannt, gemalt und gebastelt, geklettert, gestritten und gelacht! Also eigentlich alles wie immer- Gott sei Dank 😊!

Am Dienstag sind wir gleich zu unserem ersten Ausflug aufgebrochen. Auf ging ́s in den Fichtenwald! Die Sonne hat extra für uns vom Himmel gelacht und so war die Stimmung bestens! Nach der Brotzeit wurden noch einige Geburtstage nachgefeiert, die wir ja leider auch nicht zusammen verbringen konnten. Kuchen durfte keiner mitgebracht und ausgeteilt werden, das war schon ein bissl blöd, aber die Erwachsenen hatten trotzdem schöne Ideen, um die kleinen Jubilare würdig zu feiern. So bekam jedes Geburtstagskind ein Körbchen in die Hand und die anderen haben schöne Dinge zum Reinlegen und Schenken gesucht. Langsam haben sich die Körbchen dann mit Blümchen, Zapfen, schönen Rindenstücken und Gräsern gefüllt. Von den Erzieherinnen gab es selbstverständlichauch ein kleines Geschenk, wie immer. Dann durfte noch jedes Kind gratulieren und da man sich ja nach Möglichkeit die Hände nicht schütteln soll, haben wir kurzerhand einen geschmückten Stock zurArmverlängerung benutzt. Das hat auch sehr gut geklappt und war lustig 😊.

Am Mittwoch ging es – nein, nicht um die Wurscht – sondern um die Raupe! Melanie hat uns ein lustiges Raupenlied mitgebracht und mit uns geübt, danach hat sie uns das allseits beliebte und bekannte Bilderbuch von der Raupe Nimmersatt vorgelesen. Nach dem Morgenkreis durften sich die Vorschulkinder unter den Fichten versammeln, um ein Sachgespräch über Raupen und Schmetterlinge zu führen und anschließend das Kalenderblatt für Mai gestalten. Da sind mit Korken lauter lustige grün/rote Raupen gestempelt worden. Alle anderen Kinder durften an einem anderen Platz mit Caroline ebenfalls Raupen stempeln, aber nicht mit Korken, sondern mit Luftballons! Da sind auch lauter interessante Gesellen rausgekommen 😉!

Am Donnerstag gab es weitere Strophen zum Raupenlied, bevor wir einen großen Ausflug zur Pirateninsel unternommen haben. Da wollten wir vor dem ganzen Coronagedöns schon lange wieder mal hin. Und jetzt war es also soweit! Dort muss man halt gut aufpassen, dass man nicht ins Wasser plumpst, weil da natürlich rundum Wasser ist, wie sich das auf einer ordentlichen Pirateninsel gehört😉! Müde vom Piratenleben sind wir dann mittags wieder zum Platz zurückgewandert…

Auch am Freitag hat uns das Raupenlied wieder durch den Morgenkreis begleitet. Danach durften dieAdler mit Marina und Martin ein neues, spannendes Thema beginnen: die Selbstbehauptung! Das Selbstbehauptungsteam nennt sich „Over and out“. An diesem ersten Teamtag wurden Spiele zu Vertrauen und Eigenverantwortung gespielt. Das Thema wird die Großen nun eine Weile begleiten, ist ja auch sehr wichtig, dass man mit viel Selbstvertrauen und Mut in die Schule geht im Herbst 😊. Alle anderen durften mit Melanie das Hochbeet mit Blumen bepflanzen. So sehen wir wenigstens noch ein bisschen, wie die Pflanzen wachsen, nachdem wir jetzt soviel verpasst haben in den letzten Wochen… Egal, es ist wie es ist. Nach diesem Freitag haben wir nochmal eine Woche Pfingstferien und dann sind wir wieder ganz viel im Wald 😊😊😊!!

Hebi im Land der Elfen (Teil III)

Hebi muss sich einen Moment sammeln. Gerade stand er noch vor dem Tor in seinem Wald und im nächsten Augenblick ist er ganz woanders. Alles schaut so verändert aus. Hebi reibt sich die Augen und öffnet sie dann ganz langsam wieder. Vor ihm liegt ein wundersamer Weg. Sollte er wirklich im Elfenland sein? Er fasst all seinen Mut zusammen und geht langsam voran. Das Moos unter seinen Füßen ist weich und warm. Mit jedem Schritt den Hebi weitergeht, breitet sich eine große Ruhe in ihm aus. Plötzlich hat er das Gefühl, dass er auf dem richtigen Weg ist und schreitet immer mutiger voran.

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Als er eine Weile gegangen ist, kommt er an einen wunderschönen See. Der See liegt still da und das Wasser in ihm ist kristallklar. Hebi schaut sich um und sieht Wasserfälle, uralte Bäume und viele Tiere. Das Wasser des Sees sieht so einladend aus, Hebi bekommt direkt Lust zu baden. Er legt seine Zwergenkleidung ab und springt vergnügt ins Wasser. Das Wasser ist warm und gleichzeitg schön erfrischend. Hebi planscht und freut sich seines Lebens. Für einen kurzen Augenblick hat er ganz vergessen, dass er auf der Suche nach den Waldkindern ist. Da hört er in der Ferne ein leises Rufen: „Heeebi, Heeebi….ja wo bist du denn?“ Hebi steigt aus dem Wasser, trocknet sich mit etwas Moos ab und zieht sich wieder an. Mittlerweile wird die Stimme immer lauter. Hebi ist ganz verwundert, wer ihn denn da ruft.

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Da sieht er auf einmal seine alte Freundin Pimpernella. Pimpernella war auch schon bei den Zwergen im Wald und er kann sich noch gut an sie erinnern. Pimpernella bleibt stehen, als sie Hebi sieht, lacht und öffnet ihre Arme. „Na da bist du ja endlich, ich habe schon auf dich gewartet.“ Hebi erwidert, „Hallo Pimpernella, woher wusstest du, dass ich komme?“. „Aber Hebi, ich weiß auch, dass du die Kinder suchst! Ich wäre doch kein richtiger Waldschrat, wenn ich das nicht wüsste. Und jetzt setz dich auf dieses Stöckchen und schließe deine Augen….“

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Und auf einmal hebt Hebi mit dem Stöckchen ab. Pimpernella ruft Hebi noch nach: „Hebi, mit meinem magischen Stöckchen, kannst du zwischen der Welt der Elfen und der Welt der Menschen hin und her fliegen. Ich wünsche Dir viel Glück bei deiner Suche!“ Dann geht es für Hebi hoch in die Luft, er muss sich richtig gut festhalten. Sein Bart und seine Zwergenmütze wehen im Wind und er saust durch die Wolken. Je länger er fliegt, umso sicherer fühlt er sich. Bald kann er schon richtig gut steuern und fliegt Rollen, saust durch Wolken hindurch und schafft es sogar, einen Looping zu machen. Hui, das ist ein Spaß!

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Schon bald fliegt er über Herbertshausen und die anderen Dörfer in der Gegend. Hebi denkt sich, hier müssen die Kinder doch irgendwo wohnen. Er macht seine Zwergenäuglein weit auf und konzentriert sich ganz stark auf die Häuser und Gärten unter ihm.

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Und tatsächlich, da entdeckt er die Kinder. Er kann es kaum glauben und ist von ihrem Anblick so gerührt. Eine dicke Zwergenträne rollt ihm die Backe hinunter vor Freude. Allen scheint es gut zu gehen und Hebi ist sehr glücklich darüber, sie endlich gefunden zu haben. Er hat sich ganz umsonst Sorgen gemacht.

Er sieht die Lola, wie sie mit dem Radl unterwegs ist und im Wald Hütten baut und Picknick macht. Und sogar Rollschuhfahren hat sie gelernt! Hebi ist begeistert.

Dann fliegt er an Lidia vorbei, die jetzt schon ohne Stützräder Fahrrad fahren kann und sogar schon 10 km an einem Stück schafft. Und Hebi sieht genau, wie stolz ihre Eltern auf sie sind und freut sich sehr darüber.

Kurz darauf fliegt er über das Haus von Antonia hinweg. Da sieht Hebi wie Antonia mit ihrem Papa Salat, Petersilie, Schnittlauch, Erdbeeren und Tomaten im Hochbeet pflanzt und danach in ihrer Nestschaukel im Garten schaukelt.Außerdem sieht er, wie Antonia und ihr Papa ein Prinzessinnen-Bett zusammen aufbauen und sie ab da nicht mehr im Elternschlafzimmer in einem Gitterbett schläft, sondern in ihrem eigenen Bett in ihrem eigenen Zimmer. Hebi freut sich sehr mit Antonia.

Dann macht Hebi einen Abstecher nach Oberschleißheim und entdeckt Felix, der Radl fahren gelernt hat und viele tolle Radltouren macht. Da fliegt Hebi gleich ein Stückchen mit und schaut von oben zu, wo es hingeht und was Felix alles erlebt.

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Seinen Bruder Moritz, kann er durchs Fenster erblicken, wie er scheinbar schwerelos durchs Zimmer schwebt, dann sieht Hebi, Moritz hat einen nagelneuen Schreibtisch und einen neuen Schreibtischstuhl und rollt damit ganz begeistert durch sein Zimmer. Wow, das würde Hebi auch gerne mal machen.

Hebi fliegt eine Kurve, dann geht es ein Stück geradeaus und auf einmal denkt Hebi, was ist denn da unten los? Ist das ein Wirbelwind? Aber nein, dass ist Marlen mit ihrem neuen, blauen Fahrrad. Sie fährt über Stock und Stein, saust die Amper entlang, dann durch den Wald und noch acht Runden im Hof. Hebi wird es ganz schwindelig beim Zusehen.

Hebi fliegt rechts und links an zwei Wolken vorbei und plötzlich sieht er Sebastian und seine Schwester Amelie, wie sie radeln und danach ein großes Eis essen. Er sieht auch, dass Sebastian mit seinem Papa schon auf richtig schwierigen Strecken mit dem Fahrrad an der Amper entlang fährt.
Und auch Amelie entdeckt er noch einmal, scheinbar hat sie in den letzten Wochen Fahrrad fahren gelernt und er sieht, wie sie schon eine große Runde ganz alleine fährt. Da ist Hebi richtig stolz auf die beiden.

Kurz darauf hört er mit seinen empfindlichen Zwergenöhrchen eine laute Geburtstagsmusik. Das muss er sich unbedingt anschauen, denkt Hebi und fliegt in die Richtung, aus der die Musik kommt und da sieht er die Tanten von Mariella, die mit lauter Geburtstagsmusik Mariella zu ihrem Geburtstag überraschen, während sie oben aus dem Fenster schaut und dann gibt es sogar noch genau die tolle Einhorntorte, die sie sich gewünscht hat. Und ihr größtes Geschenk sind Inlineskates, mit denen sie dann auch gleich, schnell wie der Wind, losdüst. Hebi bekommt ganz rote Bäckchen vor Freude.

Hebi fliegt eine Weile im Tiefflug weiter und plötzlich wird er von Samuel überholt der in der Zwischenzeit Fahrradfahren gelernt hat. Hebi hört, dass Samuel auch Kontakt mit Lorenz über WhatsApp hat, der früher bei den Minis war und der das Radlfahren zur gleichen Zeit wie er gelernt hat. Dann sieht Hebi noch wie Samuel täglich viele Stunden auf seinem neuen, großen Trampolin verbringt und wie er sich dabei austobt. Oh, ist das schön. Hebi´s Herz macht auch gleich einen Hüpfer vor Freude.

Auf einmal kommt ein Sausewind Hebi entgegen und er muss ausweichen. Das ist doch Sammy! Hebi sieht, wie Sammy jeden Tag an der Amper radelt, das hat er scheinbar wirklich lieben gelernt! Und er entdeckt, wie Sammy sein erstes Freundschaftsarmband ganz allein knüpft. Da freut sich Hebi sehr mit Sammy.

Jetzt fliegt Hebi bei Korbinian vorbei und sieht, wie lieb der sich um seine Schwester kümmert. Danach hüpft Korbinian auf seinen Tretbulldog und arbeitet fleißig am Sandhaufen im Garten. Kurz darauf kracht ein „Baum“ um, den Korbinian mit seinem Tretbulldog und mit seiner Seilwinde umgezogen bzw. gefällt hat. Anschließend wird direkt alles mit seinem Betonmischer betoniert. Hebi ist richtig angetan davon, wie geschickt Korbinian bei der Arbeit ist und schaut ihm noch eine Weile zu.

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Weiter geht’s zum lieben Jona, Hebi sieht, wie fleißig er Fahrradfahren übt und andere Wälder erkundet. Leider konnte Jona zu seinem 5. Geburtstag keine anderen Kinder einladen, aber Omioma und Opiopa haben ihm mit weitem Abstand ein Kasperltheater aufgeführt, was Jona über alles liebt, wie wir ja alle wissen. Das war eine tolle Überraschung für ihn. Da ist Hebi aber sehr glücklich.

Vom vielen Fliegen ist Hebis Bart schon ganz struppelig, aber er will unbedingt auch noch die anderen Kinder sehen. Und da sieht er Resi, die schon Fahrradfahren gelernt hat und richtig lange Strecken radeln kann. Außerdem sieht Hebi, wie Resi ihren Geburtstag feiert und freut sich sehr mit ihr.

Hebi muss kurz einem Vogel ausweichen und da sieht er auf einmal Leon und Toni in ihrem Garten. Er sieht, wie sie neue Blumensamen aussäen und Obststräucher pflanzen, damit sie bald saftige Himbeeren, Erdbeeren und Brombeeren direkt vom Strauch naschen können mmhh.. lecker. Danach helfen die beiden ihren Eltern und pflanzen sogar zwei Bäume. Und wenn Hebi Leon und Toni nicht im Garten sieht, dann sind sie gerade unterwegs und machen lange Fahrradtouren und Hebi begleitet sie dann ein Stück.

Spielt da nicht jemand im Garten? denkt Hebi und fliegt etwas tiefer. Das ist doch Emilia, die da gerade Morgenkreis im Freien macht. Am liebsten würde Hebi sofort mitmachen. Wie hat er das alles vermisst, aber er möchte ja noch die anderen Kinder besuchen. Vorher schaut er aber noch Emila zu, wie sie Szenen aus der Buch-Reihe „Schule der magischen Tiere“ nachspielt, die sie so liebt. Mr. Morisson, der Besitzer der magischen Zoohandlung, sammelt zusammen mit der Elster Pinkie, magische Tiere auf der ganzen Welt und gibt sie manchmal an ein Kind in Miss Cornfields Klasse weiter, dass dann darüber sehr glücklich ist. Hebi nimmt sich vor, so ein Buch in Frau Eichkatzl´s Kramerladen zu kaufen.

Langsam wird Hebi müde und deswegen fliegt wieder zurück in Richtung Feenland. Da sieht er Emil mit seinem Papa beim Radeln, da ist Hebi sofort wieder hellwach. Emil und sein Papa finden ein totes Küken auf dem Weg, was aus dem Nest gefallen ist. Hebi sieht, wie die beiden dann zusammen das entsprechende Nest in den Baumkronen suchen und auch finden. Emil weiß auch direkt, dass das ein Nest von einem Raubvogel ist. Emil ist richtig begeistert von der Vogelkunde und kennt sich wirklich gut aus. Hebi will sich gerne mal mit Emil über die verschiedenen Vogelarten austauschen.

Als Hebi weiterfliegt ist es schon fast dunkel geworden. Langsam wird es ihm kalt. Da sieht er, wie Balthazar mit seinen Eltern draußen im Garten zeltet. Sie grillen Würstchen, Stockbrot und Marshmellows. Danach kuscheln sie sich in ihr Zelt, in dem ganz viele Decken und Schlafsäcke liegen. Hebi landet kurz und geht nah ran an das Zelt. Hebi sieht den Schatten von Balthazar und seinen Eltern durch den Zeltstoff und glaubt, Balthazar hat ihn sogar bemerkt, da muss Hebi lächeln.

Bevor Hebi aber nach Hause fliegt, schaut er auch noch bei Mila vorbei. Er sieht, dass es ihr gutgeht und schaut ihr eine Weile beim Spielen zu, bis ihre Eltern sie ins Bettchen bringen, aber nicht bevor sie ihr noch eine Geschichte vorgelesen haben.

Hebi hat das Gefühl, dass er schon ganz lange unterwegs ist und hat richtig Heimweh nach seinem Wald bekommen. Er fliegt zurück ins Feenland und landet wieder bei dem zauberhaften See. Pimpernella ist immer noch da und badet gerade, im sanften Mondschein, ihre Füße im klaren Wasser des Sees. Sie lächelt und sagt: „Hebi, die Tiere haben mir schon erzählt, dass du tatsächlich alle Kinder gefunden hast. Das hast du richtig gut gemacht“. Hebi ist glücklich und bedankt sich überschwänglich bei Pimpernella für ihre Hilfe. Dann verabschieden sich die beiden herzlich und obwohl Hebi schon sehr müde ist, macht er sich noch auf den Heimweg. Schnell erreicht er das magische Tor, er blickt noch einmal zurück, lächelt und dann tritt er durch das Tor hindurch. Einen Moment lang ist es so hell, dass Hebi nichts sehen kann und als er auf der anderen Seite ankommt erwarten ihn da seine treuen Freunde, Frau Eichkatzl und das Reiseschwein. Frau Eichkatzl hat sogar eine Laterne mitgebracht und die Beiden begleiten Hebi durch die Nacht bis zu seinem Zwergenhäuschen. Auf dem Weg erzählt er ihnen alles was er erlebt und gesehen hat. Da staunen Frau Eichkatzl und Reiseschwein aber nicht schlecht.

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Nach diesem ereignisreichen Tag ist es nun auch für Hebi höchste Zeit ins Bett zu gehen. Jetzt wo er alle Kinder gefunden hat, schläft er so gut, wie schon lange nicht mehr und in seinem Traum, sieht er jedes Kind noch einmal. Früh morgens ist er bereits ausgeschlafen und geht gleich rüber zu seiner Freundin der Amsel und ihren Küken. Diesmal sind die Küken putzmunter, das kann Hebi deutlich hören, er muss also nicht flüstern. Die Amsel sieht Hebi schon von weitem und ruft: „Hebi, stell dir vor, es kommen wieder Kinder in den Wald und Marina und Marlene habe ich auch gesehen“. „Das freut mich so, stell dir vor, ich habe alle Kinder zuhause besucht und es war sooo toll“. „Hebi, jetzt ist ja Wochenende, aber weißt du was ich von den Erzieherinnen gehört habe? In einer Woche dürfen wieder alle Kinder in der Wald kommen“. „Oh Amsel, du weißt gar nicht, was mir das bedeutet, ich freue mich so sehr“.

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Und wenn Hebi in einer Woche von seinem Morgenspaziergang zurück in seinen Wald kommt, dann wird er schon von Weitem die fröhlichen Kinderstimmen und das ausgelassene Kinderlachen hören, das er so lange vermisst hat. Und dann ist wieder alles so wie es sein soll.

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-ENDE-

Hebi immer noch allein im Wald?… (Teil 2)

 ….plötzlich erschrickt Hebi fürchterlich, er muss beim Nachdenken eingenickt sein. Irgendetwas hat ihn geweckt. Aber was? Er hat gerade so schön geträumt…

er hatte mit einigen Waldzwergerln Morgenkreis gemacht…aber das konnte ja nicht sein…

Er fasst sich an seine klitzekleine Nase, sie ist tropfnass.

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Es hat tatsächlich etwas geregnet. Da wird sich Frau Amsel freuen. Sie fliegt gerade täglich zur Amper, um dort ein paar Tröpfchen zu trinken. Zum Glück gibt es jetzt im Frühling genug zu fressen für sie. Bald werden ihre Küken aus den Eiern schlüpfen. Vier Stück sind es diesmal und sie ist mächtig stolz darauf. Hebi klatscht sich an die Stirn, genau! Frau Amsel hat doch den Überblick, sie weiß vielleicht, wo die Waldzwergerl sind. Hebi nimmt sofort seine kleinen Beinchen in die Hand und spurtet los. Aber halt? Wo hat Frau Amsel diesmal ihr Nest gebaut? Ach genau, ganz hinten an der alten Kletterwurzel, die schon gar nicht mehr da ist, da ist es so schön ruhig, auch wenn die Waldzwergerl da sind.

Sie haben gerade andere tolle Plätze zum Spielen gefunden, vielleicht spüren sie, dass genau an dieser Stelle Ruhe gebraucht wird. (Wenn man das neben einer lauten, knatternden Baustelle überhaupt haben kann). Schnell hat Hebi die Stelle gefunden,(war da nicht ein Kinderlachen?… aber nein, das kann nicht sein, denkt Hebi traurig.)

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 Nachdem er über Äste,  Steinchen, an Gräser und Löwenzahn, links an der kleinen Birke vorbei gehüpft ist und den Haselstrauch (oder ist es doch ein Hartriegelstrauch? Egal!) erreicht hat. „Frau Amsel!“ brüllt Hebi laut nach oben. Er kann das Nest nicht sehen, denn Frau Amsel hat es gut versteckt, zur Sicherheit. „Pscht…“ piepst Frau Amsel aus dem Busch. „Nicht so laut, du weckst mir ja die Kleinen auf!“

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„Nein, sind sie schon geschlüpft?“ Hebi freut sich wie ein Schnitzel. „Herzlichen Glückwunsch!“ brüllt er vor lauter Begeisterung nach oben.

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„Pssschht…, Hebi!“ Frau Amsel kann gleichzeitig leise, aber trotzdem energisch zwitschern. „T ́schuldigung“, stammelt Hebi und wird rot wie eine Tomate, „aber ich freu mich so!“ „Ja, ich mich auch“, trällert Frau Amsel. „Du sag mal, weißt du was von den Kindern?“ flüstert Hebi nach oben. „Hmm, ich habe auch nur das gehört, was Frau Eule erzählt hat…“ denkt Frau Amsel nach. „Weißt du, ich war so beschäftigt mit Brüten und Nest bauen, dass ich mir da gar keine Gedanken machen konnte. Aber ich vermisse das Kinderlachen und das Gewusel am Vormittag… und im Winter haben die Zwergerl immer so tolle Sachen für uns Vögel aufgehängt und das Vogelhäuschen mit Leckereien gefüllt… hoffentlich kommen sie bald wieder… ich drück dir die Daumen, Hebi, aber jetzt muss ich Regenwürmer für die Kleinen suchen. Jetzt ist das beste Wetter dafür, es hat wieder angefangen zu regnen, da kommen die Regenwürmer aus ihren Löchern… viel Glück auf deiner Suche!“ „Pfiadi, Frau Amsel!“ Hebi winkt zum Abschied.

Hebi bleibt nachdenklich zurück. Was sollte er jetzt tun? Da war wieder dieses Lachen in der Ferne. Hört Hebi jetzt schon Stimmen? Vielleich sollte er mal Doktor Uhu-Buhu, den Waldarzt besuchen und um Rat fragen… aber dazu hat er jetzt keine Zeit. Die Tiere des Waldes hatte er schon fast alle befragt, keiner wusste etwas von den lieben Kindern. Vielleicht weiß jemand im Land der Elfen und Feen Bescheid? Die Elfen sehen Dinge, die kleine Waldzwerge wie Hebi nicht sehen konnten. Sie konnten bis tief in die Herzen der Tiere und Menschen sehen und wussten immer einen Rat. Bevor er aber zum Tor des Elfenlandes aufbricht, macht sich Hebi noch einen Mittagssnack um den kleinen Hunger zu vertreiben. Er pflückt sich frische Gierschblätter, die jetzt in großen Mengen im Wald wachsen. Zur Verfeinerung kippt er sein im letzten Spätsommer selbst eingekochtes Himbeersirup über den Salat und lässt sich das Mahl schmecken.

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Das Tor zum Elfenland ist ein klitzekleines Tor, das immer mit frischen Blüten (auch im Winter) geschmückt ist und herrlich duftet.

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Wo genau es sich befindet? Wer weiß das schon…vielleicht im Fichtenwald?

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Wie man hinkommt? Ganz einfach: Schließe deine Augen und denke ganz fest an die Elfen…genau das macht Hebi jetzt auch…Und schon steht er vor dem Tor und geht hindurch. Es ist ganz ruhig, im Elfenland fühlt sich der Regen immer schön und angenehm an. Und dort öffnet sich eine phantastische Welt…aber das ist eine neue Geschichte!

Rätsel der Woche aus dem Wald

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1.) Was wächst hier?

a) Ananas

b) Waldbeere

c) Blumenkohl

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2.) Was wächst in unserer Zinkwanne beim Bauwagen?

a) Ringelblume

b) Schnittlauch

c) Rosen

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3.) Was kann man aus junge Fichtenspitzen machen?

a) Plätzchen

b) Kleister

c) Hustensaft

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4.) Zu welchem Baum gehört diese Rinde?

a) Fichte

b) Birke

c) Eiche

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5.) Wo wohne ich?

a) im Fichtenwald

b) am Froschweiher

c) im Bauwagen

Geschichten aus dem Wald von unserem Hebi dem Waldzwerg!

Teil 1

Es war zum Verzweifeln! Hebi saß im Wald an einen Baum gelehnt und eine dicke Träne rollte über sein rosiges Zwergenbäckchen. Sein schneeweißes Taschentuch war schon ganz feucht, weil er an diesem Tag immer wieder weinen musste, weil er sich so einsam fühlte.

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So lange suchte er nun schon nach den Waldkindern, aber nur ab und zu ließ sich das eine oder andere auf dem Platz sehen. Kein fröhliches Gewusel um den Bauwagen, keine Streitereien, kein friedliches Miteinander, Spielen und Basteln hatte er in den letzten Wochen beobachten können. Er verstand einfach nicht, was da los war!? Wieso war es so ruhig? Einzig die Tiere im Wald verhielten sich wie immer, die Vögelchen sangen und zwitscherten, der Specht hämmerte und die Wildschweine und Rehböcke ließen sich frühmorgens sehen, wenn die meisten Menschen noch fest schliefen.

Schon vor ein paar Wochen hatte er beschlossen, dieser eigenartigen Ruhe auf den Grund zu gehen. Zunächst blieb er am Platz und kletterte auf verschiedene Bäume, um besser sehen zu können, ob irgendwo Waldkinder zu sehen seien.

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Auch im Insektenhotel fragte er an der Rezeption höflich, ob er wohl mal einen Blick in die Zimmer werfen könnte, um nach Spuren der Waldzwergerl zu suchen, was ihm freundlich gewährt wurde.

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Er sauste kreuz und quer durch den Wald, konnte aber nichts und niemanden finden. Seine kleinen Füße hatten abends immer Blasen, von dem ganzen Gerenne. Daher bat er seinen Freund, das Reiseschwein, ob er ihn wohl bei seiner abenteuerlichen Suche ab und zu begleiten oder tragen könne, dann könnte er auch längere Strecken zurücklegen. Das war natürlich überhaupt kein Problem. Das gutmütige Rennschwein, ließ Hebi aufsitzen und sie machten sich auf den Weg nach Hebertshausen.

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Aber oh Schreck!!! Die Brücke über die Amper war weg!! Daher also der laute Baustellenkrach der letzten Zeit… Tja, da mussten die beiden wohl in der anderen Richtung weitersuchen. Aber weit und breit keine Waldkind…☹.

Die Tage waren schon sehr warm geworden inzwischen, die Sonne schien fröhlich und hell vom Himmel, ließ die Schmetterlinge und Insekten vor Lebensfreude ganz quirlig werden und das zarte Grün der Bäume wurde zunehmend satter und dichter. Wenn er von seinen Ausflügen zurückkam legte er sich gerne noch ein Weilchen auf sein Hausdach, um sich auszuruhen, bevor er sich ein Zwergenbierchen in seinen kleinen Krug einschenkte und das Ausklingen des Tages genoss.

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Die kluge Frau Eule hatte ihm erzählt, dass die Menschen sich im Moment ganz komisch verhalten würden. Sie hätten sich bunte oder weiße Tücher um Mund und Nase gebunden und ließen großen Abstand von mindestens 1,50 m zwischen sich, wenn sie sich unterhielten.

Hmm….Hebi holte den Meterstab aus dem Bauwagen und zusammen mit dem Reiseschwein probierte er mal aus, wie weit weg denn 1,50 Meter eigentlich sind. Und es war ein Riesenabstand!! Die beiden mussten sich gegenseitig anbrüllen, um den anderen noch verstehen zu können. Ach deswegen waren die Waldkinder manchmal so laut! Sie standen zu weit auseinander! Man lernt halt nie aus…😉.

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An anderen Tagen saß Hebi mit seiner Zählkette ganz allein im Morgenkreis und wartete, aber niemand kam… nach einer Weile packte er die Kette wieder in sein Häuschen und überlegte, wo er denn noch suchen könnte.

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Da fiel ihm Frau Dachs ein, die war doch auch sehr schlau und sie war alle zwei Wochen so nett, ihn in ihrem rapsölbetriebenen Waldmobil mitzunehmen, da Hebi keinen Führerschein und auch kein Auto hatte. Sie fuhren zusammen in ein anderes Waldstück, zum Waldi Süd, dem Wald-Discounter. Ab und zu brauchte man halt doch ein bisschen mehr, als nur Beeren, Schwammerl und Giersch aus Frau Eichkatzl´s  Kramerladen. Manchmal versteckte sie ihre Ware so gut, dass sie sie selber nicht mehr fand, was ja auch für die Kundschaft ein bisschen doof war!

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Frau Dachs marschierte also mit Hebi durch den WAldi und kaufte mit ihm ein, dann bepackten sie das Waldmobil bis unters Dach (leider hatten sie kein Klopapier mehr bekommen und keine Hefe für einen Waldbeerenkuchen, da Familie Hamster vor ein paar Tagen das Geschäft heimgesucht hatte) und fuhren wieder zurück.

An einem anderen sonnigen Morgen machte sich Hebi auf den Weg zum Froschweiher. Dort angekommen, unterhielt er sich mit den Fröschen und Kröten, aber auch diese hatten nur sporadisch mal das eine oder andere Kind gesehen. Leider hatte Hebi den Weg unterschätzt, er war so müde, dass er Angst hatte den Heimweg nicht zu schaffen, da fasste sich Frau Kreuzkröte ein Herz, befahl ihm, sich auf die gelbe Linie ihres Rückens zu setzten und nach einigen großen, langen Hüpfern war Hebi auch schon wieder zuhause. Er bedankte sich überschwänglich und fiel nach einer kleinen Brotzeit und dem Zähneputzen todmüde ins Bett.

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Am nächsten Tag, als Hebi also so traurig unter seinem Baum saß, beschloss er die Hoffnung nicht aufzugeben! Er trocknete die letzten Tränchen, aß ein dickes Waldbeermarmeladebrot und trank einen Becher Löwenzahnmilch. Am Liebsten hätte er sich ja ein Pfeifchen angezündet, da konnte er besser nachdenken, aber der Wald war so trocken, dass er sich nicht traute. So saß er nun da und überlegte, wie es nun mit seiner Suche weitergehen könnte……

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Lösung vom letzten Rätsel:

1.) Antwort B – Giersch

2.) Antwort A – Birke

3.) Antwort B – Himbeere

4.) Antwort C – Löwenzahn

5.) Antwort B – kleiner Bauwagen

Unser Waldquiz für diese Woche:

1.)

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Wie heißt dieses Beikraut?

A) Brennnessel

B) Giersch

C) Vogelmiere

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2.)

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Von welchem Baum sind diese Blätter?

A) Birke

B) Eiche

C) Buche

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3.)

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Welche Beere wächst an diesem Strauch?

A) Erdbeere

B) Himbeere

C) Aprikose

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4.)

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Wie heißt diese Frühlingsblume?

A) Tulpe

B) Gänseblümchen

C) Löwenzahn

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5.)

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Was ist das?

A) Mülltonne

B) kleiner Bauwagen

C) Minibauwagen

Alle Lösungen findet ihr nächste Woche hier auf unserer Tagebuchseite (: 

Drei-Wochenbericht vom 30.3. – 17.4.20

Ach ja….jetzt sind wir schon seit fünf langen Wochen zuhause…Aber wir haben es gut. Unsere Eltern kümmern sich um uns und sorgen dafür, dass wir trotz allem viel draußen sein können und zuhause schöne Beschäftigungen finden 😊.

So manchen Langeweileanfall mussten sie schon mit uns überstehen und das eine oder andere Tränchen musste getrocknet werden, wenn uns die Sehnsucht nach unseren Freunden und dem Kindergarten traurig gemacht hat. Zum Glück sind wir zähe Waldkinder und wir tragen viel Kraft und Zuversicht in unseren Herzen, die wir schon lange vor „Corona“ im Wald sammeln durften.

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Und außerdem gab es ja zwischenzeitlich auch noch ein kleines Highlight zuhause:

der Osterhase war da!!

Mit seinen langen Löffelohren und den flinken Pfoten hat er sich auf den Weg gemacht, um uns allen kleine Nester mit einer Überraschung zu verstecken. Wahrscheinlich war es der Hase mit der roten Nase 😉

….Es war einmal ein Hase mit einer roten Nase und einem blauen Ohr.

Das kommt ganz selten vor.

Die Tiere wunderten sich sehr: Wo kam denn dieser Hase her?

Er hat im Gras gesessen und still den Klee gefressen.

Und als der Fuchs vorbeigerannt, hat er den Hasen nicht erkannt.

Da freute sich der Hase. „Wie schön ist meine Nase und auch mein blaues Ohr, das kommt so selten vor.

“-Helme Heine-

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Naja, schon schade, dass wir das Fest diesmal nicht auch im Wald mit unserer Zwergerlgruppe feiern konnten, aber das kann man jetzt halt nicht ändern – wenn wir wieder dürfen feiern wir, bis die Schwarte kracht 😉😊! Und eines ist sicher…falls wir dann so richtig schlechtes Wetter haben sollten, können wir immer noch im Bauwagen feiern. Der wurde nämlich von den Waldelfen mal wieder so richtig rausgeputzt und die Regale wurden alle neu sortiert!

Die Erzieher*innen waren aber auch nicht faul: sie haben jedem Kind eine Osterkarte gebastelt und per Post nach Hause geschickt! Das war eine Überraschung! Wir sind ja noch einigermaßen jung, deshalb bekommen wir auch nicht so viel eigene Post, wie Papa und Mama, da waren wir natürlich sehr stolz auf unsere Briefe 😊.

Theresa (also die Erzieher-Theresa) hat sich auch in diesen Tagen wieder die Kamera umgehängt und sich auf den Weg in den Wald gemacht, um ein paar schöne Fotos an unserem Platz zu knipsen. So können wir immer ein bisschen mitverfolgen, was in der Natur gerade passiert.